Tschüss Mai! Die Lieblinge des Monats - Lieblingslinks, Lieblingsessen, Lieblingsblog und mehr...

Schon besser, schon besser...

Collage Monatsrückblick Mai 2016 | Arthurs Tochter Kocht von Astrid Paul

Eigentlich

Eigentlich war der Mai ein schöner Monat und, was die Tode der Idole meiner Generation angeht, auch etwas ruhiger. Erika Berger ist gestorben. Sie war nun nicht gerade ein Idol, aber ich fand sie immer toll. Und ich habe mir überlegt, ob ich auch so sterben möchte, einfach umfallen. Fertig und aus. Oder doch lieber wie im Film die Kameliendame - leidend, aber bis zum Schluss auf ganz hohem ästhetischen Niveau.

Gesundheitlich hat der Mai mir einen dicken Schlag versetzt, das trübt die sonstige Schönheit ein, aber ich lasse mich nicht unterkriegen und mehr als diese Zeile ist mir das auch nicht wert. Nimm dies, *______*-Arschloch! 

Der Liebste war beruflich sehr eingespannt, so dass er auch am Hochzeitstag durch's Ausland turnte. Das war komisch. Wir haben das jährliche Essen dann einige Tage später nachgeholt, aber das war nicht dasselbe. Es lag am Tag, am Restaurant, am Essen, ach... Und obwohl wir nicht mehr zusammen wohnen und uns oft einige Tage nicht sehen, ist das Getrenntsein unter Zwang für uns beide eine Qual. 

Lasst mal gucken, was ich mir vorgenommen hatte für den Mai. Da war ne Menge Spargel und Wein - check. Ravioli mit Grüner Sauce-Füllung - ähem. 10 Facts about Arthurs Tochter - nun ja. Ich verändere mich ja jeden Tag, das ist nicht einfach... Aber meine Meinung zum Blumenkohlhype, bzw. dessen Auswüchse - yupp, erledigt. Und während hier im Blog, der an dem Tag der Veröffentlichung bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit gestürmt wurde, die Kommentare wie gewohnt ruhig und fast unerwartet sehr zustimmend waren, war die Diskussion in einer Gruppe bei Facebook größer, ungefähr 6 Meter lang und am zweiten Tag auch schärfer im Ton. Es ging so weit, dass mir eine Diskussionsteilnehmerin Hetze vorwarf. Ich würde hetzen. Ich. Gegen Menschen wohlgemerkt, nicht gegen Gemüse. Das ließ mich mal wieder an Verstand und ja - auch an Bildung von so manchen Menschen zweifeln. Mit Ironie kommt nicht jeder klar, Schwamm drüber. Zur Strafe brate ich demnächst ein fettes Kotelett und nenne es high fat Blumenkohl. 

Reisen

Ich war in London - das erste Mal in meinem Leben! Ach war das toll! Erstens war ich für AEG im Einsatz, was jedes mal ein ganz besonderes Vergnügen ist, zweitens war ich in so sensationeller Begleitung, hey, das war die tollste Blogger-Reisegruppe aller Zeiten und - glaubt mir - da habe ich schon einiges Tolle erlebt. Auf dem Bild, das Simone vom Blog S-Küche gemacht hat, solche Bilder macht die Frau mit dem Handy mal eben im Vorübergehen, seht ihr Maja Nett, Stevan Paul und mich, wir warten mit Simone - ähem, das ausufernd tolle Frühstück im Hotel ist ja auch schon wieder 2 Stunden her - auf unsern Tisch bei Poppie's mit dem besten Doorman ever. 
Vor Poppie's, London | Arthurs Tochter Kocht von Astrid Paul
Fotocredit: Simone Filipowsky vom Blog S-Küche

Murder She Said!

Die Hälfte des Tages habe ich dann um die Uhrzeit 16:50 herumgeplant, denn zu diesem Zeitpunkt musste ich unbedingt wo sein? Genau, in Paddington Station. Das war dann am Ende zwar kurz auf Knopf, was meinen Rückflug betraf, but: no risk no fun... Als Film-Maniac, Agatha Christie-Fan, Miss Marple-Verehrerin, sagt selbst. 

