Retroperspektive 2017

Mein Rückblick auf ein forderndes Jahr

Retroperspektive. Der Jahresrückblick 2016 | Arthurs Tochter kocht – der Blog für food, wine, travel & love von Astrid Paul

Prolog

Ihr wisst ja, ich bin kein Rückgucker, das ist mir für meinen Seelenzustand und auch für meine Halswirbelsäule zu anstrengend. Aber: Das Leben wird zwar nach vorne gelebt, jedoch nach hinten verstanden – insofern schadet ein kleiner Blick zurück manchmal nicht. Auch wenn ich Euch hier jeden Monat Monatsrückblicke präsentiere; wer also eine nach Monaten aufgeschlüsselte Rückschau wünscht, schaut am besten hier und die ganz große Rückschau auf 8 Jahre Arthurs Tochter kocht lest Ihr hier. Und damit kann ich ja gleich mal anfangen – ich blogge nun im 9. Jahr, Applaus, Applaus to myself. 
Retroperspektive. Der Jahresrückblick 2016 | Arthurs Tochter kocht – der Blog für food, wine, travel & love von Astrid Paul

9 Jahre stringent bloggen (und das bei der hier vorherrschenden Textlänge) ist wahnsinnig beglückend! Am allerschönsten sind natürlich die vielen tollen Kommentare von Euch und die lieben Mails, also wenn ich Euch nicht hätte ... vielleicht hätte ich manchmal das Handtuch geworfen. Also gebt mir mehr davon, ja? Wenn meine Leserinnen und Leser mir schreiben, ehrlich, das ist mein Salz in der Bloggersuppe! Im vergangenen Jahr habe ich auch wieder so viel schöne Briefpost von Euch erhalten, ich wurde überschüttet mit kleinen Glitzerzahlen zu meinem Geburtstag, ich bekam Bücher, Karten, Päckchen, Kekse, Wein und auch zu Weihnachten habe ich so viel schöne Post von Euch bekommen – Ihr habt mich sehr beglückt, vielen vielen Dank dafür! 

Mein 2017 war schön und anstrengend, fordernd ist wohl das richtige Wort – aber, um noch einmal die Phrasenkasse zu bedienen – nur die Harten kommen in' Garten. Bereits im ersten Quartal des vergangenen Jahres musste ich erst 10 Tage ins Krankenhaus und im Anschluss 4 Wochen in die Reha Anschlussheilbehandlung, und da war nix mit morgens Fango, abends Tango, aber hey – ich hatte Musiktherapie! Und sie hat gewirkt! Und Bohnen! Und diese Bohnen schiebe ich tatsächlich in Gedanken immer noch ab und zu zwischen den Hosentaschen hin und her und erinnere mich an das Glück! Und wenn es Euch mal beutelt, seien es Schmerzen oder trübe Gedanken, dann lest diese zwei Artikel von mir! It works!

Ab der zweiten Jahreshälfte habe ich mich blogtechnisch viel mit dem Innenleben beschäftigt, d. h., ich bin in den kleinen Maschinenraum abgetaucht und habe viele Stellwerke und Zahnräder gefunden, die nur noch langsam vor sich hinquietschen. Seit 2009 habe ich mich so sehr auf's Schreiben konzentriert, dass ich jegliche Neuerung im Bezug auf Google-Crawler komplett verschlafen habe. Das rächte sich dann irgendwann; auf einmal rauschten Beiträge von mir im Googleranking in beängstigender Geschwindigkeit nach unten und es hat eine Weile gedauert, bis ich mir auf dieses Phänomen überhaupt einen Reim machen konnte. Da hat sich aber nun so viel angesammelt, dass ich immer noch aufräume – an Deck muss es schließlich weitergehen und auch mein Tag hat nur 36 Stunden. Immerhin habe ich mich von den 48-Stunden-Tagen endgültig verabschiedet.

Mein Ziel für 2018 ist also eine deutliche Vereinfachung der Blogabläufe, d. h., ich werde mich intern kräftig unterstützen lassen. Davon wird aber das Meiste hinter den Kulissen ablaufen, so dass Ihr davon nicht viel mitbekommen werdet. Außer, dass es vielleicht im Herbst hier noch etwas geschmeidiger aussehen wird ... Ich möchte mich einfach wieder mehr auf die Inhalte konzentrieren können. Kochen, leben, lieben und darüber schreiben – deswegen seit Ihr ja alle hier, gell?

