Der Arthurs Tochter Supperclub
Der Supperclub ist geschlossen.
Aber weil er über viele Jahre ein wichtiger Teil von Arthurs Tochter kocht war, bleibt diese Seite bestehen. Denn beim Supperclub ging es zwar ums Essen – aber eigentlich ging es um Menschen.
Ich habe fremde Menschen an meinen Tisch eingeladen, für sie gekocht, Wein ausgesucht und zugesehen, was passiert, wenn Menschen zusammenkommen, die sich vorher meistens nicht kannten und zunächst nur eines miteinander verband: die Freude am Genuss.
Manche meiner Gäste kamen von weit her, nahmen lange Anreisen und Hotelübernachtungen auf sich. Manche kamen wieder. Und wieder. Aus Gästen wurden Stammgäste und aus manchen Stammgästen Freunde des Hauses.
Wenn ich heute auf diese Abende zurückblicke, passt ein Satz noch immer ganz wunderbar:
„Es gibt keine gute Küche, wenn am Anfang nicht die Freundschaft für denjenigen steht, dem sie bestimmt ist.“
Paul Bocuse
Und weil diese Seite inzwischen ein kleines Stück Bloggeschichte ist, bleibt auch das damalige FAQ erhalten. So funktionierte der Arthurs Tochter Supperclub, als hier regelmäßig gekocht, gegessen, getrunken, gelacht und gelegentlich sehr spät das Licht ausgeschaltet wurde.
Wie der Arthurs Tochter Supperclub funktioniert
Hier findet ihr Fragen und Antworten rund um einen der bekanntesten Supperclubs in Deutschland.
- Was ist der Arthurs Tochter Supperclub?
- Wo findet der Arthurs Tochter Supperclub statt?
- Wie oft findet der Supperclub statt?
- Wie werden die Termine bekannt gegeben?
- Was kostet der Arthurs Tochter Supperclub?
- Wie kann ich reservieren?
- Wo kann ich übernachten?
- Was passiert bei einer Absage?
- Wie viele Gäste nehmen teil?
- Wird beim Supperclub gemeinsam gekocht?
- Was ist mit Allergien, vegetarischer oder veganer Ernährung?
- Darf man auch ein zweites Mal kommen?
- Astrid, kochst Du nur oder isst Du auch mit?
- Astrid, warum machst Du das eigentlich?
- Ist es nicht mutig, immer fremde Menschen einzuladen?
1. Was ist der Arthurs Tochter Supperclub?
Im Arthurs Tochter Supperclub treffen sich einander oft fremde Menschen, die eines von Anfang an eint: die Freude am Genuss.
Und genossen wird an so einem Abend vieles: natürlich das Essen und der Wein, aber vor allem die Gesellschaft der anderen Gäste und die Spannung und freundliche Neugier auf Unbekannte(s).
2. Wo findet der Arthurs Tochter Supperclub statt?
Der Supperclub findet in der Regel in der Arthurs Tochter kocht-Küche statt. Gegessen wird am sogenannten Chef’s Table. Manchmal gibt es „außer Haus“-Termine in anderen Restaurants.
3. Wie oft findet der Supperclub statt?
Ich bemühe mich, alle vier bis sechs Wochen einen Termin anzubieten. Allerdings ist der Supperclub mein Privatvergnügen und muss sich meinen geschäftlichen Verpflichtungen leider unterordnen.
4. Wie werden die Termine bekannt gegeben?
Wenn es freie Plätze gibt, werden die Termine hier im Blog und auf meinem Instagram-Kanal bekannt gegeben.
Zeitweise ist der Supperclub über viele Monate komplett ausgebucht, sodass Termine kaum öffentlich angekündigt werden. Zusätzlich gibt es einen E-Mail-Verteiler für Interessierte.
5. Was kostet der Arthurs Tochter Supperclub?
Die Kosten sind immer abhängig vom Menü und den begleitenden Weinen. Die Aufwandsentschädigung für den Supperclub beinhaltet das Menü, Aperitif, begleitende Weine, Wasser und Kaffee, Espresso oder Digestif zum Abschluss.
In der Regel koche ich an einem Abend fünf Gänge. Die endgültige Aufwandsentschädigung steht immer erst mit dem geplanten Menü fest und deckt in ihrer Höhe erfahrungsgemäß meine Einkaufskosten.
Dafür probiere ich vielleicht an einem der Abende etwas aus, das ich so noch nie gemacht habe und das auch einmal schiefgehen kann.
