Leser fragen – Arthurs Tochter antwortet

Wie versprochen folgen heute eure gesammelten Fragen zum 8. Geburtstag von Arthurs Tochter Kocht und meine Antworten darauf. Ich habe mich über jede eurer Fragen unendlich gefreut und beantworte sie so ausführlich und schonungslos^^ wie möglich. Viele Fragen haben sich geähnelt, diese habe ich zusammengefasst, sonst werde ich nicht vor dem 9. Bloggeburtstag mit dem Beantworten fertig, die Fragen per Mail beantworte ich nach und nach ...

Alte Schreibmaschine | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul. Der Blog für food, wine, travel & love

Zum 8. Bloggeburtstag habe ich euch eine ganze Menge aus den vergangenen Blogjahren erzählt und euch im Gegenzug aufgefordert, mich einfach mal das zu fragen, was ihr immer schon von Arthurs Tochter wissen wolltet. Zu gewinnen gab es 1 x 2 Plätze in meinem Supperclub, die glückliche Gewinnerin Ute wurde mittlerweile benachrichtigt. Vielen Dank noch einmal an euch alle, die ihr mir so liebevolle Geburtstagswünsche gesendet habt! Los geht's, alle Fragen in der Reihenfolge ihres Eingangs:


Was ist eigentlich das Lieblingsgericht von Arthur? (Torsten Firlus über Facebook)

Er hat gelacht, als ich ihn das gefragt habe, und war dann auch ein bisschen stolz, dass meine Leser das interessiert. Es gibt für Arthur nicht das eine Lieblingsgericht, sondern wie bei vielen anderen auch, mehrere. Er mag Schmorgerichte lieber als Kurzgebratenes, sein Favorit ist Kalbsnackenbraten. Er liebt Kalbszunge und im Restaurant bestellt er gerne Jakobsmuscheln, wann immer sie auf der Karte stehen. Sein ganzer Stolz sind seine selbst gemachten Kartoffelklöße halb und halb und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sie wirklich ganz köstlich und die wahrscheinlich besten Klöße der Welt sind. Gerne steht er am Grill und lässt Enten knusprig vor sich hindrehen, und wann immer er das macht, komme ich stante pede von überhall her angeflogen.

Mich würde interessieren, was sich in den Jahren im Blog nach und nach, quasi schleichend verändert hat und was du bewusst verändert hast. Zum Beispiel von einfachen zu komplizierten Rezepten oder umgekehrt. Neue Themen, die du früher nicht beackert hast. Alte Themen, die du abgehakt hast. Und warum. Und so weiter ... (Christian über Facebook)

Das ist eine knifflige Frage, erfordert sie doch eine Menge Selbstreflexion. Ich glaube nämlich, dass Blogs wie meiner, also solche, die viel Persönliches von ihren Autoren offenbaren, sich ebenso verändern, wie der Mensch, der sie schreibt. Aber ganz profan und offensichtlich fällt mir als Erstes die Fotoqualität ein. Gerade weil ich in meinem Geburtstagspost das erste Bild dieses Blogs noch einmal gezeigt habe (hier könnt ihr den ersten Blogbeitrag in seiner ganzen ähem ... Schönheit^^ bewundern) wurde mir klar, wie sehr in diesem Bereich eine Entwicklung stattgefunden hat – einhergehend natürlich auch mit besserem Equipment. (Dazu später mehr im Zusammenhang mit einer anderen Frage)

Was die Rezepte angeht, gibt es wohl von kompliziert bis einfach hier einen bunten Blumenstrauß – und ich bilde mir ein, dass das schon immer so war. Natürlich haben sich meine Kenntnisse in den letzten Jahren enorm erweitert und sicher spiegelt sich das in den Rezepten wider. Ich glaube, ich war ein bisschen unbeschwerter, unbesonnener(?) in den ersten Blogjahren. Heute überlege ich tatsächlich eher, ob ein geplantes Essen auch gut in den Blog passen würde oder ich koche und dabei überlege ich mir schon ganze Textpassagen für das kommende Gericht, bzw. zumindest einen konzeptionellen Überbau. 