Übrigens, Thema Newsletter. Ich hatte Euch vor einiger Zeit eine Umfrage zu Verfügung gestellt, bei der Ihr über Ja, ich will und Nein, ist doch unnötig abstimmen konntet. Mit Stand heute sind genau 48 % dafür und 48 % halten einen Newsletter für unnötig, (der Rest entfällt auf mir egal) was mir nun nicht so wirklich weiterhilft; habt Ihr also clever eingefädelt, dass ich mit meiner Entscheidung immer noch alleine dastehe!

Arthurs Tochter kocht in 2017 – Der Blog in Zahlen

  • 120 Artikel. Das sind 30 weniger als in 2016, aber immer noch eine ganze Menge. Ich sag nur Textlänge! :) Ihr wisst ja, jeder Teller muss gekocht, angerichtet, fotografiert und gegessen(!) werden. Jedes Foto wird bearbeitet, jede Zeile Text fließt (manchmal mäandert sie auch nur) und wenn nicht, muss sie herausgepresst werden, als hätte meine Wörter Wehen. 
  • Der beliebteste Artikel war mit bisher hohen 5-stelligen Zugriffszahlen 7 Tipps für das perfekte Steak aus dem März. Aufgrund dieses Artikels habe ich der dpa ein Interview gegeben, aus dem Interview wurde ein Artikel rund um das Steak, und dieser liegt nun dort in der Datenbank und wurde bereits von vielen großen und überregionalen Tageszeitungen abgerufen. So geisterten meine Steakempfehlungen gedruckt durch den ganzen Sommer. Schön war das! 
  • Ihr liebt ebenfalls meine Liebeserklärung an den Spielweg zum 6. Jahr und mein Geburtstagsmenü von Viktoria Fuchs ebenda. Übrigens steigt am Wochenende die große Küchempartysause im Spielweg und Ihr wisst ja, wen Ihr treffen könnt ;) 
  • Ebenfalls weit oben in der Statistik findet sich mein Artikel zum Treffen mit einem Restauranttester. Mit dem bekannten Journalisten Wolfgang Faßbender war ich für das Online-Magazin der Neuen Zürcher Zeitung per blind date bei Nils Henkel auf Burg Schwarzenstein zum Essen verabredet. Wie explosiv dieses Treffen war, könnt Ihr nachlesen: Unterwegs mit einem Restauranttester, im Artikel findet Ihr auch die Verlinkung, wie denn wohl Herrn Faßbender umgekehrt das Treffen mit mir gefallen hat. Spoilerarlarm: Es war ganz ok ;)

Kommentare

1249 in 2017. Insgesamt gibt es in diesem Blog bis Stand 31.12.2017 genau 13829 Kommentare bei  derzeit 818 veröffentlichten Artikeln. Ein paar Artikel habe ich auch 2017 stillgelegt. Wenn ich das überschlage, bleibt ein Durchschnitt von 16,9 Kommentaren pro Artikel, was ein Plus von 1,1 Kommentaren im Vergleich zu Stand 2016 (15,80 Kommentaren pro Artikel) bedeutet. Dennoch lässt sich nicht verhehlen, dass die Kommentaranzahl auf dem Blog im Vergleich zu den Jahren 2009 - 2013 nachgelassen hat. Dafür gibt es Facebook und, zunehmend auch für Arthurs Tochter kocht von Bedeutung: Instagram. Dass meine dortige Community so freudig interagiert, hätte ich nie für möglich gehalten.

Die Ausschläge sind dabei gewaltig; ich habe Artikel mit sehr hoher Reichweite und 0 Kommentaren,  (was mir einleuchtet, es muss ja auch nicht immer zu allem etwas gesagt werden) Artikel mit hoher Reichweite und in der Spitze bis zu 90+ Kommentaren, aber auch Artikel, die in der allgemeinen Lesergunst etwas untergehen, aber von denen, die sie gelesen haben, heiß und innig geliebt und kommentiert werden. Das sind meine geliebten Nischenartikel. Ende 2017 habe ich damit begonnen, die Kommentarfunktion unter manchen Artikeln auszuschalten. Ein Ansatz, der sich in diesem Blog in 2018 wahrscheinlich noch deutlicher bemerkbar machen wird. Weil: Nicht allem muss noch etwas hinzugefügt werden. 


