Tschüss Mai! Lieblingsessen, Lieblingslinks, Lieblingsblog und vieles mehr!

Und es hat Wuuuuusch.... gemacht!

Der Monatsrückblick im Blog für food, wine, travel & love | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul

Prolog

Ja Wahnsinn! Könnt ihr mir bitte mal sagen, wo der Mai geblieben ist? Wenn das in dieser Geschwindigkeit weitergeht, ist übermorgen Weihnachten! Und das kann doch niemand ernsthaft wollen, jetzt, wo der Sommer gerade losgeht! Ich durfte in diesem Monat so viele schöne Dinge tun (manche nennen es Arbeit, aber ich arbeite ja nicht; ich mache nur, was ich liebe), dass ich kaum zum Bloggen gekommen bin – und wenn ich freie Zeit hatte, war mir zu warm. 

Außerdem kaue ich seit Wochen auf einem Artikel herum, der geschrieben werden will. Das meine ich genau so, der Artikel will das, er drängelt vor sich hin. Von mir aus könnte er bleiben, wo er ist, er wird eh zu Diskussionen führen – ach, was soll's. In diesem Blog war zwischen confierten Lurchzungen und Erdbeertörtchen schließlich immer Platz für eine knuffige Auseinandersetzung und so soll das auch bleiben. Ich habe schon oft davon geschrieben, aber manche Dinge kann man ja gar nicht ausreichend feststellen: ich mag Diskussionen, auch aufgeregte, emotionale, gerne. Allerdings verlernen wir alle, uns gepflegt zu streiten. Vielleicht liegt es an der praktischen Anonymität des Internets, einfach mal mit ein paar dummen Gemeinheiten in Diskussionen hineinzugrätschen. Vielleicht werden wir alle deswegen etwas mimosenhafter, wenn uns in Forendiskussionen jemand widerspricht – ich nehme mich da gar nicht aus. Man weiß ja kaum noch, will da jemand gerade einen erfrischenden Diskussionsbeitrag mit neuer Sichtweise loswerden oder einfach nur seinen mangelnden Sex der letzten Monate kompensieren. Streitkultur ist ein hohes Gut, wir sollten es achten, pflegen und: üben! 

Apropos Kultur

Auf der Bühne:

Endlich, wirklich endlich, ich habe nämlich jetzt 2 Jahre gewartet, war Max Uthoff in der Nähe. Der in meinen Augen beste aller (derzeit aktiven) politischen Kabarettisten war im Unterhaus, was ja die Bühne der Republik ist für politisches Kabarett.




Brian Ferry

Zwei Tage später ging es zu Brian Ferry, es war der Abend vor unserem 8. Hochzeitstag und in der Alten Oper Frankfurt saßen dann zur Überraschung für mich auch noch einer unserer Trauzeugen mit Freundin. So konnten wir im Anschluss an ein tolles Konzert noch gepflegt in eine wunderbare Nacht hineinrauschen.
I put a spell on you
Because you're mine



Filme – Kein Kino, aber einige gute Streams:

Nebel im August
Das Drama "Nebel im August" erzählt so eindringlich wie zurückhaltend die grausame Geschichte des Jungen Ernst Lossa. 1944 wurde er in einer "Heilanstalt" ermordet. (Zeit online)

Schäfer und Schlachter
1987. Der 19-jährige weiße Gefängniswärter Leon Labuschagne (Garion Dowds) erschießt in der Nähe von Pretoria unter dramatischen Umständen sieben Schwarze. Der Fall scheint eindeutig, die Todesstrafe unausweichlich. Doch Labuschagnes Verteidiger Johan Webber (Steve Coogan) lässt nichts unversucht und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Arbeit des Angeklagten im Todestrakt, bei der er allein in den zwei Jahren zuvor an der Vollstreckung von mehr als 160 Todesurteilen mitwirkte. (Filmstarts)