Abgehakte Themen ... Ich stelle weniger Bücher vor, als ich das früher noch getan habe, mir machen einfach Rezensionen nicht mehr so viel Spaß. Vielleicht liegt es daran, dass mir beim Lesen vieler Kochbücher so schnell die Füße einschlafen, dass ich hier Verrisse in Folge posten müsste – und das erspare ich den Autoren, den Verlagen und auch mir und meinem Karma – auch wenn meine Leser natürlich jedes Mal vor Vergnügen quietschen. Daher habe ich schon letztes Jahr die Rezensionsabteilung an Miriam abgegeben, die sich mit Hingabe und einem völlig anderen Blickwinkel um die Buchbesprechungen in diesem Blog kümmert und auch für mich mal zur Trüffelmesse nach Alba fliegt oder mit Enie van de Meiklokjes Kirschschnecken versalzt – soweit es ihr Studium erlaubt. 

Insgesamt ist der Blog wohl noch persönlicher geworden, auch wenn so mancher schon in den Anfangsjahren gedacht hat, das sei wohl kaum möglich. Unter dem Titel Gallinae Filia Albae schreibe ich seit 2015 kleine Kolumnen über meinen Blick auf das Leben – übrigens gehören diese Beiträge, die unregelmäßig sonntags erscheinen, zu den meistgelesenen im Blog. Es gibt also tatsächlich einen großen Kreis unter meinen Lesern, die diesen Blog abseits aller Küchengeschichten lieben. 

Was mir an mir selbst aufgefallen ist – aber ich freue mich da sehr(!) über Außenwahrnehmungen als Korrektiv – ich bin weniger bissig geworden in meinen Texten und das soll wieder anders werden! 

Mich würden die beliebtesten/unbeliebtesten bzw. am kontroversesten diskutierten Beiträge interessieren (Petra über Facebook)

Und da sind sie wieder, die Ochsenbacken ... tatsächlich gehören alle Rezepte um Ochsen- und Kalbsbäckchen zu den meistgelesenen. Aber nicht nur: der meistgelesene Beitrag in diesem Blog mit bis heute 61507 Direktaufrufen ist der erste Teil meiner Reise nach Island 2012: Inspired by Island – Tag 1, Reykjavik und Restaurant Dill und erst mit 29607 Direktaufrufen folgen die Ochsenbäckchen in Portwein-Schokoladen-Soße, ein Rezept aus 2009! Tatsächlich sind die beliebtesten Beiträge die zum Thema Fleisch, besonders zu Steaks und hier dann mit 15027 Direktaufrufen der noch ziemlich neue Artikel 7 Tipps für das perfekte Steak! Es folgen Artikel zu Pastagerichten und auch zu vegetarischen, bzw. veganen Rezepten. 

Besonders haben es meinen Lesern auch die Beiträge übers Nichtessen angetan, vor allem der vom Kacken! Ihr seht, ich mache vor nichts halt! 🙈🙈🙈 Vielen gefällt auch, wenn ich in der Rubrik kurz erklärt ein paar schwachsinnige Dinge auseinandernehme – z. B. Infused Water oder Mondreifung von Fleisch.

Unbeliebte Beiträge ... die gibt es hier einfach nicht – auch wenn mich dieses Selbstbewusstsein wiederum unbeliebt macht ;) Aber kontroverse – ja, die schon! Da ist z. B. mein offener Brief an das ARD-Nachtmagazin, der solche Fahrt aufgenommen hat, dass sogar der Bildblog darüber berichtet hat. Er gehört also zu den kontroversesten, aber eben auch zu den beliebtesten, wenn man die Leserzahlen zugrunde legt. Da liegt er mit 28535 Aufrufen auf Platz 3 der Gesamtstatistik. Kontrovers darum, weil natürlich ein paar Menschen die Gelegenheit beim Schopf ergriffen haben, mir mal so richtig die Meinung zu geigen. 

