Keramikpfannen richtig benutzen, pflegen und reinigen – meine besten Tipps aus der Praxis
Keramikpfannen können fantastische Pfannen sein – wenn man weiß, wie man mit ihnen umgeht. Spiegelei, Fisch, Gemüse oder Pfannkuchen: Eine gute keramische Antihaftbeschichtung lässt empfindliches Bratgut wunderbar über den Pfannenboden gleiten. Bei mir heißt das seit Jahren nur noch: Superflutsch!
Warum ich mir anmaße, euch einen ziemlich ausführlichen Ratgeber über Pfannen zu schreiben, obwohl ich gleichzeitig bekennender Fan guter Eisenpfannen bin? Ich habe in meinem blogbegleitenden Job für die Zwiesel Kristallglas AG fünf Jahre lang die Koch-Abteilung geführt, Pfannen rauf und runter verkauft, Kundinnen und Kunden beraten, Kochvorführungen veranstaltet, mit Herstellern gesprochen und auch reichlich Reklamationen bearbeitet. Dazu kommen viele Jahre eigener Kocherfahrung. Ich kenne also nicht nur die schöne neue Pfanne aus dem Karton, sondern auch ziemlich viele Exemplare, bei denen irgendwann nichts mehr superflutschte.
Und genau darum geht es hier: Wie benutzt man eine Keramikpfanne richtig? Wie reinigt und pflegt man sie? Warum klebt sie irgendwann? Was sollte man vor dem ersten Gebrauch beachten – und worauf kommt es beim Kauf an?
- Was ist eine Keramikpfanne?
- Keramik oder PTFE – was ist der Unterschied?
- Vorteile und Nachteile von Keramikpfannen
- Keramikpfanne vor dem ersten Gebrauch
- Keramikpfanne richtig benutzen
- Welches Öl und Fett eignet sich?
- Keramikpfanne reinigen und pflegen
- Keramikpfanne klebt oder brennt an – was tun?
- Worauf beim Kauf einer Keramikpfanne achten?
- Welche Keramikpfannen empfehle ich?
- FAQ – häufige Fragen zu Keramikpfannen
1. Was ist eine Keramikpfanne?
Wenn wir von einer Keramikpfanne sprechen, meinen wir normalerweise keine Pfanne, die komplett aus Keramik besteht. Der Pfannenkörper besteht je nach Modell beispielsweise aus Aluminium oder Edelstahl beziehungsweise aus einem mehrschichtigen Materialaufbau. Auf der Innenseite befindet sich die keramische Antihaftbeschichtung.
Diese Beschichtung sorgt dafür, dass sich empfindliche Lebensmittel mit relativ wenig Fett braten lassen. Besonders gern benutze ich Keramikpfannen für Eier, Fisch, Gemüse, Pfannkuchen und alles, was schnell an einer unbeschichteten Pfanne festkleben kann.
2. Keramik oder PTFE – was ist der Unterschied?
Keramische und klassische PTFE-Antihaftbeschichtungen sind nicht dasselbe. Teflon™ ist übrigens ein Markenname; PTFE heißt der Kunststoff, der hinter vielen klassischen Antihaftbeschichtungen steckt. PTFE gehört zur Stoffgruppe der PFAS. Moderne echte Keramikbeschichtungen werden von verschiedenen Herstellern ausdrücklich ohne PFAS beziehungsweise PTFE angeboten.
Wichtig ist allerdings: Der Begriff „Keramik“ auf einer Verpackung sagt nicht automatisch alles über die genaue Zusammensetzung einer Beschichtung aus. Wenn euch eine PFAS-/PTFE-freie Pfanne wichtig ist, schaut in die Herstellerangaben und achtet ausdrücklich auf Formulierungen wie „PFAS-frei“ oder „ohne PFAS/PTFE hergestellt“.
PTFE-beschichtete Pfannen sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung gesundheitlich unbedenklich. Sie dürfen aber nicht leer stark überhitzt werden; ab etwa 360 °C kann sich PTFE zersetzen und gesundheitsschädliche Dämpfe freisetzen. Das ist einer der Gründe, warum „Pfanne auf höchste Stufe und dann erst mal telefonieren gehen“ grundsätzlich keine brillante Küchenstrategie ist.
