In eigener Sache

Dieser Blog ist umgezogen und hat jetzt seine eigene URL.
Bitte in Zukunft www.arthurstochterkochtblog.com verwenden, Dankeschön!


23.02.12

Unrasiert und fern der Heimat...



...und obwohl ich niemals mit übermäßigem Haarwuchs (im Gesicht schon mal gleich gar nicht!!!) zu kämpfen hatte – dieses Fremd der Heimat-Gefühl kenne ich zu gut. Zumal der Satz im Original anders lautet; er stammt aus der Ballade Das Grab im Busento von August von Platen-Hallermünde (1796 - 1835)

„Nächtlich am Busento lispeln, bey Cosenza, dumpfe Lieder,
Aus den Wassern schallt es Antwort, und in Wirbeln klingt es wieder!

Und den Fluß hinauf, hinunter, zieh’n die Schatten tapfrer Gothen,
Die den Alarich beweinen, ihres Volkes besten Todten.

Allzufrüh und fern der Heimath mußten hier sie ihn begraben,
Während noch die Jugendlocken seine Schulter blond umgaben.“

Allzufrüh abgewandelt in unrasiert wurde dann von den Soldaten des ersten Weltkrieges. Und obwohl ich an manchen Tagen meine frühere Heimat Hannover noch immer vermisse, bin ich doch mittlerweile endlich zuhause. Habe neue Wurzeln geschlagen, die mir nie mehr jemand herausreißen möge. Ich lebe gerne hier in Rheinhessen. Dieser wunderbaren Gegend, die so sehr nach Hessen klingt und trotzdem in Rheinland-Pfalz liegt, aufgrund ihrer Vergangenheit unter französischer Besatzung. Hier, wo jeder Quadratmeter Genuss atmet. Von der Fleischwurst über den weltbesten Spargel aus Finthen hin zu vorzüglicher besternter Küche. Ländlich geprägt in sämtlichen Strukturen und doch voller Entdeckergeist und Experimentierfreude sind die Menschen in Rheinhessen. Hier passe ich gut hin, hier bin ich zuhause. Heimat. Ist ein wunderbares Gefühl. 

Du weißt, wie sehr mir das Kochen mit regionalen Produkten eine Herzensangelegenheit ist, wie gerne ich Werbung mache für die muskulösen Kracher-Hähne von Daniel, das tolle Fleisch der Metzgereien Walz und Stefan, und die Obst- und Gemüsebauern m. V. Dass ich gerne Bioprodukte verarbeite, mir aber Region und Ehrlichkeit noch viel wichtiger ist. Wenn alles zusammenkommt – wunderbar! Dieser Blog ist werbe- und produkttestfrei. Du findest hier keine Testberichte über Multifunktionsküchengeräte oder Ähnlichem, das einem Blogger täglich so angeboten wird, über das er doch bitte berichten möge, er dürfe auch gerne das Testgerät hinterher behalten. Mich stört es nicht bei anderen, ich finde ja sowieso immer, es soll jeder nach seiner Façon und so... aber ich mag es für mich einfach nicht, die Verpflichtung zum schreiben MÜSSEN, die Gefahr, mich selbst zu verbiegen ist mir viel zu groß. 

Biowein ist hier im Blog noch eine Nische. Wir wohnen inmitten der rheinhessischen Weinberge und ich denke  immer, dass ich kaum aus dem Haus gehen kann, ohne über einen Winzer zu fallen. In unserem direkten Umfeld hier in der rheinhessischen Kleinstadt gibt es zwei Biowinzer. Einer (WG Huf) ist so ungefähr unser Haus- und Hoflieferant für die Alltags- und Fernsehweine, der zweite (WG Arndt F. Werner) liegt so nah, dass ich ihm bald auf den Hof spucken könnte und trotzdem habe ich mich aus Zeitmangel noch nicht komplett durch sein Sortiment getrunken. Wenn es dann also auf einmal darum geht, im Zuge der Prowein Bio-, bzw. Ecovin-Winzer aus Rheinhessen in ihrem Bekanntheitsgrad zu unterstützen, mache ich gerne mit. Mit einer Einschränkung - ich kann ja gar keinen Wein trinken derzeit. Heute ist mein 18. Fastentag und so ganz unter uns, ich habe keinen Bock mehr. Wahrscheinlich höre ich heute auf, mal sehen. Insofern war es eine interessante Sache, diese Weinprobe. Ich habe meine Nase ins Spiel gebracht und P. seinen Gaumen. 

