Maltagliati mit Mangold, Birne, Gorgonzola [shortcut)

Es lebe die gepflegte Nachlässigkeit: Ein Rezept für Maltagliati  (auf deutsch: schlecht geschnitten) mit Mangold, Birne und Gorgonzola. Schlecht geschnitten kann so schön sein, oder was meint ihr? 

Es lebe die gepflegte Nachlässigkeit: Ein Rezept für Maltagliati  (auf deutsch: schlecht geschnitten) mit Mangold, Birne und Gorgonzola. | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul

In der Kategorie short cut stelle ich in gebotener Kürze Rezepte, Bücher, Erlebnisse etc. vor. Die Kürze bezieht sich dabei auf die Textlänge, hier veröffentlichte Rezepte sind nicht zwingend für eine "schnelle Küche" geeignet! (Nicht, dass mir hinterher Klagen kommen) 

Maltagliati gehören unter meinen hausgemachten Pastasorten zu der mir liebsten. Warum? Nun, bekanntlich bin ich eine faule Köchin und mache es mir gerne einfach. Die Einfachheit liegt bei den Maltagliati bereits im Namen verborgen, heißen sie doch übersetzt: Schlecht geschnitten. Praktisch, oder? Das heißt, wenn der Teig fertig ausgerollt ist, brauche ich nur noch mit einem Teigrädchen kreuz und quer im Zickzack darauf herumfahren und habe dann mit verlangter Nachlässigkeit einen italienischen Klassiker vorbereitet. Ach, könnte das Leben bitte immer so einfach sein?

Für 4 Personen
Teig für die Maltagliati

  • 400 g Semola (italienischer Hartweizengrieß)
  • 200 g Wasser
  • 1 TL Salz
Alle Zutaten von der Küchenmaschine mindestens 30, besser 45 Minuten kneten lassen. Den Teig zu einer Kugel rollen, in Klarsichtfolie wickeln und 60 Minuten ruhen lassen. Mit der Nudelmaschine auf die gewünschte Stärke ausrollen. Mit einem Teigrädchen so nachlässig wie möglich darauf herumrollen (in dreieckiger Form) und zu Maltagliati schneiden. 

Mangold, Birne, Gorgonzola

  • 1 Bd. Mangold
  • 2 Birnen
  • 150 g Gorgonzola oder einen anderen Blauschimmelkäse
  • 1 Schalotte
  • Butter
  • Weißwein zum Ablöschen
  • 150 ml Kalbsfond
Vom Mangold die weißen festen Stiele entfernen und diese in kleine Würfel schneiden. Die Würfel in Butter anschwitzen, eine fein geschnittene Schalotte hinzufügen. Mit Weißwein ablöschen, den Kalbsfond dazu geben und leise simmernd weichkochen. Die Stücke benötigen lange zum Garwerden, bitte nicht wundern. Am Ende soll ein sämiger Sud entstehen. Die Birnen schälen und achteln. Die Kerne dabei entfernen. Im Mangoldsud garziehen lassen.

Die Mangoldblätter in grobe Stücke hacken und in den Sud geben. Zusammenfallen lassen, kurz durchschwenken und dann den Gorgonzola dazu geben. Den Käse schmelzen lassen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und das Gemüse mit den Maltagliati servieren.

Serviceteil

Und was macht ihr am liebsten so nachlässig wie möglich? Erzählt mal :)


Genießt Euren Tag!


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Arthurs Tochter Kocht – food, wine, travel, love

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

Kommentare :

  1. Hallo Astrid, schon lange verfolge ich Deine Rezepte in Effilee, seit kurzem hier und Dein Logbuch müsste in den nächsten Tagen bei mir eintreffen.
    Was mir heute am besten gefiel war der Satz "bekanntlich bin ich eine faule Köchin und mache es mir gerne einfach". Genau mein Motto, da sind wir nun schon zu zweit.
    Ich freue mich auf weitere schöne Rezepte.
    Gruss, Irmgard

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  2. Herr B. behauptet ich wäre zu nachlässig beim Einfetten von Backformen, was zum am Sonntag gezeigten Trümmerhaufen geführt hat.. wobei meistens klappt das Backen ja gut.

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

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