Das hat auch halb Belgien getan, als ich meinen Artikel Antwerpen – gar nicht mal so schön veröffentlicht habe. Tatsächlich waren einige Kommentare justiziabel – wer lässt sich schon gerne sagen, er solle elendig verrecken – so dass ich einen Teil nicht veröffentlicht habe. Trolle haben hier keine Plattform, glücklicherweise tauchen sie aber auch nur sehr selten bei mir auf. Dass ich einen Kommentar aufgrund von Beleidigungen nicht veröffentliche, passiert ungefähr 1 - 2 x im Monat und bei der Menge an Lesern, die ich habe, halte ich das für ganz wunderbar! Mein Lieblingskommentar in dem Zusammenhang war von jemandem, der mir schrieb, er (oder sie, diese Art von Kommentaren kommt immer(!) anonym) lese hier nur mit, damit er/sie wisse, was es dort oben zu hassen gebe. Gut, jeder Mensch hat andere Hobbies. 

Mich würde interessieren, welche Blogbeitrage DEINE liebsten sind. Welche Dir am meisten Spaß gemacht haben beim Schreiben und warum (Christiane über Facebook)

Einer meiner liebsten Beträge ist, (Achtung, es folgt eine Ochsenbacke!) der zur Ochsenbacke in Mole-Sauce ...und Nicolas Cage aß Kakerlaken! Ich weiß noch ganz genau, welchen Spaß ich beim Schreiben hatte und überhaupt liebe ich es sehr, wenn ich in Beiträgen meiner Rubrik Topfkino meine beiden Leidenschaften Essen und Filme vereinen kann. Daher mag ich auch so sehr Paulies Knoblauchmethode, die hier im Blog Fleischbällchen in Tomatensoße und Burrata mit Good Fellas vereint.

Ochsenbacke/Ochsenbäckchen in Mole-Soße mit weißer Polenta und gebackenem Radiccio  | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul. Der Blog für food, wine, travel & love

Ich liebe meine Reiseberichte von unseren See-Fahrten mit dem Bunbo un_end_lich und ansonsten mag ich einfach alles in diesem Blog wie verrückt, vor allem aber die Kommentare meiner Leser! ❤❤❤

Wie schafft man das? 8 Jahre so durchzuschreiben, ohne zwischendurch schlapp zu machen? (Ute im Blog)

Ich liebe, was ich tue und nichts davon fühlt sich für mich nach Arbeit an. So gesehen arbeite ich schon seit Jahren nicht mehr – ein schöner Gedanke, oder? Allerdings habe ich auch schlappe Zeiten, einige davon (so ganz grob zwischen 2012 und 2015) haben meine Leser zumindest in Teilen hautnah miterleben können. Und ich brauche regelmäßige Pausen für meinen Geist und meine Seele – und, was noch viel wichtiger ist: ich habe ganz gut gelernt, den richtigen Zeitpunkt für Pausen zu erkennen. Jetzt ist zum Beispiel ganz dringend Zeit für eine kleine, sommerliche Blogpause, die ich bald beginnen werde. 

... mich würde interessieren, wo du deine Kraft findest, was du zum Ausgleich machst (Maren im Blog)

Yoga, Meditationen, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Joggen und mich meiner Leidenschaft, dem Serienjunkietum hingeben. 

Arthurs Tochter macht Yoga  | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul. Der Blog für food, wine, travel & love

... verrate der Internet-Gemeinde ... doch noch ein paar Zeilen zu Deiner Serienleidenschaft (Heide im Blog)

Wie in der vorangegangenen Antwort schon kurz angerissen – ich liebe Serien! Seit Twin Peaks und der Erfindung des horizontalen Erzählens bin ich diesem Medium verfallen. Dabei meine ich nicht die normalen und auch heute noch in Unzahl verfügbaren whodunit-Erzählungen in beliebigen Krimiserien, sondern staffelübergreifende Dramen, die von den besten showrunnern entwickelt und vorangetrieben werden. Ausführlich habe ich dazu in meinem Artikel Wie ich zum Serienjunkie wurde erzählt. 