3. Vorteile und Nachteile von Keramikpfannen
Was ich an Keramikpfannen mag
- Sie besitzen bei richtiger Benutzung sehr gute Antihafteigenschaften.
- Empfindliche Lebensmittel wie Eier und Fisch lassen sich wunderbar darin braten.
- Fettarmes Braten ist möglich – fettarm, nicht zwingend fettfrei!
- Sie sind häufig leichter und unkomplizierter zu handhaben als schwere Eisen- oder Gusseisenpfannen.
- Gute Modelle lassen sich schnell reinigen.
- Es gibt inzwischen viele ausdrücklich PFAS-/PTFE-freie Keramikbeschichtungen.
Was man wissen sollte
- Die Antihafteigenschaften können mit der Zeit nachlassen.
- Keramische Beschichtungen mögen keine unnötigen Temperaturschocks.
- Die zulässige Höchsttemperatur ist modellabhängig. Bitte richtet euch nach den Angaben des Herstellers und nicht nach pauschalen Internetweisheiten.
- Auch eine robuste Keramikbeschichtung ist kein Freibrief für Messer, scharfkantige Metallhelfer oder aggressive Scheuermittel.
- Eine beschichtete Pfanne ist für mich grundsätzlich kein Ersatz für eine gute Eisenpfanne. Für Steaks und sehr scharfes Anbraten greife ich weiterhin lieber zu Eisen, vorzugsweise von de Buyer*
4. Keramikpfanne vor dem ersten Gebrauch
Eine neue Keramikpfanne braucht normalerweise kein klassisches „Einbrennen“, wie man es von einer Eisenpfanne kennt. Haltet euch zuerst an die Gebrauchsanleitung des jeweiligen Herstellers. Üblicherweise wird die Pfanne vor dem ersten Einsatz mit warmem Wasser, etwas mildem Spülmittel und einem weichen Schwamm gereinigt und anschließend gut abgetrocknet.
Wenn der Hersteller es empfiehlt, könnt ihr die saubere Innenfläche anschließend hauchdünn mit etwas geeignetem Speiseöl ausreiben. Aber bitte nicht aus einer neuen Keramikpfanne durch enthusiastisches Einbrennen eine Eisenpfanne machen wollen. Sie ist keine.
5. Keramikpfanne richtig benutzen
Hier entscheidet sich meiner Erfahrung nach, ob ihr lange Freude an eurer Pfanne habt. Viele vermeintliche „Pfannenprobleme“ entstehen nicht beim Kauf, sondern am Herd.
- Erhitzt die Pfanne kontrolliert statt mit Vollgas. Keramikbeschichtungen und der darunterliegende Pfannenkörper bestehen aus unterschiedlichen Materialien, die sich bei Wärme unterschiedlich ausdehnen. Gerade bei leistungsstarken Induktionsfeldern ist von null auf Boost keine besonders liebevolle Behandlung. Mittlere Hitze reicht für sehr viele Anwendungen vollkommen aus.
- Lasst die Pfanne nicht minutenlang leer auf höchster Stufe stehen. Das schadet nicht nur Beschichtungen, sondern kann auch Fett und Lebensmittel beim anschließenden Einlegen unnötig verbrennen lassen. Bei beschichteten Pfannen gilt generell: kontrolliert erhitzen und die Herstellergrenzen beachten.
- Gebt etwas Fett in die Pfanne. Keramikpfannen eignen sich wunderbar zum fettarmen Braten. FettARM. Nicht zwingend fettfrei.
- Habt Geduld mit eurem Bratgut. Reißt Fisch, Gemüse oder Fleisch nicht vom Boden. Wenn sich eine Kruste gebildet hat, löst sich das Bratgut meistens wesentlich leichter. Ihr kocht – ihr seid nicht auf der Flucht!
- Benutzt beschichtungsschonende Küchenhelfer. Holz, Silikon oder andere vom Hersteller freigegebene Materialien sind die sichere Wahl. Mit scharfkantigem Metall auf der Beschichtung herumzukratzen ist keine gute Idee. „Aber wir sind doch ganz vorsichtig, Astrid!“ – Nee. Seid ihr nicht.
