Wie ich mal aus Versehen das Originalrezept für Spaghetti Carbonara verbessert habe ... {Die Nudel der Woche}

... und das immer noch ganz ohne Sahne! Aber ein wenig Wein, ein Fitzel Frühlingszwiebel, ein Hauch Zitronenabrieb – ich verspreche euch, da geht noch was! Auch, wenn natürlich das Originalrezept für Spaghetti Carbonara keiner Verbesserung bedarf. Aber wie wir alle wissen: "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers"

Das verbesserte Originalrezept für Spaghetti Carbonara, der Saucen-Klassiker aus Italien zu cremiger Pasta im berühmten Foodblog von Astrid Paul mit vielen Bildern #carbonara #soße #original #rezept #cremig #vegan #sahne #italienisch #vegetarische #thermomix #nudeln #ohne_ei #originale #speck #einfach #foodblog #guanciale #familie #schnell #eier #cremig #ofen #auflauf #jamie_oliver

Ich darf das!

Wenn man sich erst einmal wegen eines Kartoffelgulaschs und 'ner Käsekrainer ein Einreiseverbot nach Österreich eingefangen hat, fällt der Rest gar nicht mehr schwer. Ab da lassen sich völlig unbeschwert irgendwelcher Vorgaben Spaghetti Alfredo im Adriano-Celentano-Takt kochen, oder einen Sproß der Spundekäs'-Erfinder-Familie heiraten und deren Spundekäs-Originalrezept auf links drehen sachte anpassen. Es lassen sich mit hannoveranischer Nonchalance Fleischwürste braten und mit Crôutons anstelle von Krachelscher um sich werfen, NARRHALLAMARSCH! 

Nun gut, wo war ich? 

Ach ja, die Verbesserung von Spaghetti Carbonara. Gebt mir 'ne Wand, und ich renne dagegen; gebt mir ein Fenster, und ich hänge mich ohne Furcht weit hinaus. Das ganz originale Originalrezept habe ich euch schon einmal aufgeschrieben, ihr findet es HIER. Und auch in der sanften Verbesserung bleiben natürlich die über allen kulinarischen Zweifel erhabenen Zutaten Pecorino und Guanciale, die luftgetrocknete Schweinebacke, erhalten. Ich nehme also niemandem etwas weg, sondern binde nur noch ein Schleifchen drum herum. 

Das Rezept für verbesserte Spaghetti Carbonara

Zutaten

  • 120 g Spaghetti pro Person (siehe auch Anmerkung dazz weiter unten)
  • 1 Eigelb pro Person
  • Pecorino, frisch gerieben. So viel, dass es eine relativ feste, kompakte Masse ergibt, wenn er frisch gerieben in das Eigelb gerüht wird
  • 2 Esslöffel trockener Weißwein pro Eigelb
  • 100 - 125 g Guanciale, ersatzweise Pancetta
  • 1 EL Grün von Frühlingszwiebeln pro Person
  • etwas frischer Abrieb einer Zitronenschale
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Glatte Petersilie, grob gehackt
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Zubereitung verbesserte Spaghetti Carbonara originale

  1. Die Guanciale in nicht zu dünne Streifen schneiden und mit etwas Olivenöl bei sanfter Hitze in einer Pfanne langsam ausbraten. Das in Ringe geschnittene Grün der Frühlingszwiebeln hinzufügen, Zitronenschale darüber reiben. Nicht weiter braten, nur noch sanft warm halten!
  2. Den Pecorino reiben, die Eier verquirlen, leicht salzen, mit Pfeffer aus der Mühle würzen. So viel geriebenen Pecorino unterrühren, dass eine sehr kompakte Masse entsteht, die sich zusammenklumpt
  3. Die Käse-Eier-Masse mit dem Weißwein cremig glattrühren, etwas schwarzen Pfeffer aus der Mühle dazugeben
  4. Die Spaghetti in Salzwasser bissfest kochen. Mit etwas Wasser der gekochten Spaghetti die Eiermasse noch etwas flüssiger rühren und dabei durch die im Kochwasser enthaltende Stärke die Käse-Eier-Weißwein-Sauce leicht binden. Es soll am Ende eine nicht zu dickflüssige, sehr cremige Sauce entstehen
  5. Die abgetropften Spaghetti in die Pfanne mit der gebratenen Guanciale geben, dann in die Schüssel mit der Eier-Käse-Weißwein-Creme
  6. Sofort in vorgewärmten Tellern servieren. Am Tisch weiteren schwarzen Pfeffer darüber mahlen und etwas frische, glatte, Petersilie darüberstreuen

Buchtipp





Herzens-Hinweis:

Im Serviceteil habe ich euch das Geschäft verlinkt, in dem ich die extraordinäre Guanciale aus Ploaghe, Sardinien, kaufe. Die dafür verwendeten Schweine sind eine Kreuzung aus Wildschweinen und frei laufenden Weideschweinen. Den kleinen Laden mit italienischer Feinkost findet ihr auf der Taunusstraße in Wiesbaden. Kauft das selbstgemachte Brot, lasst euch voller Lust in den selbstgemachten Tonnato-Dip fallen, eskaliert beim Kauf von Käse – kurz: rockt der entzückenden Inhaberin die Theke leer! Sie kennt mich nicht, jedenfalls nicht als Arthurs Tochter, sie weiß nicht, dass ich hier so von ihrem Geschäft schwärme. Es handelt sich um eine Werbeeinblendung aus vollem Herzen und ohne Gegenleistung. Kaufen und kochen, marsch marsch! Und wer weiß, vielleicht verschickt sie die Guanciale ja sogar, fragt sie einfach!  


Verified Tochter-Tipp

Auf meiner Facebookseite gab es eine launige Diskussion zur angemessenen Menge der Spaghetti pro Person. Für mich sind 120 g (Trockenware!) schon echt an der oberen Grenze, den meisten reichen 100 und viele werden mit 80 g bereits gut satt. Serviere ich Spaghetti mit dicken Saucen, wie zum Beispiel mit der geliebten Puttanesca, dann benötige ich weniger "Hardware" in Form von Hartweizenerzeugnissen. Bei frischer Pasta wird noch einmal deutlich weniger benötigt, da reichen oft 50 - 75 g. Also passt die Menge der Spaghetti bitte euren eigenen Bedürfnissen an. Ich kann mich eh nicht daran erinnern, Nudeln jemals vor dem Kochen gewogen zu haben (außer für solche Beiträge hier). Ich greife in die Packung und fertig. Macht euch nicht verrückt. Und sollten welche übrig bleiben – Resteküche mit Spaghetti funktioniert doch wunderbar, da fällt euch was ein, ihr schafft das! 


Serviceteil

  • Wie ich mal in einer Talkshow saß und danach Spundekäs' zubereitet habe? HIER.
  • Wie ich mal dafür gesorgt habe, dass Pasta Alfredo jetzt auch mit Spaghetti zubereitet werden dürfen? HIER.
  • Wie ich mal das Meenzer Heiligtum heiße Fleischwurst gebraten habe? HIER.
  • Wie ich mal um mein Überleben gekämpft habe und dabei ein paar Krachelscher herauskamen? HIER.
  • Wie ich mal ein Einreiseverbot nach Österreich erhalten habe und meinen Pass wegwerfen musste? (Kommentare lesen!) HIER
  • Wie ich mal das ganz echte Originalrezept für Spaghetti Carbonara gekocht habe: HIER.
  • Bezugsquelle für die sensationelle Guanciale: HIER.

  Genießt euren Tag!                                                                                                                                            
 
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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

Kommentare :

  1. geht in die richtige Richtung, liebe Astrid, ist aber noch nicht die optimierte Fassung! Die hat in meinen Augen Vito Mollica vom Florenzer Einsterner Palagio entwickelt. Du findest das Rezept easy online, wenn Du etwa " Vito Mollica spring carbonara four magazine" googelst. Hier wird das klassische Rezept durch genau das erweitert, was ihm einfach im Original ( Sahne hin oder her, das ist nicht so wichtig) noch fehlt : Frische und Diversität. Frische bekommt Mollicas Version durch Gemüse, verschiedene Frühlingssorten; diese Diversität erhöht die geschmackliche Komplexität beträchtlich, ist texturell auch wesentlich spannender zu essen als nur Nudeln in Sosse. Probiers mal im Frühling einfach aus, ist wirklich klasse und wenn man auf die fotogene Saucenkleckserei verzichtet auch nicht sonderlich aufwändig.

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    1. Liebe Duni, vielen Dank dafür! Das klingt toll und wird ganz sicher von mir ausprobiert. Ist ja fast Frühling, ich freue mich schon täglich am Vogelgezwitscher.

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  2. Liebe Astrid, il guanciale ist luftgetrocknet für das Originalrezept.
    Grüße, Rudolf

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    1. Lieber Rudolf, manchmal schreibe ich schneller als ich denke 🙈😄 Vielen Dank für Deinen freundlichen Hinweis!

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  3. Jetzt sitze ich hier um kurz vor acht am Morgen und habe große Lust auf eine Carbonara-Orgie...

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    1. Warum soll es Dir denn auch besser gehen als mir, hm? 😅
      Ich denke, am Wochenende ist die Nummer in der Wiederholung.

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