7 Tipps für das perfekte Steak

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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

26 Kommentare :

  1. Hallo Astrid,
    kannst du bitte mal erläutern, warum deiner Meinung nach unter Schutzatmosphäre verpacktes Fleisch geschmacksarm und zäh wird. Auf welche chemischen Prozesse führst du das zurück?
    Danke!
    Thomas

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    1. Hallo Thomas,
      soweit mein Kenntnisstand: unter Sauerstoffeinfluss oxidieren Muskeleiweiß und Fett, und die Proteine schließen sich enger zusammen. Dadurch verliert das Fleisch die Fähigkeit, Wasser zu binden und wird zäh. Durch die Oxidation des Fettes bekommt das Fleisch zudem einen Geschmack nach "alt".

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    2. Ja eben, deswegen wird es ja unter Schutzatmosphäre "sauerstoffarm" verpackt, um genau das zu verhindern. In extremo: Vakuumreifung.

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    3. Ich glaube, Du meinst etwas anderes als ich. Ich spreche nicht von den im Vakuum eingeschweißten Fleischstücken, die reifen tatsächlich u. U. noch weiter. Die unter Schutzatmosphäre begasten Fleischstücke, in denen das Fleisch unten noch auf einem Flies liegt, das die austretende Feuchtigkeit aufnimmt, werden mit - je nach Verfahren - bis zu 80% Sauerstoff behandelt. Das ist nun nicht gerade "sauerstoffarm" ;)

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    4. Du hast völlig recht, da war ich gedanklich woanders ;-) Ich habe mal ein bisschen recherchiert, falls jemand mehr wissen will: http://www.lebensmittelklarheit.de/forum/unter-schutzatmosphaere-verpackt
      und https://www.foodwatch.org/de/informieren/schutzatmosphaere/2-minuten-info/
      Was ich besonders erschreckend finde und noch nicht wußte: auch nicht fertig verpacktes Fleisch darf behandelt werden. Umso wichtiger ist die Aufklärung!
      Schöne Grüße
      Thomas

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  2. DANKE!! Das war doch mal eine brauchbare Anleitung zum Thema Steak.....
    Liebe Grüße
    Trudi

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    1. Das freut mich sehr Trudi, danke Dir und liebe Grüße zurück

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  3. Anonym3/06/2017

    WoW! Was für ein Artikel! Danke für die vielen Informationen, die mir gut weiterhelfen
    LG Sandra

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  4. Toller Artikel liebe AStrid! Danke für diese ausführlichen Erklärungen, ich bin mir jetzt etwas sicherer beim nächsten guten Stück Fleisch.
    EInen schönen Tag wünscht Dir Annelie

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  5. Anonym3/06/2017

    Liebe Astrid
    ein gelungener und informativer Artikel. Ich habe eine weitere Brattechnik anzubieten. Ich bestreue das zu bratende Steak etwa 1/2 bis 1 Stunde vor dem Braten kräftig mit Salz und Zucker. Dann wird es abgewaschen und trocken getupft. In einer sehr heißen Pfanne mit Alba Öl beidseitig kräftig angebraten und auf einem Gitter im vorgeheizten Ofen bei 200 °C zur gewünschten Kerntemperatur fertig gegart. Danach 10 Minuten im Wärmefach bei 40-50°C ruhen lassen. Vor dem Servieren kurz in einer Pfanne mit Gewürzbutter arosieren. Wenn Gäste sich verspäten oder der Verzehr der Vorspeise längere Zeit in Anspruch nimmt gebe ich das "abgekühlte" Fleisch erneut in den heißen Ofen und erwärme bis zur Kerntemperatur. In Plastik eingewickeltes Kochgut irritiert mich ein wenig, da ich nicht weiß welche Stoffe (Weichmacher) und wieviel davon, bei welcher Temperatur ausgeschwemmt werden, deshalb nehme ich meistens Abstand von Sous Video.
    LG Heinz

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    1. Lieber Heinz, danke für Deine Brattechnik, die interessant klingt und Fragen aufwirft :)

      Was bewirkt das Einreiben mit Salz und Zucker über diesen kurzen Zeitraum und warum wäscht Du die Mischung vor dem Braten wieder ab?

      Warum legst Du das Fleisch im Ofen auf ein Gitter und belässt es nicht in der Pfanne?

      Wenn das Steak im Ofen bis zur gewünschten Kerntemperatur gart und danach nicht mehr absinkt, dann erhältst Du doch eine erhöhte Gradzahl durch das spätere erneute Anbraten in Butter. Müsstest Du dann nicht eigentlich das Fleisch etwas VOR dem Erreichen der eigentlich geplanten Kerntemperatur aus dem Ofen holen? Zudem es ja eh immer noch etwas nachzieht.

