Salanje! Mit Ragù alla Bolognese nach den Schwestern Simili und perfekter Sauce Béchamel



Lasagne mit Ragù alla Bolognese nach den Schwestern Simili


Wortsammeleien...

Ich bin nicht nur eine Sammlerin von Wörtern und ersten Sätzen, ich verdrehe diese auch gerne. Was nichts damit zu tun hat, jemand anderem das Wort im Mund herum zu drehen. Ich drehe stets nur bei mir selbst. P. dreht gerne mit. So werden aus uns beiden manchmal zwei Sophistiker, was ich für ein wunderschönes Wort halte, zumal es mich an sophisticated erinnert auch wenn die beiden nicht das Geringste miteinander zu tun haben.

Lasagne? Salanje!

Zwei der liebsten Wortverdrehungen sind uns Tusnami für Tsunami und Salanje für Lasagne. Strenggenommen müsste ich natürlich Salagne schreiben, aber das würde ein bisschen vom Spaß nehmen und wenn ich schon Wörter selber verdrehe kann ich schließlich auch entscheiden, wie sie geschrieben werden. Da bin ich völlig sophisticated lasonge, ähhh....solange ich nicht rabulistisch werde, das ist schließlich das Wesen der  Rechtsverdreherei und auch dafür sehe ich mich nicht zuständig. 

Im Fall der Salanje haben wir bereits Mühe das richtige Wort zu verwenden wenn wir unter anderen Menschen sind. Beim Italiener d. V. eine Salanje zu bestellen macht zwar Spaß ist aber nicht zielführend. Wobei wir eigentlich keinen Italiener d. V. haben, jedenfalls keinen mit einem dazugehörigen Restaurant in dem Salanje serviert wird. Das einzige italienische Restaurant in dem wir gerne essen, hat sich aus den Niederungen der Salanjezubereitung schon lange verabschiedet und beschränkt sich auf die sehr feine italienische Küche. Warum zu dieser keine gut gemachte Salanje oder meinetwegen auch eine Lasagne gehören verstehe wer will. Was also tun? Klar, selbst machen ist das Gebot der Stunde. Wenn möglich mit in der eigenen cucina zubereiteten Nudelplatten. Wenn nicht, dann nicht. Also dann keine selbstgemachten. Salanje schon, die kann auch mit der industriellen Nudelplatte leben wenn der Rest stimmt. Der Rest sind die Saucen, zwei an der Zahl und die haben es meiner Meinung nach in sich, bzw. verlangen höchste Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Béchamel

Zur Béchamel. Du brauchst zwar lediglich die vier Grundzutaten Butter, Mehl, Milch und Zeit aber vor allem von letzterem viel. Eine Béchamel unter 30 Minuten rührendem Köcheln ist für mich nicht zu machen. Erst dann verschwindet der Mehlgeschmack und diese cremige Verführung der einfachsten aller Saucen öffnet sich. Insofern ist eine gute Béchamel für mich arbeitsintensiver als ein Risotto, das ich wie Du weißt entgegen der Risottodoktrin  mitnichten beständig rühre. Wichtig ist, die Butter nicht bräunen zu lassen, die klassische Béchamel ist strahlend weiß und mich persönlich stört oft schon die geriebene Muskatnuss, mit der die Sauce klassischerweise gewürzt wird.  In einer Salanje fallen die kleinen Pünktchen natürlich nicht auf, ebenso wenig wie die des weißen Pfeffers. Fein auch hier meine geliebte Melange Blanc von Holland. Natürlich kannst Du eine Béchamel auf vielerlei Arten abwandeln, unter Zugabe von Zwiebelpüree und Sahne wird sie zur klassischen Sauce Soubise, für eine Auberginenlasagne habe ich mir auch schon fein geriebene Zucchini untergehoben. Abrunden kannst Du eine Béchamel mit einem untergezogenen Eigelb, nur darf sie dann natürlich nicht mehr aufkochen. Auch crème fraîche macht sich vortrefflich und sind wir mal ehrlich, auf die 3 Kalorien mehr kommt es dann auch nicht mehr an. 