- Vermeidet Temperaturschocks. Eine sehr heiße Pfanne gehört nicht unter eiskaltes Wasser. Lasst sie zunächst etwas abkühlen.
- Beachtet die Backofentauglichkeit des gesamten Modells. Nicht nur die Beschichtung entscheidet darüber, sondern auch Griff, Silikonteile und Konstruktion. Ein Metallgriff ist dafür praktisch, aber auch dann gilt die Temperaturangabe des Herstellers.
6. Welches Öl und Fett eignet sich für Keramikpfannen?
Hier bin ich weniger dogmatisch als manche Gebrauchsanleitung im Internet. Entscheidend sind Brattemperatur, Lebensmittel und Herstellerhinweise. Für normales Braten verwende ich eine kleine Menge eines dafür geeigneten Speiseöls oder Bratfetts. Sehr hohe Temperaturen sind bei einer Keramik-Antihaftpfanne ohnehin selten nötig.
Bei Öl-Sprays wäre ich zurückhaltend: Manche Hersteller raten davon ab, weil sich feine Öl- und Zusatzstoffschichten auf der Beschichtung festsetzen können. Im Zweifel ist ein kleiner Schuss Öl aus der Flasche die unkompliziertere Lösung.
7. Keramikpfanne reinigen und richtig pflegen
Wenn nichts eingebrannt ist, ist die Reinigung erfreulich unspektakulär: Pfanne etwas abkühlen lassen, warmes Wasser, mildes Spülmittel, weicher Schwamm oder weiches Tuch – fertig.
Ob eine Keramikpfanne in die Spülmaschine darf, hängt vom Modell ab. Manche Hersteller erlauben es ausdrücklich, andere empfehlen Handwäsche. Ich persönlich würde bei einer guten beschichteten Pfanne trotzdem meistens die paar Sekunden Handwäsche investieren. Sie ist schnell sauber und muss nicht gemeinsam mit einem aggressiven Spülmaschinenprogramm beweisen, wie hart sie im Nehmen ist.
Wichtig: Von Scheuerpulver, Stahlwolle und aggressiven Scheuerschwämmen würde ich ohne ausdrückliche Freigabe des Herstellers die Finger lassen. Dasselbe gilt für Reinigungspasten, die eigentlich für Glaskeramik-Kochfelder gedacht sind. Was auf dem Ceranfeld wunderbar funktioniert, muss noch lange keine gute Idee für jede Pfannenbeschichtung sein.
8. Keramikpfanne klebt oder brennt an – was tun?
Das ist eine der häufigsten Fragen überhaupt: Die Pfanne war am Anfang ein Superflutsch-Wunder – und irgendwann klebt plötzlich das Spiegelei. Bevor ihr die Pfanne entsorgt, geht diese Punkte durch:
- Pfanne gründlich entfetten: Mit warmem Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Schwamm reinigen. Unsichtbare Fett- und Speiserückstände können die Antihafteigenschaften beeinträchtigen.
- Keine aggressiven Hausmittel auf Verdacht: Prüft die Pflegehinweise eures Herstellers, bevor ihr mit Scheuermitteln, Pasten oder rauen Schwämmen arbeitet.
- Hitze reduzieren: Wenn Fett regelmäßig raucht oder Lebensmittel sofort dunkel werden, arbeitet ihr wahrscheinlich heißer als nötig.
- Etwas Fett verwenden: Eine Antihaftbeschichtung bedeutet nicht automatisch, dass jedes Lebensmittel komplett ohne Fett optimal gelingt.
- Beschichtung prüfen: Ist sie sichtbar beschädigt, löst sie sich oder weist sie starke Veränderungen auf, würde ich die Pfanne nicht mit Gewalt „retten“, sondern die Herstellerempfehlung beachten und sie gegebenenfalls ersetzen.
