Yakitori-Brokkoli mit geschmorten Zitronen, Erdnüssen und Koriander à la Mosch Mosch

Yakitori-Brokkoli mit geschmorten Zitronen, Erdnüssen und Koriander à la Mosch Mosch – und ganz selbstverständlich wird from root to leaf-like der Kohlstrunk mitgeschmort, denn: from nose to tail ist ausgelutscht wie ein alter Kuhknochen

Yakitori-Brokkoli mit geschmorten Zitronen, Erdnüssen und Koriander à la Mosch Mosch | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul

Alles nur eine Frage der Zeit...

Es war nur eine Frage der Zeit, bis nose to tail für den Kochbuchmarkt so ausgelutscht sein würde wie ein alter Markknochen. Es folgt: root to leaf, von der Wurzel bis zum Blatt und wir essen jetzt wirklicht alles mit, ob wir wollen oder nicht; mit ausreichend Dörrung zwischen 3 Mondphasen und anschließender rechtsdrehender Zentrifugalkraft schmeckt uns schließlich auch die Bananenschale im Speckpfannkuchen. Omas Selbstverständlichkeiten wie glasig geschwitzte Stiele vom Mangold im Risotto, Pesto aus dem Grün von Wurzelgemüsen und köstlich zubereitete Strünke vom Kohl sind nun der neue heiße Scheiß am Küchenhimmel. Wahrscheinlich werden Möhren demnächst mit "gezupft von"-Siegel verkauft und kleine Schildchen am Gemüse mit dem Fingerprint des unter dem Mindestlohn schuftenden Erntehelfers versehen. Diese Möhre riss Miguel bei Vollmond für Sie aus der Demeter-Ackerfurche! Schöne neue Brutalregionalsuperfoodhealthywelt, politisch ganz korrekt.
Yakitori-Brokkoli mit geschmorten Zitronen, Erdnüssen und Koriander à la Mosch Mosch | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul

Ganz unaufgeregt schmore ich mir währenddessen ein Essen aus der Ramen-Nudelbar Mosch Mosch nach; es gibt Brokkoli in Yakitorisauce MIT dem Strunk des Brokkoli – soviel neuer heißer Scheiß muss schon sein –  dazu geschmorte Zitronen, geröstete Erdnüsse und frischen Koriander, während ich mir die gehobelten Champignons besser hätte sparen können

Yakitori-Brokkoli mit geschmorten Zitronen, Erdnüssen und Koriander à la Mosch Mosch | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul

Yakitori-Brokkoli mit geschmorten Zitronen, Erdnüssen und Koriander à la Mosch Mosch | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul
Als erstes die Zitrone. Sie sollte komplett bio sein, also weder in noch nach der Blüte gespritzt und danach auch die Schale nicht behandelt. Die Zitrone wird längs halbiert und anschließend in dünne Scheiben geschnitten. Diese kommen mit dem längs in ca. 3 mm dick geschnittenem Brokkolistrunk eine Pfanne und werden sanft in etwas Pflanzenöl angeschmort, ohne dass sie Farbe nehmen. Wenn die Strunkstücke vom Brokkoli leicht glasig werden, kommen die Brokkoli-Röschen dazu und werden zuerst auf der Blattoberseite angeschmort, dann umgedreht. Am Schluss kommt Yakitorisauce hinzu und darf leicht sämig einköcheln. 

Serviert wird der Brokkoli in Yakitorisauce mit den geschmorten Zitronen mit gerösteten Erdnüssen und frischem Koriandergrün. 

Yakitori-Brokkoli mit geschmorten Zitronen, Erdnüssen und Koriander à la Mosch Mosch | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul

Yakitori-Brokkoli mit geschmorten Zitronen, Erdnüssen und Koriander à la Mosch Mosch | Arthurs Tochter kocht. von Astrid Paul

Was ist Yakitori-Sauce?

Yakitori ist oft als ein japanisches Gericht ein Begriff, bei dem gegrillter Fisch oder Fleisch (Hühnchen) auf Spießen gegrillt und serviert werden. Die dazu gereichte Sauce heißt Yakitorisauce und enthält je nach Rezept oder Hersteller in verschiedenen Anteilen Sojasauce, Mirin, Sake, diverse Gewürze wie z. B. Ingwer, Knoblauch und Zucker. Sie schmeckt, als hätte man Rübensirup (Rübenkraut) mit Sojasauce vermischt und sehr lange einkochen lassen.

Serviceteil*



Zweitbeste Yakitori-Sauce: Yakitori Hühnchen Sauce von Ebara  (diese findet man auch oft stationär in Asia-Märkten)


Der  wunderschöne Teller stammt aus der ASA Collection LIGHT; einer Porzellanserie, die sehr organisch wirkt und und trotz normaler Robustheit federleicht und fast transparent erscheint. Ich besitze mittlerweile einige Teile und erfreue mich an jedem einzelnen jeden Tag! Erhältlich HIER*


  Genießt euren Tag!

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Arthurs Tochter

Astrid Paul, die Autorin von Arthurs Tochter kocht., ist besessen vom Essen. Sie wacht manchmal nachts auf, weil ihr im Traum Essensdüfte durch die Nase ziehen. Dann steht sie auf und fängt an zu kochen. Oder zu schreiben. Vielleicht kocht sie auch nur, um darüber schreiben zu können, wer weiß das schon...

Kommentare :

  1. Jawoll! Seit wir von der freundlichen Besitzerin des Asia-Ladens erklärt bekommen haben, dass die Stengel vom Wasserspinat eigentlich das Beste am Gewächs sind, wokken wir grundsätzlich die Stiele und Strünke mit. Da steckt jede Menge Geschmack drin! Und das Gemüse passt so phantastisch zur Sau, die man damit durch's Dorf treibt. Danke für den amüsanten Rant über "nose to tail to root to..." Sollte doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man möglichst viel vom Produkt verwendet, oder?

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    1. ich bin da immer herrlich zwiegspalten bei solchen "in"-Themen. Natürlich ist es wichtig, auch immer mal wieder auf Selbstverständlichkeiten hinzuweisen, die traurigerweise bei vielen Menschen eben keine mehr sind. Aber der Brustton des "Wir haben da gerade etwas Neues erfunden, etwas, das die Welt noch nie gesehen hat", der bringt mich jedesmal auf die Palme.

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  2. Hey!
    So nun sitze ich gedanklich bei dir am Tisch, auch wenn sicher nichts mehr da ist, wein!
    Sieht super aus, ich verwende immer auch den Stiel mit, besser als Kohlrabi, finde ich, so gar die Blättchen die noch super sind werden mit verarbeitet.
    Genauso gehe ich mit Blumenkohl um.
    Liebe Grüße sende ich dich!!!
    Jesse Gabriel

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    1. Ja Du hast recht! Auf jeden Fall sind die zarten Blättchen auch eine feine Angelegenheit, beim Kohlrabi liebe ich sie ebenfalls sehr. Sie machen sich auf wunderbar in einem Kräuterquark.

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

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