Freitag - Oreganopesto, Radieschenpesto und Spargel aus dem Bratschlauch


Ehrlich, was ich Freitag gemacht habe, kann ich hier unmöglich erzählen. Würde mir eh kein Mensch glauben.

Doch? 

Du?

Ist nicht Dein Ernst!

OK. Geht aber trotzdem noch nicht. Ich erzähle es am 22. Juni zeitgleich mit jemand anderem, versprochen. Daher nutze ich die kleine Atempause für einen Exkurs. Hier wird in den nächsten Tagen soviel getrunken, da bereite ich Dir vorher noch eine kleine Unterstützung für den Magen. Geschenkt sozusagen.

Oregano-Pesto


  • 70 g gezupfte Oreganoblätter, das war 2 mal so ein Strauß, die Spinne habe ich nicht verarbeitet:

  • 70 g geröstete Walnüsse und weißer geschälter Sesam
  • 20 g Parmesan
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • Orangenabrieb von 3/4 einer großen Orange (8 g)
  • 300 ml Olivenöl
  • 2 TL Zucker
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Macis, getrocknete Chili aus der Mühle

  • 140 g Radieschengrün (Das waren bei mir die geputzten Blätter von zwei Bund)
  • 50 g ungeschälter weißer Sesam, geröstet
  • 30 g gehobelte Mandeln, geröstet
  • 5 Radieschen
  • 250 ml Olivenöl
  • 20 g Parmesan
  • 1 TL getrockneter Ingwer
  • 1,5 TL Zucker
  • Weißer Pfeffer aus der Mühle, Salz, Macis
  • Abrieb von einer Biozitrone
Beide Pestos (je 500 ml) habe ich spontan gestern nachmittag zusammengemixt und weil sie so lecker waren auch zum Teil noch am selben Abend verschenkt.
Aus diesem Grund dürfen beide Gläschen auch noch an Zorras Event "Geschenke aus der Küche" teilnehmen, ausgerichtet von der heiligen Klara vom Büdchen aussem Pott.
Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche
Weil aber selber essen bekanntlich dick macht, bzw. man sich auch selbst ständig und überhaupt immer wieder etwas zum Geschenk machen sollte, gab es das Radieschenpesto heute zum Spargel.

Spargel aus dem Bratschlauch in Butter und Huxelrebe Beerenauslese 2009, Radieschen und Amarettini-Butterbrösel, Radieschenpesto



Die Radieschen verlieren leider ganz schön an Farbe durch den Garprozess, im Wok ist das nicht so extrem. D. h. beim nächsten Mal vielleicht lieber getrennt in einer Pfanne oder im Wok rührend garen und dann dazu geben?  Der Geschmack ist allerdings nicht verloren gegangen, ganz im Gegenteil und schön knackig waren sie ebenfalls. 

Überhaupt mag ich Radieschen in der letzten Zeit als Gemüse gegart unglaublich gerne. Bezüglich EHEC hatte ich sie für letzten Mittwoch auf der Liste, meine Wette mit mir selbst aber leider verloren, da mir die Tonne mit der durch eine Familie infizierten Gurke dazwischen kam. Das ist ganz schön ärgerlich, denn ohne Rücksicht auf etwaige verwandschaftliche Verhältnisse musste ich selbstverständlich meinen Wetteinsatz bei mir selbst einlösen. Den Einsatz wiederum habe ich am Samstag spontan beim Gewürz-, Wein-, Keks- und vieles andere-Händler d. V. ausgesucht. Nach kurzer Rücksprache mit mir selbst war ich einverstanden mit:
Den gibt es dann zum Oreganopesto. Und am Ende - jetzt, wo ich doch schon wieder beim Wein gelandet bin - bleibt mir nur die Frage, ob ich eigentlich mit mir selbst verwandt sein kann. Vor allem, da ich mir  selbst kaum ähnlich sehe. 

Noch ein wunderbares Pfingstwochenende für Dich und Deine Lieben!

Nachtrag am 14.06.11
Wir hatten Reste des Spargels mit 2 Sorten Pasta und Lachs. Dazu das Radieschenpesto unter die Nudeln gehoben. Das war ausgesprochen lecker und somit hat auch das Radieschenpesto seinen Auftritt in der Pasta-Kombination wunderbar gemeistert!





