In eigener Sache

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21.04.12

Spargeltarzan im Kornfeld?


...lieber Alex, das geht ja gar nicht! Aber wie schön, dass ich in den Tiefen meines Blogs noch ein Spargelgericht gefunden habe, das ich Dir hiermit um den Tanga wickle:

Spargel mit Amarettini-Butterbröseln, Radieschen und Radieschenpesto

Dazu wurde der Spargel geschlaucht, d. h. in einem solchen gegart (mittlere Stangen ca. 20 Minuten bei 180°C Umluft), in einem Sud aus Butter und Huxelrebe. Als Beigabe bekam er Radieschen, die nach 20 Minuten Garzeit im Ofen zwar etwas Farbe verlieren (im Wok gegart, so wie hier, bleiben sie schön rot) 
Lachs aus dem Wok mit Gurke, Radieschen, Ingwer und Zuckerschoten
Dem Geschmack nimmt der leichte Farbverlust allerdings nichts, knackig bleiben sie auch auch. Die Amarettini werden zerbröselt und in Butter in der Pfanne geschwenkt. (Du kannst sie Dir dazu in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz rüberrollen oder Du trittst sie einfach kurz und klein) 

Das Pesto aus dem Radieschengrün ist ne Wucht! Wichtig ist nur auch hier, dass Du es entweder im Mörser schredderst, was zugegebenermaßen viel Kraft erfordert, oder aber langsam im Blender zubereitest (nicht blitzhacken!) und dabei immer nur so viel Öl zugibst, wie gerade nötig ist, um es einigermaßen geschmeidig zu halten. Oder Du nimmst neutrales Öl, Olivenöl wird durch den Sauerstoffeinschluss beim Mixen bitter (ich glaube zumindest, dass es am Sauerstoff liegt, man mag mich gerne korrigieren). Also mixen wie auch immer und dann erst zum Schluß das Öl in voller Menge dazugeben. Das ist die ganz Hexerei bei der Pestozubereitung, so wird Dir nichts bitter.

Pesto aus Radieschengrün (ergibt ca. 500 ml)

  • 140 g Radieschengrün (Das waren bei mir die geputzten Blätter von zwei Bund)
  • 50 g ungeschälter weißer Sesam, geröstet
  • 30 g gehobelte Mandeln, geröstet
  • 5 Radieschen
  • 250 ml Olivenöl
  • 20 g Parmesan
  • 1 TL getrockneter Ingwer
  • 1,5 TL Zucker
  • Weißer Pfeffer aus der Mühle, Salz, Macis
  • Abrieb von einer Biozitrone
Und jetzt ab zum Spargelbauern! Mal sehen, was er heute trägt!




20.04.12

+++ aus aktuellem Anlass wiederholen wir das Programm +++ aus aktuellem Anlass wiederholen wir das Programm +++


Während ich im Hintergrund schreibe, kannst Du Dich an den Spargelrezepten der letzten und vorletzten Saison erfreuen.

  • Spargel aus dem Bratschlauch
  • Spargel mit Möhrenflan und Sauce von grünem Spargel
  • Spargel mit Basilikum-Zitronenthymianbutter und Bergen von Crevettes rosé
  • Spargel mit Lamm
  • Spargelbauern in Stringtangas
  • Spargelsud
Hier ------> ist ein Einstieg
Hier ------> steht alles


18.04.12

Beiz ist geil!


Bekanntermaßen liebe ich es, wenn Dinge sich von selbst erledigen. Vor allem Kochen. Daher meine Vorliebe für Schmorgerichte oder sous-vide-Verfahren. Einmal irgendwo hineingeschmissen, Stunden später wieder herausgeholt und fertig. In schnellebigen Zeiten mit nur wenigen Gelegenheiten zur Kontemplation am heimischen Herd ideal. Die nachfolgende Speise macht sich sowas von selbst, dass das Schreiben dieses Postings aufwändiger erscheint. Wenn man noch die Beizzeit großzügig abziehen würde, könnte es glatt als cucina rapida durchgehen. Und weil die Zeit mal wieder drängt, die Nachfragen gestern auf der ATK-Seite mir aber im Nacken sitzen, hier ganz schnell wie versprochen:
Der Vorteil beim Selberbeizen ist, dass der olle Dill wegbleibt. Wirklich eines der ganz wenigen Gewürze, denen ich nichts abgewinnen kann, egal wie oft irgendjemand mir erzählen möchte, dass er doch aber gerade jetzt und hier und überhaupt unbedingt dazu gehört, weil ja nur das Aroma in der Gesamtkomposition blablabla... Nee, lass mal. Also kein Dill. Nur ein aufs schändlichste geräuberter Schnittlauchtopf, der sein Leid mit der Basilikumpflanze von der Küchenfensterbank teilen durfte. Kleingehackt beide, mit einem ordentlichen Schwung Salz, selbstgemachtem Vanille-Puderzucker (Zucker und ausgekratzte Vanilleschoten so lange im Blender schreddern, bis es staubt und wochenlang durchziehen lassen), ein  paar Chiliflocken, etwas getrocknetem Ingwer, noch mehr Salz, ein Hauch Lion Piovré und Gin. Noch ein bisschen mehr Gin. Spuckst Du schon, wenn Du die Mischung probierst? Dann ist sie gut, die soll  jetzt nicht schmecken, erst später in der Gesamtkomposition

Die Kräuterpampe locker auf den Lachs legen, kühl stellen und arbeiten gehen. Oder ins Kino. Mach doch was Du willst! Abends, kurz bevor der Liebste nach Hause kommt, nimmst Du die Kräuter ab, wickelst den Fisch fest in Folie und lässt ihn im Ofen bei ca. 80 -90°C ein bisschen warmziehen. Du kannst ihn auch in etwas Olivenöl oder Butter confieren. Oder kurz in der Pfanne abraten. Ich mag warmgezogenen Lachs. Du kannst auch Teller so heiß schießen, dass sie Dir vor Hitze fast zerspringen und dann Scheiben von rohem Lachs in einem kleinen Butter- oder Olivenölspiegel auflegen. Dann gart der Fisch auf dem Teller kurz an - herrlich. Aber das nur so am Rande... Nebenbei machst Du Dir ein Kartoffelpüree (wie das geht, steht hier in meinem Bericht von der Perfektion), bei dem Du die Butter gegen Dein selbst angesetztes Rosmarin-Knoblauch-Olivenöl tauschst, und dann isst Du göttliches Püree mit dem lauwarmen Lachs und lässt Dir die Füße küssen. So schnell geht das! 

Ehrlich, schneller gegessen als aufgeschrieben! 


03.04.12

Die Leseprobe


Seit heute vormittag gibt es auf der Seite meines Lieblingsverlages eine kleine Leseprobe zu meinem Buch.Wenn Du magst, schau mal rein:


Astrid Paul, Arthurs Tochter Kocht

Bestellen kannst Du es immer noch mit persönlicher Widmung direkt bei mir unter arthurstochter.buchbestellung(at)gmail.com, beim Buchhändler Deines Vertrauen, natürlich direkt beim Verlag und hier ist der Link zu Amazon.

Während Du liest, sortiere ich die Bilder meiner Islandreise weiter durch, mit dieser, bzw. dem Essen im Restaurant "Dill" in Reykjavik geht es dann hier weiter...