Tschüss September! Die Lieblinge des Monats: Lieblingslinks, Lieblingsessen, Lieblingsblog und mehr...

Zu kurz und zu warm!


Prolog

Zu kurz und zu warm, viel mehr gibt es zum September nicht zu sagen. Wenigstens war er ein Monat mit für meine Verhältnisse relativ viel Struktur. Aufgrund meiner gesundheitlichen Malaise, die immer noch dafür sorgt, dass ich Ruhe halten muss und nicht mehr durch die Gegend laufen kann wie früher, verbringe ich viel Zeit am Schreibtisch und mit und für den Blog, unterbrochen nur von kleineren Ausflügen, die die Seele baumeln lassen und mir neue Horizonte erschließen. So hatten wir eine kleine Auszeit im geliebten Spielweg, von der ich noch ausführlicher erzählen werde. Ich habe mir die Tomatenernte in Spanien angesehen, bin mit einem bekifften Taxifahrer durch Lissabon gerast und habe in Helsinki Bärenfleisch gegessen. Ach ja, Struktur. Da ich nun so viel Zeit in den Blog investieren kann, brauchte ich einen Plan. Die aufgeregten Redaktionspläne anderer Blogger habe ich oft nicht verstanden, ich dachte stets, das hat man doch alles im Kopf, mon dieu! Aber es ist wirklich so, dass ich mir ein wenig überlegt habe, die Kiste hier besser zu strukturieren - was meinem Naturell nicht besonders nahe kommt. Ich bin ein Mensch, der viel Struktur braucht, sie aber ungern selber erschafft. Daher muss ich mich selbst stets und überall an die Kandare nehmen, um meine Kreativität in ordentliche Bahnen zu lenken und nicht zu viel Energie sinnlos am Wegesrand zu verplempern. Dazu gehört, entsprechende Ruhezeiten zu schaffen - diese sind mir besonders wichtig geworden, denn: mangelnde Struktur führt bei mir schnell zu körperlicher und mentaler Überlastung. Strukturiere ich aber meine Pausenzeiten mit der gleichen Stringenz wie meine Aktivitäten, so kämpfe ich nicht mehr gegen mich selbst an, treibe mich nicht mehr immer weiter und immer höher, sondern akzeptiere nötige Ruhefenster eher. 

Daher versuche ich jetzt seit 2 Wochen Folgendes: (was ich hier lediglich öffentlich aufschreibe, weil auch das wieder - verpflichtende - Struktur schafft)


Ihr, ich, wir werden sehen, wohin das führt... Derzeit habe ich z. B. so viele Reiseberichte noch bis in den Juni zurück auf Halde, dass ich nur mit dem Freitag dafür eigentlich nicht ausreiche - sonst erzähle ich euch von meiner Reise durchs Vinho Verde im Juni erst im November 2017. 

Vielleicht erschien mir der September auch nur so kurz, weil er so ausgefüllt war - vor allem mit Menschen. Die wunderbaren Kennenlernen im vergangenen Monat stapeln sich hier bis unter die Küchendecke und ich weiß gar nicht, wen ich gedanklich zuerst umarmen soll. So viele Menschen, die mein Leben reicher gemacht haben, hach, ganz ganz riesengroßes *HACH*, der Reichtum an Nähe und Glück sprudelt derzeit förmlich aus mir heraus. Andrea hat daran besonderen Anteil, die Freude, sie kennenzulernen, trage ich wie ein Schatzkästchen in meinem Herzen. 

Derzeit macht mir die Erinnerungsfunktion bei Facebook besondere Freude. Um diese Zeit vor 4 Jahren ist der rheinhesssiche Salonlöwe hier eingezogen und Facebook hat mich in den letzten Wochen immer wieder an die Zeit erinnert, als er noch ein Winzling war und ich ihn bei seinen Geschwistern und Katzeneltern besucht habe. Derzeit ploppen täglich Bilder mit ihm hoch, Paul O'Malley auf dem Sofa, Paul O'Malley auf dem Schoß, Paul O'Malley, wie er in eine Socke beißt und so fort. Katzenbesitzer kennen das, andere mögen mit den Augen rollen, ist gleich vorbei. Jedenfalls ist er ein großer wunderschöner Kater geworden.




