Tschüss April!

Du warst... lass es mich so sagen: Streckenweise nicht zu gebrauchen!


Monatsrückblick April 2016 | Arthurs Tochter kocht von Astrid Paul

Tod

Ein für viele in meiner Generation trauriger Monat. Prince. Was soll ich dazu noch sagen, was nicht schon überall anders steht. Die zwei Konzerte, die ich besucht habe, gehören zum Besten, was ich je sah. Und ich war nie ein Fan eines seiner größten Hits, Purple Rain hat mir nichts bedeutet, im Gegenteil war ich auf seinen Konzerten immer ganz froh, wenn die langen Riffs daraus vorbei waren. Ich liebe bis heute die Alben Sign o' the Times, Parade und Lovesexy, aus letzterem besonders Alphabet St. Und ja, ich mag auch die Filmmusik zu Batman, die damals bei vielen Fans durchfiel. Im Alter von so um die 20 - 25, als ich zu seinen Konzerten fuhr, bedeutete mir sein featuring von Frauen wie Sheela E. nichts, ich war viel zu gedankenverloren, zu unbedarft, zu jung dafür. Dass er Sinéad O'Connor berühmt machte - geschenkt. Toll fand ich damals seinen Satz "If I want sex, I call Candy", bezogen auf Candy Dulfer, die sagenhafte Saxophonistin. Ich war jung, es ging um Sex, es war doppeldeutig, uiiiii... 

Billy Paul ist ebenfalls gestorben. Me and Mrs. Jones und Am I Black Enough For You - Ohrwürmer zum Mitnehmen, zu letzerem habe ich mir im legendären Hamburger Mojo Club die Seele aus dem Leib getanzt. Aber wer so kurz nach dem Über-Musiker Prince stirbt, hat es schwer, in den sozialen Netzwerken wahrgenommen zu werden.

Hallo, mein Name ist Forrest. Forrest Gump. 
Arne Elsholtz ist tot. Der Synchronsprecher von Tom Hanks, Bill Murray, Jeff Goldblum und Manni, dem Mammut. Ein außergewöhnlicher Stimmkünstler, der seine Dialogbücher mit Akribie überarbeitet hat und stets mit einer Flasche Wein im Studio saß.



Film und Fernsehen

Der Cast der Twin Peaks-Fortsetzung wurde bekannt gegeben. 217 zum Teil großartige Namen. Es bleibt spannend. Ich habe 1 Stunde und 41 Minuten meines Lebens an den ärgerlichen "Im Rausch der Sterne" verschenkt und fand "The Eichmann Show" bewegend und (mir) Neues erzählend. Kein Kino im April, schade.

Lieblingsessen

Gedämpfter Spargel mit auf der Haut gebratener Lachsforelle und Bozner Sauce. Comming soon...

Im Blog

war diesen Monat eine Menge los. Die höchste Anzahl von Posts seit dem Beginn meiner Bloggerei 2009, 18 an der Zahl.  Wenn ich in dem Zusammenhang überlege, dass Arthurs Tochter Kocht in 2 Monaten den 7. Geburtstag feiert - das ist schon Wahnsinn. Jeder, der stringent seit Jahren in ähnlicher Artikelanzahl und vor allem -länge(!) bloggt, weiß, wie viel Ausdauer und Disziplin das erfordert.

Aus meinem Supperclub gab es im April die Rezepte für dry aged-Lammrücken am Stück aus der Salzgrotte und Creme Caramel mit Lorbeer und Abbé Fétel in Holunder. Ich habe euch 5 umwerfende Spargelrezepte, die immer gelingen, aufgeschrieben, und noch ein, zwei weitere obendraufgepackt. Und die Spargelzeit hat ja gerade erst angefangen! Im Mai berate ich euch weiter, welchen Wein ihr wann zum Spargel servieren könnt und erkläre euch, warum es nicht immer Silvaner und - und ihr müsst jetzt ganz stark sein - Riesling sein muss. Da am 15. Juni 2016 die diesjährige Matjessaison startet, habe ich euch rechtzeitig mit zwei Rezepten dazu versorgt. Auch da kann also nichts mehr schiefgehen :) Zum Schluss habe ich euch auch noch mit 'ner Ladung Gesundheit und clearing und healthy-bowl-super glow versorgt, bitteschön, gern gescheh'n!

Es gab einen Wein zum Nichttrinken (ja, auch so etwas muss mal gesagt werden) und von meinen vermeintlichen Küchenkatastrophen habe ich euch ebenfalls erzählt. Aber: Was ja in diesem Zusammenhang am allerallerlustigsten ist, das sind eure Küchenkatastrophen, von denen ihr mir in den Kommentaren erzählt habt. Interessanterweise ging es bei den meisten um fliegende Torten, was mich zu der Vermutung bringt, dass meine Leser*innen große Fans von slapstick-Filmen sind. Jedenfalls danke für eure Anekdoten, über die ein oder andere lache ich jetzt noch.