Dann kommt die Fleischsauce, das Ragù alla Bolognese. Originalrezepte für Ragù alla Bolognese gibt es wie Rebstöcke in Rheinhessen, vielleicht sogar noch einige mehr. Und selbstverständlich ist eines originaler als das andere. Ich persönlich habe mich irgendwann für das klassische Rezept der Schwestern Margaritha und Valeria Simili entschieden und auch dieses habe ich mittlerweile für mich abgewandelt. Die beiden haben ihr Handwerk bei Marcella Hazan gelernt und sind selbst dann mindestens genau so berühmt geworden wie ihre Lehrmeisterin. Vielleicht lag es daran, dass die beiden praktisch inmitten von italienischen Brot- und Teigwaren groß geworden sind, ihr Vater galt als einer der besten Brotbäcker und Nudelmacher in Bologna.

  • 1 Zwiebel 
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 1 Karotte
  • 50 g Pancetta
  • 1 Hühnerleber
  • Mindestens 500 g Rinderhack, es funktioniert aber auch mit 750 g
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 1 Tube Tomatenmark
  • 1 Liter Rinderfond
  • 150 ml Milch
  • Salz und Pfeffer
  • Keine Kräuter!
  • Nein, auch kein Oregano!
  • Wirklich nicht!
  • Mindestens 6 Stunden reine Kochzeit, also ca. 7 Stunden insgesamt
  • Unter 6 Stunden Kochzeit ist ein gutes Ragù meiner Meinung nach nicht zu machen. Noch länger ist noch besser!

Du hackst die Zwiebel, den Sellerie und die Möhre in sehr kleine Würfel und schwitzt diese nacheinander in Olivenöl an. Bevor Du die nächsten Würfel anschwitzt, nimmst Du die zuvor gebratenen jeweils aus der Pfanne heraus und lagerst sie zwischen. Erst zum Schluss alles wieder zusammengeben.

Ohne weitere Zugabe von Fett in der Pfanne den klein geschnittenen Pancetta anbraten und zu den Gemüsewürfeln geben. Die Hühnerleber sehr platt auseinanderdrücken und ebenfalls anbraten. Sie löst sich während des anschließenden Schmorens gut von selbst auf. Auch diese zu den Würfeln geben. Dann gibts Du das Hackfleisch nach und nach in die Pfanne und brätst dieses portionsweise an. Jetzt schnappst Du Dir einen ausreichend großen Topf und füllst alles zusammen dort hinein. Gießt den Weißwein an und lässt ihn fast einkochen. Gießt die Milch dazu und lässt auch diese fast einkochen. Dann drückst Du den Inhalt der Tube Tomatenmark hinein, rührst das Mark unter und gießt den Rinderfond an. An dieser Stelle verwenden die Schwestern Simili 500 g Tomaten, die sie durch die flotte Lotte passieren, plus 2 Gläser Rinderbrühe,  ich finde es mit Tomatenmark und Rinderfond geschmacklich um ein Vielfaches besser!


Wenn Du die Saucen zubereitet hast, kannst Du anfangen, sie mit den Lasagneplatten in eine Form zu schichten. Wie Du auf dem unteren Bild siehst, koche ich die Platten manchmal auch vor, dann lassen sie sich besser an die Form anpassen, ansonsten breche ich sie mir zurecht. Mit frischen Nudelplatten ist es natürlich noch einfacher.


Ich und die Hälfte der Welt schichten folgendermaßen: 
Zuerst etwas Béchamel auf den Boden geben, dann die erste Lage Nudelplatten. Dann kommt wieder Béchamel und dann eine Lage des Ragùs. Und dann musst Du an dieser Stelle unbedingt einmal probieren. Nimm Dir einen Löffel und zieh den durch die beiden Saucen. Es schmeckt himmlisch zusammen!