Von meinen Artikeln über Essen und Trinken, Lieben und Leben waren im Jahr 2017 die 10 beliebtesten 


Die alltime-favorites, d. h. die beliebtesten Beiträge seit Bestehen dieses Blogs:

  1. INSPIRED BY ICELAND | Tag I: Reykjavik und Restaurant Dill vom 03.05.2012 (Dieser Artikel hat so viele Aufrufe, er wird niemals einholbar sein, nicht in meinem Leben jedenfalls)
  2. Ochsenbäckchen in Portwein-Schokoladensauce mit den besten und fluffigsten Serviettenknödeln der Welt vom 17.09.2009 (in jedem verdammten Jahr auf Platz 2!) 
  3. Weißt Du, ARD-Nachtmagazin ... Ein offener Brief vom 06.12.2012 (auch Platz 3 ist unverändert)
  4. Grüner Spargel aus dem Backofen mit Parmesan, Olivenöl und Basilikum vom 25.04.2014 (Bewegung! Im Vorjahr noch auf Platz 7)
  5. Rezept für Skrei (Kabeljau/Winterkabeljau) auf der Haut gebraten, mit Mangoldrisotto vom 27.01.2011 (Einen Rang verloren)
  6. Lasagne mit Blumenkohl-"Bolognese" [vegetarisch] + Verbesserungsvorschläge für vegetarisches und veganes Kochen und ein Blick auf unsere verflixte Konditionierung vom 31.03.2015 (Ebenfalls leicht nachgelassen. Im Vorjahr noch auf Platz 5)
  7. Skrei! | Eine Übersicht meiner liebsten Skrei-Rezepte aus diesem und anderen Blogs vom 10.02.2015 (Ein Neueinstieg in dieser Liste!)
  8. Selbstgemachtes Gemüse(brüh)pulver, vegan! – Eat this, Lebensmittelindustrie! vom 08.01.2015 (Hat sich von 9 auf 8 vorgedrängelt)
  9. 7 Tipps für das perfekte Steak vom 06.03.2017 (Der Neueinstieg in diesem Jahr)
  10. ist nicht mehr öffentlich

Blog-Kochbuch

Auch im vergangenen Jahr wurde kein Kochbuch von mir veröffentlicht, auch wenn ich immer wieder danach gefragt werde – von Lesern und Verlagen gleichermaßen. Aber noch immer habe ich keine Lust dazu, bzw. sind alle Themenvorschläge für mich zu redundant.  Es sind in 2017 jedoch eine Menge Kochbücher von Bloggern erschienen und ganz bestimmt habe ich gar nicht alle mitbekommen. Welche mich aber begeistert haben, unter anderem, weil ihre Autorinnen thematisch neue Ansätze gefunden haben, sind diese:

Das erste Buch, an dem ich damals in meiner Eigenschaft als Blogger mitgewirkt habe, erschien 2010, also noch zwei Jahre vor meinem B_Logbuch, und Ihr könnt Euch heute gar nicht mehr vorstellen, welch Breitseite böser Wind mir damals in der Bloggerszene entgegengeschlagen ist. Wie gut, dass das heute anders ist und wie gut, dass Verlage und Händler mittlerweile das Pfund erkannt haben, das sie mit der innovativen Kraft durch Blogger in den Händen halten. 

