Blogger goes Wurstmarkt [Pressereise]



Da wohnt frau so still und leise im beschaulichen Rheinhessen vor sich hin und ahnt über die Jahre kaum, dass keine 45 Minuten Fahrtzeit von ihr entfernt, in der Pfalz, jährlich ca. 650.000 Menschen aus aller Welt über zwei Wochen im Jahr verteilt so um die 250.000 Liter Wein trinken. Weg. Einfach weg. 250.000 Liter. Un(wein)fassbar. Aber die Einwohner des beschaulichen Bad Dürkheims sind bestens vorbereitet. Hat ihnen doch bereits 1934 Fritz Keller ein Riesenfass geküfert, welches immerhin Einemillionsiebenhunderttausend(!) Liter fassen könnte. Wenn es nicht als Weinstube dienen würde.  Was treibt aber jetzt alljährlich die Menschen aus der ganzen Welt zu diesem Fest? Angefangen hat es bereits ganz grob im Jahr des Herrn 1155 als die ersten Pilger zu regelmäßigen Wallfahrten auf den Monte sancti Michaelis aufbrachen, dem Hausberg Bad Dürkheims, um in der oben stehenden Kapelle zu beten. Wo aber Pilger sind, sind auch die Menschen um sie zu verpflegen. 

Der heutige Ausblick vom Monte sancti Michaelis
Und so sammelten sich alljährlich mehr und mehr Bauern und Winzer samt Gauklern ein, um Verpflegung zu sichern und Langeweile nach den Gebeten zu vertreiben. Und von den Bauern, nicht von den Winzern, hat das Pilgerfest, dass sich über die Jahrhunderte zum größten Weinfest der Welt entwickelt hat, seinen Namen. Wurstmarkt. Auch wenn es eigentlich eher ein Weinmarkt ist und nebenbei auch noch mit modernen Fahrwerkattraktionen glänzt. 

Nachdem ich letztes Jahr leider keine Zeit hatte, nahmen P. und ich in diesem Jahr die Einladung der medienagenten zum 598. Wurstmarkt gerne an. Die Agenten sind eine Agentur, die sich besonders den Weinmachern verschrieben haben, in ihrem Portfolio befinden sich ca. 100 Weingüter und ich bin mir ganz ganz sicher, dass es sehr viel schlechtere Jobs auf der Welt gibt! :-) So trafen wir uns am vorletzten Wochenende im September, dem offiziellen Start des Wurstmarks in der Agentur. Und dann wurde es sehr sehr sehr anstrengend. Sehr anstrengend. Denn wir mussten fürchterlich viel essen

und ganz ganz fürchterlich viel trinken. Diese Weine haben wir verkostet:


FITZ-RTTER
2012 Riesling trocken „RebArena“
fitz-ritter.de info@fitz-ritter.de

DARTING
2012 Dürkheimer Fronhof Riesling Kabinett trocken
darting.de info@darting.de

CASTEL PETER
 2012 Dürkheimer Spielberg Riesling trocken „Von den Terrassen“
castel-peter.de info@castel-peter.de

HAUER-KATHARINENHOF
2012 Riesling trocken „Pferdestärke“
katharinenhof-hauer.de info@katharinenhof-hauer.de

HANEWALD-SCHWERDT
2012 Leistadter Kalkofen Riesling trocken „Kalkriff“
hanewald-schwerdt.de info@hanewald-schwerdt.de

PFEFFINGEN
2012 Ungsteiner Riesling trocken „Kalkstein“
pfeffingen.de info@pfeffingen.de

PFLÜGER
 2012 Dürkheimer Michelsberg Riesling trocken
pflueger-wein.de info@pflueger-wein.de

KARL SCHAEFER
2012 Wachenheimer Fuchsmantel Riesling trocken „Quetschenbaum“
weingutschaefer.de info@weingutschaefer.de

EGON SCHMITT
2012 Ungesteiner Herrenberg Riesling trocken „Ausblick“
weingut-egon-schmitt.de info@weingut-egon-schmitt.de

ZUM STEIN
2012 Dürkheimer Michelsberg Riesling Spätlese trocken „Michel“
zumstein.de info@zumstein.deTHEIS HEISSLER

HEISSLER
2012 Dürkheimer Schenkenböhl Weißburgunder Spätlese trocken
weingut-heissler.de info@riesling-trocken.de

MESEL
2012 Dürkheimer Nonnengarten Chardonnay trocken
mesel.de mesel@t-online.de

HENSEL
2010 „Ikarus“ Rotwein trocken
henselwein.de info@henselwein.de

BRENNEIS-KOCH
2009 Dürkheimer Feuerberg Merlot trocken 
brenneis-koch.de verena.suratny@brenneis-koch.de

Das Besonder an dieser Verkostung war, dass die Winzer anwesend waren. D. h. die Weinmacher tranken mit, erzählten von den Unwägbarkeiten des Weinbaus im allgemeinen und besonderen, von der Geschichte ihrer Weingüter und beantworteten geduldig sämtliche Fragen. Es war eine tolle Runde, ebenso launig wie informativ und ich würde mich über viel mehr solcher Treffen zwischen Winzern und Medienvertretern freuen!














Dermaßen gestärkt ging es im Anschluß über eine kleinen Pilgerreise auf den Monte sancti Michaelis hinunter in das laute Treiben des Volksfestes. Wir staunten über spektakuläre Fahrgeschäfte, von in die Luft geschossenen Menschen, Kanonenkugeln gleich und steuerten im Weindorf einen langen Tisch an, ließen uns nieder, tranken bis spät in die Nacht und fielen irgendwann, sehr viel später, in die weichen Betten des Hotels. 

Ich danke den medienagenten und der Stadt Bad Dürkheim ganz herzlich für die Einladung zu dieser tollen Sause und freue mich bereits auf das nächste Jahr! Die Verkostungsnotizen zu den getrunkenen Weinen kannst Du bei den Kollegen von 
und dem Stilschreiber nachlesen. 






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Arthurs Tochter

Kommentare :

  1. Oh, wie schön, ein Bericht über "unseren" Wurstmarkt :-)) (ich wohne in DÜW)
    Leider haben wir ihn dieses Jahr komplett verpasst wegen Urlaub... schaade.

    Wundert mich, dass das Weingut Wegner nicht dabei war bei eurer Verkostung - ist fast mein liebstes aus unserem Ort, Hensel mag ich aber auch sehr gerne und bei Heisslers hol ich mir immer am liebsten eine Schorle :)

    Hoffe es hat euch gefallen bei uns :-)

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  2. Oha. Ich liebe Weinfeste! Hier im hohen Norden ist hinsichtlich weinseliger Fetsivitäten leider Ödland. Obwohl, ich bin schon ganz dankbar für die 4 Winzer, die Jahr für Jahr am Rüdi ausschenken...
    Schön, dass Winzer und Medienvertreter in offensichtlich entspannter Manier zusammen kamen. Auf den Rummel (incl. Fahrgeschäfte) könnte ich dagegen gut verzichten.

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