Auf jede Lage Fleischsauce gibst Du geriebenen oder gehobelten Parmesan. Auf die oberste Lage, die Du mit der Béchamel abschließt dürfen auch ruhig noch ein paar Nocken crème fraîche. Wenn ich frische Platten verwende oder auch vorgekochte, schlage ich diese nach oben um, weil ich mit ihnen auch die Wände der Form ausgelegt habe. Eine so rundherum verpackte Lasagne ist besonders schön anzusehen. Oder ich überbacke sie manchmal mit Bröseln von Cornflakes. Jetzt drehen sich sämtliche Italiener des römischen Zentralfriedhofes im Grab aber wir mögen das. Sie geben den schönen Crunch, der die viele Cremigkeit beim Essen etwas auffängt. Gestern habe ich in Ermangelung von Cornflakes die Lasagne mit Panko überbacken. Das war kein Drama aber ich hatte auch schon bessere Ideen. Allerdings meinte unsere Tochter, es sei die beste Lasagne gewesen, die ich je gemacht hätte. So verschieden sind die Geschmäcker. Ich persönlich finde Panko letztendlich zu fein und nicht crunchig genug.





Das reinste Soulfood und bei verregneten Sommertagen, gefühlt kurz über dem Gefrierpunkt wie derzeit, ein perfektes Schlemmeressen.



Print Friendly Version of this page Print Get a PDF version of this webpage PDF

Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Eine Lasagne schmeckt mir auch, wenn man sich nicht an das Bologneser Original hält und ein paar Kräuter reinschmeisst. Das letzte Bild sieht so schnittfest aus, dass es eine Erklärung braucht. Kalt aufgeschnitten ?

    AntwortenLöschen
  2. Cornflakes, Panko? Bizarre, bei mir wird das letzte Nudelblatt eh immer super kross.

    Bei der béchamel muss man sehr gute Butter nehmen, die richtig gelbe, am besten noch gesalzene.

    AntwortenLöschen
  3. Das kannste nennen wie du willst, das schmeckt mir namenunabhängig. An Roberts Frage hänge ich mich an.

    AntwortenLöschen
  4. @Robert und grain de sel:
    Ich sag nicht, dass es mit Kräutern nicht schmeckt. Sie haben für mich in diesem Gericht allerdings keinen geschmacklichen Mehrwert, ich mags eh lieber pur.

    Die Lasagne wurde von mir in sehr sehr heißem Zustand mit einer Metallform herausgestochenund ist dann in der Ausstechform auf Esstemperatur abgekühlt. Dadurch behält sie schön ihre Form, bleibt saftig und schmelzig, läuft aber auf dem Teller nicht mehr auseinander.

    @Bolli:
    Dein Hinweis auf die Butter ist Gold wert! Ich verwende französische Salzbutter eigentlich für fast alles, was ich mit Butter koche oder anschwitze.

    AntwortenLöschen
  5. Die Wortverdreherei betreiben mein Mitkoch und ich auch immer wieder gerne. Unser Lieblingswort ist Elgastheniker statt Legastheniker, was ja eine besonders gemeine Wortverdrehung ist ;-)

    AntwortenLöschen
  6. Toll, 9:11 Uhr am Montag Morgen und ich hab' Hunger auf Lasagne! VIELEN DANK AUCH! ;-)
    Im Ernst: Der Tipp mit dem Förmchen und dann abkühlen lassen ist super. Ich finde es nämlich immer wahnsinnig schade, wenn die Lasagne in der Form aussieht wie gemalt und dann auf dem Teller wie etwas, das die Katze reingebracht hat...

    AntwortenLöschen
  7. Ich vermute mal Parmesan in der Bechamel geht gaaarnicht? Eigentlich egal, ich mag das eben so ;) Dass die Butter der Knackpunkt der Sauce ist, ist ja jetzt keine Erkenntnis, aber was ist mit der Milch!? Ich glaub ich mach auch mal so ne Vertikale...