Kulturprogramm

Wir waren nicht in vielen Jahren so viel auf Konzerten und Veranstaltungen, wie in 2017. Es war eine herausragende Kultursaison mit:

  • Tim Fischer (Der Liebste und ich streiten uns seit Jahren, wer sich wohl mehr in den Staub zu seinen Füßen werfen würde. Unter uns: Er!)
  • Joja Wendt (Let me entertain you!)
  • Max Uthoff (Bitter. Da bleibt jedes zweite Lachen im Hals stecken)
  • Brian Ferry (Wer weiß wie lange noch ...)
  • Jochen Malmsheimer (Yaps! Großartig! Bauchschmerzlachen inklusive)
  • Depeche Mode (Ich war also endlich mal auf einem Konzert, das mindestens genau so outstanding war, wie damals *krüchstockwedel* das von Frankie goes to Hollywood)
  • Pet Shop Boys (They called us the Pop Kids / cause we loved the Pop Hits)
  • Florian Schröder (Witzig. Und böser als ich dachte)
  • Fiva und JRBB (So groovy! I love Fiva!)
  • Eckart von Hirschhausen (Vorpremiere des neuen Programms. Er stand noch mit Spickzettel auf der Bühne und es war zum Quietschen gut)

Reisen

Auch da gab es viele, bzw. habe ich auf wenigen Reisen unfassbar viel gesehen und erlebt. Auch in 2017 waren wir wieder mit dem BunBo unterwegs, in diesem Jahr erstmalig in Begleitung von Mr. Pink. Die Artikel:

Und natürlich waren wir auch in diesem Jahr ein paar Tage in Holland, in einem ganz entzückenden Ferienhaus, einem A-Frame, auch davon demnächst Meer. 


Die seltsamsten Suchbegriffe, mit denen Menschen über Google in diesem Blog gelandet sind

Auch in diesem Jahr war das leider nicht so ergiebig und lustig wie in den Anfangsjahren. Mittlerweile suchen so viele Menschen Rezepte oder Artikel direkt mit dem Zusatz "Arthurs Tochter", dass in der Statistik die wirklich skurrilen Anfragen kaum noch auftauchen. Cornelia Poletto nackt Füße, ein Highlight in 2014, findet sich z. B. gar nicht mehr. Nicht skurril aber auffällig waren die Googlesuchen nach Charles Schumann Freundin Maria. Ich kenne Maria leider nicht und kann dazu nichts sagen. Vielleicht fragen Sie doch lieber das People-Magazin ihres Vertrauens. Und auch wenn Alexander Herrmann auf meine Schuhe steht, versichere ich an dieser Stelle noch einmal, dass wir immer noch nicht verheiratet sind - jedenfalls nicht miteinander! Suchanfragen wie Alexander Herrmann Ehefrau Arthurs Tochter sind somit vergebene Liebesmüh. 

Hinzu kommen Suchanfragen, die sich vornehmlich mit dem Austausch und Erguss von Körperflüssigkeiten in verschiedene Körperöffnungen beschäftigen – wer mal anfängt, Ochsenschwänze und Zungen zu verbloggen, kann sich da auf sehr viel ähem ... Spaß gefasst machen!
Retroperspektive. Der Jahresrückblick 2016 | Arthurs Tochter kocht – der Blog für food, wine, travel & love von Astrid Paul

Schauen wir doch bei dieser Gelegenheit mal, was die Deutschen überhaupt so bei Google gesucht haben in 2017

Suchbegriffe

  1. WM Auslosung. Noch vor: 
  2. Bundestagswahl. Die Deutschen. Ein Volk von achtzig Millionen Bundestrainern
  3. Wahlomat. Achtzig Millionen sehr unsichere Bundestrainer
Auf Platz 5 landete übrigens schon das Dschungelcamp. Nuff said. 

Persönlichkeiten

  1. Trump. Wundert nicht
  2. Shirin David. Shirin who?
  3. Kader Loth. Ey kommt! Nicht Euer Ernst! 

Was-Fragen

  1. -3. Was ist G 20 Gipfel, Was besteht aus Spiegel und Fahne und Was beginnt mit dem 1. Advent
Auf Platz 5 dann die Frage: Was ist ein Schuppentier? Großartig! 

Was die Deutschen bei Google suchten: Bitteschön, hier könnt ihr alles selbst nachlesen.

