Tschüss März, Hallo Frühling! Ein Rückblick auf die Lieben des Monats mit Lieblingslinks, Lieblingsessen, einer kleinen Aufregung und vielem mehr!

Tschüss März, Hallo Frühling! Ein Rückblick auf die Lieben des Monats mit Lieblingslinks, Lieblingsessen, einer kleinen Aufregung und vielem mehr!

Der Monatsrückblick mit einem Blick auf viele Lieblinge! | Arthurs Tochter kocht. Der Blog für Food, Wine, Travel & Love von Astrid Paul

Eine kleine Aufregung zu Jens Spahn

Auch, wenn ich es kaum noch für möglich gehalten habe, aber wir haben jetzt wieder eine Regierung. Und? Hat sich etwas geändert? Ich fand die letzten sechs Monate ohne eigentlich ganz muckelig – fast war ich schon versucht zu sagen, es war mit Regierung noch nie so schön wie ohne. Aber da alles Schöne irgendwann mal zuende sein muss (keine Ahnung, wer sich diesen Quatsch eigentlich ausgedacht hat), gibt es jetzt weitere 4 Jahre Erstarrung mit einer Großen Koalition. Aber: Quasi als Versicherung dagegen, dass das Land wieder gemütlich einnickt, haben wir jetzt Jens Spahn an der Backe. Wir können nun trefflich streiten, welche Eignung ein Bankkaufmann und Politikwisschenschaftler für die Gesundheitspolitik mitbringt. Und seltsamerweise redet im Zusammenhang mit Jens Spahn auch kaum jemand über mögliche Interessenkonflikte und Lobbyismus für die Pharmaindustrie:
Von 2006 bis 2010 war Jens Spahn über eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts an einer Lobbyagentur für Pharmaklienten namens „Politas“ beteiligt, während er gleichzeitig Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages war. Seine Abgeordnetentätigkeit und seine Arbeit als Gesundheitspolitiker in Verbindung mit seinen bezahlten Nebentätigkeiten für die Pharmaindustrie wurden in diesem Rahmen als „interessantes Geschäftsmodell“ bezeichnet, und es wurde ihm ein möglicher finanzieller Interessenkonflikt vorgeworfen.
Seit August 2017 ist Spahn neben seiner Tätigkeit als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium privat an der Pareton GmbH beteiligt, die eine Software für die Abgabe von Steuererklärungen entwickelt. Für den möglichen sich ergebenden Interessenkonflikt zwischen seiner Zuständigkeit für die Regulierung von Finanz-Tech-Firmen im Rahmen seiner Tätigkeit als Staatssekretär im Finanzministerium und seiner privaten finanziellen Beteiligung an einer ebensolchen Firma wurde er von Medien, Politikern und Transparency International kritisiert. Nach Angaben gegenüber der Süddeutschen Zeitung beabsichtigt er, seine Anteile zu verkaufen, sowie die als sogenannter Business Angel erhaltenen staatlichen Zuschüsse in Höhe von 3000 Euro zurückzuzahlen. Zuvor räumte er ein, für seine Beteiligung diesen staatlichen Zuschuss kassiert zu haben, nachdem er als Beauftragter der Bundesregierung für Start-ups sein Investment von 15.000 Euro in das Start-Up-Unternehmen mit lediglich beruflichem Interesse begründete. 
Das Finanzamt ermittelte gegen Pareton. Das Unternehmen geriet im Jahr 2015 ins Visier der Finanzverwaltung, nachdem die Steuerberaterkammer Stuttgart im Oktober 2014 bekanntgab, dass die Agentur als Steuerberatungsgesellschaft nicht anerkannt sei. In Bietigheim-Bissingen untersagte das dortige Finanzamt der Firma Hilfeleistungen in Steuersachen. Quelle: Wikipedia.
Was mich aber wirklich wütend macht, ist sein penetranter Hochmut Schwächeren gegenüber. Schwangeren Frauen in Konfliktsituationen. Bezieher von Leistungen nach dem sogenannten Hartz 4-Gesetz. Und ich konstatiere, dass es kaum politische Opposition gibt, die ihm wirklich etwas entgegensetzt. Auch kann ich die derzeit populären Aufrufe à la "Herr Spahn soll mal einen Monat von Hartz 4 leben" nicht nachvollziehen. Wie muss ich mir das vorstellen? 