Uns würde es sehr interessieren, ob du deine Fotos alle selbst machst und was für Equipment du dafür benötigst. Uns gefallen nämlich deine Bilder! (Michèle & Ilona im Blog) 

Wenn so eine Frage kommt, habe ich ja immer etwas Angst, dass ich gerade zur Kandidatin von etwas Ähnlichem wie "verstehen Sie Spaß?" geworden bin. Aber gut, ich fühle mich geschmeichelt, danke euch sehr für diese Frage! ❤

Ich fotografiere mit einer Canon 700 D und habe von ca. 2012 - 2015 fast ausschließlich mit einer 50mm Festbrennweite* fotografiert. Dieses Objektiv liebe ich noch immer heiß und innig und es ist unter (Food)Bloggern wohl das verbreitetste Objektiv überhaupt. 2015 habe ich  mir mein Traumobjektiv gekauft, das Canon EF 100mm Makro, ein Objektiv aus der hochwertigen L-Serie*. Dieses Objektiv war nicht günstig und ist mein ganzer Stolz, die meisten Food-Bilder entstehen damit. Kürzlich habe ich mir für unterwegs noch das Canon EF-S 24mm* zugelegt, damit experimentiere ich im Moment noch ein wenig herum. Für Foodaufnahmen komme ich damit nicht so gut klar, für den Garten, für Innenräume oder für Reisen ist es spitze und es ist sehr günstig, derzeit kostet es sogar noch mal verflixte € 20,00 weniger als ich neulich dafür bezahlt habe. 

Mit dem Bearbeiten der Bilder mache ich mir dann nicht viel Arbeit – ich bearbeite alle Fotos mit pixlr und polarr, ausschließlich online. Vor mehr als 5 Jahren schon bin ich auf das Arbeiten ausschließlich mit Chromebooks umgestiegen (das hier ist mein aktuelles*) und erledige alles per Apps, das Bearbeiten von Fotos eingeschlossen. 

Ich mache alle Bilder selbst, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Schreibmaschine im heutigen Artikel z. B. stammt von Canva. Dort habe ich einen Premiumaccount und erstelle auf dieser Plattform auch alle Grafiken. 

Was war Deine abenteuerlichste Auslandsreise? Wo möchtest Du unbedingt noch hin? Und wo möchtest Du nie wieder hin? (Juliane im Blog)

Meine abenteuerlichste Reise ... es sind zwei. Mit der damals erst zweijährigen Miriam nach San Andrés und Providencia, zwei Inseln im Karibischen Meer, die zu Kolumbien gehören und ca. 770 km von der kolumbianischen Küste entfernt sind, aber nur 190 km östlich von Nicaragua entfernt liegen. Dort habe ich damals meinen Tauchschein als Padi Open Water Diver gemacht und bin mit 3 Wochen lang mit Miriam zwischen den Knien auf der Vorderbank eines karibikgrünen Rollers über die Insel geheizt. Was für ein Spaß! 

Arthurs Tochter taucht ... padi open water diver  | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul. Der Blog für food, wine, travel & love

Die zweite abenteuerlichste Reise war ganz klar meine Reise nach Island 2012. Nicht, weil es gefährlich gewesen wäre, aber weil Island einfach ein Abenteuer ist! Und ich habe noch nirgendwo auf der Welt ein solches Licht gesehen! Und im Eldhus, dem kleinsten (fahrenden) Restaurant der Welt mit nur 4 Plätzen hatte ich das spektakulärste Menü meines Lebens! Ich möchte unbedingt wieder nach Island, diese Insel ist mein absolutes Sehnsuchtsziel!

