Skrei! | Eine Übersicht meiner liebsten Skrei (Winterkabeljau)-Rezepte aus verschiedenen Blogs...



...und alljährliches Kompliment an die norwegische Fischereiwirtschaft für diese geniale Marketingidee!

Skrei mit Chorizoschuppen auf Selleriepüree mit hausgemachtem Lorbeer-Vanille-Öl | Arthurs Tochter Kocht by Astrid Paul

Skrei mit Chorizoschuppen, Selleriepüree und hausgemachtem Lorbeer-Vanilleöl

habe ich letzte Woche zubereitet. Dabei kam mir die Idee, noch mal bei den Blogger-Kollegen herumzufragen, was sie so in den letzten Jahren an Skrei-Rezepten auf die Schuppen gestellt haben. Es gibt nicht so viele, die Skrei in ihren Blogs haben, aber die, die mal damit angefangen haben, können nicht mehr von ihm lassen. Ganz weit vorn ist Claus von Nur das gute Zeugs. Eine Auswahl seiner Gerichte mit Skrei kommt hier: (Alle Bildunterschriften führen zu den Rezepten auf die jeweiligen Blogs)

Skrei auf Venere-Reis in Rotweinsauce von Claus | "Nur das gute Zeugs"


Skrei im Kartoffelsud mit schwarzen Oliven nach Cornelia Poletto | Nur das gute Zeugs by Claus Schlemmer


Skrei mit Szechuanpeffer-Sauce | Nur das gute Zeugs by Claus Schlemmer

Auch Julia von German Abendbrot hat Skrei zubereitet und zwar auf Limonenrisotto - das Rezept ist aber sowas von abgespeichert! 

Skrei auf Limonenrisotto | German Abendbrot by Julia Richter


Sylvia von rock the kitchen rückt den Skrei fotografisch und kulinarisch ins rechte Licht und serviert ihn auf Ingwer-Curry-Linsen mit Vitelotten. Diese Farben! Bäm!

Skrei auf Curry-Ingwer-Linsen mit Vitelotten | Rock the kitchen by Sylvia Reiter

Dass der Profikoch Thorsten Falk von den Seehotels dem Skrei, der zuvor ein Dorsch war, Sanddorn an die Seite stellt und das ganze mit einer Ostsee-Schaumkrone veredelt, versteht sich fast von selbst. Das ist gelebtes Aus der Region für die Region! Ein bisschen erinnert das Bild dennoch an eine Szene aus Mars Attacks, Du verzeihst, Thorsten? :) 

Skrei mit Sanddorn-Graupen, Queller und Ostseeschaumkrone | Falk Kulinarium by Thorsten Falk

Im Anschluss serviert er uns Skrei-Brandade mit Maränenkaviar und Kresse. Ich habe vor zwei Jahren die Müritzfischer besucht und konnte vor Ort diesen wunderbaren Kaviar probieren. Wenn Du ebenfalls die Gelegenheit dazu hast - hau rein! 



Gewohnt reduziert und in schlichter Schönheit präsentiert Wolfgang von Kaquus Hausmanskost uns den Skrei. Hier auf Risotto mit Radicchio und ebenfalls Queller (Salicorne), bekannt auch unter dem Namen Meeresspargel. 

Skrei auf Risotto mit Radicchio und Queller | Kaquus Hausmannskost by Wolfgang Kaquu

Und hier serviert er Skrei köstlich mit Rosenkohl und Petersilie

Skrei mit Rosenkohl und Petersilie | Kaquus Hausmannskost by Wolfgang Kaquu


Mit Wirsing, Karotten und Petersilie kombiniert Petra von Obers trifft Sahne den Skrei. Sie nennt das "bewährte Aromenkombination", ich nenne das vor allem "saugut"! 