      Wenn Gäste sich verspäten oder der Verzehr der Vorspeise längere Zeit in Anspruch nimmt gebe ich das "abgekühlte" Fleisch erneut in den heißen Ofen und erwärme bis zur Kerntemperatur. Also hier meinst Du dann aber VOR dem Braten in Butter? Und auch hier die Frage, ob es nicht Sinn macht, die Ziel-Kerntemperatur erst in der Pfanne zu erreichen.

      Ich freue mich, wenn Du mir Dein Verfahren noch ein wenig erläutern kannst.

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  6. Anonym3/06/2017

    Mein Rindfleisch hole ich direkt beim Züchter, es sind Salers-Rinder deren Fleisch zumindest uns hier umwerfend gut schmeckt. Und mit deinen tollen Tipps bestimmt noch besser. Steaks gibt es irgendwie viel zu selten, da bin ich die einzige wirkliche Liebhaberin im engeren Kreise. Nun ja.

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    1. Ich glaube, Fleisch von Salers-Rindern habe ich zumindest bewusst noch gar nicht gegessen. Aber eine solche Quelle direkt vom Züchter zu haben, ist natürlich toll, vor allem, wenn das Fleisch dann auch noch gut abgehangen wird und die nötige Zeit zur Reife bekommt.

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  7. Anonym3/06/2017

    Dieser hartnäckige Auto-Korrigierer macht mich fuchsig. Selbst nach Korrektur durch mich, erscheint jetzt wieder "Sous Video". statt "sous vide"

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  8. Anonym3/06/2017

    Liebe Astrid,

    >>>Was bewirkt das Einreiben mit Salz und Zucker über diesen kurzen Zeitraum und warum wäscht Du die Mischung vor dem Braten wieder ab?<<<

    Das kräftige Salzen und Zuckern entzieht dem Fleisch Wasser und erhöht den Geschmack im Fleisch. Das ist kurzzeitiges Beizen. Man könnte auch noch andere Gewürze beifügen um den Geschmack zu verbessern. Meine Vorstellung dabei ist den Geschmack vor dem Braten im Fleisch zu haben. Wenn man nach dem Braten salzt gibt es im Fleisch keine Geschmacksverbesserung. Würde das Salz und der Zucker auf dem Fleisch verbleiben hätte man nach dem Braten ein versalzenes und verbranntes Produkt.

    >>>Warum legst Du das Fleisch im Ofen auf ein Gitter und belässt es nicht in der Pfanne?<<<

    In der Pfanne bleibt das Bratfett und die Brathitze bestehen und das Steak wird dann auf der Pfannen-Seite weiter mit höherer Temperatur gegart. Auf einem groben Gitter gelangt die Ofentemperatur gleichmäßig an das Gargut. Zudem wird das Bratfett aus der Pfanne abgegossen und durch Butter und Aromen ersetzt zur Durchführung des Arosierens.

    >>>Wenn das Steak im Ofen bis zur gewünschten Kerntemperatur gart und danach nicht mehr absinkt, dann erhältst Du doch eine erhöhte Gradzahl durch das spätere erneute Anbraten in Butter. Müsstest Du dann nicht eigentlich das Fleisch etwas VOR dem Erreichen der eigentlich geplanten Kerntemperatur aus dem Ofen holen? Zudem es ja eh immer noch etwas nachzieht.<<<

    Nach Radio Eriwan: im Prinzip ja. Aber das kurze Arosieren mit aromatisierter Butter (ca 150°C) verändert die Kerntemperatur kaum. Mann kann natürlich, um ein vielleicht mögliches Übergaren zu verhindern das Gargut bei 1-2 Grad niedrigerer Kerntemperatur aus dem Ofen nehmen. Zum Arosieren: Ich lasse die Butter in der Bratpfanne mit den dazugegebenen Aromen (Knoblauch, Thymian etc) leicht bräunen und nehme die Pfanne vom Herd. Dahinein gebe ich das Gargut und übergieße das Fleisch löffelweise mit der gebräunten Butter.

    >>>Wenn Gäste sich verspäten oder der Verzehr der Vorspeise längere Zeit in Anspruch nimmt gebe ich das "abgekühlte" Fleisch erneut in den heißen Ofen und erwärme bis zur Kerntemperatur. Also hier meinst Du dann aber VOR dem Braten in Butter? Und auch hier die Frage, ob es nicht Sinn macht, die Ziel-Kerntemperatur erst in der Pfanne zu erreichen.<<<

    Ja, vor dem Arosieren. In der Pfanne das bereits angebratene Gargut auf Ziel-Kerntemperatur zu bringen halte ich nicht für gut da die Temperatur der Pfanne schlecht eingestellt werden kann und ein neuerlicher Bratvorgang mit hoher Temperatur am Fleisch einen breiten grauen Rand zur Fleischmitte hin entstehen läßt.

