Kunst Buch Essen


Zwei neue Kochbücher haben hier vor einiger Zeit Einzug gehalten. Das eine eher ein Kunst-Bild-Band; mit über 520 Seiten ein Buch wie ein Rausch:
Sven Elverfeld  aus der Collection Rolf Heyne. Mit diesem Buch sitze ich relativ ehrfürchtig abends auf dem Sofa, meine Familie muss derweil per gerichtlicher Verfügung 2 Meter Abstand halten. Nicht auszudenken, wenn mir jemand auf dieses Kunstwerk niesen, krümeln, kleckern oder auch nur etwas davon weggucken würde! Der Preis von € 75,00 verursacht im ersten Moment vielleicht Schnappatmung, aber je länger ich es bestaune, desto mehr denke ich darüber nach, wie bitte so ein Buch für den Betrag überhaupt möglich ist? Alle betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zusammenraffend, Produktionskosten überschlagend, der Ausstattung gegenüberstellend - das Buch ist preiswert im Wortsinn. Mehr als das! Aber - es ist sicher kein Kochbuch. Für mich eher mit einem Besuch im Louvre zu vergleichen, für den Du ebenfalls Monate brauchst wenn Du die ausgestellten Kunstwerke sehen und vor allem verstehen willst. Und falls Du fragen wolltest: Nein, ich habe noch nichts daraus gekocht, schließlich bin ich allein mit dem ersten Durchblättern noch nicht zuende. Ich bin mal gespannt, was Chef Hansen dazu sagt. Ich weiß, dass er sich das Buch nach meinem ersten Begeisterungsschrei bei fb auch gekauft hat. Herr Spandl hat es zumindest schon in seinen Kochtopf Blog gestellt, ringt mit dem Kauf aber noch mit sich herum. :) Er wird fallen, da bin ich mir sicher! 

Dafür tobe ich mich gerade am zweiten Neuzugang aus - einem Buch nur über Tomaten! Vielleicht inhaltlich als monochrom zu bezeichnen- aber: Ein Kochbuch! :)
Dazu musst Du wissen, dass ich in diesem Jahr in zweierlei Hinsicht schwach geworden bin. Das erste mal, als ich mir 3 kleine Pflänzchen für gelbe Tomaten gekauft habe. Jahrelang habe ich mich dem Tomatenanbau in Kübeln auf der Terrasse verweigert. Erstens, weil diese nicht überdacht ist und Tomatenpflanzen bekanntlich regenempfindlich sind und zweitens: Ehrlich- schön sind sie nicht. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, jedenfalls habe ich ein Plätzchen gefunden und jubeliere jetzt jeden Tag vor mich hin, wenn ich meine kleine zukünftige Tomatenernte bestaune. Und das zweite mal? Erst vor ein paar Tagen habe ich mir eine Chilipflanze gekauft! Entweder ich komme verfrüht in die Wechseljahre oder mit meinen Hormonen stimmt sonst irgendetwas nicht. Tomaten- und Chilipflanzen. Ich. Also bitte! 


Und dann ist in diesem Tomatenbuch auch tatsächlich noch eine Anleitung, wie ich selber in Zukunft Samen trocken und meine eigenen Tomaten vermehren kann. Da kommt was auf mich Dich zu! 

Aus dem Tomatenbuch habe ich letzte Woche 2 Rezepte nachgekocht. Der angekündigte Besuch wurde vorgewarnt, bei neuen Rezepten kann auch immer mal etwas schiefgehen und gerade beim Nachkochen aus Büchern habe ich schon viele böse Überraschungen erlebt. Konzentriert an diesem Abend habe ich mich auf die Komponenten Honig und Tomate und mit der Bienenwabe und dem Käse aus meinem letzten Post begonnen. 

Nach dem Motto "besser gut geklaut als selber schlecht ausgedacht" mit kleiner Abwandlung:
Bienenwabe | Ziegenfrischkäse | Schinken | Johannisbeere







Der Käse war ein Ziegenfrischkäse, der Schinken kam nicht aus dem Schwarzwald sondern vom Boeuf de Hohenlohe - zu Schinken verarbeitet in Ingelheim, und der Süße des Honigs habe ich die Johannisbeeren als Sparringpartner gegenüber gestellt. 







