Marry Me Chicken – Arthurs Tochter kocht die New York Times leer

Ist dieses Rezept für butterzarte Hähnchenbrust in cremiger Tomaten-Parmesan-Sahne-Sauce den Hype wert? Ich habe das berühmte „Marry me Chicken“ getestet

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Wenn ihr auf der Suche seid nach einem Hühnchen-Rezept, das gleichzeitig verblüffend einfach und absolut köstlich ist … schön, eure Suche hat ein Ende, hier ist es

Man muss ja nicht gleich übers Heiraten sprechen. Jedenfalls so lange Objektopilie gesellschaflich noch nicht anerkannt ist. Denn diesen Teller hätte ich geheiratet, gar keine Frage! Ob man hingegen geheiratet wird, wenn man dieses Essen kocht? Well … Ich halte den Hype um dieses Rezept für etwas „darüber“, excuse me, über 714k Likes auf TikTok? Aber gut, derzeit ist dort auch Trend, sich die Wangenknochen zu zertrümmern. Dann doch lieber Hühnchen in tomatiger Parmesan-Sahne-Sauce. Und es ist wirklich ein ganz fabelhaftes Rezept, keine Frage! Zumindest, wenn ihr es so kocht, wie ich. Dann wird der liebste Mensch, dem ihr es zubereitet habt, zumindest vor Freude und tiefer Zufriedenheit strahlen, wetten?

Was ist Marry me Chicken, woher hat es seinen Namen? 

Im Jahr 2016, als Lindsay Funston Redakteurin beim Delish Magazine war, erstellte sie ein Rezeptvideo für ein Hühnchengericht nach toskanischer Art, das Millionen von Zuschauern anzog. Als sie mit dem Kochen fertig war, nahm der Videoproduzent von Funston einen Bissen und erklärte: „Ich würde dich wegen dieses Huhns heiraten!“ Sie nannte das Gericht „Marry Me Chicken“. Einige verwechseln dieses heiratswütige Gericht gerne mit dem fast so berühmten „Engagement Chicken“ von Kim Bonnell, einer Redakteurin des Magazins Glamour, das wiederum durch Inas Garden zu einiger Berühmtheit gelangte.

„Sie waren zusammen und wollten ihre Freunde zum Abendessen einladen“, sagte Bonnell, die sich von Marcella Hazans Brathähnchenrezept als Inspiration für ihr eigenes Rezept inspirieren ließ. „Ich fing an, dieses Rezept zu teilen, und als Nächstes begannen sich die Leute zu verloben.“

Kurz nach der Veröffentlichung des Rezepts erhielt Glamour unzählige Briefe ihrer Leserinnen und Leser mit weiteren Variationen dieses Gerichtes, sagte Cindi Leive, die ehemalige Chefredakteurin. Sie und andere Herausgeber haben in dem daraus entstandenen Kochbuch eine Ruhmeshalle für alle liebestollen Paare der Welt geschaffen.

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Was macht aber nun dieses toskanische Hähnchen-Rezept, das als „Marry me Chicken“ Weltruhm erlangte, so besonders? 

Die angebratenen Hähnchenbrustfilets ziehen in einer cremig-köstlichen Tomaten-Parmesan-Sahnesauce gar; in einer Sauce also, die so unwiderstehlich lecker ist, dass man am Ende das Hähnchenfleisch eigentlich gar nicht mehr benötigt, man könnte die Sauce auch pur löffeln [sic!]. Allerdings wird die Hähnchenbrust nach meiner Anleitung wirklich butterzart und saftig – darauf wollt ihr nicht verzichten. Von allen Rezepten für „Marry me Chicken“ der Welt habe ich mich an dem von New York Times Cooking orientiert. Naz Deravian fügt in ihrer Variation noch etwas Tomatenmark hinzu, welcher der Sauce einerseits mehr Farbe, aber auch ein tieferes Süß-Säure-Spiel spendiert. Ich habe dann noch zusätzlich um einen Schluck trockenen Weißwein und geröstete Pinienkerne ergänzt.
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Und so wird’s gemacht: 