Und unter diesen besonderen Voraussetzungen testeten wir 3 Weine vom WG Gustavshof in Gau-Heppenheim. Die beiden Traubensäfte, die sie mir mit ins Paket gepackt haben, hatte ich für mich alleine, obwohl ich eigentlich nur mit Wasser und Tee faste, habe ich mir hier großzügig eine Ausnahme zugestanden. 

Aus dem Premiumsegment des Weingutes kam eine Flasche 2010 Grauburgunder Signatur trocken, € 9,00/Fl.
Meine Nase am 15. Fastentag:
War erstmal am Rande einer Ohnmacht. Ich rieche derzeit, während ich im Schlafzimmer bin, dass P. in der Küche gerade ein Schinkenbrot isst. Und die, die unsere Wohnung kenne, wissen - der Weg ist weit. Jetzt an einem Glas zu Wein zu riechen war wie eine Offenbarung nach über zwei Wochen des Verzichtes. Da schlugen mir Apfelaromen entgegen, gepaart mit Vanille und einem Hauch vergorener Trauben. Abgedeckt durch eine Lage Samt. Doch, man kann Samt riechen, ich habe es gerade erlebt! Diesen Samt hat P. auch geschmeckt, er hat ihm den ganzen Gaumen ausgekleidet und dann seine Decke gehoben um rechts und links leichte Säure hinabgleiten zu lassen. Dazu hat er Dichte und Apfelfrucht und wie zu sehen ist, auch noch eine wunderbare Farbe. Der Wein muss toll sein, er wird nämlich nachgekauft. ;)

Als Basiswein kam ein 2011er Cabernet Sauvignon Blanc de Noir für € 6,00/Fl.
Meine Nase:
Kleiner roter Kirschlolli an grünem Stiel. Kennst Du sie noch? DER Lolli meiner Kindheit. Am Ende war dann der obere Teil des Stieles total weichgelutscht. Das war der Wein wohl nicht, aber er roch sehr klebrig-süß. Am Gaumen war er laut P. ausdruckslos, "nach hinten schnell weg" ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Wir mögen Blanc de Noir gerade im Sommer als Terrassenwein sehr gerne, dieser hier wird nicht in unsere Favoritenliste aufgenommen. 

Als Dritter im Verkostungstrio kam er an die Reihe: 2007er Cuvee Jomax - 40 % Spätburgunder, 30 % St. Laurent und 30 % Portugieser. € 7,50/Fl.
In der Nase ganz klar ein Spätburgunder. Und eine große Herausforderung. Denn P. hat wenig Rotweinerfahrung, aufgrund seiner Histaminunverträglichkeit verzichtet er meistens und beschränkt sich auf meine rotweingeschwängerten Saucen. Die wahre Herausforderung für mich besteht also stets darin, ihm für eine typisches Rotweinessen den geeigneten Weißwein herauszusuchen. Aber Kirsche hat er geschmeckt. Auf nachhaken war es eine schwarze. Gepaart mit etwas Brombeere. Und ein Hauch Vanille. Ich vermute, die kommt vom Holz, der Wein war 12 Monate im Holzfass. P. hält ihn für einen guten Essensbegleiter, ich freue mich auf das nächste Coq au vin vom rhoihessischen Mistkratzer, für das er Begleitung sein darf. Also ganz klar mit einer Nachkaufempfehlung ausgestattet, hier stimmen Preis und Leistung! 

Die nächsten Weine vom Gustavshof werden wir uns nicht schicken lassen, da fahren wir dann selbst hin. Vielleicht ab April, dann ist das Gästehaus wieder geöffnet, Weineinkäufe können lang werden, ich spreche da aus Erfahung... Aber erst einmal esse ich jetzt wohl einen Apfel. :)
18 Tage. Weniger als angestrebt, aber mehr als die mir selbst auferlegte "Pflicht" von 14. Ich kann wohl ganz zufrieden sein und freue mich schon auf den Herbst...


