Schwarze Nüsse, Teil 1: Grüne Nüsse pflücken, pieken und wässern {fermentieren}

Schwarze Nüsse einmachen, Teil 1: Wir beginnen damit, grüne Nüsse zu pflücken, zu pieken und zu wässern

Schwarze Nüsse, Teil 1: Grüne Nüsse pflücken, pieken und wässern {fermentieren} | Arthurs Tochter kocht. Der Blog für Food, Wine, Travel & Love

Von grünen Nüssen zu schwarzen. Teil 1

Im letzten Herbst habe ich Euch versprochen, in diesem Frühjahr gemeinsam mit Euch grüne Nüsse einzulegen, bzw. schwarze Nüsse zu machen/zu fermentieren. Und da die Vegetation in diesem Jahr zumindest hier in Rheinhessen locker zwei Wochen früher dran ist, als normal, müssen wir uns jetzt sputen! 

Der eigentliche Stichtag zum Pflücken von grünen Walnüssen ist Johanni, also der 24. Juni eines Jahres. In einigen Regionen werden die grünen Nüsse daher auch Johanni-Nüsse genannt. Am 24. hat es sich auch endgültig ausgespargelt. Der Beginn der Spargelsaison ist wetterbedingt jedes Jahr ein anderer, aber das Ende steht fest: 24. Juni, da beißt die Maus keine Stange ab. Und bei den Nüssen geht es uns in diesem Jahr ähnlich – sie sind arg früh dran. Wenn Ihr also in der Nähe einen oder mehrere Walnussbäume habt, dann auf! Packt Euch einen Eimer und fangt an zu pflücken, schüttelt die Bäume, sammelt die Nüsse – es ist Zeit! 

Wenn Ihr die grünen Walnüsse gepflückt habt, müsst Ihr sie einpieken, d. h. rundherum kleine Löcher in die hübschen Teile stechen. Verwendet eine Rouladennadel (Zahnstocher sind meistens zu weich) oder – so wie ich – einen Maiskolben-Pieker*. Der hat den Vorteil, dass er mit einem Stich gleich zwei Löcher fabriziert. Clever, gell? Tragt beim Pieken der Nüsse unbedingt Handschuhe, un_be_dingt! Die austretende Gerbsäure verfärbt Euch die Finger ansonsten braun-schwarz und ich weiß aus sehr sicherer Quelle, dass die Verfärbung nicht mehr runterzuwaschen ist. Da hilft auch kein Peeling und nix, die Haut braucht einfach circa zwei Wochen, bis sie sich erneuert hat. Wie gesagt. Sichere Quelle. Ähem ...
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Die eingestochenen grünen Nüsse gebt Ihr dann in einen Eimer oder ein entsprechend großes Gefäß und bedeckt sie mit Wasser. Ganz bedecken geht nicht, da die Nüsse etwas schwimmen.  Darum rührt Ihr sie jeden Tag mehrmals(!) durch. Ihr könnt sie natürlich etwas beschweren; ich mache das nicht, ich rühre. Und zwei bis dreimal (je öfter, desto besser) täglich wechselt Ihr das Wasser, das sich ständig gelb-braun verfärbt. Also fahrt Ihr in dieser Zeit besser nicht in den Urlaub – oder Ihr besorgt Euch einen Nussbabysitter, oder wie Frau Flax das nennt: einen Spül-Sklaven. Mein Spül-Sklave Nussbabysitter ist der Liebste, ich bin nämlich ab heute für eine Woche weg. 

Die Nüsse auf den Bildern haben bereits 5 Tage im Wasserbad zugebracht, daher seht Ihr die Lochstellen so deutlich und etwas verfärbt haben sie sich auch schon. Wenn Ihr sie pflückt, sind sie knallgrün und duften unwiderstehtlich nach grünen Zitrusfrüchten und etwas nach Orange und nach Wiese und Natur und eben nach: grünen Walnüssen. Himmlisch! 

Also, Ihr geht jetzt pflücken, pieksen und wässern; ich schippere ein bisschen durch die Gegend und dann schauen wir in 10 - 14 Tagen mal, wie es mit den grünen Nüssen weitergeht, ok? 

Und denkt an die Handschuhe, ok? Ich sag's ja nur! 


  Genießt euren Tag!                                                                                                                                            

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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

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