Warum eine Keramikpfanne kleben kann, obwohl sie sauber aussieht
Was mit bloßem Auge vollkommen glatt aussieht, ist es unter starker Vergrößerung nicht unbedingt. Die Oberfläche einer keramischen Beschichtung besitzt mikroskopisch kleine Unebenheiten – stellt euch das vereinfacht wie eine Landschaft aus winzigen Hügeln und Tälern vor. Und genau dort können sich mit der Zeit feinste Rückstände von Fett und Bratgut festsetzen.
Das Gemeine daran: Ihr müsst diese Ablagerungen überhaupt nicht sehen. Die Pfanne kann optisch blitzsauber aussehen und trotzdem zunehmend ihre wunderbaren Antihafteigenschaften verlieren. Das Spiegelei, das früher fröhlich durch die Pfanne superflutschte, fängt plötzlich an zu kleben.
Mein früherer Tipp mit Ceranfeld-Reinigerpaste und der rauen Schwammseite steht deshalb heute bewusst nicht mehr pauschal hier. Ich habe damit bei meinen eigenen Pfannen gute Erfahrungen gemacht. Inzwischen gibt es aber sehr unterschiedliche keramische Beschichtungssysteme, und was meine Pfanne klaglos mitmacht, muss für eure nicht vom Hersteller freigegeben sein. Bei einem Ratgeber, den sehr viele Menschen lesen, ist mir „schaut bitte in die Pflegeanleitung eures Modells“ lieber als ein vermeintlicher Universaltrick.
9. Worauf sollte man beim Kauf einer Keramikpfanne achten?
Eine gute Pfanne kaufe ich nicht nach der hübschesten Farbe. Okay, nicht nur nach der hübschesten Farbe. Diese Punkte finde ich wichtiger:
PFAS-/PTFE-freie Beschichtung
Wenn ihr euch bewusst für Keramik als Alternative zu PTFE entscheidet, achtet auf eine klare Herstellerangabe wie „PFAS-frei“ beziehungsweise „ohne PFAS/PTFE hergestellt“.
Ein guter, plan aufliegender Boden
Vor allem auf Elektro-, Glaskeramik- und Induktionsfeldern soll die Pfanne sauber und stabil aufliegen. Ein hochwertiger Mehrschicht- oder Kapselboden hilft bei einer gleichmäßigen Wärmeverteilung.
Die richtige Größe
Für viele Haushalte ist eine 28-cm-Pfanne der Allrounder. Eine kleinere Pfanne ist praktisch für Eier oder kleine Portionen; wer regelmäßig für mehrere Personen kocht, kann mit 32 cm glücklicher werden. Wichtig: Der angegebene Pfannendurchmesser ist nicht automatisch der Durchmesser der tatsächlichen Bratfläche.
Randhöhe
Ich mag einen relativ hohen Rand, weil ich viel Gemüse darin brate und dünste oder Pasta direkt in einer in der Pfanne gekochten Sauce schwenke. Je höher und steiler der Rand, desto weniger elegant fliegt allerdings das Gargut beim schwungvollen Schwenken durch die Luft. Man kann nicht alles haben.
Griff und Backofentauglichkeit
Ich mag stabile Griffe und Pfannen, die bei Bedarf in den Backofen können. Prüft dafür aber immer die maximale Ofentemperatur des gesamten Modells. Griffmaterial und Silikonteile können die Temperatur stärker begrenzen als die Pfanne selbst.
Gewicht
Eine Pfanne darf solide sein, sollte aber zu euch passen. Wer Probleme mit Händen, Handgelenken oder Kraft hat, sollte das Gewicht unbedingt mitbedenken. Eine theoretisch fantastische Pfanne, die ihr kaum vom Herd bekommt, ist praktisch keine fantastische Pfanne.
10. Welche Keramikpfannen empfehle ich?
Naturgemäß empfehle ich euch am liebsten Dinge, die ich selbst kenne und mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Meine langjährige persönliche Erfahrung habe ich mit keramisch beschichteten Pfannen von RÖSLE gemacht. Mein damaliges Modell beziehungsweise Set hat mich über Jahre begleitet. In meiner Farbe Creme ist es heute leider nicht mehr erhältlich, in Schwarz gibt es das Set aber weiterhin HIER*. Bei meinem Partner Butch bekommt ihr sie sogar im Dreier-Set!* Zusätzlich hat RÖSLE inzwischen weitere Keramikserien im Programm.