Ist es aber noch nie. ;)
6. Wie kann ich reservieren?
Sobald ein Termin bekannt ist, kann per E-Mail reserviert werden. Ab diesem Zeitpunkt halte ich die gewünschte Anzahl Plätze frei.
Wenn mein Menü steht und ich die Kosten kalkulieren kann, erhalten die Gäste die nötigen Zahlungsmodalitäten. Mit der Vorabzahlung der Aufwandsentschädigung wird die Reservierung verbindlich. Stammgäste müssen nicht vorab überweisen, sondern zahlen einfach am Veranstaltungsabend.
7. Wo kann ich übernachten?
Ich habe eine kleine Liste mit Pensionen und Hotels im Ort und in der Umgebung, die ich meinen Gästen gerne weitergebe.
Viele machen davon übrigens Gebrauch. Die Abende sind erfahrungsgemäß fröhlich, feucht und lang.
8. Was passiert bei einer Absage?
Im Fall einer Absage nach Bezahlung kann Ersatz gestellt werden. Ob ich den neu vorgeschlagenen Gast oder die Gäste annehme, liegt in meinem Ermessen.
In der Regel gibt es jedoch eine Warteliste, aus der jemand nachrücken kann. Ist das nicht möglich, kann die Aufwandsentschädigung leider nicht erstattet werden.
9. Wie viele Gäste nehmen an einem Supperclub teil?
Mindestens sechs, höchstens zwölf.
10. Wird beim Supperclub gemeinsam gekocht?
Nein, es ist kein gemeinsames Kochen. Das meiste habe ich an so einem Abend ohnehin vorbereitet.
Allerdings lasse ich mir gerne in die Töpfe schauen und beantworte alle Fragen zu den verschiedenen Techniken und allem, was sonst noch interessiert.
11. Was ist mit Allergien, vegetarischer oder veganer Ernährung?
Ganz ehrlich? Lieber nicht.
Ich kann in so kleiner Runde unmöglich wenigstens kostendeckend arbeiten, wenn ich viele Extrawünsche erfüllen muss. Allerdings biete ich auch vegetarische Supperclubs an; zusätzlich sind rein vegane Abende geplant.
12. Darf man auch ein zweites Mal zum Essen kommen?
Aber sicher, sehr gerne sogar! Ich habe einige Stammgäste, die mittlerweile zu Freunden des Hauses geworden sind.
13. Astrid, kochst Du nur oder isst Du auch mit?
Ich kann nicht mit der gleichen Ausdauer wie meine Gäste am Tisch sitzen bleiben, aber ich esse immer mit.
14. Astrid, warum machst Du das eigentlich?
Weil ich Menschen mag. Und ich bin gerne für sie da.
Das heißt, ich koche gerne für andere, umsorge sie und möchte dazu beitragen, dass sie sich wohlfühlen.
Es ist eigentlich ganz simpel: Ich bin schrecklich gerne Gastgeberin!
Und für mich ist mein Supperclub die Fortsetzung des Familien-Abendbrotes mit anderen Mitteln.
15. Ist es nicht mutig, immer fremde Menschen einzuladen?
Ach was, ich bin da gar nicht die Mutige. Mutig sind meine Gäste.
Sie kommen zu mir mit ihrer Erwartungshaltung und alles kann dann ganz anders werden. Wie ist wohl diese Frau aus dem Internet? Ist sie wirklich so freundlich? Wird es mir an dem Abend schmecken? Werden die anderen Gäste nett sein?
Das sind doch die wirklich spannenden Momente.
Ich selbst habe keine Angst – wenn hier jemand herumspinnt, schmeiße ich ihm den Thermalisierer in den Rücken, fertig.
Aber meine Gäste kommen teilweise von weit her, nehmen lange Anreisen und Hotelübernachtungen auf sich, um mit mir an einem Tisch zu sitzen.
Das macht doch keiner, der nicht von sich aus schon ganz reizend ist, oder?
Ein großer Tisch
Der Supperclub ist vorbei. Aber die Abende, die Gespräche und viele der Menschen, die damals an meinem Tisch saßen, sind geblieben.
Und vielleicht war der Supperclub im Kleinen genau das, was Arthurs Tochter kocht für mich immer gewesen ist: ein ziemlich großer Tisch.
Manche kamen nur einmal vorbei. Manche kamen wieder. Manche blieben.
Das Essen war immer nur der Anlass für das Dazwischen.