Kohlrabireibereien

Marinierter Kohlrabi in köstlicher weißer Sauce

Ich hab's gestern ja gesagt, Kohlrabi muss her. Nur mit der Frikadelle, das wurde dann anders... Allerdings funktioniert der Kohl so gut für sich alleine, dass ich ihn trotz der Bratwurst auf den unteren Bildern unter "vegetarisch" ablege :)

Und weißt Du noch, was ich gestern zum Garen von Blumenkohl in Wasser gesagt habe? Richtig: Tu. Das. Nicht. Der Kohlrabi macht hier keine Ausnahme, auch ihn laugt das Wassergaren unnötig aus und Geschmack geht gleichermaßen verloren wie Inhaltsstoffe.

Du schneidest den Kohlrabi nach dem Schälen daher einfach nur in dünner Scheiben oder Stifte. Ich habe ihn mit einem meiner liebsten Küchengeräte für Gemüse gehobelt, dem Spirali. (Mit ihm drehe ich auch oft die Zucchinispaghetti oder Kürbisspiralen etc. (das ist das Teil, das ich habe und liebe (Amazon-link)
Dann legst Du die Scheiben in eine flache Schale und marinierst sie lediglich mit Salz und Zucker ca. 50:50. In ca. 20 Minuten zieht der Kohlrabi Wasser,  und wird weicher, zusätzlich wird der Eigengeschmack des Gemüses gehoben. Du gießt die Flüssigkeit durch ein Sieb ab (bis hierhin kannst Du ihn einfach als Salat weiter zubereiten) und gibst den marinierten Kohl in eine Pfanne mit zerlassener Butter. 


Dort schäumst Du alles kurz auf und gießt etwas Brühe an. Rührst anschließend crème fraîche unter, würzt mit weißem Pfeffer und Muskat und fertig. Solltest Du Sahne anstelle von créme fraîche verwenden, reibst Du noch etwas Zitronenzeste hinein oder spendierst der Sauce (oder Soße mit langem "o") einen Spritzer Verjus für die Säure. Mit dem Salz bist Du bitte sparsam; denke daran, dass Du es schon in der Marinade hattest!



Und et bolà (wie wir in Rheinhessen sagen) – das war es schon! Köstlich knackiger Kohlrabi ohne lästigen Kohlgeruch und so gut wie ohne Pups ;)



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Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Das geht mit ganz vielen Gemüsen. Ich nehme aber keine zusätzliche Brühe, sondern gare im eigenen Saft und lasse den am Schuß wegreduzieren.

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  2. Ich teile deine Liebe zur Kohlfamilie, wobei bei mir auf der Skala gaaaanz unten der Grünkohl steht.
    Die Idee mit der Marinade muss ich unbedingt ausprobieren. Bis jetzt ist meine Art der Zubereitung: in einem möglichst breiten,flachen Topf Butter zu brauner Butter rühren, Kohlrabischeibchen dazu, keine dicke Schicht, sparsam Salz, und zwei Löffel Wasser. Topfdeckel drauf, Flamme runter. Unter mehrmaligem Wenden knackig dünsten, bisschen Sud bildet sich von selbst. Gehackte zarte Blätter drüber-fertig. Bei einem richtig guten Kohlrabi wie dem Superschmelz brauch ich nicht mal eine Spur Pfeffer.

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  3. Ich lasse Butter im Topf schmelzen, gebe etwas Zucker darein, lasse das Ganze kurz ankaramellisieren und füge dann Kohlrabi-, Möhren- oder Porreescheiben hinzu. Etwas Salz darüber, ein paar Minuten dünsten lassen - und et bola. ;-)

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  4. Eben nachgekocht. So lecker!

    Allerdings leicht versalzen, also beim nächsten Mal mehr Vorsicht beim Marinieren. Und das Sößchen (mit langem ö) werde ich auch ein bißchen entflüssigen. :-)

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  5. Ach ist das lecker, hab ich gerade mit einem Schuß Verjus gemacht, weil ich gerade in der verrückten Verjusphase bin. Soooo lecker, ich muss mich zusammenreißen sonst kriegt der GöGa gleich nichts mehr. Danke für das Rezepte, so simpel und so lecker.
    Liebe Grüße von der Andrea aus Os

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