RÖSLE SILENCE PRO ProCeraPlus
Wenn ihr bei RÖSLE bleiben möchtet, würde ich mir heute zuerst die SILENCE PRO mit ProCeraPlus-Keramikversiegelung* ansehen. Die Serie gibt es in verschiedenen Größen; die Beschichtung wird von RÖSLE als ohne PFAS/PTFE entwickelt angegeben. Die Pfannen sind für alle üblichen Herdarten einschließlich Induktion geeignet und – innerhalb der jeweiligen Herstellergrenze – auch backofentauglich.
RÖSLE PUREELEMENTS ProCeraPlus
Spannend finde ich außerdem die RÖSLE PUREELEMENTS mit ProCeraPlus*. Auch sie ist keramisch beschichtet, für Induktion geeignet und als 28-cm-Bratpfanne erhältlich. Wer RÖSLE möchte, aber nicht zwingend zur SILENCE-PRO-Serie greifen will, hat damit eine interessante Alternative.
Weitere interessante Keramikpfannen
Wenn ihr vergleichen möchtet, würde ich aktuell außerdem einen Blick auf Fissler Ceratal* und ZWILLING Pure mit CERAFORCE Black* werfen. Beide Hersteller bieten ausdrücklich ohne PFAS/PTFE beziehungsweise ohne PFAS hergestellte keramische Beschichtungen an. Ich kennzeichne diese hier aber bewusst als interessante Alternativen und nicht als persönliche Langzeitempfehlung, solange ich das jeweilige aktuelle Modell nicht selbst über längere Zeit benutzt habe. Das ist mir ehrlicher als die übliche „Sieben Testsieger, die ich gestern zum ersten Mal im Internet gesehen habe“-Nummer.
Mein Grundsatz: Kauft lieber eine vernünftige Pfanne, die zu eurem Herd und euren Kochgewohnheiten passt, als drei vermeintliche Schnäppchen nacheinander. Eine Keramikpfanne ist zwar kein unverwüstliches Erbstück wie eine gute Eisenpfanne, aber vernünftige Qualität plus vernünftige Behandlung ist auch hier die beste Kombination.
11. FAQ – häufige Fragen zu Keramikpfannen
Muss man eine Keramikpfanne einbrennen?
Normalerweise nicht wie eine Eisenpfanne. Reinigt eine neue Pfanne nach Herstellerangabe und befolgt die Hinweise für den ersten Gebrauch. Manche Hersteller empfehlen zusätzlich ein hauchdünnes Einölen.
Was muss ich bei einer Keramikpfanne vor der ersten Benutzung machen?
Zuerst die Gebrauchsanleitung lesen, die Pfanne mit warmem Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Schwamm reinigen und gut abtrocknen. Danach gegebenenfalls nach Herstellerangabe leicht einölen.
Warum klebt meine Keramikpfanne plötzlich?
Mögliche Ursachen sind Fett- und Speiserückstände, zu hohe Brattemperaturen, ungeeignete Pflege oder eine mit der Zeit nachlassende beziehungsweise beschädigte Beschichtung. Reinigt die Pfanne zunächst gründlich und schonend und arbeitet beim nächsten Braten mit moderater Hitze und etwas Fett.
Was kann ich tun, wenn in der Keramikpfanne alles anbrennt?
Reduziert zunächst die Hitze und prüft, ob die Pfanne wirklich sauber und fettfrei von alten Rückständen ist. Verwendet etwas geeignetes Bratfett und lasst dem Bratgut Zeit, sich zu lösen. Ist die Beschichtung sichtbar beschädigt oder löst sie sich, beachtet die Empfehlung des Herstellers und ersetzt die Pfanne gegebenenfalls.
Darf eine Keramikpfanne in die Spülmaschine?
Das hängt vom Modell ab. Einige Hersteller erlauben die Spülmaschine, andere empfehlen ausdrücklich Handwäsche. Für die möglichst schonende Pflege wasche ich beschichtete Pfannen bevorzugt von Hand.