Skrei gedämpft mit Karotten, Wirsing und Petersilie | Obers trifft Sahne by Petra Hermann

Dauerpraktikant und Rosenkavalier Gottfried Stutz von Hundertachtzig Grad serviert uns den Skrei mit Essiglinsen und einem Brezelofenschlupfer zum Valentinstag. Dafür hat er die Blumen vergessen und überlegt, Plastikzeugs an der Tanke zu kaufen. Dabei haben die doch auch fast immer fast frische Blumen...


Meine eigenen Rezepte für Skrei findest Du hier im Blog unter dem Suchbegriff Skrei. Den Skrei mit Chorizo und Lorbeer-Vanille-Öl habe ich folgendermaßen gemacht: 

Skrei mit Chorizoschuppen auf Selleriepüree und hausgemachtem Lorbeer-Vanille-Öl | Arthurs Tochter Kocht by Astrid Paul

Selleriepüree

  • 1 Knollensellerie
  • Olivenöl
  • Salz
  • Melange Blanc
  • 150 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • Muskatnuss
Sellerieknolle schälen und würfeln. Die Würfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Ofenblech legen. Den Sellerie mit Olivenöl beträufeln und mit Pfeffer und Salz würzen.

Sellerie bei 160°C für 30 Minuten in den Ofen schieben. (Umluft nicht empfehlenswert).
Anschließend im Blender sehr fein mit Milch und Sahne zu einem cremigen Püree mixen. Eventuell nachwürzen und frisch geriebene Muskatnuss hinzu geben. Sollte kein guter Blender zur Verfügung stehen, das Püree zusätzlich durch ein Sieb streichen. 

Skrei

  • 4 Skreifilets je ca. 150 g
  • 1 Eiweiß
  • 12 Scheiben Chorizo 
  • Öl zum Braten
  • Salz
  • Pfeffer (besser melange blanc von Ingo Holland)
Skreifilets waschen und abtupfen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Brett legen. Die Hautseite mit Eiweiß einpinseln und die Chorizo in Stücke geschnitten schuppenartig auflegen. Das Öl erhitzen und den Fisch mit der Chorizoseite vorsichtig in das heiße Öl legen. Die Unterseite jetzt salzen und pfeffern. Nach ca. 4 Minuten bei mittlerer Hitze den Fisch sehr vorsichtig mit einer dünnen Palette wenden. Auf der Unterseite weitere 2 Minuten anbraten, dann zum Nachziehen samt Pfanne bei 110°C für 8 - 10 Minuten in den Ofen geben. Die Nachziehzeit ist unbedingt abhängig von der Dicke des Fisches! 

Lorbeer-Vanille-Öl

  • 130 ml Traubenkernöl
  • 4 frische(!) Lorbeerblätter
  • 1 Msp. Vanillemark 
Das Öl mit den Gewürzen in einen leistungsstarken Blender geben (Thermomix, Vitamix o. ä.) und sehr fein pürieren. Ca. 60 Minuten stehen lassen, anschließend durch ein feines Tuch mehrmals abseihen. Dunkel gelagert ist das Öl so mehrere Monate ohne Geschmacksverlust haltbar. Steht kein guter Blender zur Verfügung, die Lorbeerblätter fein schneiden, in das Öl geben und dieses ca. 2 Stunden erwärmen. Anschließend die Blätter heraussieben und das Vanillemark einrühren. Weitere 60 Minuten ziehen lassen, dann weiter wie oben. 

Ergänzend für alle feinen Skreirezepte im Netz habe ich dem köstlichen Wanderer ein Board bei Pinterest eingerichtet. Wenn Du mitpinnen möchtest und eine Einladung brauchst, schicke mir Deine Email-Adresse bitte unter dem Betreff Skrei an astrid@arthurstochterkocht.de


Genieße Deinen Tag! 

Folge Arthurs Tochter Pinnwand „Skrei“ auf Pinterest.





Print Friendly Version of this page Print Get a PDF version of this webpage PDF

Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Eine schöne Sammlung , da wird es wohl demnächst nochmals Skrei geben müssen. Ich bin noch ganz hin-und her gerissen, für welche der Varianten ich mich entscheide ;)

    AntwortenLöschen
  2. Hi Astrid,

    sehr schöne Sammlung.