Filme

Ich habe mir The Danish Girl angesehen, ein Film, der in schönen Bildern aber auch in der Flachheit seines Drehbuches ertrinkt. Was hätte man aus diesem Stoff machen können! The Revenant - ungefähr drölfzig Stunden zu lang, aber diese Bilder, diese Kamera!  The Hateful Eight - wurde da ein Theaterstück adaptiert? Viel zu lang, erst passiert stundenlang nichts, dann wird ständig eine Frau geschlagen und am Ende bringen sich alle gegenseitig um und Kotze, Gehirn und Blut spritzen durch die Hütte. Dennoch fehlt dem Film jede erkennbare Ironie. Der achte Tarantino ist imho der schlechteste, bei Jacky Brown war wenigstens die Musik cool. Das Lachen im Halse steckengeblieben ist mir bei Die Kannibalen. Großartiges Kammerspiel. Angucken!

Gelesen

Ich komme ja zu nix. Aber derzeit lese ich zum Abschalten in den Wartezonen von Bahnhöfen und Flughäfen den neuen Grisham*, Der Gerechte, der nach all seinen mittelmäßigen Werken der letzten Jahre mal wieder richtig Spaß macht. 

Gute Nachrichten!

REWE, denen ich aufgrund meiner eigenen Hautnah-Erfahrungen und Inneneinsichten als Führungskraft ausgesprochen kritisch gegenüberstehe, landen den Coup des Monats. Plastiktütenverzicht. Zum Nachlesen in drölfzigmillionen Medien und besonders gerne im Supermarktblog
In den sozialen Medien sind schon die ersten Motzwesire aus den Löchern gekrochen, um ihren sorgfältig unüberlegten Einkaufsboykott anzudrohen – weil, was tun, wenn man mal spontan mit der ganzen Familie an Regentagen den Wocheneinkauf erledigen will, aber zu geizig ist, einen neuen Baumwollbeutel für 1,79 Euro zu kaufen? 
Naja, vielleicht: zur Hölle fahren?

Lieblingsessen

Auswärts: Das Menü von Jozef Youssef in London. Sensationell! Coming soon...

Spargel-Pappardelle auf geschmortem Ochsenschwanz mit Basilikum-Gremolata | Arthurs Tochter Kocht von Astrid Paul

Im Blog

gab es im Mai 14 Artikel. Der Beliebteste war jener mit dem Rezept zum Gedämpften Spargel mit Bozner Sauce, der auch auf Instagram mein bisher beliebtestes Foto abgab, gefolgt von Let's talk about... Bumenkohl, gefolgt von der Brioche in der tollen Gusseisenform und dem Einblick in mein Zuhause. Und überhaupt alle Spargelartikel, die werden zur Zeit rauf und runter geklickt und ich bekomme viel positives Feedback zu meiner Reihe "Welcher Wein zum Spargel?", was mich sehr freut! 

Lieblingslinks

Da bleibt mir das "Liebling" im Hals stecken, gehört aber trotzdem hierhin.
Hallo.
Ich heiße Dmitrij Panov und ich werde bald sterben.
Klingt komisch, ist aber so.
Nachzulesen hier. Entdeckt beim Kiezneurotiker, über den ich eh ständig das halbe Internet neu entdecke.

Hier werden gelb-schwarz-gestreifte Ravioli gemacht. MÜSST ihr euch ansehen, ganz wunderbar und hübsch und eher etwas für Feinmotoriker.

Claus kocht nose to tail von Gemüse. Muss man ja auch erst einmal drauf kommen.

Ökotest beschäftigt sich mit Fleischersatzprodukten. Geht für diese nicht gut aus. Die Tester fanden Mineralölrückstände und durchweg zuviel Salz in den Produkten.

Johannes Guggenberger, der Blogger mit der großen Liebe zu seiner Heimat, gewinnt mit seinem selbstverlegten Kochbuch den besten, stolzesten Preis, den man mit einem Kochbuch gewinnen kann:
Den Gourmand Award für regionale Kochbücher in Deutschland 2015 habe ich dieses Jahr schon in Paris gewonnen. Somit hat sich mein Kochbuch für die Weltweite-Auszeichnung nach China qualifiziert, wo heute die "Best in the World-Awards" verliehen worden sind. Und, mein Buch hat den 3ten Platz gemacht! 
Ist das toll? Ja, das ist toll!

Was ich letzten Monat vergessen habe: Christian Buggischs launige Reihe Homöopathie verstehen. Mein Lieblingsartikel der durchweg lesenswerten und unterhaltsamen fünf: Wasser, das sich erinnert. Groß!

