Schwalbennest

Der Nestbau


Wohnungssuche

In einem Blog, der sich hauptsächlich mit kulinarischen Themen beschäftigt, über Schwalbennester zu schreiben, kann zu Missverständnissen führen. Es geht hier und heute jedoch keinesfalls um eine der teuersten Spezialitäten der chinesischen Küche, Schwalbennestersuppe, sondern um den Nestbau einer rheinhessischen Schwalbenfamilie, der seit einigen Tagen direkt vor meiner Tür stattfindet. 

Einige Tage beflogen die beiden ein unbewohntes Nest und erkundeten die Gegend, stieren Blickes verfolgt von den 4 Katzen am Hof, die sich seitdem in seltener Eintracht alltäglich vor meiner Haustür zum Katzenkino versammeln und die Nägel feilen. Denn das unbewohnte Nest und die Erkundungsflüge durch den Hof spielten sich in der Hauptsache maximal fünf Meter von meiner Haustür entfernt ab. Nach stundenlagem Probesitzen auf einem Stück Eisen, das aus dem Gebälk des alten Scheunendaches über meiner Haustür rakt, entschied sich das Schwalbenpärchen, dass 3 Meter Höhe angemessen seien, um den Katzen auf den Kopf zu kacken ohne dabei erwischt zu werden und begannen mit dem Neubau. 



Und als ich nach 2 Tagen außer Haus wieder zurückkam, sah es so aus:


Natürlich ist die Aufregung jedesmal groß, wenn ich morgens aus der Tür trete. Dann werden laute Warnrunden im Hof geflogen, damit auch nur jede Schwalbe in der Nachbarschaft mitbekommt, dass die Frau mit dem roten Kater die Bildfläche betritt. Aber bitte, die zwei haben sich ihre Nachbarschaft selbst ausgesucht, was sollen der rheinhessische Salonlöwe und ich da machen, durch's Wohnzimmerfenster klettern? Also er macht das gerne mal, ich nicht. Und so öffne ich die Wohnungstür jetzt immer leise und bedächtig, um meine neuen Nachbarn nicht zu erschrecken. Schließlich wird sicher bald eine kleine Kinderschar im Obergeschoss tschierpen, ach was freu' ich mich darauf! Ich halte euch auf dem Laufenden...

Objektivität

Und ich befürchte, ich brauche ein anderes Objektiv für die Schwalbennest-Aufnahmen, oder? Derzeit fotografiere ich hauptsächlich mit einem 100 mm Macro, um genau zu sein mit diesem hier*, was für meine Essensbilder natürlich toll ist, für Schwalbennester aber suboptimal. Vielleicht habt ihr einen Tip für mich?

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Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Das wird noch laut werden :) Was die Objektivfrage angeht; das Hauptproblem ist aus Deiner Sicht sicherlich die fehlende Brennweite, oder? Je nachdem was für ein Gehäuse Du verwendest, sind mindestens 200mm anzuraten. Wobei es hier bei den preislich erschwinglichen Modellen leider keinen so schicken Bildstabilisator gibt wie bei dem 100mm Macro. Schau Dir vielleicht mal das 200er 2.8 L an. Wenn das bei den Fotos oben jeweils das ganze Bild ist und kein Ausschnitt, dann kommst Du damit schon ein ganzes Stück "näher rann". Preislich ist es mit dem Macro vergleichbar. Ach und Festbrennweite ist Ehrensache, oder? ;-)

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    1. Oh je, das wird alles so teuer... ich möchte ja auch noch ein 24 - 70 mm 2,8, wofür die Priorität höher ist *seufz*.
      Mir ist eingefallen, dass der Liebste noch ein Tele hat, das werde ich mir mal leihen und ausprobieren, vielleicht komme ich damit schon etwas weiter. Danke für Deine guten Tips. Und ja, Festbrennweite ist schon toll, aber hierfür auch?

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    2. Es gibt ja auch noch die 70-200mm Zooms von Canon ;-) Die kommen auch allesamt mit Bildstabilisator daher, so dass es, je nach Einsatzgebiet, nicht immer das lichtstärkste sein muss. Preislich liegt aber auch das f/4 in einem ähnlichen Bereich wie die oben genannte Festbrennweite. Man ist aber, was den Bildausschnitt angeht, deutlich flexibler was hier vielleicht nicht verkehrt wäre. Wer die Wahl hat,... ;-)

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  2. Deine neuen Nachbarn erinnern mich an die aufregende Zeit, als uns Fred, ein überhitztes Mauersegler-Junges in den Schoß gefallen war. Ist auch im Blog verewigt.

    Als Kind hatten wir mehrere Jahrte lang Schwalben im Treppenhaus unseres Wohnblocks, woraufhin den Katzen jegliches Aufenthaltsrecht im Haus untersagt wurde und sie (zumindest) treppab persönliche Begleitung erhielten. Leider war es am Ende keine Katze, sondern die Nachbarin, die den Vögeln das Nest unter dem Hintern klaute und Familiennachwuchs verhinderte.

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    1. Was gibt es nur für Menschen! Wer klaut einem Vogel das Nest!?

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  3. Wit hatten ein Meisenpäärchen zu Gast im Garten.Gestern sind die Jungens flügge geworden,was für ein Schauspiel.Ich habe mit lautem Rufen und wedeln mit der Zeitung die Eichelhäher fern gehalten.

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    1. Ach wie schön!
      Ich habe mal als Jugendliche eine Blaumeise mit der Hand aufgezogen, das war ein beeindruckendes Erlebnis! Leider ist sie irgendwann dann doch durch ein Fester entwischt, als sie schon fast erwachsen war, hoffentlich hat sie das überlebt.

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  4. Schwalbennester kenne ich aber auch zum essen, und zwar in gediegener schwäbischer Küche nach Luise Haarer: Kalbschnitzel, belegt mit einer scheibe Schinken und einem hartgekochten Ei zusammengewickelt und im Topf geschmort..... schwalbische schwäbische Grüße - Edith

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    1. Oh, das kannte ich noch gar nicht! Vielen Dank Edith!

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

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