Source Code
In der Wiederholung. Filme mit Jake Gyllenhaal kann Frau ja durchaus öfter sehen... 
Duncan Jones' Science-Fiction-Film „Source Code“ erzählt eine etwas unplausible Geschichte, die einen Kampfpiloten in die Vergangenheut schickt, dem Zuschauer dabei jedoch gefährlich nahe rückt.  (FAZ)

Experimenter
Von Stanley Milgrams Experiment habe ich das erste Mal vor 30 Jahren von Luise Rinser gelesen, ich glaube, es war in ihren Grenzübergängen*. Rinser hob damals besonders hervor, dass vor allem Frauen sich weigerten – zumindest steht es so in meiner Erinnerung. Für die, die weder Rinser noch Milgram kennen: Es handelt sich um ein psychologisches Experiment zur Gehorsamsbereitschaft. (Wikipedia)
Die Ergebnisse des Milgram-Experiments wurden zunächst in einem Artikel mit dem Titel Behavioral study of obedience veröffentlicht, der in dem renommierten Journal of abnormal and social psychology erschien. 1974 publizierte Milgram sein Werk: Obedience to Authority. An Experimental View, in dem er die Ergebnisse in einen breiteren Kontext einordnete. Die deutsche Ausgabe kam im selben Jahr heraus.

Milgram bezieht sich darin unter anderem auf das 1963 in New York erschienene Werk der politischen Theoretikerin Hannah Arendt Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen. Dieses Konzept der Banalität des Bösen, so argumentiert er, komme der Wahrheit sehr nahe. Die fundamentalste Erkenntnis der Untersuchung sei, dass ganz gewöhnliche Menschen, die nur ihre Aufgabe erfüllten und keinerlei persönliche Feindschaft empfinden, zu Handlungen in einem Vernichtungsprozess veranlasst werden können.
Im Stream bei Netflix und amazon

War Machine
Ich halte ihn für viel weniger gescheitert, als Jens Balzer bei Zeit online, aber schaut einfach selbst.
Im Stream bei Netflix

Und nein, ich habe noch nicht mit der 3. Staffel von Twin Peaks angefangen, ich musste erst noch in der Wiederholung Game of Thrones bingen, damit ich zum Start der 7. Staffel im Juli wieder voll durchblicke.



Aufblühendes Riesen-Allium. Der Monatsrückblick im Blog für food, wine, travel & love | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul

Im Blog

...habe ich euch mitgenommen auf eine Reise nach Leipzig, Teil I und Teil II; ein Wiener Kartoffelgulasch mit Käseknackern OHNE diplomatische Zwischenfälle mit Österreich gekocht; ein Huhn mit hübsch verschränkten Beinen knusprigsaftig im Römertopf gegart; eine Hähnchenkeule sous vide mit knuspriger Haut zubereitet und mich ein bisschen über einen Weinjournalisten aufgeregt, der rundweg behauptet, zu Spargel passe niemals Rotwein. Meinen Einspruch findet ihr HIER.

Als Highlight mag wohl der Besuch bei Nils Henkel gelten, in meinem zweiten Teil vom gemeinsamen Essen mit einem professionellem Restauranttester habe ich euch HIER das Menü gezeigt.

Von einem vor die Tür geschissenen Misthaufen und dessen möglicher Beseitigung habe ich euch HIER erzählt – wie die Geschichte auch ausgehen kann, folgt im Juni. 

Aus den Blogs

Conny aus der Seelenschmeichelei
reist zu einem Restaurant im Nirgendwo: dem Faviken. Erst nimmt das Gepäck einen anderen Flug als sie und dann verliert sie sich in einer Jakobsmuschel. Berauschend schöne Bilder und ein Essen in 27 Gängen!

Katharina Seiser
kocht auf esskultur das perfekte Toast Hawaii. Das ist ... genau. Lecker, was sonst!

Food & Wine 
zeigt, wie eine Frau sich mit Hilfe einer Gabel schminkt. Nun ja.

Stepanini
sagt: the answer is love. Ganz ganz großes hach, tief hineingetunkt.

Nike Jane von Jane Wayne
lässt die Rollen frei! 
Körper sind wahrlich etwas Tolles!