Es folgten aus dem Tomatenbuch als zweiter Gang:


Für 4 Personen:
  • 24 Kirschtomaten
  • 125 g Kristallzucker
  • 1 EL Pfeffer, grob geschrotet
Jede Tomate auf einen Zahnstocher spießen. Den Zucker mit 200 ml Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und dann bei geringer Hitze so lange weiterköcheln, bis ein hellbrauner Karamell entsteht.

Das dauert! Nicht die Geduld verlieren! 


Den Topf vom Herd nehmen, die Tomaten einzeln hineintauchen, mit dem Pfeffer bestreuen und zum Trocken auf Backpapier legen.

Zucchinicarpaccio
  • 4 feste kleine Zucchin
  • 8 EL Olivenöl
  • 4 EL weißer Aceto Balsamico
  • 1 EL fein gehackte Blattpetersilie (von mir durch rotes Basilikum ersetzt!)
  • Einige grob geriebene Chiliflocken
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • Frisch gehobelter Parmesan (während ich das schreibe fällt mir ein, dass ich den Parmesan vergessen hatte)
  • Frische Oreganoblättchen
Die Zucchini mit dem Sparschäler oder auf der Maschine längs in sehr dünne Scheiben schneiden. Auf einem Teller anrichten. Das Olivenöl mit dem Essig und der Petersilie (dem Basilikum) verrühren. Mit den Chiliflocken, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing über die Zucchinischeiben geben und nach Belieben mit gehobeltem Parmesan bestreuen. 

Spektakulär einfach und spektakulär lecker! Die karamellisierten Tomaten sind der Hit! Sie sehen zwar ein bisschen aus wie die Liebesäpfel auf der Kirmes - aber die haben wir doch alle mal gemocht, oder? Wenn Du so eine Tomate in den Mund nimmst, hast Du erst den Eindruck von Süße, dann knackt der Karamell, von innen läuft Dir die leichte Säure der Tomate an den Gaumen und dann kommt von hinten um die Ecke der Pfeffer hinterher. Toll! Am Wochenende wird das in lauter kleinen Einzelportionen in Elchgläsern wiederholt.

Übrigens sieht es so aus, wenn es professionell fotografiert wird: Freundlicherweise hat der Verlag mir extra hierfür ein Rezeptbild zu Verfügung gestellt. 
Und jetzt habe ich eine Bitte an Dich: 




In näherer Zukunft würde ich lieber 


<------- solche Bilder machen können.

Wenn Du also einen Kameratip für mich hast, der berücksichtigen sollte, dass ich keine Filmfunktion benötige, dann freue ich mich sehr über Ratschläge zum Kamera- und vor allem Objektivkauf. 

Gestern erst habe ich den weltbesten Panzanella gemacht. Zum Reinsetzen lecker, leider sah er auch auf dem Bild so aus, als hätte genau das schon jemand gemacht. 




Lavendelhonig zu bekommen ist nicht so ganz einfach. Jedenfalls war er in ganz Ingelheim nicht aufzutreiben. Bei Karstadt in Wiesbaden bin ich dann fündig geworden. 

Der Gewürzlavendel auf dem Küchenbalkon blüht sich schon seit Wochen fast um den Verstand und schuf so den Ausgleich zur CO2-belasteten Honigbeschaffung. 

Die Tomaten kamen von einem französischen Strauch und waren wunderbar geschmacksintensiv.

Für die Gewürzmischung:
  • 1 EL Fenchelsamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 3 Gewürznelken
  • 4 Pimentkörner
  • 5 Pfefferkörner (bei mir Tasmanischer Pfeffer)
  • 1 Getrocknetes Lorbeerblatt
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 EL getrockneter Thymian

