Riesengarnelen 13/15 in Rosmarin-Wermutsauce mit Lorbeer und Spaghetti – perfekte Resteverwertung von Raclette-Zutaten, Teil 2 {Die Nudel der Woche}

Spaghetti mit Riesengarnelen 13/15 (die Erklärung zu diesen Zahlen folgt weiter unten) in Rosmarin-Wermut-Sauce mit Lorbeer – die Nudel der Woche


So cremig-köstlich können Spaghetti mit Riesengarnelen sein! Heute in Wermut-Rosmarin-Sauce mit Lorbeer und "Die Nudel der Woche". #rezept #pasta #spaghetti #garnelen #scampi #hummer #krustentiere #shrimps #wermut #belsazar #cocktail #nudeln #sauce #rosmarin #kochen #einfach #foodblog #arthurstochter #reste #verwerten #schälen #braten #würzen #anleitung #schnell #spinat #tomaten #sahne #brühe #knoblauch #foodphotography #foodstyling #raclette #ideen #zutaten #silvester #weihnachten

Es gibt zwei Arten von Resten. Erstens die, die durch unsachgemäße Planung, widrige Umstände, plötzliche Krankheitsfälle oder whatever entstehen. Und zweitens die, die so voller zielgerichtetem Bestreben sind, dass sie wie der geborene kulinarische Imperativ vor dem inneren Auge herumfuchteln. 

                   Reste! Mich! 

Wie könnte ich mich einem solchen Befehl nicht hingebungsvoll ergeben? Also kaufe ich für das alljährliche Raclette einmal im Jahr Reste ein. Ein wenig zuviel Raclettekäse, ein halbes Pfund Riesengarnelen, das nach den Weihnachtstagen zuverlässig im Tiefkühler weiterschlummert. Ein zauberhafter Hauch Bündner Fleisch. Dieses Fitzel der weltbesten Kräuterbutter, die das familieninterne Politikum herself ist, ihr erinnert euch. Und fast in jedem Jahr gibt es zwischen den Jahren, also in diesem seltsamen Zustand nach Weihnachten und noch vor dem Jahreswechsel, in dem alles so diffus um mich herumagiert, weil das eine noch nicht richtig abgeschlossen und das andere noch nicht begonnen wurde; in diesen Tagen im Jahr, in denen ich immer etwas neben mir stehe und mir stirnrunzelnd über die eigene Schulter schaue, also in jenen Tagen gibt es in jedem Jahr fast das gleich zu essen, da nun die Reste immer die fast gleichen sind.


Auf Instagram gibt es den hinreißenden Hashtag #teampastatäglich. Es gibt Menschen, die unter diesem Hashtag wirklich täglich posten können – bei mir kommt wohl im Jahresschnitt mindestens einmal wöchentlich Pasta auf den Tisch. Daher gibt es hier im Blog seit Mai 2019 die lockere Serie Die Nudel der Woche

Riesengarnelen in Wermut, hier: Belsazar Rosé*, unser Wermut-all-time-favorite, mit frischem Rosmarin und Lorbeer, Kräuterbutter und Spaghetti {aus meiner Reihe: Die Nudel der Woche}


  1. Die Riesengarnelen schälen, Garnelen beiseite legen, die Schalen in einer Pfanne mit etwas Olivenöl scharf anbraten. Mit Belsazar Rosé ablöschen, Rosmarinzweige dazugeben, 2 Lorbeerblätter hinzufügen. Ihr wisst ja, welches umwerfende Vanille-Aroma Lorbeer hat, und bitte, Vanille und Garnelen, eh klar.
  2. Geflügelfond hinzufügen, einköcheln lassen. Frische Sahne hinzufügen, wieder einköcheln lassen. Repeat.
  3. Sauce durch ein Haarsieb abseihen, mit Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Bis hierhin schmeckt das jetzt schon göttlich!
  4. In einer Pfanne hälftig Olivenöl und Kräuterbutter erhitzen. Nicht zu stark, die Kräuter in der weltbesten Kräuterbutter verbrennen sonst! Die Garnelen darin anbraten, wenden, salzen, von der Hitze nehmen, noch kurz nachziehen lassen.
  5. Sauce über die Garnelen geben, die gekochten Spaghetti unterheben. Fertig. Da möchte ich doch gleich morgen losmaschieren und neue Reste einkaufen! 
Ach, und übrigens: Das Rezept funktioniert natürlich auch mit Hummer! Just saying – morgen ist Silvester und so ... (Reste planen kann ich!)

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Mein Tipp:
Was ebenfalls göttlich schmeckt, ist die Zugabe einiger grüner Kardamom-Samen beim Anbraten der Garnelenschalen. Sie geben der späteren Sauce einen zitronig-frischen Twist, probiert es mal aus. Ich bin ja eh (grüner) kardamomsüchtig, davon erzähle ich demnächst mehr ... 
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Erklärung:

Was bedeuten bei Garnelen die Zahlen wie 13/15 oder 21/30 oder 31/40? 
Es handelt sich dabei um die bei Garnelen übliche Gewichts- und Größenangabe in "Stück auf englisches Pfund", also pcs/lb.

13/15 bedeutet dann: Zwischen 13 und 15 Garnelen auf ein englisches Pfund,  auf also 453,59 g. Also je kleiner die zwei Zahlen, desto größer die Garnelen, weil: Je größer die Garnelen, desto weniger Stücke gehen auf ein Pfund.

Übrigens

Was furchtbar ist, aber immer mal wieder vorkommt, sind Garnelen IN der Schale gebraten und dann IN einer Sauce o. ä. serviert. Wie soll man die bitte einigermaßen würdevoll essen? Auf dem Teller im Risotto herummatschen, um mit Messer und Gabel unfallfrei die Schale von den kleinen Krustentieren zu würgen, dabei abrutschen, das Weinglas umschmeißen; die Garnele mit Schwung von der Gabel flutschen, um sie am Ende der Tischplatte wieder aufdotzen zu lassen? (das erinnert mich gleich an schlüpfrige kleine Scheißerchen, welcher Film?). Also bitte, macht das nicht! Wenn ihr Garnelen in der Schale zubereiten möchtet – bitte gerne. Aber dann pult die Schale entweder ab und verbrennt euch dabei die Finger, oder serviert sie von dem restlichen Essen getrennt! 



  Genießt euren Tag!                                                                                                                                            

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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

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