Darf ich Metallbesteck in einer Keramikpfanne benutzen?
Nur wenn der Hersteller das für die konkrete Beschichtung ausdrücklich freigibt. Mit Holz- oder Silikonhelfern seid ihr auf der sicheren Seite und vermeidet unnötige Kratzer.
Wie heiß darf eine Keramikpfanne werden?
Dafür gibt es keine seriöse Universalzahl. Die zulässige Temperatur hängt von Beschichtung, Pfannenkörper und Griffkonstruktion ab. Richtet euch nach der Herstellerangabe eures konkreten Modells. Für normales Braten braucht ihr ohnehin nur selten maximale Herdleistung.
Sind Keramikpfannen gesundheitlich unbedenklich?
Bei bestimmungsgemäßer Verwendung sind moderne Keramikpfannen für den vorgesehenen Kochgebrauch konzipiert. Wer gezielt auf PFAS/PTFE verzichten möchte, sollte beim Kauf auf eine eindeutige Herstellerangabe wie „PFAS-frei“ beziehungsweise „ohne PFAS/PTFE hergestellt“ achten und nicht allein auf das Wort „Keramik“ vertrauen.
Kann man Olivenöl in einer Keramikpfanne verwenden?
Pauschale Aussagen helfen hier wenig. Entscheidend sind die konkrete Pfanne, die Brattemperatur, das verwendete Öl und die Herstellerhinweise. Für sehr hohe Temperaturen würde ich mich ohnehin fragen, ob eine Antihaft-Keramikpfanne das richtige Werkzeug ist. Für normales Braten verwende ich geeignete Speiseöle sparsam und vermeide, dass das Öl dauerhaft raucht.
Wie lange hält eine Keramikpfanne?
Eine feste Zahl lässt sich seriös nicht nennen. Qualität der Beschichtung, Häufigkeit der Nutzung, Hitze, Reinigung und Küchenhelfer spielen eine große Rolle. Kontrolliertes Erhitzen, schonende Reinigung und der Verzicht auf unnötiges Kratzen helfen, die Beschichtung möglichst lange in gutem Zustand zu halten.
Was ist besser: Keramik oder PTFE?
Das hängt davon ab, was euch wichtig ist. Beide Beschichtungsarten bieten gute Antihafteigenschaften, haben aber unterschiedliche Eigenschaften und Pflegeanforderungen. Wer PFAS/PTFE bewusst vermeiden möchte, findet inzwischen eine große Auswahl ausdrücklich PFAS-/PTFE-freier Keramikpfannen. Für sehr hohe Temperaturen bevorzuge ich persönlich ohnehin unbeschichtetes Eisen oder Edelstahl.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesinstitut für Risikobewertung: Fragen und Antworten zu PTFE-Antihaftbeschichtungen
- Verbraucherzentrale: Pfannen, PTFE und PFAS
- RÖSLE: SILENCE PRO ProCeraPlus – Herstellerangaben
- Fissler: Keramikpfannen – Verwendung und Pflege
- ZWILLING: Pure Keramikpfanne – Herstellerangaben
Serviceteil: Meine Empfehlungen und Bezugsquellen
- Mein Set auf den Fotos. Damit brate ich seit mindestens 15 Jahren!*
- RÖSLE SILENCE PRO ProCeraPlus 28 cm*
- RÖSLE PUREELEMENTS ProCeraPlus 28 cm*
- Fissler Ceratal Comfort oder Classic*
- ZWILLING Pure CERAFORCE Black*
- Beste Kochutensilien bei meinen Freunden von Butch! HIER* Für eure Eisenpfannen bieten sie sogar einen Einbrennservice!
Solltet ihr noch Fragen oder Ergänzungen haben, schreibt sie mir gern in die Kommentare. Gerade bei einem Ratgeber, der schon so viele Jahre lebt, sind eure Fragen oft die beste Erinnerung daran, welche Küchenkatastrophe ich noch nicht erklärt habe. Und wenn eure Keramikpfanne dank dieser Tipps wieder superflutscht: umso besser!