Zur richtigen Selbsteinschätzung sollte jeder einen Hund haben, der ihn anbetet, und eine Katze, die ihn ignoriert.
Derek Bruce

Gestorben

ist Susa und es vergeht noch kein Tag, an dem ich nicht an sie denke oder von ihr spreche. Auch dazu trägt Facebook bei, war ich dort doch so eng mit ihr verbandelt, dass auch diese Erinnerungen täglich aufploppen. Ach...

Herschell Gordon Lewis, der Godfather of Gore, ist tot (87). Er drehte Blood Feast, den ersten Splatter-Film der Geschichte. Bekannt wurden seine Trailer, vor denen alle schwangeren oder herzkranken Zuschauer gewarnt werden, das Kino zu verlassen, bevor der Trailer beginnt. Während der Trailer spricht oft eine Stimme beruhigend auf die Zuschauer ein: Remember! It’s just a movie. Quentin Tarantino würde heute sicher schlechtere Filme machen, hätte es Herschell Gordon Lewis nicht gegeben.

Film und Fernsehen

Toni Erdmann. Endlich. Leider ungefähr dreimillionen Minuten zu lang. Peter Simonischek in der Rolle des Toni Erdmann ist gottlob fast jede davon wert.

Tschick. Vor allem dafür, dass Fatih Akin erst so spät zu diesem Projekt gestoßen ist, eine bemerkenswert nah umgesetzte Verfilmung von Herrndorfs Buch. Zwei wunderbare Hauptdarsteller (Tristan Göbel und Anand Batbileg) und ein leider grundsätzlich viel zu selten zu sehender Uwe Bohm. Ohne Sinn.

Audrie & Daisy (Netflix). Der Verleih:
AUDRIE & DAISY is an urgent real-life drama that examines the ripple effects on families, friends, schools and communities when two underage young women find that sexual assault crimes against them have been caught on camera. From acclaimed filmmakers Bonni Cohen and Jon Shenk (The Island President, The Rape of Europa), AUDRIE & DAISY — which made its world premiere at the 2016 Sundance Film Festival — takes a hard look at American’s teenagers who are coming of age in this new world of social media bullying, spun wildly out of control. 
Nur schwer zu ertragen.

Tatort aus Münster. Also ich fand ihn super! Und bin ich eigentlich die einzige, die Jan Josef Liefers immer mehr an Heinz Rühmann erinnert? Und was ist mit Axel Prahl passiert? Noch nie waren seine Augen so blau und noch nie hat er so gut ausgesehen. (In meiner Familie fanden ihn alle mistig). Ingoranten! Alle! Wer Axel Prahl mag, sollte übrigens unbedingt Halbe Treppe* (2002) ansehen. Und anschließend die Filmmusik* der 17 Hippies kaufen.

Im Blog

schlugen die Flammen hoch. Es gab Teil 2 und 3 meiner Reise durchs Bordeaux, samt des Gefühles, einem Lamm noch auf der Weide in den Hintern gebissen zu haben. Ganz so roh muss es dann doch nicht sein... In dem Zusammenhang habe ich versucht zu erklären, warum ich keine Froschschenkel esse und auch auf Abalone ganz gut verzichten kann. Zum Bärenfleisch komme ich dann demnächst...

Erklärt habe ich ebenfalls, was eigentlich ein Schlesinger ist und warum nie jemand dahin verschwindet, wo der Pfeffer wächst - wenn man sich das auch noch sehr wünscht!