Für das glasierte Huhn:
  • 1 Freilandhuhn von ca. 1,3 Kg (meines hatte 1,9 kg und so wurden alle Mengen entsprechend angepasst
  • Salz
  • 4 EL Armagnac
  • 800 g Tomaten
  • 50 g gesalzene Butter
  • 250 g Lavendelhonig
  • 2 EL Sherryessig
  • Frischer Lavendel zum Bestreuen
  1. Für die Gewürzmischung alle Gewürze im Mörser grob zerstoßen oder in der Küchenmaschine mahlen. Ich habe bis auf den Thymian und das Paprikapulver alles vorher angeröstet und anschließend fein zermahlen.
  2. Das Huhn in 8 Stücke zerteilen. Diese in eine Auflaufform lege, leicht salzen, mit 2/3 der Gewürzmischung einreiben (was natürlich in der Praxis Quatsch ist- also ERST die Fleischteile einreiben und DANN in die Auflaufform legen!) und mit dem Armagnac übergießen. Abdecken und mindestens 6 - 8 Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank ziehen lassen. (Ich habe ca. 8 Stunden mariniert, dabei immer wieder den Armagnac abgegossen und wieder obenauf laufen lassen) Das Huhn 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen.
  3. Die marinierten Hühnerteile in eine Fettpfanne legen.
  4. Die Tomaten waschen und im Ganzen dazulegen. Das Huhn mit den Butterflocken belegen (habe ich vergessen) und im auf 160°C vorgeheiztem Backofen etwa 40 Minuten braten.
  5. Den Honig mit dem Essig in einem kleinen Topf erwärmen bis der Honig dünnflüssig wird. Dann die restliche Gewürzmischung hineinrühren.
  6. Die Ofentemperatur auf 180°C erhöhen. Die Hühnerteile mit der Honigglasur bestreichen und weitere 6 - 7 Minuten braten. Wichtig: Der Honig soll nur leicht karamellisieren, keine Kruste bilden! Ich habe in 3 Etappen glasiert, das macht den Karamell schöner!
  7. Den Backofen ausschalten, leicht öffnen und das glasierte Huhn etwa 5 Minuten ruhen lassen.
  8. Mit dem abgeschmeckten Bratensaft anrichten und mit Lavendelblüten bestreuen.
Die Weinbegleitung zu diesem Essen war nicht einfach. Die Säure der Tomaten, die Honigsüße des Lavendels- wohl dem, der dann den früheren Sommelier der "Ente im Nassauer Hof" zu Gast hat und ihm die Weinbegleitung überlässt. Mit schlafwandlerischer Sicherheit (wie auch sonst, wusste er doch vorher gar nicht, was es gibt *gg) wählte er für den Abend:


Peter Jakob Kühn
Riesling Sekt Brut
2007


Peter Jakob Kühn
Hallgarten Hendelberg
Riesling trocken
2010


Peter Jakob Kühn
Erstes Gewächs
Oestrich Doosberg
2008

Ich persönlich gehöre nicht zu den Menschen, die P. J. Kühn fast wie eine Gottheit verehren - ganz im Gegenteil halte ich ihn für ziemlich durchgeknallt. Nicht falsch verstehen, ich mag durchgeknallte und verrückte Menschen, aber ich falle nicht vor ihnen auf die Knie. Die Weine von Kühn sind gut, viele sogar sehr gut und ich hatte auch schon den ein oder anderen sensationellen Tropfen von ihm im Glas, nur diese untertänige Ergebenheit die manche Weintrinker ihm gegenüber an den Tag legen kann ich nicht nachvollziehen. Aber das nur so am Rande. Diese drei waren die perfekten Begleiter eines guten Essens an einem launigen Sommerabend! Danke Jan, ich kenne sonst niemanden, der die perfekten Weine zu einem Essen aussucht, das er noch gar nicht kennt! :)










Print Friendly Version of this page Print Get a PDF version of this webpage PDF

Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Lavendelhonig gehört hier zu den regionalen Prokukten - den hat jeder zuhause stehen. Das Huhn bastle ich dir auf jeden Fall nach. Schöne Anregung!

    AntwortenLöschen
  2. Ich hab dem Buch einen Schrein gebaut und ziehe mich gelegentlich zu Lesungen zurück ;-) Demnächst darf ich ja eine etwas größere Runde kulinarisch beim Sektempfang begleiten und hab dafür vor unter anderem verschiedene Knusperillos reichen. Ansonsten hab ich grade das "Cool Restaurants Cookbook" für mich entdeckt und werde da demnächst was drüber schreiben. Tomaten habe ich mir dieses Jahr gespart und bin noch ganz froh drum ;-) Wobei, wenn ich mir so anschaue, was du alles damit zauberst...