Jenseits aller kulinarischen Themen habe ich euch davon berichtet, wie sich Dunkelheit anfühlt, und auf welchem Wege mir bewusst wurde, was da vor einigen Jahren mit mir passiert ist... Da die Sensibilität des Themas für mich eine öffentliche Diskussion über mögliche Ursachen etc. unmöglich macht, habe ich die Kommentarfunktion unter dem Artikel deaktiviert. Aber dann haben mich so viele berührende Mails von euch erreicht - ich weiß kaum, was ich dazu sagen soll! Ich kann sie nicht alle beantworten, das raubt mir zuviel innere Kraft, ich passe mittlerweile sehr auf mich auf. Aber jede einzelne Nachricht von euch hat mich mit  so viel Wärme und Liebe geflutet - ich bin, ja - sprachlos. Ihr seid alle in meinem Herzen, so wie ich in den Herzen von so vielen von euch bin.

Lieblingslinks

Öko-Test hat "Superfoods" getestet.
Nicht nur, dass die teuren Superfoods gar nicht so vitamin- und mineralstoffreich sind wie erhofft, sie sind oft auch stark schadstoffbelastet.
Die Tester fanden Blei, Pestizide und Mineralöle.  Tja. Ich sag ja immer, esst mehr Leinsamen.

Passend zu meinem Artikel Denn alle anderen sind nur Schlampen! hat Miriam mir einen sensationellen Link geschickt. Kleine Brüste sollten auf dem Rücken liegen. Wisster Bescheid, ne!

Die Italiener sind ziemlich sauer auf die Franzosen - also in kulinarischer Hinsicht, politische Animositäten wage ich nicht zu beurteilen. Und warum? Darum. Und ich finde, mit Recht!

“You’ve already got the Mona Lisa, leave the Carbonara alone”. 
Stronzo!

Uwe reist nach Singapur. Einfach so. Grnz. Dafür muss er Fischköppe essen. Tja, das ist das, was davon kommt! Seine wahnsinnig allertollsten Reiseberichte und sagenhaftesten Fotos (Singapur ist halt immer was mit Superlativ, wisst ihr, ne?) findet ihr hier.

Mit Elite Partner, ja genau die, habe ich darüber gesprochen, wie man jemanden ins Bett kocht. Also bitte, wenn ich nicht einen Rat für jede Lebenslage auf der Pfanne^^ habe, wer dann, hm?

Lieblingsblog

Ich lese immer weniger andere Foodblogs. Woran das liegt, möchte ich nicht in epischer Breite ausführen, jedenfalls nicht hier und heute. Könnte aber schon mit einem Übermaß an Konformität zu tun haben... Daher empfehle ich euch auch heute mal so'n Männerding. Mit John Wayne Videos, den besten Saloonschlägereien aller Zeiten und 'ner Menge Nassrasur. Männer unter sich. Ich lese da als Frau trotzdem dauernd, Rasurtips kann man ja nie genug bekommen^^, und ihr jetzt auch, ne!

Aussicht in den Mai

Ich brauche ein neues weiteres Auto, mein wunderschönes 900er Saab Cabriolet muckt und ich würde gerne als sichere Ergänzung einen 9,5 Saab Kombi daneben stellen. Dazu schreibe ich noch gesondert, aber wenn ihr schon mal etwas hört... Und ihr wisst ja, WIE Saab-verrückt wir in dieser Familie sind! 

Der Frühling ist da, und ich werde euch ein paar Einblicke in den Garten geben, noch bevor mein Kräutergarten wieder in voller Pracht steht. Es sprießt derzeit in allen Ecken, die Rubinette blüht so unglaublich, das muss ich euch unbedingt zeigen!

Es wird einen Menge Wein zum Spargel geben, überhaupt viel Spargel, Ravioli mit Grüner Sauce-Füllung, meine ganz eigene Meinung zum Blumenkohl-Hype und wenn ich es schaffe, auch 5 - 10 facts about Arthurs Tochter Kocht. Da aber Gott sich schon wieder kaputtlacht, während ich hier Pläne schmiede, schauen wir einfach mal, was kommt...
Frühling
Die süße Zeit, die warm umweht die Hügel
und grünen lässt in jungem Frühlingslaube
und Blüten lockt und Duft aus Laub und Kräutern
"Sestine" v. Dante Allighieri

Macht's euch schön!

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Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an - was für ein schöner Rückblick. Fast glaube ich, die werden bei Dir jeden Monat besser! (so dass bei Deiner Schreibe überhaupt noch möglich ist)
    Schönen Sonntag!

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  2. Leonie Wachtel1. Mai 2016 um 10:42

    Da war so mancher Lacher dabei!

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  3. Super geschrieben. Da blickt man trotz Schreckwetters nicht zurück im Zorn!

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Danke für Deinen Kommentar, der schnell freigeschaltet wird, so er höflich und respektvoll ist und nicht anonym abgegeben wurde. Mein Blog ist kein Diskussionsforum für anonyme Netz-Misanthropen, sondern ein Geschenk an meine Leserinnen und Leser.

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