Vinissima, das Wein-Frauen-Netzwerk. 2011 – ein Besuch

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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

8 Kommentare :

  1. Recht hast Du! Aber nicht nur die Visitenkarten. Gleich beim Lesen ist mir der männliche Vorname bei Weingütern aufgefallen, die Frauen betrieben werden. Wer sagt denn, dass man an dem Namen eines Winzers festhalten muss, der vielleicht vor etlichen Generationen als Gründer den Betrieb entscheidend geprägt hat? Eine Judith Beck oder eine Elena Walch schreiben es auch auf ihr Etikett!

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  2. Da wäre ich auch gerne gewesen! Unser schöner Münsterplatz... Aber das ist ja wirklich mal total der Hammer, ehrlich gesagt habe ich mir in Bezug auf Weingüter noch nie so wirklich Gedanken über die Frauenquote gemacht - und dann fällt´s einem wie Schuppen von den Augen.

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  3. Klasse Bericht, Astrid! Und den Satz "ich glaube an den Erfolg von Netzwerken" kann ich nur ganz fett unterstreichen. Das wird schon, auch wenn ich immer wieder erstaunt bin, welche rückständigen Einstellungen auch bei jungen Leuten noch so verbreitet sind.

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  4. @Fritz:
    Genaus über diese Namensgebung habe ich mich mit einer Winzerin unterhalten. Sie sieht sich selbst in einer langen Reihe von Familienangehörigen, die eine Zeitlang das traditionsreiche Weingut leiten. Insofern ändert sie den Namen nicht, der auf ihren Großvater zurückgeht.

    @Christina:
    Am nachdenklichsten macht mich wirklich, dass viele der Frauen von ihren Männern als verkaufsförderndes Alibi dorthingeschickt worden sind.

    @Toni:
    Ich glaube, die Frauen in "unserem Alter" ;) nehmen das noch erster, da wir uns noch viel mehr erkämpfen mussten. Ich sehe es an meiner Tochter und ihren Freundinnen- in dem Alter habe ich mir um Gleichberechtigung und Chancengleichheit viel mehr Gedanken gemacht und dazugehörige progressive Bücher gelesen. Da nehmen es die Mädchen von heute viel leichter. Dabei ist noch so vieles zu tun.

    Interessant finde ich, dass die Lesezahlen und Verweildauer für speziell diesen Post sehr hoch, bzw. lang ist und doch wird kaum kommentiert. Denken alle noch nach? ;)

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  5. Ach wenn es vielleicht nicht modern ist, ich bin gegen jede Art von Separation. Dies bei "Frauennetzwerken" ebenso wie bei "Schwulentreffs". Und so geht es mir auch mit Quoten. Meine (Ex-)Lebensgefährtin hat sich mit Fleiß und Durchsetzungsvermögen in eine leitende Position gekämpft. In der holzverarbeitenden Branche beschäftigt, ist sie nach dem Chef die zweite Person im Betrieb. Mit dreißig Jahren ist sowohl der Verdienst überdurchschnittlich als auch die "Machtfülle" über immerhin fast 80 Angestellte und Arbeiter.

    Quoten hinterlassen in meinen Augen immer den schalen Geschmack von "in den Sessel gehoben". Gerade die Generation Frauen um die dreißig beißt sich durch und wird auch in der leitenden Schicht künftig mehr und mehr zu finden sein. Und das umso eher, als die überalterten Leitwölfe abtreten.

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  6. Ich glaube auch, dass die Angst vor diesem "schalen Geschmack" ein Grund für die Quotenverweigerer ist. Aber anders geht es nicht, dass zeigt sich jeden Tag aufs neue. Und außerdem haben Männer ja auch ihre Quote, die liegt bei 97 % in den Aufsichtsräten und Vorständen der DAX-Unternehmen!

    Ausserdem hat die "Selbstverpflichtung" der Industrieunternehmen gezeigt, wie ernst sie die Sache in den vergangenen Jahren genommen habe. Passiert ist nämlich gar nix. Die "erste Generation" Quotenfrauen hat halt dann diesen "Makel", aber anders wird es nicht gehen. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Du als Frau eine Menge mehr leisten musst, um die gleiche Anerkennung zu bekommen wie ein Mann. Von den Kämpfen um das Gehalt ganz zu schweigen. Wenn Du da auf den Tisch haust und zur Not sagst, dass Du halt wieder gehst, sind viele (männliche) Chefs erstmal baff. Irgendwann stößt Du als Frau an diese berühmte gläserne Decke, da geht dann eine lange Zeit nichts mehr, es sei denn, du findest einen Mann, der Dich protegiert. Ich hatte dieses Glück schon ein paar mal, aber das erleben nicht viele.

    Und darum mein bedingungsloses Ja zur Quote, das war vor ein paar Jahren noch anders. Und wenn Quote, dann auch bitte 50 %, alles andere ist völliger Humbug und ich weiß nicht, warum Frauen sich so oft mit den Brotkrumen zufrieden geben!

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  7. Hinweis zum wiederholten mal:
    Anonyme Kommentare ohne Hinweis auf den Absender werden gelöscht. Vor allem wenn sie polemisch sind und nichts mit dem Inhalt dieses Blogs zu tun haben!

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  8. Oh, hattest Du auch den anonymen Kommentator zu Gast, nach dessen Meinung man am besten gar nicht mehr essen sollte? ;)

    Ich glaube, man kann die Einstellung 30jähriger Frauen zum Thema Quote nicht mit der 20jähriger Frauen vergleichen. Ich behaupte nicht, daß wir politischer sind/waren - das ist sicher eine individuelle Sache -, aber im Querschnitt ist die Einstellung zu politischen Themen meines Erachtens bei der jüngeren Generation schon eine andere.

    Danke für den Bericht! Ich hatte schon verdrängt, daß ich einen trockenen Grauburgunder getrunken und gar nicht so schlimm gefunden haben könnte. ;)
    Und ich finde es mal wieder bemerkenswert, daß es jemanden gibt, der soviel Wein an einem Tag probieren kann. (Ich habe es am Freitagabend mit 0,2l halbtrockener Scheurebe aus Rheinhessen versucht. Der Wein hat gegen mich gewonnen. :( )

    Schade, daß auch nach 14 Jahren die Veranstaltung noch so klein ist, daß nur ein kleines Transparent finanziert werden konnte. Wenn schon männliche Weingutbetreiber ihre Frauen hinschicken mußten, dann hätten doch mehr Teilnehmerinnen dabei sein können. Denke ich.

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