Jens Spahn sitzt dann morgens am Esstisch des sonnendurchfluteten Esszimmers seiner 180 Quadratmeter Altbauwohnung mit Kronleuchter, Stuck und Stäbchenparkett aus dem 19. Jahrhundert. Und während die Zugehfrau ihn bittet, die seidenen Pantoffeln zu heben um die Krümel besser fortfeudeln zu können, beißt er in eine Scheibe Discounter-Toast, belegt mit Formvorderschinken und trinkt billigen Kaffee? Und dann lässt er sich vom Fahrdienst des Bundestages zum Büro chauffieren, wo ihm ein Sekretär den Mantel abnimmt und die Tür zum Besprechungszimmer öffnet? Nee Kinners. So funktioniert Hartz 4 nicht, wirklich nicht. Hartz 4 ist, und darüber sollten sich viele vielleicht endlich mal klar werden, in erster Linie eines: Ein System der Angst. Und wovor jetzt auf einmal jemand Angst bekommen sollte, weil er mal einen Monat mit weniger Kröten auskommen soll als sonst, erschließt sich mir nicht. Diese Aufrufe sind, pardon my french, populistischer Kack. 

In diesem Zusammenhang ein Video, dass ich Euch bereits einige Male verlinkt habe:


Die Kultur im März

lag fast brach. Kein Kino, kein Theater, keine Kleinkunst. Ein paar Filme und Serien gab es dennoch:
  • Die Auslöschung von Alex Garland (Ex Machina) mit Natalie Portman bei Netflix – ziemlich toll! 
  • Polka King mit Jack Black bei Netflix – ziemlich schlecht und nach 68 zähen Minuten abgebrochen
  • Gladiator von Ridley Scott bei Netflix – zum ungefähr drölfzigsten Mal, also ziemlich, ziemlich gut! 
  • Das Tagebuch der Anne Frank von Hans Steinbichler bei Amazon Prime – wie könnte einen dieser Film nicht "anfassen"?
  • King Ralph mit John Goodman in seiner ersten Hauptrolle! Bei Amazon Prime* – alt (1991), aber immer noch gut und irre komisch
  • Eine Klasse für sich von Penny Marshall (Big, Zeit des Erwachens) mit einem umwerfenden Frauencast, u. a. Geena Davis, und Tom Hanks bei Amazon Prime*
  • Welcome, Mrs. President, Serie mit Geena Davis bei Amazon Prime*. Zum dritten Mal, noch Fragen? :)  

Der März im Blog

Not bad, not bad! Ich habe zwar nicht alles geschafft zu verbloggen, was ich mir vorgenommen hatte, aber es ist doch eine ganz Menge geworden. Insgesamt 13 Artikel habe ich für Euch geschrieben, davon hatten immerhin zehn mit Essen zu tun! Es gab ein komplettes Menü für Euch mit der passenden Weinempfehlung für jeden der fünf Gänge (die Menü-Übersicht mit Links zu allen Rezepten findet Ihr HIER), ich habe Euch einen Blumenkohl-Flan auf lauwarmer Brioche mit Lachs und sous vide gegarter Kaffee-Butter gebacken und etwas gewinnen konntet Ihr auch noch HIER und dann gab es auch zwei Artikel über's Nichtessen. Beide haben eingeschlagen wie eine Bombe, aber das war mir fast klar. Schließlich sind die Artikel quasi in Zusammenarbeit mit Euch, meinen Leserinnen und Lesern entstanden: Vom Sinn und Unsinn des Fastens und Die große Fasten-FAQ – 20+ Fragen und Antworten 


Lieblingsessen

Gesottene Ochsenbrust auf Bouillongemüse mit Sauce Albert (Meerrettichsauce mit englischem Senfpulver) und echtem Wasabi-Grün
Gesottene Ochsenbrust auf Bouillongemüse mit Sauce Albert (Meerrettichsauce mit englischem Senfpulver) und echtem Wasabi-Grün | Arthurs Tochter kocht. Der Blog für Food, Wine, Travel & Love von Astrid Paul
Hier geht es zum Rezept

Lieblingslinks im März

  • Jeff Goldblum (ja, genau. DER Jeff Goldblum) kocht Suppe! Hilarious!


  • Falls Ihr mal Gäste bekommt und Euch unsicher seid, wie viele Mettbrötchen Ihr benötigt – bitteschön der METTBRÖTCHEN-RECHNER! Chrchrchr...
  • DER Film, also einer der besten Filme aller Zeiten, also, Trommelwirbel, THE BIG LEBOWSKY(!) ist im März 20 Jahre alt geworden. Tusch! Hier seht Ihr die Schauspieler damals und wie sie heute aussehen. The Cast of 'Big Lebowski,' Then and Now


    • Markus Barth an Horst Seehofer:


    Aus den Foodblogs

    7 Foodblogger haben 7 Tage lang Oster-Rezepte gepostet. Daraus ist ein sehr buntes, sehr schönes und sehr lesenswertes E-Book mit 49 tollen Rezepten entstanden. Ansehen und kostenlos herunterladen könnt Ihr es hier bei Simone aus der S-Küche. Chapeau! 

    Macht's Euch schön, ich freue mich auf einen wunderprächtigen April mit Euch! ❤


      Genießt euren Tag!

    Print Friendly Version of this page Print Get a PDF version of this webpage PDF

    Arthurs Tochter

    Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

    Keine Kommentare :