    AntwortenLöschen
  3. @grain de sel:
    DAS hätte mich aber auch gewundert, wenn bei Euch Lavendelhonig KEIN Regionalprodukt wäre! ;)

    @Alex:
    Das "Cool Restaurant Cookbook" habe ich auch. Gefällt mir auch sehr gut!
    Schön, dass Du das Elverfeld-Buch genauso handhabst wie ich. Ich dachte schon, nur ICH hätte einen an der Waffel! :)
    WEHE, Du fasst es morgen an! Bring Dir Dein eigenes mit! :)))

    AntwortenLöschen
  4. Auch ich habe mich hinreißen lassen und habe mir den Elverfeld gegönnt.
    Es ist ein wunderschönes Bilderbuch für Kochverrückte und Gourmets. Du hast recht, es ist nicht unbedingt zum Nachkochen geeignet, aber es macht einen schon glücklich und satt beim durchblättern.
    Übrigens ich finde deine Bilder immer sehr, sehr gut, da bedarf es keiner Verbesserung - meine ich

    AntwortenLöschen
  5. Da ich Urlaub habe und somit Zeit zum lesen, habe ich mir den Elverfeld gekauft. Ein beeindruckendes Buch. Alleine das Schnitzel "Jägert -Art" ist ein Erlebnis.

    AntwortenLöschen
  6. Also, ich finde Deine Zucchini-Tomaten-Bilder wirklich sehr schön und so schön kombiniert!!

    AntwortenLöschen
  7. Achso, und ich geh jetzt Karamell kochen. Bin ja mal gespannt, wie lang das wirklich dauert...

    AntwortenLöschen
  8. Bezüglich Kühn bin ich ganz bei dir. Und ein Kochbuch ist kein Kochbuch, wenn es nicht beschmiert und bekritzelt ist, egal watt et gekost´ hat.

    AntwortenLöschen
  9. Lavendelhonig steht bei uns im Luberon NICHT in der Küche und kommt mir da auch nicht rein.....ich hasse Lavendel im Essen, mag's lieber vor dem Haus.

    Und, was die Photos angeht, ich bin's leid, überall die gleichen aufgestylten Bilder zu sehen, das rezept ist wichtiger als diese Photos!

    AntwortenLöschen
  10. Ohjaaaa...der Elverfeld steht auch auf meiner Wunschbuchliste. Ihr beiden habt mich da echt wuschig gemacht. Mal schauen, vielleicht komt zum Geburtstag etwas Geld zusammen, dann leiste ich ihn mir vielleicht. Wenn ich dem Kampi dann auch noch sage, dass das nur wegen der Fotos ist, dann wird er begeistert sein.
    Und zum Essen sage ich nix. Das hhaben wir ja schon alles gründlich ausgewertet :-))

    AntwortenLöschen
  11. ...ist hier jetzt nicht mal wegen Vorbereitungen geschlossen? Du bist ja vielleicht cool.

    AntwortenLöschen
  12. Jetzt geht das hier schon wieder los: Erst hab ich dem Ottolenghi heldenhaft widerstanden - nun steht er schon eine Weile "ungekocht" im Regal...
    Jetzt kommst Du mit dem Elverfeld...

    Das Huhn gefällt mir sehr gut, bis auf den Lavendel, da halte ich es wie Bolli, Lavendel kommt mir auch nicht in die Küche - höchstens als Deko.

    AntwortenLöschen
  13. Also Elverfelds neues Kochbuch hat bei mir auch Schnappatmung hervorgerufen. Zum Glück hatte der Mann etwas gut zu machen und hat mir das Buch gekauft. :) Ich bin genauso begeistert wie du und muss mich abends richtig zwingen, es auch mal aus der Hand zu legen.

    AntwortenLöschen
  14. Zu Food-Fotografie könnte dir ein Freund von mir einiges erklären, von wegen Ausleuchtung am besten von schräg vorne und gegenüber dann eine reflektierende Fläche ... Ich fotografiere immer nur mit Tageslicht, das ist auch das einzige, was ich kann. Aber ehrlich gesagt, gefällt mir das Foto des Verlages nicht. Schon farblich nicht. Zu hellrot und grün lila Teller auf weinrotem Grund ... Auf das, was auf dem Teller liegt, guckt da eigentlich niemand mehr. Und aus der Vogelperspektive sieht eigentlich nur Suppe gut aus. Deine Fotos sehen sehr gut aus, gib den Pananella beim nächsten Mal einfach in einen schönen tiefen Teller (nicht lila!) oder eine Schale und zerkleinere die Zutaten fürs Foto nicht zu sehr

