Dieses tolle Rezept stammt aus „New York Times Cooking: Das Kochbuch“. Es ist schnell und einfach zubereitet – das Schweinefleisch sollte von herausragender Qualität sein. Achtet auf eine dicke Fettschicht am Kotelett!
Ach, guck, schon wieder drei Jahre vorbei? Wie merkt man das? Arthurs Tochter isst mal wieder Schweinefleisch
Im Rezept von Sam Sifton aus NYT Cooking (hier geht’s zu meiner Rezension) werden sehr dünn geschnittene Koteletts verlangt – so man von „verlangen“ sprechen kann in einem Rezept, das keines ist. Sie werden vorgeschlagen, so klingt es schon besser. Nun hatte ich aber für ein anderes geplantes Essen eben ein etwas dickeres Schweinekotelett vorbestellt, das Rezept dazu aber nicht mehr wiedergefunden (fragt nicht) und mich dann kurzerhand für das Schweinekotelett mit Gochujang und Erdnüssen entschieden. Mit Gochujang bekommt man mich ja eh. Immer. Stante pede!
Die dünnen Koteletts sind sinnvoll, wenn das Fleisch, wie im Rezept vorgeschlagen(!), unter dem Backofengrill zubereitet wird. Ist das Kotelett zu dick, fackelt die Bude ab und sämtliche Rauchmelder bekommen einen Herzinfarkt, bevor das Fleisch die benötigte Kerntemperatur hat. Das ging bei meinem Kotelett so gerade eben, ist es dicker, schlage ich das Braten in einer vernünftigen (Grill-)Pfanne vor. Und: Unter Energiegesichtspunkten (dass ich darüber mal reden würde) ist das Garen auf dem Herd deutlich kostensparender, als einen Backofen zu heizen. Wichtig ist, immer, aber hier schon aus Geschmacksgründen ganz besonders, Schweinefleisch von hervorragender Qualität. Die labbrige, mit Wasser aufgepumpte Supermarktware käme schon geschmacklich nicht gegen die Würze der Sauce an. Fragt daher bei einem guten Metzger mit eigener Schlachtung nach Fleisch von Tieren, die langsam und in Freilandhaltung aufgezogen wurden. Und lasst um Himmelswillen einen ordentlichen Fettrand stehen.
Ihr benötigt also:
- Schweinekotelett
- Gochujang* (siehe auch Serviceteil)
- Mirin (japanischer Reiswein)
- Orangensaft
- Erdnüsse, geröstet und gesalzen
- Frühlingszwiebeln
- eventuell etwas Muskovadozucker, ich habe damit die Sauce abgerundet
Im Ofen gegrilltes Schweinekotelett mit Gochujang und Erdnüssen – die Zubereitung
- Backofengrill auf 280 °C
- Die Fettschicht am Kotelett mit einem scharfen Messer einschneiden, damit das Fleisch sich beim Braten nicht wölbt
- Das Fleisch salzen und auf einer feuerfesten Form oder dem Grillrost im Ofen garen. Je nach Dicke von beiden Seiten jeweils 4 - 7 Minuten (mir haben fünf Minuten je Seite gereicht)
- 1 EL Gochujang mit einem Schuss Mirin und einem ordentlichen Schluck Orangensaft verrühren. Das wird sehr pikant, ist aber hinterher mit dem Fleisch zusammen gerade richtig. Eventuell mit etwas Muscovado-Zucker nachsteuern – Zucker hebt den Fleischgeschmack!
- Erdnüsse grob hacken, Frühlingszwiebeln in schmale Ringe schneiden
- Das fertig gegrillte Schweinekotelett mit der Sauce übergießen und Erdnüsse und Frühlingszwiebeln mit Schwung darüber werfen
Fazit: Sehr geil und sicher auch gut mit Hähnchen!
Serviceteil
- Rezept von Sam Sifton, entnommen dem Buch „New York Times Cooking. Das Kochbuch. Kochen ohne Rezepte, 100 Inspirationen für die kreative Küche"*
- Meine ausführliche Rezension lest ihr HIER
- Ich verwende DIESE* Gochujang-Paste, sie beinhaltet keine Geschmacksverstärker! Da sie jedes Mal nach einer meiner Empfehlungen schnell ausverkauft ist, hier noch ein weiter Händler, der die gleiche Paste verkauft
- Ich verwende seit Jahr und Tag diesen MIRIN*, ihr erhaltet ihn ebenfalls in gut sortierten Asia-Märkten. Mirin hält ewig; meine Flaschen halten, einmal geöffnet, ungekühlt locker18 - 24 Monate
Weitere Rezepte von mir mit Gochujang:
- Das zarteste, saftigste Gochujang-Hähnchen aller Zeiten
- Paccheri mit Salsicce-Ragù und Gochujang
- Gegrillter Lachs mit Tomaten-Kokos-Sauce und Gochujang
Arthurs Tochter kocht die New York Times leer: hier alle Rezepte




Sensationell! Heute probiert, das war wahrscheinlich das beste Kotelett meines Lebens!
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