    Das mit der Hühnerleber hab ich erst jahrelang garnicht gesehen und jetzt innerhalb kürzester Zeit gleich zweimal. Muss also gut sein!

    AntwortenLöschen
  8. Achso - die Form. Ich hab mal Lasagne im Muffin-Blech gebacken. Sollte ich mal wieder machen!

    AntwortenLöschen
  9. @Die Küchenschabe:
    :)))

    @Julia:
    Ich habe gerade fast vor Lachen den Kaffee auf die Tastatur geprustet!

    @Alex:
    Na klar geht Parmesan in der Béchamel! :) Ich überbacke Salanje mit Cornflakes! :)))

    Muffinförmchen ist gut, ich habe auch schonmal eine in kleinen Dessertringen gebacken, guck mal ein Post aus den Anfangszeiten des Blogs noch völlig ohne Kommentar!

    http://arthurstochterkocht.blogspot.com/2009/08/auberginen-lasagne-mit-paprikacreme.html

    AntwortenLöschen
  10. @Alex:
    Vertikalen sind was Feines! Die Biervertikale für mein Chili zur Geburtstagsparty z. B. hat mir großen Spaß gemacht. ;)
    Warum nicht auch mal mit Milch!

    AntwortenLöschen
  11. @Bolli:
    ich mag es überhaupt nicht, wenn das oberste Nudelblatt kross wird. Meistens ist es nämlich nicht kross sondern steinhart. Darum kommt bei mir oben immer noch einmal Béchamel drauf und Butterstückchen. Oder halt Cornflakes. Die werden knusprig, reißen Dir aber nicht den Gaumen auf.

    AntwortenLöschen
  12. Origano gehört eh nur auf die Pizza. Kompliment für deine Lasagne!

    AntwortenLöschen
  13. Der fällt mir der wieder ein: "Alkohol löst keine Probleme, aber das tut Milch ja auch nicht" ;)

    AntwortenLöschen
  14. Na klasse, das machst Du doch EXTRA! Ausgerechnet jetzt wo ich schon mit dem Lügenbaron im Klinsch bin und kürzer treten will, kommst Du mit dieser lasalanje (so heiß sie bei uns, oroginal italalalenisch) um die Ecke!
    Ich verschiebe wohl besser meinen Reduzierungsstart!
    Harte Nudelblätter sind nur was für eine Diät, die kann man lange knabbern und kommt nicht auf dumme Gedanken... ich mag´s dann auch lieber knusprig.

    AntwortenLöschen
  15. und ich dachte, das machen nur wir so, das mit der wortverdreherei... (je mehr jahre vergehen, umso größer wird die sorge, dass uns die anderen irgendwann gar nicht mehr verstehen ;-)). und ich habe nicht erst einmal im restaurant tschelapinen bestellt, um erst beim fragenden blick des kellners zu merken, dass ich das interne codewort verwendet habe...

    das salanje-rezept kann die schule, in die die beiden gegangen sind, nicht leugnen. bei solchen klassikern ist mir marcella immer am liebsten. keine kräuter, genau. kein einziges kräutlein.

    AntwortenLöschen
  16. Aber Du hattest doch gar keinen Parmigiano...

    AntwortenLöschen
  17. @TFaK:
    Ehrlich? Trotz der Butter- und creme fraiche-Mengen? :))

    @Alex:
    echt,also wenn der Alkohol nur hochprozentig genug ist, löst er ziemlich viel (auf).:))

    @Klärchen:
    ´tschulligung!

    @Katha:
    und wenn Du das als Kräuterfachfrau sagst, hat es gleich doppelt Gewicht! :)

    Herr Utecht! Du musst die Threats schon zu Ende verfolgen! Dann hättest Du nämlich gelesen, dass ich in den Tiefen von Herrn Bosch noch ein Stück gefunden habe und deshalb nicht bis nach München zum Essen fahren musste! :)))

    AntwortenLöschen
  18. Ich glaub, ich bin zu alt für das ganze Social-Media-Gedöns ;-)

    AntwortenLöschen
  19. *hehe
    Über Nacht, oder? Gestern ging´s bestimmt noch! :))
    Auch hier Happy Birthday!