  1. Hähnchenbrustfilets abtupfen, salzen, und in einer Eisenpfanne* in Olivenöl anbraten. Warum Eisenpfanne? Weil ihr in einer beschichteten Pfanne keine goldgelbe Kruste erhaltet. Auf jeder Seite circa vier Minuten. Das Fleisch sollte goldbraun werden und sich leicht vom Pfannenboden lösen. Nicht zerren!
  2. Ein Stück Butter in der Pfanne schmelzen lassen, anschließend das Fleisch in einen warmen Teller geben, die Butter aus der Pfanne darüber gießen und im Backofen bei 50 °C ziehen lassen. (Keine Umluft, Umluft ist der Tod für Geflügel!)
  3. Weiteres Öl in die Pfanne geben, zwei Zehen hauchdünn gehobelten Knoblauch hinzufügen, etwas Tomatenmark, sowie getrocknete Tomaten. Kurz durchrühren, alles kurz im Öl anziehen lassen
  4. Mit einem Schluck Weißwein ablöschen, reduzieren lassen. Hühnerbrühe dazu gießen, wieder etwas reduzieren lassen, dann die Sahne hinzufügen. 
  5. Abschmecken mit weiterem Salz und Melange Noir*. Ihr könnt natürlich auch „normalen“ schwarzen Pfeffer aus der Mühle verwenden. Aber ich verspreche euch, dass ihr das Gericht mit dieser Pfeffermischung auf eine andere Stufe hebt. Langpfeffer, Kubeben-Pfeffer, schwarzer Malabar-Pfeffer sowie Piment geben der Sauce ein umwerfend warmes, würzig-frisches Aroma. Noch bis Weihnachten erhaltet ihr mit dem Gutschein-Code ATK20 auch noch 20 % Nachlass auf das gesamte Sortiment! 
  6. Sauce etwas einköcheln lassen, bis sie leicht sämig wird, dann den Parmesan ganz fein hineinreiben, er soll wie Schnee in die Sauce fallen, damit er sofort einschmilzt. (Tipp: Diese Microplane* verwenden, ist einfach die beste!)
  7. Das Hähnchenfleisch aus dem Backofen nehmen, samt Butter und Bratensaft in die Sauce gießen, Fleisch in der Sauce wenden. Bei geringer Hitze etwa fünf Minuten in der Sauce ziehen lassen. 
  8. In der Zeit einige Pinienkerne fettfrei rösten, Basilikum zupfen
  9. Das Fleisch saftig tropfend auf einen warmen Teller geben, weitere Sauce darüber fließen lassen. Noch etwas Melange Noir, einige Paprikaflocken (Tatli Pul Biber doux, gibt es im türkischen Supermarkt) und die gerösteten Pinienkerne darüber streuen. Mit Basilikum garnieren
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Serviceteil

Hinweis zu meinem Projekt „Arthurs Tochter kocht die New York Times leer“:

Nein, ich bekomme kein Geld dafür, das ist derzeit einfach mein privates Lieblingsprojekt. Ich bezahle auch jeden Cent selbst für den unbegrenzten Zugang zu den Rezepten. Ihr könnt mich gerne unterstützen, indem ihr die Artikel weiterempfehlt und teilt und verlinkt, wo ihr könnt und mögt, das wäre toll und ich danke euch sehr dafür! ❤

Ich kann nicht garantieren, dass ich die NYT wirklich mal leer koche. Vielleicht höre ich nach den ersten zehntausend Rezepten auch einfach wieder auf. 

Ich verfolge bei der Auswahl der Rezepte kein System. Gekocht wird, worauf ich Lust habe und was mir gerade vor die virtuellen Füße fällt. Vorschläge von euch nehme ich jederzeit gerne auf!

Die Maßeinheiten von cups, ounces und so weiter rechne ich nicht einfach nur um, sondern passe sie den Rezepten auf- und abgerundet an. Auch modifiziere ich die Rezepte auf in Deutschland erhältliche Zutaten und Gewohnheiten.

Außer im Rezeptregister sammle ich alle nachgekochten Rezepte in diesem Artikel


  Make lecker great again!                                                                                                                     




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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

8 Kommentare :

  1. Wie lange muss den die Hähnchenbrust im Ofen ziehen? Danke!

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    1. Hi Ben, Du kannst in der Zeit in aller Ruhe die Sauce fertigstellen. Hühnerbrust ist gar bei 75 °C. Da der Ofen nur 50 °C hat und der Anbrat-Prozess vorher nicht zu lange dauert, zieht sie ganz gemächlich etwas weiter durch. Der Rest kommt dann, wenn sie wieder höhere Temperatur in der Sauce hat. In meinem Ablauf hat das perfekt gegarte, super saftige Hähnchenbrustfilets ergeben. Da sie ein etwas dickeres Ende und ein dünnes hat, ist sie an der dicken Stelle durch, aber am dünnen Ende nicht zu trocken. Wenn Du Dir unsicher bist, verwende ein Fleischthermometer. Mehr als 80 °C Kerntemperatur sollte sie nicht bekommen. Ich hoffe, das ist gut erklärt, sonst melde Dich einfach noch einmal.

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  2. Liebe Astrid, fabelhaft wie du dich dieses Rezeptes angenommen hast, ich werde folgen sobald das nächste Huhn in Reichweite flattert.

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    1. möge Dir also bald ein Prachtexemplar ins Haus flattern, liebe Anna :)

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  3. Habe das Gericht meinen Enkeln vorgesetzt. Es hat geschmeckt und sie waren zufrieden. Selbst wenn es von einem Sternekoch zubereitet würde, als Heiratsanreiz, meinte die Älteste, reicht es nicht. Lag vielleicht an den Tomaten, die ich verwendet habe.

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    1. ach, da würde ich mir keine Gedanken drum machen. Geschmäcker sind so verschieden, wie Heiratsvorlieben. ;)

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  4. Dagmar1/13/2024

    Liebe Astrid,
    leider sehe ich in diesem Artikel keine genaue Zutatenliste mit dem von dir angepassten Rezept. Mache ich irgendetwas falsch? Oder wo sind die genauen Zutaten (z.B. für 4 Personen) versteckt?

    Liebe Grüße
    Dagmar

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    1. Liebe Dagmar, bei Arthurs Tochter kocht. handelt es sich nicht um einen klassischen Koch- und Rezepteblog. Es ist eher ein "hilf mir, es selbst zu tun", angelehnt an das wertschätzende Motto Maria Montessoris. Daher beschreibe iich auch hier lediglich die beste Herangehensweise. Die Abstimmung auf individuelle Mengen und Geschmacksvorlieben überlasse ich vertrauensvoll meinen Leserinnen und Lesern. Viel Freude beim Nachkochen!

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