Print Friendly Version of this page Print Get a PDF version of this webpage PDF

Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Gut, daß ich gestern auf dem Gartenmarkt ein buschiges Oreganopflänzchen gekauft habe! Die Kombination mit Sesam gefällt mir gut.
    Dann bin ich ja mal gespannt, was Du am Freitag gemacht hast.
    LG, Alex

    AntwortenLöschen
  2. Mensch Philipp, Du hast es gut! Das würde ich jetzt auch gerne essen heute Abend. SCHMACKOFATZ

    Martin "BerlinKitchen"

    AntwortenLöschen
  3. Deine sehr verwirrenden verwandschaftlichen Verhältnisse lasse ich mal unkommentiert stehen. Aber zu beiden Pestos muss ich schon was sagen: Grandios! mehr fällt mir dazu nicht ein.
    Ach, doch, eine Frage hätte ich noch? Worin bzw. womit hast Du die zusammengemixt?

    AntwortenLöschen
  4. für jemanden wie mich, die gerne mal zu pesto macht, was nich bei drei auffem baum is, der it post!

    AntwortenLöschen
  5. @Alex:
    ich werde mich in Grund und Boden schämen!

    @Martin:
    :)

    @Sabine:
    Streust Du da gerade Fleur de Sel in meine offenen Wunden? In Ermangelung eines TM musste ich natürlich wieder Handgelenkebelastenderweise und mit großem Zeitaufwand (kann es einen größeren Zaunpfahl geben?) etappenweise mit dem Zauberstab mixen.

    @Kommando Mardermann:
    boha! Ich bin ein it-girl! Yeah!

    AntwortenLöschen
  6. Uiuiui... was tönt das lecker und sieht auch noch so aus. Vorallem das Radieschenpesto ist ja mal ganz was Neues. ( also für mich zumindest )

    LG

    AntwortenLöschen
  7. Oh nein, liebe Astrid, nichts da mit fleur de sel streuen! Im Gegenteil, ich stosse jetzt lieber mit einem Glas Champagner mit Dir an - denn ich bin auch (noch?) TM-renitent und komme bisher ebenfalls mit meinem Zauberstab bestens klar.

    AntwortenLöschen
  8. Eignen die Pestos sich auch gut zur Pasta oder sind sie es besser nur als Dip? Abgesehen davon sind sie "bella figura"...

    AntwortenLöschen
  9. @Manu:
    Ich habe es zuvor auch noch nicht gemacht- dabei ist es so naheliegend.

    @Sabine:
    Ich habe gestern noch zurückgestoßen, allerdings mit einem rheinhessischen Winzersekt. :)

    @Jutta:
    Das Radieschepesto war zum Spargel toll, macht sich zur Pasta sicher auch gut. Ich stelle es mir vor mit Tagliatelle und Garnelen. Das Oreganopesto hat seinen Testlauf mit Spaghettini schon hinter sich gebracht- 1A!

    AntwortenLöschen
  10. Morgen früh lass ich die Mosel wieder hinter mir und stürme meinen Kräuterbestand für ein Oregano-Pesto. Die Radieschen-Nummer sieht auch echt super aus!

    AntwortenLöschen
  11. Also erstmal: Dir glaub ich alles, liebe Astrid!

    Kannst Du den Geschmack vom Radieserl-Pesto mal beschreiben? Ich hab mal ein Schaumsüppchen mit den Blättern gemacht und fand das Ergebnis naja...

    AntwortenLöschen
  12. Oregano-Pesto, schickschick.

    Und was Radieschen angeht, so haben ich kürzlich ein vor der EHEC-Hysterie gekauftes Bund in der Biotonne entsorgt. Bzgl des Blätterpestos schließe ich mich meienr lieben Blogpartnerin an. Mich würde brennend interessieren wonach das schmeckt.

    AntwortenLöschen
  13. Amaretti-Brösel?! Tolle Idee. Neulich hatte ich grünen Spargel mit Brioche-Croutons war auch sehr fein. Die süßliche Note passt wunderbar zum Spargel und Nussiges sowieso.