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20.02.12

Steter Tropfen höhlt den Stein...


Du siehst mich bestürzt! Nicht nur, dass Kodak insolvent ist, nein. Jetzt müssen die Oscars in einem Theater ohne Namen verliehen werden. Mit der Firmenpleite fiel der Sponsering-Vertrag für das Kodak-Theatre der Insolvenz anheim. Was werden die Reporter auf dem Roten Teppich am 26.2.12 dann wohl sagen: Guten Abend, meine Damen und Herren! Ich stehe hier vor dem äh....Theater, das seinen Namen verlor? Sicher wird es eine Steilvorlage für Billy Crystal sein, der die Oscars bereits zum neunten Mal moderiert. Sponsorenverträge sind kompliziert und teuer dazu. Dass sich innerhalb der nächsten Tage ein Geldgeber finden wird, steht zu bezweifeln. Wobei - vielleicht wenigstens für diesen einen besonderen Abend? Eigentlich könnte man doch mal unter den führenden Botox-Produzenten Kaliforniens anfragen. 

Ich mache derweil mit meinen eigenen Oscar-Kandidaten für die beste beilegende Nebenrolle am Tellerrand weiter; nach Safran-Maltagliati und gebackenem Radicchio folgt heute die Rote Polenta. Als ich P. kennen gelernt habe, hatte er zu Polenta grundsätzlich keine dezidierte Meinung. Nach den ersten Malen, dass er sie auf dem Teller hatte, kristallisierte sich seinerseits schnell ein "geht, aber muss nicht sein" heraus. Ich fing irgendwann an, sie nicht mehr als cremigen Brei zu servieren (so wie ich persönlich sie sehr gerne mag) sondern als am Ende in Butter geschmurgelter Nocke. So kam ich einen ganz kleinen Schritt weiter. Er akzeptierte sie, wenn sie einfach irgendwie dazu gehörte. Dann folgte irgendwann die Variante der bekannten Rosmarinpolenta, die ich hier schon oft verbloggt und in den höchsten Tönen gepriesen habe. Ich arbeitete mich über Zimtpolenta hoch zu Morchelpolenta mit gebrannter Rosmarinhaube. Allein - die diesen Variationen zustehenden Begeisterungsstürme seinerseits blieben aus. Bis... Ja bis sie kam: Die rote Polenta.
Was so nicht ganz stimmt, denn eigentlich kam sie zuerst: Sabine vom Blog Ti Saluto Ticino. Was  wiederum auch nicht ganz stimmt, denn eigentlich kam ich zu Sabine, aber das ist ja wieder eine ganz andere Geschichte... Bereits in 2011 hatte ich die Freude und Ehre, sie persönlich kennen zulernen. Und unser gemeinsamer Abend im Elsaß samt des köstlichen Essens ist mir in genussvoller Erinnerung geblieben. DIE Frau versteht es zu genießen, ehrlich! Und sie hat die großartige Möglichkeit, ihre freie Zeit regelmäßig im Tessin zu verbringen. Dort schlemmt sie sich hemmungslos durch die Gemarkung (wie der Rhoihesse zu sagen pflegt) und berichtet von ihren kulinarischen Abenteuern im Blog aus dem Tessin. An unserem gemeinsamen Abend unterhielten wir uns über Polenta. Ich erzählte ihr , wie sehr ich sie mag und wie wenig P. diese Liebe teilt. Ein Schicksal, dass Sabine und mich verbindet, ihr geht es mit ihrem Mann genauso. Und ich berichtete ihr davon, wie gerne ich einmal rote Polenta essen würde. 