    AntwortenLöschen
  15. @Susanne:
    Dass es zum Nachkochen nicht geeignet sei wollte ich nicht ausdrücken. Sicher muss man den ein oder anderen Teller *hust aber sicher für die eigene Küche modifizieren. Und dass ein Essen bei mir aussieht, als würde eine Pusteblume aus der Wiese wachsen, werden wir wohl alle nicht mehr erleben. ;)

    @Wolfgang:
    ja, das ist grossartig. Der Huchen im Frühling aber auch. Ach- alles!

    @Sewwi:
    Dankeschön! Du kennst ja die Geschichte vom blinden Huhn...

    @Claus:
    Hier habe ich erstmals Hemmungen!

    @Bolli:
    Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden, in Essen und Bild. ;)

    @Frau Kampi:
    Ausgewertet? Ach Du meinst die Tomaten. Ja, da hattest Du ja schon Dein Nachkocherlebnis. ;)

    @mel k.
    Bei guter Vorbereitung kann hier heute auch geöffnet sein! ;)

    @Sabine:
    Auch nicht im Lamm? Ich liebe Lavendel in Lammgerichten. Aber nur als blühende, duftende Pflanze mag ich ihn auch. Und was das Buch angeht- kaufen! Marsch Marsch!

    @Daniela:
    Ich lese es dauernd vor und zurück und quer, so werde ich nie fertig. :)

    AntwortenLöschen
  16. Das muss ich jetzt loswerden:
    Der Karamell ist perfekt gelungen (hat aber auch echt ewig gedauert!!) und dann stell ich fest, dass ich keine Kirschtomaten mehr habe.
    Wenn ich den erwische, der sie gemopst hat! Grr!
    Dafür ist jetzt wieder alles hart!

    AntwortenLöschen
  17. Ach Sewwi, Du Ärmste! Ich karamellisiere gerade die doppelte Menge- das dauert so lange, dass ich eigentlich noch eine Tomatenpflanze setzen könnte! ;)

    AntwortenLöschen
  18. Und wahrscheinlich vorher auch noch ernten!;))

    Aber ich hab jetzt fürs Wochenende wieder schöne Tomätchen, die hab ich aber gleich versteckt...

    AntwortenLöschen
  19. Der Elberfeld steht ja auch noch auf meiner Wunschliste... aber nur wohin mit all diesen Bücher! Es wird Zeit, dass wir umziehen. Die karamellisierten Tomaten werde dich bei nächster Gelegenheit nachmachen - das steht fest.

    AntwortenLöschen
  20. @Bolli Das Buch ist wie Astrid schon gesagt fast als Kunstbuch zu verstehen und die dargestellten Kompositionen sind nicht einfach der optischen Effekthascherei sondern der ständigen Weiterentwicklung der Kochkunst geschuldet. Die ständigen Nachahmer sind meinetwegen gerne als solche Foodstylisten verschrien, teilweise auch zu Recht. Aber ich denke ein Sven Elverfeld wird sich sicherlich nicht nur auf das sichtbare wenn nicht sogar hauptsächlich auf das handerwerkliche und vor allen schmeckbare Argument besonnen haben. Und das das hier in einer für mich beispiellosen Art und Weise aufgebaut und zu einem schon auch künstlerischem Objekt aufgebaut wird, möchte auch bei den nicht geringen Verkaufspreisen in den "Verkaufshallen" des Restaurant Aqua auch sein. Das Buch hingegen ist für die 99 % der Leser als inspirierende Quelle zu verstehen, genauso wie die großen Designer in der Modewelt auch bei neu erscheinenden Trends eher polarisieren, wird dieses sich dann doch durchsetzen und durch die Nachahmer Schichten erreichen, in denen auch wir uns aufhalten. Bei der Nouvelle Quisine war und ist das nicht anders.
    Das Buch ist für 75 Euro nicht preiswert sondern für die Verhältnisse, welches dieses Buch gegenüber anderen Werken an den Tag legt billig. Das erste Aqua ist längst vergriffen, dieses hier wird es ganz sicherlich auch sein, deswegen sollte
    @ Andreas mal flotte Füße machen.