Wo ich nie wieder hin möchte? Nach Antwerpen! 😝 Und jetzt für die Film-Cracks unter euch: Nicht nach Zürich, nicht nach Zürich!!! (welcher Film?)

Das Eldhus, das kleinste, fahrende Restaurant der Welt (inspired by Island)  | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul. Der Blog für food, wine, travel & love


Fragen hätte ich ja noch viele – vielleicht heute mal eine zu Deinem Kräuterfaible – hattest Du das schon, bevor du Gewürzsommeliere wurdest? Und wusstest Du immer, was wozu grad passt? (Yasmine über den Blog)

Nicht schon immer, meine Kräuterliebe entwickelte sich ab 2008, als ich in unserer damaligen Wohnung diese unfassbar große Dachterrasse zum Austoben hatte. Meine Fortbildung zur Gewürzsommeliere hat diese Liebe natürlich verstärkt, jedoch habe ich auch vorher schon so viele Kräuter wie möglich angepflanzt. Ich bin aber nicht so sehr auf der Heilkräuterschiene unterwegs, Kräuter sind für mich in erster Linie Gewürzmittel, auch wenn ich einige von ihnen, wie meinen Dschingis Khan, regelmäßig in krachgesunde Smoothies mixe. Was mir aber der liebe Gott mitgegeben hat, ist ein untrügliches Geruchs- und Geschmacksempfinden. Ich schmecke Lebensmittel in dem Moment, in dem ich sie denke. Das ist eine Gabe, für die ich zutiefst dankbar bin, denn so etwas kann man nicht antrainieren. Sie kann allerdings auch anstrengend sein, weil mich in manchen Momenten Gerüche oder Geschmäcker so fordern, dass ich fast blind werde für das Drumherum. Oder, dass sie mich so sehr ausfüllen, dass mein Kopf zu platzen droht. Aus diesen Situationen muss ich mich so schnell wie möglich befreien, sonst kippt mein Verstand nach hinten um und ich bin kaum mehr ansprechbar. Klingt verrückt, ist aber genau so. 

Wovon träumt Arthurs Tochter? (Conny im Blog)

Das ist eine Kracherfrage. So ungefähr wie Golda im jüdischen Poker. Da geht nix drüber. Wovon träumt Arthurs Tochter? Weltfrieden, klar. Vom Haus am See ... Von einem Lottogewinn, der so groß ist, dass ich mir erst meine Traumküche planen kann und dann das passende Haus drum herum. Von zwei Eseln, von denen einer Emil heißen wird – wobei wir an der Erfüllung dieses Traumes derzeit arbeiten(!) ... Von der Unsterblichkeit im Herzen meiner Tochter und aller ihr nachfolgenden Generationen. Dass irgendwann einmal eine Mutter ihrer Tochter erzählt, weißt Du, Du hattest eine Ururgroßmutter, die nannte man Arthurs Tochter und sie hat die Menschen bekocht und geliebt ... 

Vielleicht die Frage nach Rezeptideen, die so richtig in die Hose gingen (Désirée im Blog)

Tatsächlich geht hier nicht besonders viel schief, wenn ich es mir recht überlege, in 2017 noch nix. Neulich habe ich mal etwas gekocht, das war so fad, da hat der Bums, die geschmackliche Tiefe gefehlt. Es war so langweilig, dass ich vergessen habe, was es war. Erinnerungswürdige Outtakes  aus 2016 habe ich Anfang des Jahres zusammengestellt, hier sind sie zum Nachlesen und hier ein Bericht über Küchenkatastrophen von 1996 - 2011

Was mich interessieren würde, sind die Anfänge deines Blogs, warum hast du ihn gestartet und woraus hast du viel gelernt?! Also war es eher zunächst ein kleines Projekt für dich selbst und hat sich automatisch entwickelt, oder hast du von Anfang an viel Zeit und angelerntes Wissen investiert? (Verena im Blog)

