Tag IX - XI panta rhei...



Mittlerweile habe ich einen wunderbaren Rhythmus für mich gefunden. Die Nächte werden kürzer (auch ohne die Zeitdiebe der Physikalisch Technischen Bundesanstalt), ab 5.00 h macht es "pling" in meinem Kopf und ich bin glockenhellwach. Der Geist läuft auf Hochtouren. Im Wechsel mache ich täglich entweder eine ausgiebige Yogastunde oder ich jogge, allerdings nicht länger als 30 Minuten. Auch wenn ich das Gefühl habe, meine Beine hätten Flügel und trügen mich bis an das Ende der Welt. Alle 4 Tage gehe ich in die Sauna und hole so den letzten Rest aus mir heraus. 

Am Samstag hatte ich ungelogen das Laptop nicht ein einziges mal eingeschaltet. Normalerweise glüht es den Tag über durch. Ich gestehe die Nutzung der Internetfunktion am Telefon, also so ganz abgeschnitten war ich nicht, aber auch das lag mehr in der Ecke herum als sonst. Die Welt hat sich trotzdem weitergedreht und so wirklich verpasst habe ich wohl nichts. Ich hatte vor zur Prowein zu fahren. Na klar werden sie mich dort vermissen (*zwinker), ist aber egal, Du musst Prioritäten setzen. 

Dafür mache ich Dinge, für die mir sonst jegliche Muße fehlen würde, z. B. fotografiere ich jeden Tag die gleiche Magnolienblüte auf der Terrasse und freue mich an ihrem Wachsen. 
video
Mal sehen, wer als erste(r) die Hintergrundmusik erkennt. 

Nebenbei koche ich und - das möchte ich nochmal an dieser Stelle betonen - ganz ohne Qual und mit großer Freude. Allerdings nur leichtes Zeugs, so Sachen, die Du mit verbundenen Augen hin bekommst. Meistens muss dann am Tisch noch etwas nachgewürzt werden, aber ein bisschen  können die zwei ja auch selbst machen. :) So gab es mal wieder Lachs aus dem Bratschlauch, viel Salate, in der Folie gebackenen Schafskäse mit Oliven-Orangeöl von Agrumato,
ein Lammgulasch mit Lebkuchengewürz und Couscous, das für 3 Tage reicht (ein bisschen Herdruhe sei mir dann doch gegönnt)
Warum sollte ich Neues ausprobieren, von dem ich nichts habe. Ein wenig Egoismus darf wohl sein zur Zeit. ;) und dazu geschehen noch Zeichen und Wunder: Unsere Tochter greift zwischendurch auch selbst zum Kochlöffel, bzw. zur Salatschleuder. 

Wie lange ich noch fasten werde, weiß ich nicht. Um eine Kommentarfrage aus dem letzten Post aufzugreifen: 
Ich weiß, dass viele 7 Tage fasten. Für mich ist das ein Aufwand, der sich nicht lohnt. Du brauchst mindestens 3 Tage um den Körper umzustellen, die Kopfschmerzen und das Hungergefühl loszuwerden. Da erscheinen mir nur weitere 4 Tage als unverhältnismäßig. Darum liegt mein selbstgesetztes Ziel stets bei 14 Tagen, alles was danach kommt, ist nur noch Kür. Die längste Fastenzeit, die ich hatte waren 23 Tage, da lief es einfach so gut vor sich hin, dass ich völlig berauscht war von mir selbst und meinem Leben. Dieses mal wird es wohl kürzer sein, ich habe keinen Hunger aber Gelüste, die mich fast wahnsinnig machen. Also diszipliniere ich mich noch weitere drei Tage und schaue, was kommt. 
Alles fließt...

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Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Irgendwie hat man den Eindruck, dass der Blogtitel "Arthurs Tochter kocht, trinkt, lacht und genießt das Leben!" immer noch zutrifft.

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  2. @Lamiacucina:
    Na klar! Und getrunken wird hier wirklich viel un den letzten Tagen! Bald rufen sie wohl bei Alnatura den Teenotstand aus.

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  3. also nicht nur das süsse Haribo-Gesöff aus Österreich verleiht Flügel, auch Tee!

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  4. Oh my, die Magnolie ist aber wunderschön! Die Musik erkenne ich leider nicht, die einzelnen Komponenten Klavier, Vögel und Trillerpfeife kann ich aber deutlich heraushören! ;-)

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  5. @Bolli:
    Ob Du´s glaubst oder nicht, ich habe dieses Zuckergesöff noch niemals in meinem Leben auch nur probiert. Aber Du hast recht, es ist unglaublich, was in Tee steckt! Und er kommt gar nicht aus Holland. :)

    @Christina:
    Von diesem Stück habe ich leider nur die Aufnahme mit dem Vogelgezwitscher, aber ich fand, das passt hier so schön. Trillerpfeife? Ich muss nochmal reinhören...

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  6. ich glaub, ich würde verrückt werden, wenn ich Fasten UND Essen zubereiten würde. Chapeau!

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  7. @Suse:
    ach nee, das macht echt nix. Essen ist doof und wird total überbewertet! :)

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  8. Fasten ist viel leichter als wenig essen, stimmts AT?
    Ich habe in jungen Jahren auch öfter gefastet. Die Beine bewegten sich beim Laufen wie von alleine!

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  9. frühlingslied op.62,2 von herrn f. mendelssoh- bartholdy! hab ich was gewonnen? wenn ja hat sich regelmässiges training zu eben jenem lied volle kanne ausgezahlt...

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  10. @Eline:
    genau, ganz oder gar nicht. Für diese kiki-Zwischenlösungen war ich noch nie zu haben!

    @Kommando Mardermann:
    Also wenn ich hätte wetten müssen- ich hätte auf Dich gesetzt, word!

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  11. Arbeitest Du eigentlich oder hast Du frei?

    Ich könnte das auch nicht wirklich durchhalten, glaub ich.

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  12. @Toni:
    ich habe zwar schon oft gefastet und gearbeitet (sogar in der Gastronomie, sehr gemein, das...), aber dieses mal habe ich frei. Ist wirklich angenehmer so, da ich besser mit meinen Kräften haushalten kann.

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  13. Na das beruhigt mich jetzt doch ein wenig. Wenn ich mir vorstelle, so ein richtig nerviger Arbeitstag, die Jungs zicken rum und dann noch fasten...

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  14. Ich sehe, du darfst bzw. willst noch nicht.. aber dafür scheinst du ja viele andere schöne Sachen zu machen :-) Aber dass Du selber noch kochst, dafür gebührt Dir wirklich Respekt, auch wenn es dir nichts ausmacht. für mich wäre das extrem schwierig.

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

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