    @Astrid Du hast mir wieder mal das Thema vorweg genommenm, trotzdem werde ich mir es nicht nehmen lassen, es selbst auseinander zu nehmen. Ich finde ja die kaum zu erkennende eingelassene Schrift, die man nur schräg von der Seite schimmern sieht, total abgefahren.

    AntwortenLöschen
  21. Man verzeihe mir meine schlampigen grammatikalischen Fehler, ich überspringe am sofort doch nicht mehr das Probelesen VOR dem Posten von Kommentaren.

    AntwortenLöschen
  22. @Steffen: habe ich das Buch krtisiert? Ich finde 75€ sind nicht zu teuer für ein Kochbuch und auch wenn ich in Frankreich lebe, kenne ich die Collection Rolf Heyne und habe davon dutzende Bücher, sogar das erste Aqua!

    AntwortenLöschen
  23. Tomaten die wie Tomaten aussehen, kann ich nicht gut essen. Roh so gut wie gar nicht (nur aus Anstand und Respekt würde ich so ein Ding runterwürgen) und in einem mittelweichen angedünsteten Zustand auch nicht wirklich gern. Nie, nie, nie käme ich auf die Idee, so etwas in den Mund zu stecken.

    Bis gestern.

    Da habe ich bei der Astrid kleine appetitanregende Gläschen entdeckt, bestückt mit Zucchinistreifen und dieser kleinen karamellisierten unsäglichen Tomate. Ich glaube, mein Hirn muss ziemlich benebelt gewesen sein, denn ich habe mir so eine Tomate in den Mund geschoben und schon war ich um ein Vorurteil ärmer.

    Die Dinger sind so gut, ich hätte glatt ein Pfund davon verputzen können. Dass ich das noch erleben durfte...

    Köstlichst!

    AntwortenLöschen
  24. Ich habe soeben die Tomaten karamelisiert, und schon eine weggenascht. Die sind wirklich suuuuper lecker. Nur mit dem Pfeffer hatte ich meine Schwierigkeiten. Der Karamell trocknet so schnell aus, da wollte der nicht recht haften. Da hab ich den kurzerhand direkt in das Karamell gemahlen, und ein bißchen auf dem Backpapier verteilt, wo ich die Tomaten dann draufgestellt habe. Kanns kaum erwareten die anderen Tomätchen zu verspeisen. Später kommt noch die Zucchini dran.

    AntwortenLöschen
  25. Die Zucchini-Carpaccio auf Karamellisierte Kirschtomaten love it. Sehr gute Zusammenstellung.

    AntwortenLöschen
  26. Sewwi:
    Und? gibt es etwas Neues? :)

    @Andreas:
    Also ich habe kürzlich P´s. Jurabücher aus dem Studium rausgeschmissen. Und schon war wieder etwas frei im Regal! :)

    @Steffen:
    Die Sache mit der Schrift gefällt mir auch ausserordentlich! Ich habe aber wohl 10 Minuten gebraucht, um sie zu entdecken, erst dachte ich, dass Buch habe keine Seitenangaben! :)
    Wirklich ein Kunstwerk!

    @Schnuppschnüss:
    Ach liebe Jutta, ich freu mich so, dass sie Dir so geschmeckt haben!

    @Nicole:
    ja, man muss sehr schnell arbeiten! :) Ich habe das mit dem Pfeffer im Karamell auch probiert, da ist mir aber alles nach und nach zu schaumig geworden und die Oberläche war nicht so schön glatt und glänzend auf den Tomaten. Wie war das bei Dir?

    @foodafok:
    Dankeschön!

    @all:
    Am Samstag habe ich die Tomaten für meine Party gemacht. Zu den Zucchini wurden noch gelbe dazugegeben, das ganze dann in Elchgläsern angerichtet. Immer eine grüne und eine gelbe Zucchini in Wellen ins Gläschen, mit dem Dressing beträufelt, dann eine Tomate obenauf. Heike von Au hat das wunderschön fotografiert, Du findest das Bild auf der fb-Pinnwand dieses Blogs. Die Seite ist öffentlich, d. h. Du musst nicht bei fb angemeldet sein,um es sehen zu können! Das hier ist der link:
    https://www.facebook.com/pages/Arthurs-Tochter-Kocht/235255113070