    LG Heinz

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    1. Dankeschön! Auch wenn ich beim Thema "Kurzbeize" hier nicht bei Dir bin, ist das eine schöne Erläuterung und hilfreiche Ergänzung zu meinem Artikel. Danke für die Mühe!

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    2. Anonym7/24/2017

      Hallo Astrid,
      in diesem Artikel : http://www.eat-drink-think.de/neue-weisheiten-vom-jungen-wilden/

      verkauft Marquardt die Kurzbeize, die ich schon lange anwende, als neue Technik und schult Köche in diesem Sinn.

      Beispiel Fleisch: Die Stücke werden mit einer Mischung aus fünf Teilen Salz und einem Teil Zucker eingerieben. Nach Stefans Theorie bindet diese Mischung das freie Wasser zwischen den Zellen. So entweicht es beim Garen nicht. Aktivieren nennt er das und weist darauf hin, dass dies nur direkt auf dem Fleisch, jedoch nicht auf Fett oder Häutchen funktioniere, da diese das Eindringen der “Marinade“ verhindern. Je nach Stärke braucht dieser Vorgang 5–30 Minuten Einwirkzeit.

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  9. Da bleibt mir nichts mehr dazu zu sagen außer: Je suis d'accord!

    Grüße!
    Kai

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  10. Anonym3/07/2017

    Hallo Astrid,

    der Rindfleisch-Beitrag ist interessant, lehrreich, einiges könnte von mir verfasst sein. Da wir nahezu auf Sichtweite voneinander wohnen, interessieren mich Deine Bezugsquellen. Eichenhof kenne ich (es gibt für Schwein übrigens eine neue sehr gute Bezugsquelle etwa 7 km weiter westlich), meine zwei Rind-Favoriten in der Nachbarschaft befinden sich zwischen Deinem Wohnort und Alzey. Bi gespannt auf Deine Favoriten.

    Peter Faber

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    1. Hallo Peter,
      ich kaufe Rindfleisch zum Schmoren oder Kochen bei Andreas Harth (Stadecken, mit versch. Filialen, eine davon in Saulheim) und bei Peter Walz in Mainz-Mombach.
      Andreas Harth hat mit mir gemeinsam die Fortbildung zum Gewürzsommelier gemacht, er ist sehr innovativ und hat vorletztes Jahr auch eine Kammer für dry aging gebaut. Er schlachtet jede Woche in Stadecken noch selbst, Du musst unbedingt seinen Silvaner-Schinken probieren!

      Peter Walz kauft die Tiere und schlachtet dann wöchentlich in Limburg im Schlachthof Bayer. Beide machen auch die beste Fleischwurst der Region :) Peter Walz hat eine Mitarbeiterin, die auch Jägerin ist, er hat daher auch vortreffliches Wildfleisch im Angebot.

      Alles zum Kurzbraten oder besondere Stücke kaufe ich bei Jürgen David in Worms. Er hat mir z. B. letztes Jahr für den Supperclub einen Hohenloher Kalbsrücken am Knochen über 30 Tage trocken gereift.

      Lieber Gruß in die Nachbarschaft

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  11. Hallo Arthurs Tochter kocht, ein sehr schöner und vor allem informativer Beitrag. Wir in Franken haben auch sehr gute Erzeuger von hochwertigen Rindfleisch. Das Entrecôte ist hier auch mein absoluter Favorit. Seit geraumer Zeit bin ich auch im Besitz eines Reifeschrankes und die Übung im Umgang mit dem Produkt macht ja die Übung ;-) Beste Grüße Thomas

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  12. Liebe Astrid, man sieht, du kennst dich wirklich aus! Du sprichst mir aus der Seele! (Außer bei sous vide) Beim Braten von Flkeisch mir wird NICHTS, aber schon gar nichts anders gemacht. Noch ein Wort zu beschichteten Pfannen: Die meisten Menschen wissen nicht, dass eine Beschichtung bei hohen Temperaturen verbrennt und das GIFFTIGSTE an diesen Pfannen ist der Rauch dieser Verbrennung.
    Ich habe schon seit Jahren keine beschichte Pfanne in meinem Haushalt. Ich koche nicht in Plastik. Eine Beschichtung ist nichts anderes. Deshalb käme für mich auch sous vide nicht in Frage.

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    1. Liebe Magdalena, ich freue mich sehr, dass Dir als Profi zum Thema Pfannen dieser Artikel gefällt. Ich plane schon lange noch einen weiteren, in dem ich auf die verschiedenen Pfannen eingehe und ihren Nutzen zur passenden Gelegenheit erläutere...

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