Die Links des Monats

Sprudel macht dick. Sturm im Wasserglas?  via Salonkolumnisten

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung unter Frauen. Rund 70.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr daran, jede vierte von ihnen stirbt an dem Krebs. Entsprechend hoch sind die Erwartungen vieler Patientinnen an neue Medikamente wie Ibrance. 66.000 Euro teures Brustkrebs-Medikament von Pfizer hat keinen Zusatznutzen via Correctiv.

Antreten zum Integrieren! Was ist deutsch? Der Innenminister schreibt über die Regeln der Leitkultur und will so Toleranz stärken. Doch seine Vorschläge sind verlogen und bewirken das Gegenteil. Ein Kommentar von Kai Biermann via Zeit online.

Lieblingsblog des Monats

Kaquus Hausmannskost feierte im Mai den 6. Geburtstag. Wolfgangs Blog ist seit Beginn für mich so etwas wie der Ruhepol in einer immer hektischer agierenden Welt der Foodblogs. Sehr konzentriert auf das Wesentliche, manchmal sperrig zu lesen; fleißig, strebsam und bedacht. Vielleicht liegt seine Konzentriertheit, sein beständiges Herauslösen von Überflüssigem, so lange, bis er zum Kern der Speise gelangt, an seinem Beruf als Jurist. Ich habe ja in eine große Juristenfamilie eingeheiratet und weiß daher: die können schon mal spröde sein.  Es scheint, als würde jede Aufgeregtheit, jeder Trend einfach an Wolfgangs Blog abgleiten. Seit 6 Jahren konstant schöne Arrangements, schöne Keramik und feine Rezepte. Danke dafür und herzlichen Glückwunsch! Ansehen, marsch marsch! 

Aussicht in den Juni

Pet Shop Boys in Berlin  (Edit: Sorry. Pet Shop Boys erst im Juli)
Depeche Mode
Essen in den Kurpfalzstuben
Lammkeule im Dutch Oven
Hochmut gegen Armut
uvm.


  Ich freue mich auf den neuen Monat mit euch! 




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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

Kommentare :

  1. Danke Astrid.
    Dein Lob freut mich sehr und die Kritik ist angekommen, auch schreiben ist bei mir manchmal sperrig und dann liest es sich auch so, da habe ich noch was zu tun. :-)
    Liebe Grüße Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang,
      ich halte das ja einfach für Deinen Stil, als Kritik war das gar nicht gemeint. Und besser einen sperrigen Schreibstil als gar keinen, das gibt's ja auch durchaus häufiger ;) ;) ;)

      Was mir immer sehr hilft (ich schreibe ja durchaus auch manchmal "komisch"), sind die Bücher von Wolf Schneider. Immer, wenn ich mal wieder etwas von ihm gelesen habe ("Deutsch für junge Profis" ist mein Liebling) schaffe ich es wieder für einige Zeit, vorantreibender zu schreiben und den Gebrauch von Adjektiven (das ist meine persönliche Achillesferse) zu überdenken :)
      Vielleicht hast Du an seinen Büchern auch Freude. HIER gibt es ein pdf, in dem Du schon einmal einen Blick ins Buch werfen kannst.

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  2. Hallo.
    Und es hat wusch gemacht denke ich ja jedesmal wie auch dieses mal wenn ich auf deinem Blog lese!!!
    Danke Danke Danke!
    Leider ist das Buch immer noch nicht angekommen, hoffe so sehr das es noch klappt.
    Ganz viele liebe Grüße sendet
    Jesse Gabriel
    Viele Grüße

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    1. Ach lieber Jesse,
      wenn das nicht klappt über den Verlag, dann schicke ich Dir mein Exemplar. Mir tut das so leid!

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  3. Schon wieder ist ein Monat rum der neue schon voll im Gange viel Spaß weiter so😉

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    1. Noch zwei Wimpernschläge, dann ist wohl auch der neue schon wieder vorbei :)

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser. Ich freue mich daher, wenn er gut behandelt wird!

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