    AntwortenLöschen
  27. Zur (Spiegelreflex-)Kamera: Ein mir bekannter Foodfotograf aus Wien schwört auf Canon. Angeblich kann die Kamera besser mit den Bilddaten umgehen als Konkurrenzprodukte. Allerdings sind die Objektive, die standardmäßig dabei sind, eher für Schnappschüsse aus dem Urlaub, als für Foodfotografie geeignet. Du bräuchtest ein sehr lichtstarkes Objektiv (ohne Zoomfunktion), damit die Bilder nicht zu körnig werden. Momentan experimentiere ich noch mit einem Strahler zur Ausleuchtung (Fotozubehör, 50 Watt Energiesparlampe, ca. 100,- € beim großen Buchversandhändler), die ersten Ergebnisse sind ermutigend. Leider noch nicht optimal, wahrscheinlich muss ein zweiter Strahler her. Momentan muss ich die Bilder noch "photoshoppen".
    P.S. Das Tomatenbuch steht auf meiner Liste, die ersten Ochsenherztomaten hängen schon (viel zu klein und zu grün) am Strauch.

    AntwortenLöschen
  28. Der Herr Kühn..ja den kenne ich auch schon seid 20 Jahren..verändert hat er sich als Mensch in der Zeit aber sein ist wirklich gut..vor 20 Jahren bin ichmit meinem Schwiegervater einfach noch in seinen Keller marschiert..ich glaube das geht heute nicht mehr...gruß HEike

    AntwortenLöschen
  29. @Mike:
    vielen Dank für Deine Tips! Ich bekomme zur Zeit so viel Informationen zum Kamerakauf- mir ist schon ganz schwindelig. Ich brauche wohl einfach noch ein bisschen, bis ich das alles verstehe und bereue, dass ich früher in der Schule nicht wenigstens bei den Blendzeiten besser aufgepasst habe! ;)

    @Heike:
    sich als Mensch zu verändern im Laufe von 20 Jahren - das ist wohl das Natürlichste der Welt. Besessen und missionarisch wie er ist, nimmt er Dich sicher auch heute noch mit in den Keller.
    Für mich ist er der Rudolf Steiner unter den Winzern. ;)

    AntwortenLöschen
  30. Bingo. Ich auch. Tomaten und Chilies erstmalig und das dann auch noch in Kübeln auf dem nicht überdachten Balkon...
    Dann sind wir wohl Schwestern im Geist bzw. ich auch in den Wechseljahren ;-)

    AntwortenLöschen
  31. Von deinen Karamell-Tomaten bin ich ja eh schon begeistert, das muss ich hier nicht sagen. Aber deine Buchvorstellung hat mich jetzt definitiv neugierig gemacht und ich hab mir den Elverfeld bestellt. Möchte auch gerne mal ein Kochbuch besitzen aus dem ich nicht koche ;-)! Und ich liebe es schöne Food-Fotos anzuschaun. Mir macht das definitiv viel Spaß egal ob abgekupfert oder neu erfunden. Wobei sich doch jeder auf irgendeine Art und Weise woanders inspirieren lässt. Und das gilt dann ja auch nicht nur für die Fotos sondern auch fürs Essen.

    @ Bolli Und nur weil die Fotos schön sind, heißt das ja nicht, dass das Essen schlecht sein muss - genau wie umgekehrt. Das eine muss doch das andere nicht ausschließen. Außerdem versuchst du doch auch deine Gerichte schön anzurichten und appetitlich darzustellen. Hier treffen sich nunmal Optik und Essen und meiner Meinung nach ist das nicht wegzudiskutieren.

    AntwortenLöschen
  32. DAS Buch wurde uns letztens bei einem Koch-Freund vorgestellt. Er lagert es auf einem separaten Tischlein und hat ehrfurchtsvoll seine eigenen, nicht grade unprofessionellen Kochkenntnisse unter den Scheffel des Herrn Elverfeld gestellt :)

    AntwortenLöschen
  33. @Simone:
    Du wirst sehr viel Freude daran haben,da bin ich mir sicher. Berichte mal, wie DU es aufbewahrst, ob mit Schrein oder ohne! :))

    @Sabrina:
    So ist´s recht! :)))

    AntwortenLöschen

Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

Instagram