Aus den Blogs

  • Am Jahresende und gleichzeitig dem neuen Anfang, auf den letzten Drücker quasi, um noch hier zu landen, (der 1. Januar zählt noch) krempelt Frau Schädel ihr Leben um. Sie, die mir so nahe steht wie keine andere Bloggerin, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit und veganer Ernährung auseinandersetzt, verabschiedet sich nach acht Jahren von ihrem Blog "Gemüseregal" und sagt Hey, hier bin ich! Ich, Franzi Schädel. Und das ist mein Leben! Das Wunderbare an Franzis Blog war schon immer das leise an die Hand nehmen ihrer Leser. Nie dogmatisch, immer zugewandt spricht sie über ein Leben, wie sie sich vorstellt, dass es besser sein könnte für uns alle. Oft trifft sie dabei meinen Nerv, manchmal legt sie ihren Finger ganz tief in eine meiner Wunden, manchmal schüttle ich beim Lesen den Kopf, rolle mit den Augen und bin so wahnsinnig anderer Meinung als sie, dass ich es kaum aushalten kann. Aber das macht nichts, das geht ihr umgekehrt bei mir sicher genau so; man muss nicht mit allem einverstanden sein, was andere Menschen tun und denken. Wichtig ist in jedem Diskurs zu beachten, dass die eigene Freiheit dort endet, wo die des anderen beginnt. Und in dem gewaltigen Raum dazwischen ist so viel Platz für Liebe und Diskussion und Auseinandersetzung. Franzi macht mein Leben bunter, schöner und manchmal auch unbequemer. Das tut mir gut, danke dafür! Der Blog von Franzi Schädel
  • Der Mann haut jährlich einen raus. Letztes Jahr die beste Foodblog-Reportage des Jahres zu seinem Praktikum im Restaurant Sosein. In diesem Jahr veranstaltet er einen Supperclub in den heiligen Hallen der Henkell Sektkellerei. Das Schöne an der Sache: Ich hatte eine Einladung. Endlich. After all these years ... Das Schlimme: Ich konnte nicht. Seitdem ergötze ich mich an den Bildern und Artikeln darüber. Wie ich bereits letztes Jahr sagte: Der wahrscheinlich ästhetischste und auf höchstem Niveau kochenden Blogger aller Zeiten. Bitte hier entlang
  • Conny hat es schon wieder getan. Sie war wieder auf Island. Und hat die schönste Reisereportage des Jahres geschrieben und fotografiert. Wann bekommt die Frau ihr eigenes Magazin? So etwas wie GEO, nur eben in noch toller. Ach, hat sie ja schon. Ihren Blog. Bitteschön: Island, die schönsten Bilder des Jahres

Mein Blog des Jahres

Es kommt selten vor, dass ich einen Artikel in diesem Blog veröffentliche, der nur einen Zweck hat: Euch gleich wieder wegzuschicken. In 2017 habe ich das genau einmal getan und zwar zu Ingmar Jaschok und seinem Hofhuhn-Blog, als er über das Töten von Tieren sprach. Ich lese Ingmars Blog schon eine ganze Weile, zuerst bin ich wohl auf Instagram auf ihn gestoßen. Dort liebe ich seine Stories vom Demeter-Bauernhof, auf dem er zur Zeit arbeitet, bevor er in 2019 wieder in den Hunsrück zurückkehren wird, auf den Hof seiner Eltern. Er berichtet von den Junghennen und deren Eiern; zeigt Bilder, auf denen beide immer größer werden, also Hühner und Eier; er erklärt uns, wie eigentlich ein Stromzaun funktioniert, was auf einem Bauernhof passiert, warum manche Kühe Hörner haben und manche nicht und bringt so uns allen ganz fern jeder Bilderbuchromantik die echte Landwirtschaft mit all ihren Problemen und Tücken nahe. Natürlich ist es bei ihm schöner als auf einem Großbetrieb mit Neonröhren und angeketteten Tieren. Aber es ist auch dreckig und gut und manchmal fühle ich mich ganz seltsam, weil mir bewusst wird, wie vieles davon schon so weit weg ist in meinem Leben. Wann wart Ihr das letzte Mal auf einem Bauernhof? Eben. Dann geht mal gucken, so kann Landwirschaft sein:

Herausragende Artikel: 
Hofhuhn-Blog
Instagram-Kanal

Resümé und Ausblick

Mein 2017 war fordernd in fast jeder Beziehung. 2018 wird nicht weniger anstrengend aber ich werde ein paar Dinge abschließen können. Wenn's gut läuft. Wenn scheiße läuft – Ihr wisst ja: Lachen und weitermachen. Ich sprudle schon wieder über vor Ideen und muss mich ein bisschen bremsen, nicht zu viel auf einmal zu wollen. Das habe ich in 2017 gelernt: Mehr Rücksicht zu nehmen auf mich selbst, mich zu schützen und gleichzeitig in manchen Situationen meine Beißhemmung zu verlieren.  Das klingt vielleicht auf den ersten Blick unstimmig, aber genau das ist mein persönlicher Ansatz. Weniger streng zu sein zu mir selbst. Und wenn ich das endlich noch besser kann, dieses Loslassen, wenn ich nachgiebiger sein kann zu mir selbst, dann – so der Plan – kann ich es auch besser zu den Menschen in meiner nächsten Nähe. Und dann bin ich am Ende noch netter als jetzt. Wie das dann noch jemand mit mir aushalten können soll, ist mir ein Rätsel, aber ich habe mir sagen lassen, ich solle es einfach mal darauf ankommen lassen. Wir werden sehen ...

Ich wünsche Euch und mir ein rauschendes 2018 und freue mich darauf, wenn Ihr mich auch in diesem Jahr wieder mit Eurer Liebe und Eurem Wohlwollen begleitet. Auf 2018, es wird wunderbar werden!
Retroperspektive. Der Jahresrückblick 2016 | Arthurs Tochter kocht – der Blog für food, wine, travel & love von Astrid Paul



  Genießt euren Tag!



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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

Kommentare :

  1. Frohes neues Jahr, liebe Astrid!

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  2. Ein wunderschöner, inspirierender Rückblick. Danke dafür. Auf ein genussvolles neues (Blog-)Jahr!

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    1. Dir auch, liebe Julia! Und lass uns uns öfters sehen! <3
      Kuß über'n Fluß!

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  3. Neues Lesefutter entdeckt- vielen Dank dafür. Wobei, dadurch schmilzt die Zeit etwas Lesenswertes zu schreiben noch mehr ein, trotz aller vorhandenen Ideen.
    Auf ein erfreuliches 2018- jede nach ihrer Facon.

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    1. Nachts lesen, tags schreiben ;) So mache ich das auch.
      Ein schönes 2018 für Dich, liebe Anna!

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  4. Ich lese dich einfach gerne! Mach weiter so ;-)

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  5. Astrid, ich sitz hier und heul Rotz und Wasser! DANKE!

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  6. Danke Dir, liebe Astrid. Und irgendwann klappt das mal, da glaube ich ganz fest dran. Dann trag ich auch extra die Haare offen.

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  7. Frohes neues Jahr Wünsche ich dir,,,viel Gesundheit ,,,
    Schreibe weiter so toll Artikel,,ich bin immer hin und weg wenn ich sie lese ,,,
    LG.Bille,

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  8. Ach, Astrid. Jetzt haste mich aber grad ganz kalt erwischt. Und beinah hätt ich n bisschen geheult. Aber nur beinah. Sind hier ja nich beim ersten FC Heulsuse e. V., sondern im Büro. Also ich jetzt.
    Auf ein happy Neues. Auf ein Jahr mit viel Liebe und Lachen und wenn das Schicksal Arschtritte vorbereitet hat, dann möge es bitte nur in rosa Puschel-Puschen zutreten.
    Ich fand ja nach dem Rückblick auf 8 Jahre Arthurs Tochter vor allem auch den Artikel zum fettbombigen Superfood allererste Sahne. (<- hui, bitte anschnallen, es kalauert wieder.)
    Und jetzt drück ich dich virtuell (verbunden mit dem leisen Wunsch... ach.... lassen wir das...) und wünsch mir noch 90
    weitere Jahre Arthurs Tochter. Wahrscheinlich muss ich aber im nächsten Jahr schon damit anfangen, die Schrift größer zu skalieren. Naja, irgendwas ist ja immer.
    Hamburg-Grüße
    Conny

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  9. Ein gutes, glückliches und genussvolle Blogjahr 2018

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