Ich habe mit 7 Tips meinen Angstgegner Kürbisgnocchi besiegt und für euch das beste Rezept der Welt dazu aufgeschrieben. Also das mindestens beste der Welt, klar ne! Dazu singe ich ENDBOSS von Materia. Ohrwurm gefällig? Bitteschön, gern gescheh'n:



Überhaupt Kürbis - dafür, dass ich bis vor wenigen Jahren keinen mochte - not bad, not bad...

Ich musste mich, es hilft ja nix, über zwei Metzger lustig machen. Wenigstens ein bisschen. Warum eigentlich immer ich, hm? Filed under: Pressemeldungen aus der Hölle.

Lieblingsessen

Berge von Jamón Ibérico D.O. Dehesa de Extremadura in Spanien und wilde Äsche aus Lappland, leicht ge_smoked, in einem Lappländischen Restaurant in Helsinki.

Lieblingslinks

Ein Dudelsack, der, Zitat: nicht nach Magenkrankheit klingt. Ab Minute 0:40 bläst Gunhild Carling das Ding auch auf, vorher torkelt tanzt sie nur. Swing that Ding! Via Nassrasur.

Ich sag mal so: Unter der Rubrik Lieblingslinks sammle ich einfach ähem... Bemerkenswertes. Mir muss davon nicht alles gefallen, euch auch nicht. Darf es aber, wenn ihr mögt. Wie wäre es hiermit? Frauen beim Orgasmus - Albert Pocejs intimes Fotoprojekt Fotograf Albert Pocej konnte [nun] aber 15 Frauen dazu bewegen, sich vor der Kamera selbst zu befriedigen. Soso.

Mein Geschimpfe über Jungbullenfleisch in diesem Blog ist seit Jahren Legion. David Seitz hat die Verbraucherverarsche hier noch einmal gut zusammengefasst: Die Jungbullen-Lüge.

Abseits von aller mit Schaum vor dem Mund vor sich hingetragener Empörung in sozialen Netzwerken durch verschiedene Blogger, sagt endlich mal jemand, was die Aldi-Kampagne wirklich ist: handwerklich misslungen.
Kurz gesagt: Aldi wirbt damit, Probleme zu lösen, die Kunden überhaupt nicht haben.
 Einfach, weil's Quatsch ist.


Der Kiezneurotiker war ebenfalls im Kino. Ich habe letzten Monat vor Tschick den Trailer zu Die Stadt als Beute gesehen und dabei schon gekotzt, obwohl ich nicht in Berlin lebe, denn: Berlin ist überall, seid gewarnt!

Lieblingsblog

Nach so viel savoir-vivre in den letzten Wochen muss es einfach ein Blog aus Frankreich sein. Natürlich belatschere ich euch jetzt aber nicht mit den perfekten Rezepten für Buttercroissants, wie langweilig wäre das auch. Wobei, ich könnte Frau Dreher mal fragen, ob sie eines hat. Dann könnte sich sich ein selbstgemachtes Croissant in den café au lait stibben, während sie als Christine Cazon ihre Kriminalromane* um Kommissar Léon Duval schreibt. So viel Höhen und Tiefen gibt es bei ihr in über die Worte, au fil des mots, das ich immer tiefer und tiefer hineinsinke in die Geschichte ihres (Er)-lebens. Außerdem hat sie schon hinter sich, was ich derzeit ausprobieren möchte: Bücher nach Farben zu sortieren. Au fil des mots - à Cannes


Pläne für Oktober

Ich sag nur: Hague Blue und Cromarty. Noch Fragen?



  Genießt euren Tag!

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Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Miriam Betancourt4. Oktober 2016 um 05:47

    Sagenhaft! So viel erlebt, so schön geschrieben. Ich bin ganz verrückt nach Deinen Monatszusammenfassungem!

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    1. Das freut mich sehr! Ich schreibe sie auch gerne :)

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  2. Hach Astrid....wie lieb ist das denn? Ich freu mich so sehr, wenn wir uns wiedersehen. Fühl Dich gedrück. LG aus Südtirol

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

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