Lieblingsblog

Aber so was von! Erst vor kurzem entdeckt und jetzt fiebere ich jedem der lakonisch-schönen Beiträge entgegen. VIVE LA RÉDUCTION! "SAUCE OU BARBARIE!"


Aussicht in den Juni

Gesundheitlich: Bedenklich. Was meinen Beruf angeht: Ganz wunderbar. Ich werde nach Porto und Guimarães reisen, deren Altstadt zum Welterbe der UNESCO gehört und zwei Wochen später zur Fête le Vin 2016 nach Bordeaux. Verbloggt werden die letzten zwei Spargelgerichte, die beide asiatisch daherkommen, meine Reiseberichte zu London werden veröffentlicht und ein, zwei andere Ideen schwirren mir sowieso immer durch den Kopf. Es war schön mit euch und ich freue mich, den Juni gemeinsam mit euch zu erleben!



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Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Wieder sooo schön geschrieben! Alles Gute für Dich, liebe Astrid!
    D.

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  2. Das war wieder sehr vergnüglich zu lesen! Und gute Besserung!

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  3. Alles Gute liebe Astrid und du hast völlig recht: Unsere Reisetruppe war der Hammer und unser morgendlicher Bummel äußerst vergnüglich! Und köstlich und überhaupt!
    Bis hoffentlich bald,
    Simone

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    1. Ja bis hoffentlich ganz bald liebe Simone!

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  4. Liebe Astrid, beneidenswert dein Reiseprogramm. Muss schon wieder einen Tip loswerden, in Bordeaux gibt es die schönste Weinhandlung überhaupt, der Verkaufsraum ist eine mehrstöckige Wendeltreppe: L' Intendant, 2, Allées de Tourny.Die Weine sind, soweit ich es als Nichtweinkenner beurteilen kann, mehr als auf der Höhe der Architektur.
    Und noch vielen Dank für deine Linktips.

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    1. Ich war nicht drinnen weil einfach für nichts Zeit war und ich ja mehr im Bordeaux unterwegs war als in Bordeaux. Aber von außen habe ich mir diese wunderschöne Weinhandlung angesehen. P. Und ich planen derzeit unsere Reise ins Bordeaux 2017, dann statte ich der Weinhandlung einen richtigen Besuch ab.
      Danke für den Tipp!

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  5. astrid! oh. gerade erst geschnallt. danke! zuviel der ehre! =)
    und: meine extrem hübsche pepita-einkaufstasche hat mir schreckliches angetan. mit plastiktüte wäre das nicht passiert. ich finde, bei der rewe-diskussion wird der anti-auslauf-aspekt zu wenig beachtet. finde ich aber erst seit zwei tagen und wird meine grundsätzliche anti-plastik-haltung sicher nicht nachhaltig beeinflussen :D
    liebe grüße!

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  6. Hallo Astrid,

    danke für diese tolle Zusammenfassung. Ich verfolge dich schon still und heimlich längere Zeit (also deinen Blog, nicht dich persönlich :) ) und wollte dir nun auch einmal "Danke" sagen, für all die tollen Gerichte, Zusammenfassungen, Tripreports usw..

    Gruß, Martin

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    1. Das freut mich sehr und überhaupt: Sehr gern geschehen!

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    2. Das freut mich sehr und überhaupt: Sehr gern geschehen!

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  7. Wie will man sterben? Einfach umkippen, nichts mitbekommen … mag ja ganz bequem sein, aber man sollte immer daran denken, daß das Sterben das letzte ist, was man erlebt. Irgendwie finde ich, sollte man das mitbekommen.
    Eine "schöne" Sterbeszene bietet Gerard Dépardieu als Cyrano de Bergerac im gleichnamigen Film (nach dem Theaterstück). Er liegt und stirbt, und jedesmal, wenn die Umstehenden denken, jetzt ist's vorbei, rafft er sich auf, weil er noch einen letzten (immer gereimten) Satz der Nachwelt hinterlassen muß.
    LG, Roland

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    1. Lieber Roland,
      an jedem Tag möchte ich anders sterben. Das gehört wohl dazu. Ebenso, dass wir es uns nur schwerlich aussuchen können.
      Kennst Du "Rosannas letzter Wille"?

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    2. Lieber Roland,
      an jedem Tag möchte ich anders sterben. Das gehört wohl dazu. Ebenso, dass wir es uns nur schwerlich aussuchen können.
      Kennst Du "Rosannas letzter Wille"?

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

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