Rotwein-Pfeffer-Butter mit Banyuls – cremig, würzig und ordentlich pfeffrig
Diese Rotwein-Pfeffer-Butter mit Banyuls ist cremig, würzig, ein bisschen scharf und ziemlich großartig zu Steak, Entenbrust, gegrilltem Fleisch oder einfach zu gutem Brot. Wer keinen Banyuls im Haus hat, verwendet roten Portwein – das funktioniert ebenfalls wunderbar.
Rezept für Rotwein-Pfeffer-Butter mit Banyuls
Ein wenig ist auch diese göttliche Rotwein-Pfeffer-Butter mit Banyuls ein Produkt meiner nachweihnachtlichen Resteküche. Ich hatte tatsächlich noch eine angebrochene Flasche Banyuls herumstehen, die ich mir nicht einfach so hineinschrauben wollte – nicht ohne fluffiges Schokoküchlein jedenfalls.
Und dann ist mir der geliebte Pepe Valle Maggia eingefallen, mit dem ich 2012 (!) mal eine Portwein-Pfeffer-Butter zum Rumpsteak gemacht habe. Die Fotos – hahahahaha, Herrschaftszeiten, das waren die Zeiten meiner kleinen Canon IXUS 80. Was war ich stolz auf das Teil!
Und wenn ich das Internet richtig überflogen habe, gibt es für den Tessiner Pepe bis heute keine vernünftige Bezugsquelle in Deutschland. Noch nicht einmal bei Bosfood. Also gibt es ihn quasi gar nicht. Was Bosfood nicht hat, existiert nicht, so will es das Gesetz.
Jedenfalls: Es hilft nix. Wir machen uns etwas mindestens ebenso Köstliches einfach selbst.
Was macht diese Pfefferbutter besonders?
Die Basis ist eine klassische Rotweinbutter. Der Dreh an meinem Rezept: Ich verwende nicht einfach schnöden schwarzen Pfeffer, sondern die Pfeffermischung „Sieben“ von Ingo Holland*.
Die habe ich eh immer im Haus; hier gibt es quasi kein Steak ohne. Rotwein ist auch immer da, also bitte – von was reden wir?
Die Mischung enthält schwarzen, weißen und grünen Pfeffer – also unterschiedliche Reife- und Verarbeitungsstufen echten Pfeffers – sowie Langpfeffer. Dazu kommen Chili, Zitronenmyrte und Szechuanpfeffer. Letzterer ist übrigens botanisch gar kein Pfeffer, sondern gehört zu den Rautengewächsen.
Alle Zutaten der Mischung sind selbstverständlich nur grob gestoßen. Wer Pfeffer auf Vorrat mahlt, wird mit Blogleseverbot nicht unter drei Monaten bestraft!
By the way: Ich habe vor einigen Jahren für den Stern einen Artikel über Pfeffer geschrieben und das ganze Durcheinander um mein Lieblingsgewürz erklärt. Hier könnt ihr ihn nachlesen.
Was ist Banyuls – und kann ich ihn durch Portwein ersetzen?
Banyuls ist ein französischer Süßwein aus dem Roussillon. Für diese Pfefferbutter wird er zusammen mit Rotwein stark eingekocht. Dabei entsteht eine intensive, würzige Banyuls-Rotwein-Reduktion, die fast an eine konzentrierte Banyuls-Sauce erinnert und anschließend unter die aufgeschlagene Butter kommt.
Habt ihr keinen Banyuls im Haus, müsst ihr deswegen keinesfalls losziehen: Roter Portwein ist hier ein sehr guter Ersatz für Banyuls. Die Butter bekommt damit ebenfalls diese dunkle, leicht süßliche und intensive Aromatik, die hervorragend zu Pfeffer und Rotwein passt.
Zutaten für die Rotwein-Pfeffer-Butter
- 250 g Butter
- 200 ml Rotwein
- 100 ml Banyuls, ersatzweise roter Portwein*
- 1 gestrichener TL „Sieben“ von Ingo Holland* – Schärfe-Anfänger verwenden die Hälfte, aber hey: mild war gestern!
- 1 daumenlanges Stück Orangenschale
- 2 kleine Zweige frischer Rosmarin
Zubereitung der Rotwein-Pfeffer-Butter mit Banyuls
- Rotwein und Banyuls mit der Pfeffermischung, Orangenschale und Rosmarin in einen kleinen Topf geben.
- Aufkochen und anschließend bei mäßiger Hitze langsam reduzieren lassen, bis nur noch ungefähr 4–5 EL Flüssigkeit übrig sind.
- Rosmarin und Orangenschale entfernen und die Reduktion etwas abkühlen lassen.
- Die Butter mit der Küchenmaschine weich und cremig aufschlagen.
- Die Rotwein-Banyuls-Pfeffer-Reduktion nach und nach zur Butter geben und gründlich unterschlagen.
- Die fertige Rotwein-Pfeffer-Butter in den Kühlschrank stellen und am besten einen Tag durchziehen lassen. Achtung: Dabei wird sie noch etwas schärfer!
Wozu passt Rotwein-Pfeffer-Butter?
Diese Butter schmeckt weich und cremig als Dip zu Grissini oder gutem Brot und natürlich hervorragend, wenn sie langsam auf einem heißen Steak dahinschmilzt.
Besonders liebe ich sie aber als cremig-würzige Unterlage zu meiner rosa gebratenen Entenbrust mit knuspriger Haut. Genau dafür habe ich sie nämlich ebenfalls verwendet – und Rotwein, Banyuls, Pfeffer und Ente sind zusammen schon eine ziemlich unverschämte Kombination.
Die Butter lässt sich außerdem hervorragend vorbereiten. Im Kühlschrank darf sie in Ruhe durchziehen, während ihr euch um Fleisch, Beilagen oder Gäste kümmert.
Genießt euren Tag!
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