Life Changing Bread aka Müslibrot. Believe the hype! {Rezept ohne Nüsse, dafür mit Hanfsamen für Allergiker geeignet}

Arthurs Tochter backt. Das ist ja schon eine Schlagzeile für sich. Aber dann auch noch ein Brot. Life Changing! Vegan. Glutenfrei. Lactosefrei, frei, frei, frei. Eigentlich ist es kein Brot, sondern ein gebackenes Müsli, aber seht selbst. (Übrigens ist in einigen Gegenden in Deutschland letzte Woche trotz der hohen Außentemperaturen die Hölle zugefroren. Also habe ich mir sagen lassen ...) 

Life Changing Bread aka Müslibrot. Rezept ohne Nüsse, mit Hanfsamen für Allergiker geeignet! | Arthurs Tochter kocht. Der Blog für Food, Wine, Travel & Love von Astrid Paul

Life Changing Bread aka Müslibrot. Believe the hype!

Dieser Blog ist ja eigentlich das Zentralorgan für angewandte Skepsis – vor allem, wenn es um Food-Trends geht, die als neueste dicke Sau durch's virtuelle Dorf getrieben werden. Jetzt bin ich allerdings mit dem Life Changing Bread ganz schön spät dran; das ist ja kein Trend mehr, dieses Brot hat sich mittlerweile in die Mägen und Herzen der halben Welt gebacken. Als Erfinderin gilt die Bloggerin (my new roots) und Kochbuchautorin Sarah Britton*. Mittlerweile sind unzählige Varianten des hefefreien Brotes in Umlauf. Manche backen es mit Karotten, andere geben Rosinen in den Teig, sicher lässt es sich auch mit Zucchini backen oder mit Datteln oder ...


Ich hätte es ganz sicher niemals probiert, wenn nicht eine Freundin mir quasi ein Stück in den Mund geschoben hätte, bevor ich nein sagen konnte. Und dann dachte ich nur, wie geil ist denn das? Und die Zutaten dafür hatte ich quasi alle im Haus! Also, Ihr müsst jetzt stark sein: Das müsst Ihr nachbacken! Nicht, weil es so wahnsinnig gesund ist, ja ok, auch. Aber vor allem eben, weil es so unfassbar gut schmeckt! 

Was allen Rezepten gemein ist, sind Chia-Samen. Jetzt existiert aber zwischen Chiasamen und mir diese tief sitzende Abneigung, unerklärlich, das ist einfach gottgegeben. Ein Chiasamen kommt mir nicht ins Haus! Ich sage ja oft, esst mehr Leinsamen. Kommt aus Deutschland und nicht vom Ende der Welt, kostet einen Bruchteil, schmeckt besser, ist NOCH gesünder. Aber Leinsamen ist eh in der Rezeptur des Life Changing Breads vorgesehen. Also habe ich Chia- spontan gegen Hanfsamen getauscht, was sich als vortreffliche Idee herausgestellt hat. Hanfsamen knallen ordentlich zwischen den Zähnen, also sie sind zwar bissweich, aber trotdem knalliglaut! :) Bevor jetzt Missverständnisse entstehen, die Hanfsamen knallen, aber sie knallen nicht. Bitte, das ist ja kein Rausch-Blog hier! Aber durch die Knallerei im Mund macht das Brotessen noch mehr Spaß! Gesund UND Spaß – hat man ja auch nicht so oft, gell? 

Übrigens nenne ich das Brot intern lieber Müslibrot. Die mit dem Namen Life Changing Bread einhergehenden Heilsversprechungen liegen mir nicht. Aber das ist wohl typisch amerikanisch, alles ist gleich Oh und Ah und Wow und Changing Everything In Your Hole Life! Kreisch!
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Kommen wir zum Rezept:

Zutaten Life Changing Bread, wie ich es gebacken habe:

  • 500 ml Wasser
  • 2 EL Kokosöl (leicht gehäufte Esslöffel mit Öl in festem Zustand)
  • 140 g Haferflocken (kernige)
  • 140 g Sonnenblumenkerne
  • 65 g Cashewnüsse (Cashewnüsse sind botanisch keine Nüsse, daher für den Liebsten geeignet. In unzähligen "Originalrezepten" werden hier Nüsse oder Mandeln verwendet. Ich zerteile die Cashewnüsse mit einem kleinen Messer längs oder breche sie ein-, zweimal durch)
  • 3 EL Hanfsamen
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 90 g Leinsamen, geschrotet
  • 1 TL Salz
  • 3 TL Honig, Veganer verwenden Ahornsirup oder Kokosblütenzucker
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Zubereitung Life Changing Bread

  1. Das Wasser mit Kokosöl sanft erwärmen und den Honig hinzufügen. So lange warmhalten, bis das Kokosöl sich komplett aufgelöst hat
  2. Die anderen, trockenen, Zutaten in eine Rührschüssel geben und gründlich vermischen
  3. Nun das Kokos-Honig-Wasser dazugeben und den Teig gründlich durchkneten. Ich habe das in meiner Kenwood mit dem Flachrührer gemacht, es funktioniert aber auch mit der Hand oder einem normalen elktrischen Rührgerät
  4. Eine Kastenform mit einem Bogen Backpapier auslegen
  5. Den Teig nun in eine Kastenform füllen. Dabei gut zusammendrücken, so dass er sehr kompakt wird, das Backpapier über der Form zusammenschlagen und den Brotteig über Nacht, bzw. zwölf Stunden quellen lassen (wichtig!)
  6. Am nächsten Tag den Backofen auf 175 °C aufheizen, Umluft nicht empfehlenswert
  7. Das Backpapier wieder aufschlagen und das Brot 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Vorsichtig aus der Form stürzen und auf einem Gitter weitere 20 Minuten backen. Ich habe danach noch weitere 10 Minuten drangehängt. Schaut einfach, dass Euch das Brot nicht zu dunkel wird, für mich war es nach 40 Minuten noch zu weich und hell
  8. Abkühlen lassen und aufscheiden. Das Life Changing Bread schmeckt ohne Belag schon ausgezeichnet, mit Squashed Avocado ist es der Knüller (zeige ich Euch demnächst, Fotos sind schon im Kasten) und gegen eine Scheibe Schinken hat es gar nichts einzuwenden. Auf den Bildern seht Ihr es mit meiner tollen Bärlauch-Radieschen-Butter 

Serviceteil

  • Flohsamenschalen kaufen, ich verwende DIESE*
  • Den Rest der Zutaten erhaltet Ihr im Supermarkt, bzw. bei dm, alnatura oder einem entsprechendem Drogeriemarkt/Reformhaus-Pendant


  Genießt euren Tag!
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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

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