    Erlaube mir eine Frage zu deinem Rezept. Warum das Öl mehrfach abseihen? Reicht es nicht wenn ich das einmal durch ein mehrlagiges Mulltuch gebe? Da sollte doch alles hängen bleiben. Oder hat das Abseihen noch einen anderen Effekt, den ich gerade übersehe?

    Danke im Voraus und beste Grüße
    Jens

    AntwortenLöschen
  3. Mars Attacks! Ich lach' mich tot! :) Mein Foto ist so schlimm (aber das Limonenrisotto ist genial!)... Aber Fisch wird halt auch so schnell kalt. Da will ich einfach nur schnell essen! Danke für die tolle Sammlung und die vielen Anregungen.

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Astrid,
    wie intensiv soll denn das Öl nach Lorbeer schmecken - mein Busch hat Blätter in der Größe von 7-9 cm und natürlich auch kleine 3-5 cm Länge.Also 4 große oder kleine? Dieser Skrei-Hype ist wirklich ein geniales Marketing-ding - vor 20 Jahren hat noch keine Pfanne oder Ofen das Wort gekannt. LG Hilde

    AntwortenLöschen
  5. Gibt es schon lange in meinem Blog - und pro Person dann aber auch dreihundert Gramm.
    So lecker !!!
    LG - Wolf

    AntwortenLöschen
  6. mach ich auch jedes Jahr, seit es Skrei sogar bei uns im Binnenland gibt 😉, dieses Jahr ein Versuch mit einer Sauce Bordelaise - sehr fein!

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Küchenschabe, es ist ja eh ein Irrtum zu glauben, an der Küste sei Fisch schneller und frischer verfügbar als im Landesinneren. Auch wenn ihr natürlich gar keine Küste habt ;)

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Petra, geht mir ganz genau so! Ich werde nächstes Jahr sicher wieder so eine Liste machen, die Auswahl wird dann immer schwerer... Warte mal ab, wo wir in 5 Jahren sind *wirrkicher*

    AntwortenLöschen
  9. Lieber Jens, ich mixe meine Öle immer mit dem Vitamix und der arbeitet ja schon sensationell gründlich. Trotzdem bleiben immer noch winzige Teilchen zurück, denn atomisieren kann auch er leider nicht. Diese Teilchen (hier vom Lorbeer) setzen sich dann immer am Boden der Ölflasche ab und das kann ich nicht leiden ;) Es braucht jedesmal ein paar Passierdurchgänge, bis auch das letzte Trübchen im Tuch hängen geblieben ist. Auf den Geschmack hat das keine Auswirkungen, es geht nur um die Optik. Wenn das Öl zur Neige geht, hast Du sonst immer mit den letzten Resten auch kleine Krümelchen auf dem Teller und das möchte ich vermeiden.

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Julia, geht mir genau so - bei Fisch muss es immer fix gehen mit den Fotos... Dein Skreirezept steht bei mir ganz oben auf der Nachkochliste!

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Hilde, Lorbeer ist sehr intensiv, ich würde eher zu den kleineren Blättern greifen. Taste Dich einfach ein bisschen heran.

    AntwortenLöschen
  12. Lieber Wolf, 300 g sind ne Menge! :) Aber mein Mann ist da ganz bei Dir!

    AntwortenLöschen
  13. Komisch....
    Wenn ich ein Steak mit 300 Gramm auf dem Teller habe, das rührt keinen Gast, aber bei 300 Gramm Fisch, und dann noch Skrei, dann runzeln die Leute die Stirne?
    Ja, was sagen die erst, wenn ich ein Hämchen mit 1.200 Gramm auf dem Teller habe?
    Und ich esse es mit Genuß und Düsseldorfer Löwensenf, mit sonst nix.
    Dazu? Natürlich Kölsch, was sonst...

    AntwortenLöschen

Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

Instagram