    AntwortenLöschen
  14. @Alex:
    Du Räuber! Hast ja sicher genug auf der Terrasse, oder? :)

    Toni & Suse:
    Das Radieschenpesto schmeckt leicht wie Schnittlauch- aber milder.
    Durch die Beigabe der Radieschen bekommt es eine feine Schärfe, aber nicht so intensiv wie z. B. von Meerrettich.
    Es schmeckt nussig durch den gerösteten Sesam und die Mandeln. Etwas exotisch durch die Zugabe des Ingwers. Sicher ist frischer Ingwer noch intensiver als der getrocknete, ich hatte nur leider keinen im Haus.

    Sicher kann man dem ganzen auch eine ganz andere geschmackliche Richtung geben, uns persönlich hat die leichte Schärfe und die nussige Ingwernote sehr gut gefallen.

    Gestern hatten wir das Radieschpesto mit den Resten des Spargels und Pasta zum Lachs. Bilder habe ich gerade noch eingefügt. Dafür habe ich es noch mit etwas Chili aufgepeppt. War wunderbar lecker!

    Toni, hast Du meinen Kommentar zu den Garnelenbällchen gelesen? Mich interessiert, was Du von der TK-Idee hälst.

    AntwortenLöschen
  15. @Andreas:
    Briochebrösel werde ich mir auch merken!
    Die Amarettini waren wirklich spitze zum Spargel, gerade in Kombi mit dem leicht scharfen Radieschenpesto.

    AntwortenLöschen
  16. Ich finde die altmodischen Farbtöne von Radieschen und Spargel sehr edel. So ein bisschen greige der Spargel und die altrosa Radieschen mit chamois - das hat schon was. Von mir mal wieder ein Kompliment - ich kann es halt nicht lassen :)) und vote einmal mehr für AT als besten Küchenblog Deutschlands. Ach was sag ich - der Welt!

    AntwortenLöschen
  17. Ich konnte gestern nicht bei Blogger kommentieren, deshalb jetzt: schön sehen Deine Pestos aus, wunderbar homogen gemixt. Eben echt profimäßig. :)
    Und die Radieschen machen sich als Farbtupfer sehr gut.

    AntwortenLöschen
  18. Allerliebstes Töchterchen von Arthur, ganz herzlichen Dank für Deine schönen Pestos, jetzt gibt es noch weniger Abfall im Büdchen. Die Radischenblätter wandern jetzt in den Blender statt auf den Kompost und nach Oregano werde ich wohl auch noch Ausschau halten müssen. Ob ich mir einen Heilkräutergarten im Pott anlegen sollte;-)))) Ohmmmm....

    AntwortenLöschen
  19. Das Oregano-Pesto ist wirklich lecker! Ich hatte nicht genug da und habe mit Basilikum aufgerundet. Zögerlich war ich bei Walnuss-Sesam und hab dann einfach zwei Drittel von ersterem und eins von Sesam genommen. Wir hast du das gemacht?

    AntwortenLöschen
  20. @Anonym: (wer denn eigentlich?)
    Ich habe Walnüsse und den Sesam leider nicht getrennt abgewogen, aber es war eine kleine Handvoll Walnüsse und der Rest Sesam. Hilft Dir das weiter? Der geschälte Sesam ist nicht so intensiv, den ungeschälten habe ich im Radieschenpesto daher auch mit Mandeln kombiniert, die dann wiederum nicht so nussig sind.

    AntwortenLöschen
  21. Anonym heißt Sylvia, irgendwie kann man sich bei dir nur Blog- oder google-technisch anmelden. Danke für den Tipp. Das Pesto wird morgen serviert. Drunter Spaghetti, obendrauf ein kleines Lammfilet, kann nicht schaden.

    AntwortenLöschen
  22. Hab ich. Ich weiß nicht so recht, ich hätte die Befürchtung, dass die Dinger innen nicht durch sind, wenn sie gefroren in die Friteuse wandern. Wär aber nen Versuch wert. Würde die Vorbereitung enorm entspannen. Ich probier das beim nächsten mal einfach mit einzwei von den Dingern aus und berichte dann im Kommentar :)

    AntwortenLöschen

Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

Instagram