Danke für die ausführlichen Infos! Du benutzt keine Tabs für den Geschirrspüler.
AntwortenLöschenMeistens oder nie?
Liebe Christiane, wirklich nie. Der eine im Jahr von der Nachbarin, weil mein Pulver alle ist, zählt nicht ;)
LöschenTabs sind im Vergleich zu Pulver + Klarspüler + Salz erstens unfassbar teuer. Und zweitens geben sie die Dosierung immer vor. Ich brauche aber mal nehr und mal weniger Reinigungskraft und kann mit den einzelnen Komponenten auch besser auf den örtlichen Wasserhärtegrad reagieren.
Vielen Dank für die ausführliche und gut verständliche Erläuterung 💚 Ich nehme sie mir zu Herzen. Schöne Nordseegrüße, Margot
AntwortenLöschenMögen Deine Pfannen superflutschen! ❤
LöschenAstrid! Deine phänomenalen Tips beherzigend habe ich gerade meine olle klebende Keramikpfanne mit so einem Ceranfeldreiniger geputzt (den hatte ich eh) und dann leicht gefettet. Und dann habe ich mir Spiegeleier gebraten. Super!!! Ich danke Dir sehr für die Aufklärung. Bester Blog aller Zeiten!
AntwortenLöschenDas ist ja toll, lieber Jan-Lucas! Solche Erfolgsmeldungen freuen mich sehr!
LöschenVielen Dank für den Tip mit den Rösle-Pfannen, die seit neustem bei mir eingezogen sind... flutscht definitiv besser als in den (auch nicht günstig gekauften) Teflon-Pfannen...
AntwortenLöschenDas langsame erhitzen werde ich mir dann auch mal angewöhnen 🙈
Das freut mich, vielen Dank für die Rückmeldung :) Und ja, das langsame Erhizten ist das A und O für die Pfannenlanglebigkeit und plane Pfannenböden :)
LöschenAch ich liebe Aufklärung!! Aber mit dem Link komme ich auf Rösle Pfannen mit Teflonbeschichtung… bin verwirrt… Teflon ist doch nicht Keramik oder ?? Hilfeee ;.)
AntwortenLöschenLiebe Heike, vielen Dank für Deinen Hinweis! Da hat doch tatsächlich der Verkäufer unter dem Link sein Produkt gewechselt, das ist natürlich blöd. Ich habe jetzt eben das Set wieder herausgesucht und im Beitrag neu verlinkt.
LöschenDein Beitrag kam gerade zur rechten Zeit, denn ich suche nach einer echt guten Pfanne bei
AntwortenLöschender Fisch nicht anlegt. Die Pflege finde ich ganz besonders wichtig und muss gestehen, dass
ich es bisher falsch machte (Putzperfektionsfimmel), ebenso (aus Ungeduld) das rasche
Aufheizen der Pfannen (bisher Edelstahl von Fissler u. WMF). Auch benuetze ich keine Tabs sondern das klassische (und auch billigere) Pulver.
Wow, danke für die Tipps. Ich habe schweren Herzens schon 2 Keramikpfannen entsorgen müssen, da sie generell toll waren, aber nach einer gewissen Zeit nicht mehr so toll funktioniert haben.
AntwortenLöschenBeim Kunsenservice wollte man mir weiß machen, dass das an meinem Induktionsherd liege und im Kaufhaus wo ich dann eine neue Pfanne kaufen wollte sagte mir der Verkäufer, dass ich in Keramikpfannen ohne Öl braten könne. Die Verwendung von Pflanzenfett würde für ein verharzen der Pfanne sorgen. Ich solle mir doch besser eine Teflonpfanne kaufen, die seien doch eh viel besser.
Jetzt teste ich den Tipp mit dem Reiniger an Keramikpfanne Nummer 3. Ich bin gespannt.
Vielen Dank für deine tollen Tipps!
AntwortenLöschenIch verwende seit einigen Jahren eine Keramikpfanne und bin sehr zufrieden damit - obwohl es eine "Ernesto" von LIDL ist ��.