    AntwortenLöschen
  20. Oh ja Lasagne! Ich halte mich da eigentlich nie an ein klassisches rezept. Koche sie immer frei nach meinem Gusto. Aber ich kenne natürlich das Rezept im Original. Leider halte ich es im Moment auch wie Klärchen. Muss auch ein klein wenig achten auf das was ich esse. Aber vielleicht ne Gemüselasagne? Mit Zucchini ud Pilzen? Dann könnte auch ein wenig Gorgonzola in der Bechamel nicht schaden. Aber da wären ja immer noch diese fiesen Kalorien. Ach egal! Hauptsache lecker.

    AntwortenLöschen
  21. Da weiß ich doch mal wieder, warum ich Dir alle Awards dieser Welt zusprechen würde.
    (Natürlich kommt Hühnerleber in die Lognobese und kein Kraut.)

    AntwortenLöschen
  22. Bei der Kochzeit bin ich bei dir. Ansonsten halte ich mich an Frau Hazan, keine Leber, kein Pancetta, kein Fond.

    AntwortenLöschen
  23. Keine Kräuter auch bei mir. Wortverdrehungen gibt´s hingegen und dazu kommen noch ganz gerne Abwandlungen wie Turtles bzw. Turtlellini für Tortellini und Kaschbetti für Spaghetti. Warum es gerade die italienischen Worte so abkriegen, weiß ich nicht, jedenfalls geht das immer so einfach rein ins Hirn, aber so schwer wieder raus. Ach herrje! Und jetzt noch Salanje, danke auch. ;-)

    AntwortenLöschen
  24. Boah, du hast mich mal wieder um den Verstand gequasselt.
    Hab ich doch heute mittag tatsächlich Tomatenmark in die Gemüsepfanne gemacht, obwohl ich das normal überhaupt nicht mag.

    War gut...

    AntwortenLöschen
  25. Deine Wortverdrehereien find ich toll. Salanje klingt so schön....fast ein bisschen orientalisch. In unserem Haushalt gibt es Ponig, Mutella und Mamalade. Ponig ist Honig, einmal falsch von meinem Erstgeborenen ausgesprochen und nie wieder anders dazu gesagt; Mutella war Nutella, vor der Mutation, was mein Zweitgeborener irgendwie mit den Pokemon Karten durcheinandergebracht hat. Und Mamalade ist Marmelade.... alle 3 Kinder dachten, dass heisst so, weil Mama die kocht.

    AntwortenLöschen
  26. Natürlich gibt es so viele Salanje-Rezepte wie es Italiener auf allen Zentralfriedhöfen der westlichen Hemisphäre gibt, weswegen es auch nichts mehr ausmacht, dass ich Dir in allen Punkten beipflichte, außer bei dem Crunch oben drauf und zum Anschwitzen statt Öl ausgelassenes Knochenmarkt nehme ..... dann schmeckt es so richtig rindfleischig.

    AntwortenLöschen
  27. @Frau Kampi:
    wir essen ebenso gerne Spinatsalanje, und da macht sich Gorgonzola in der Béchamel sehr gut.

    @Afra:
    Ich glaube, die Leber polarisiert komplett. Entweder Du bist dafür oder dagegen, da gibt es nichts dazwischen. Schön, Dich auf meiner Seite zu wissen! :)

    @Claus:
    Wobei Frau Hazan auch ein Rezept für eine tolle Hühnerlebersauce hat, in die schüttet sie dann sogar Fond. Die Schwestern Simili gießen auch nur wenig Fond an in ihrem Rezept, ich mag aber die passierten Tomaten nicht so toll und das Mark viel intensiver in dieser Sauce. Dann ist natürlich der Fond unabdingbar. Warum Frau Hazan meint, Fond könnte die Sauce scharf machen ist mir allerdings ein Rätsel und ein demi glace daran zu geben, wovor sie ebenfalls ausdrücklich warnt, käme mir nie in den Sinn.