Wie ich euch hier erzählt habe, war der Entschluss, Arthurs Tochter Kocht zu starten, selbst für meine Verhältnisse außerordentlich spontan. Im Laufe der Jahre habe ich vor allem von anderen gelernt, vom Zusehen, Zuhören und Zuarbeiten. Dann erst folgte das eigenständige Tun. Ich habe gelesen und gekocht und gelesen und gekocht und gelesen und gekocht ... jahrelang! Und ja – ich habe von Anfang an viel Zeit investiert. So viel Zeit, dass meine Lieben genervt waren, geschimpft haben, beleidigt waren, enttäuscht, frustriert und ich habe dennoch immer weiter gemacht. Heute sind alle froh, dass ich so stur war, aber damals war das eine teilweise auch schwierige, kämpferische Zeit für mich. Man braucht Unmengen von Durchhaltevermögen, um 8 Jahre und länger so stringent durchzubloggen, wie ich es bisher getan habe. Diese Kraft finde ich in meinem inneren Kern. Wenn man darauf angewiesen ist, sie von außerhalb zu beziehen – liebe Verena, ich bin fest davon überzeugt, das kann nicht funktionieren. Ich weiß, Du möchtest selbst anfangen zu bloggen. Mein Tipp? Hör auf Dein Herz! Immer! 


Und vielleicht ist das – außer 42 natürlich – auch wirklich die Antwort auf alle Fragen: 

Hör auf Dein Herz!


  Genießt euren Tag!



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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

Kommentare :

  1. Dein Frage-Antwort-Spiel ist ja nochmal eine vergnügliche Reise durch die Blog Geschichte. Wie über alte Bekannte, habe ich mich am meisten gefreut, den kleinen einsamen Restaurant-Wagen auf Island wieder zu sehen. Ich war noch nicht dort, aber das ist so ein Punkt, da mochte ich gern mal stehen. Ich glaube es ist das Wichtigste beim Bloggen, dass man Sehnsüchte wecken kann.

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    1. Das ist eine schöne Sichtweise, Petra! Sehnsüchte wecken...

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  2. Liebe Astrid,
    ach macht es mir Freude, bei Dir zu lesen!! Und den Spruch mit dem Herz, den brauch ich heute ganz besonders. Danke. Verrücktes Ding, dass ich das immer mal wieder vergesse...

    LG aus Leipzig von Anja

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    1. Vielen Dank liebe Anja! Ich habe auch Tage, an denen ich das vergesse und freue mich dann, wenn mich wieder jemand sanft daran erinnert. Gruß und Kuß nach Leipzig und ich hoffe auf ein Wiedersehen!

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  3. Schön und erfreulich zu lesen- was ich ganz entspannt tun kann da ich mich jedweder Frage enthalten habe.

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  4. Wie schön, wie schön, wie schön

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  5. Jetzt ärgere ich mich ein bisschen, dass ich bei der Fragerunde nicht mitgemacht habe! Aber andere haben so schöne Fragen gestellt, es war ein Genuß das zu lesen!

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    1. Ja, ich fand die Fragen auch alle ganz wunderbar! Fein, dass sie Dir auch gefallen haben.

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  6. Wohl zu spät für Fragen?
    Meine wäre dann: Gibts hier eigentlich irgendwo ein Rezpt für Original Zürcher Hähnchenfrittiertes?

    Vielen Dank für 8 Jahre Lesevergnügen und Anregungen, die allermeistens Treffer (ja, natürlich auch die Bäckchen) waren. Ich freu mich auf mindestens 8 weitere Jahre.

    Richard

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    1. :))) Zürcher Hähnchenfrittiertes? Nee, das muss ich jetzt selbst mal googeln! Soll ich das mal machen, isses gut?

      Und ich freue mich sehr über Deine lieben Worte, danke, dass Du hier mitliest!

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser. Ich freue mich daher, wenn er gut behandelt wird!

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