Im Laufe der Zeit haben sich Ablagerungen am Pfannenboden gebildet. Die habe ich mit Ceranfeldreiniger komplett entfernen können. Anschließend Pfanne ausgespült und leicht geölt.
Ich bin begeistert!
Die Pfanne sieht aus wie neu ��.
Habe 'vorher/nachher' Fotos gemacht, die ich aber leider nicht posten kann.
Vielen liebe Dank für diesen Tipp! Ich suchte schon länger eine neue Pfanne. In den diversen Social Media Kanälen wurde ich zugebombt mit der jeweils ultimativ letzten Pfanne. Wieder beschichtbare Hipsterpfanne, Eisenpfanne oder emaillierte Gusseisenpfanne? So richtig überzeugt hatte mich keine. Mit der Rösle Pfanne bin ich jetzt sehr begeistert. Eben weil ich auch was tomatensauciges mit Pasta darin machen kann. Leicht zu reinigen, was will ich mehr? Ich bin mir nur in einem Punkt nicht sicher. Kann man damit trocken Nüsse oder Pinienkerne rösten? Also direkt kalt in die Pfanne und dann alles langsam erhitzen. Oder müsste da Fett dazu? Das will man ja nicht immer.
AntwortenLöschenAußerdem möchte ich mich insgesamt für deine tolle Arbeit bedanken! Ich lese hier so gerne. Hab viel gelernt und gelacht und schon so viel leckeres nachgekocht. Schöne Weihnachten für dich und deine Lieben.
Liebe Sandra, es freut mich sehr, dass ich Dir mit diesem Artikel helfen konnte und Du die für Dich passende Pfanne gefunden hast. Ich röste Nüsse, Pinienkerne etc. lieber in einer Eisenpfanne. Die kann ohne Fett erhitzt werden, ohne dass sie sich direkt verzieht oder eine mögliche Beschichtung Schaden nimmt. Also um Deine Frage zu beantworten – um fettfrei Kerne zu rösten, solltest Du zumindest sehr vorsichtig sein und die Pfanne nicht zu stark erhitzen. Auch Dir und Deinen Lieben schöne Weihnachtstage! Danke, dass Du meinen Blog liest.
LöschenHallo,vielen Dank für deine Tipps. Ich informiere mich gerade über Keramikpfannen. Das von dir verlinkte Rösle 3er-Pfannenset hat allerdings eine ProPlex-Beschichtung (das ist "Teflon"). Nur die ProCera-Pfannen sind keramikbeschichtet! VG Chris
AntwortenLöschenDanke für den Hinweis, Chris! Wenn ich meine Leserinnen und Leser nicht hätte! Der Verkäufer ändert immer wieder das Angebot unter diesem Link, das ist mir schon einige Male passiert. Ich bekomme leider nicht jede Veränderung mit und freue mich dann immer sehr über solche Hinweise, damit ich den Link anpassen kann! Schönen Sonntag
LöschenDer Link zum Pfannen Set führt wieder zu den Teflonpfannen ;)
AntwortenLöschenhttps://www.amazon.de/gp/product/B082VM76ND/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
Diese habe ich mir heute bestellt. Das müssten die von dir empfohlenen sein. Knapp 60€ für eine 20cm und eine 28cm.
Schöne Grüße
Robert
Hi Rober, wenn ich Dich nicht hätte! :) Ich habe gestern alle Links gecheckt, jetzt müsste es wieder stimmen :) Schönen Oster-Ausklang für Dich und Danke fürs aufmerksame Lesen!
Löschenund hier noch das verschluckte "t" ;)
LöschenSicher mit der schwarzen kratzseite die Pfanne schrubben? Mit Paste oder Flüssigkeit? Das verlinkte Reinigungsmittel ist keine Paste. Im Internet steht immer „bloß niemals die Pfanne mit der schrubbseite des schwammes„
AntwortenLöschenNein, nicht sicher. Ich habe mir das alles nur ausgedacht. (Hier bitte Augenrollen einfügen)
LöschenHier IST das Internet. 😉
LöschenOkok 😆.. dachte vielleicht gibt es ja schwämme, deren schwarze Seite die weiche ist 🤪
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