    @Christina:
    Gern geschehen! :))

    @Heike:
    Was? Ich hab´ doch gar nichts gesagt...

    @mel k:
    von allen Erklärungen und Wortschöpungen finde ich Mamalade am Schönsten!

    @Susa:
    Wird bei der nächsten Salanje ausprobiert. Wird auch gemocht werden, das weiß ich schon! :)

    AntwortenLöschen
  28. Rat mal was schon seit geraumer Zeit aufm Herd vor sich hin köchelt ;-)! So viel zum Thema: Scheiße was koche ich heute ;-)!

    AntwortenLöschen
  29. Mensch, ich bin auch manchmal echt vergesslich. Auch bei uns in der Küche gibt es Wortspiele. Am schönsten finde ich naach wie vor das Lieblingsessen meiner Männer:
    Klopsberger Könige

    AntwortenLöschen
  30. Das Wortverdrehen scheint ein weitverbreitetes Syndrom in Beziehungen zu sein, wir tun das auch - ein Art Code, der besondere Nähe und Vertrautheit ausdrückt.
    Gerade bei Rezepten für bodenständige Geriochte wie Lasagne oder Bolognese finde ich Dogmen wie kein Kräutlein, Hühnerleber, 6 Stunden köcheln, Tomatenmark,sehr willkürlich. Ragu wird in Italien auf unterschiedlichste Weisen zubereitet und das ist auch gut so. Mit den Cornflakes (ich nehme grobes Mie de Pain und mag auch keine harten Dachschindeln auf Lasagne)hast du dich ja von der Dogmatik wieder weit entfernt ;-)

    AntwortenLöschen
  31. @Simone: Uuuuuuund?

    @Eline:
    Ich und Dogma, pfff...
    Das einzige Dogma, das ich liebe ist der gleichnamige Film. Kennst Du ihn? Ganz großartig, wirklich!
    Ansonsten habe ich keinerlei Dogmen. Außer vielleicht der Sache mit dem Holzlöffel und dem Kartoffelpüree. ;)

    AntwortenLöschen
  32. Neues Dogma: Das Tubenmark durch Tomatenflocken von Ingo Holland ersetzen (Flüssigkeit dafür zugeben). Dann essen und dann alles was an Tomatenmark im Haus ist, aus dem geschlossenen Fenster ins Freie schieben :)

    AntwortenLöschen
  33. @Conny:
    vielen Dank für den Tip, das kannte ich noch nicht!
    Warum besagt das Flockendogma, dass ich das Fenster geschlossen halten muss?

    AntwortenLöschen
  34. Musste ja nicht, aber der Effekt ist einfach besser, wenn der Rauswerfvorgang schön klirrt. Kannst es ja anschließend wieder öffnen ;-)

    AntwortenLöschen
  35. @Conny:
    naja, ein Luftloch hätte ich dann schonmal. :))

    AntwortenLöschen
  36. Ist sehr lecker geworden! Hab aber die Leber weggelassen. Die lange Kochzeit macht wirklich nen großen Unterschied! Mein Herr Mitesser war auch sehr angetan. Der ist ja bekennender Salanje-Liebhaber ;-)!

    AntwortenLöschen
  37. @Simone:
    Das freut mich sehr! Bei uns wird die Leber von meiner Familie nur dann nicht gemocht, wenn sie wissen, dass sie drin ist. ;)

    AntwortenLöschen
  38. Hihi, solche Leute kenn ich! Sardellen zum Beispiel kann man Fischhassern auch manchmal gut unterjubeln ;-). Ich hab die Leber nur nicht rein, weil ich keine hatte.

    AntwortenLöschen
  39. Ach hör auf! Marcella for Bundeskanzlerin!

    AntwortenLöschen
  40. ...und überhaupt! Wer Cornflakes auf ne Lasagne schmeisst, der schüttet auch Wasser in nen Löwenstein! Ich mein ja nur....

    AntwortenLöschen
  41. Salanje im Original ist eines der Lieblingsgerichte des großen Sohnes, der sich auch mit sieben noch beharrlich weigert, das Wort richtig auszusprechen. (die Lehrerin fragte irgendwann verschämt, ob es sich dabei um ein altes DDR-Gericht handle - ich nehme an, sie meinte Soljanka...) Danke für die Inspiration und das leckere Rezept!

    AntwortenLöschen
  42. @Claus:
    Wasser in den Löwenstein? *schnappatmung*

    @Patricia:
    Ich musste soooo lachen! :)))

    AntwortenLöschen
  43. Salanje hab ich vor kurzem auch gemacht, mit geröstetem Blumenkohl innerdrin, wie vor einiger Zeit von Lamiacucina empfohlen. Gut!

    Und apropos Schnappatmung: auf Spanisch heißt has Krokodil „cocodrilo“, was Dir evtl. gefällt wg. der Buchstaben.

    AntwortenLöschen
  44. Mein Sohn hatte in der 5. Klasse einen Freund, der immer Salanje sagte, weil er sich das richtige Wort nicht merken konnte. Irgendwann hatten wir es so oft nachgesagt, dass ich auch schon nicht mehr wusste, wie es richtig heißt. Mir ist oft passiert, dass ich Salanje gesagt habe. Danke für die Erinnerung :-)

    AntwortenLöschen
  45. Salanje Rezept ist notiert, ist ja eher was für lange Wintertage mit dem geköchel! ;-)
    Der Wortverdreher zum Thema essen ist hier: Sudelnuppe. Nur echt mit Schwiegermutters Rezept und heiß geliebt.
    Viele Grüße aus einem regennassen Berlin.
    Frau-Irgendwas-ist-immer

    AntwortenLöschen
  46. Bei uns gab's früher auch nur Salanje. Oder Nudeln mit Polonaise-Soße. :)

    Das ganze ohne Kräuter zu machen, kann ich mir nicht vorstellen, auch wenn ich durchaus auch schon leckere Lasagne "ohne" gegessen habe (zuletzt bei einer Bekannten, ist auch schon wieder fast 2 Jahre her).

    AntwortenLöschen
  47. Tolles Rezept!
    Leider fehlt die genaue Anleitung (Mengen) für die Béchamel.
    Ebenso fehlen mir die Angaben der Backzeit und Temperatur für die Salanje.
    Es wäre nett, wenn dies noch ergänzt würde.
    Viele Grüße
    Peter

    AntwortenLöschen
  48. Lieber Peter,
    ich veröffentliche selten genaue Rezepte, da ich vielmehr meine Leserinnen und Leser zum Selbstausprobieren ermutige. Ich liefere nur den roten Faden ;)
    Aber die Salanje braucht ca. 40 Min. bei 180 Grad. Für die Béchamel ca. 75 g Butter, 2 gehäufte EL Mehl, ein Schluck Weißwein zum Ablöschen und 600 ml Milch.

    AntwortenLöschen
  49. Hallo Arthurs Tochter,
    vielen Dank!
    Dann lege ich gleich los. Bin mal gespannt wie die Béchamel gelingt. Bisher wurde es durch das lange rühren immer Brei und geschmacklich auch nicht besser.
    Viele Grüße
    Peter

    AntwortenLöschen
  50. Hallo :)
    Habe deinen Blog vor drei Tagen entdeckt und nun steht die "Sauce" auf dem Herd :) ich bin gespannt ! Bisher bin ich davon ausgegangen, ich habe die "ultimative" Bolognese aber nun ist dein Rezept dran.

    Toller Blog, tolle Rezepte ... Ich kommentiere eigentlich nie, aber fühle mich heute danach :)

    Schönes Wochenende dir

    AntwortenLöschen

Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

Instagram