Es dauerte nicht lange, da kam ein Überraschungspaket bei mir an. Inhalt: Polenta. Rote. Gekräuterte. Gelbe. Alle grob, also wohl eher eine Bramata, alle aus dem Tessin. Ich war im siebten Polentahimmel! Die rote Polenta wird aus rotem Mais produziert. Dessen rote Schale sorgt für die roten Einsprengsel, die im Polentagrieß zu finden sind. Ich habe vor ein paar Jahren auch mal gestreiften Mais fotografiert.
Aber um Dir gleich die Frage zu beantworten, die jetzt auf der Zunge liegen wird: Nein, die Körner sind gelb. Leider. Die Vorstellung von grün-pink gestreiften Maiskörnern finde ich entzückend. Ich mag diese Farbkombination sehr gerne, die berühmte Innenarchitektin Tricia Guild und einige Tauchreisen in die Karibik haben diese Liebe geweckt. Leider kam ich damit zuhause nie so richtig durch, womit sich der Kreis zur Polenta wieder schließt. Polenta ist, bzw. war,  Arme Leute Essen. Und daher kommt wahrscheinlich auch noch die häufig verbreitete Zubereitungsmethode, sie einfach in einen Kessel mit Salzwasser zu geben und dann anstrengend, weil der Brei immer dicker wird, zu rühren, zu rühren und zu rühren. Und hingegen der Risotto-Doktrin, gegen die ich seit langer Zeit ankämpfe, muss Polenta wirklich gerührt werden. Sie setzt sonst an, so schnell kann ein Lämmchen nicht mit dem Schwänzchen wedeln. (Welcher Film?) Und bitte geh mir grundsätzlich weg mit Instantpolenta. Ich erlaube mir kein geschmackliches Urteil, aber Du glaubst doch nicht im Ernst, dass eine Frau, die Schweinebäuche über mindestens 29, eine ordinäre Ochsenbrust immer noch 24 und einen Kalbsfond mindestens 72 Stunden gart, eine Instantpolenta auch nur ansehen würde. Eben. 

Ich verfahre mit der roten Polenta genauso wie mit jeder anderen Polenta auch und gare sie in einer Mischung aus aromatisierter Sahne und Milch. Und am Ende haue ich ein dickes Stück Butter hinein., what else. Und dann lasse ich die Sauce vom Ochsenschwanzragout sanfte Bäche bilden, die sich sämig in die Polenta ergießen. Wie sie schmeckt, möchtest Du wissen? Fragen wir mal P. Ach, der kann gerade nicht, weil er den Mund voller Polenta hat, deren Reste er gerade am Herd aus dem Topf löffelt. Also, sie ist sehr nussig. Kräftiger im Geschmack, als ihre gelbe Verwandtschaft. Und Du hast so richtig was zu beißen, ob Brei oder nicht. 
Und pssst...ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen (bitte derzeit keine Grenzscharmützel, ich faste heute den 15. Tag und meine Seele liegt blank), aber ich glaube, die Österreicher nennen Polenta Türkensterz. Und am Ende ist es sogar ein Schmarrn. Aber wie gesagt, dass ist nur so ein Gericht, ähh, Gerücht. Und von mir hast Du das nicht!!!


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17.02.12

Der zweite Nominierte


...aus dem Post vom Award für die beste beigelegte Nebenrolle 
ist heute, Tusch und Trommelwirbel,  der gebackene Radicchio. Ich liebe Radicchio und bin immer froh, wenn ich Exemplare erstehe, denen nicht die Bitterness hinaus gezüchtet wurde. Wobei ich so das Gefühl habe, dass sich viele Landwirte wieder zurückbesinnen. Die Radieschen werden wieder schärfer, die Rauke, Chicorée und Radicchio wieder bitterer. Sicher hat das mit der Rückbesinnung auf gute, ursprüngliche Nahrungsmittel zu tun, dem Bedürfnis der Menschen, wieder bodenständiger zu essen, den Geschmack der Kindheit zurück zu gewinnen. 

Kennen gelernt habe  ich Radicchio als Salat. Ihn als Gemüse zuzubereiten, kam erst viele Jahre später, wohl möglich durch ein italienisches Kochbuch inspririert; ich weiß es nicht mehr. Auch Chicorée kam in meiner Kindheit nur als Salat auf den Tisch, klassisch mit Orange. Mittlerweile mag ich ihn am liebsten ofengebacken  mit einem Hauch Chili und Vanille zu Zander mit Rotweinsauce, ein Gedicht! 

Radicchio gibt es in vielen verschiedenen Arten. Sehr bekannt, aber in der rheinhessischen Provinz nur mit Vorbestellung beim Gemüsehändler d. V. zu bekommen, ist der Treviso. Und selbst den gibt es in unterschiedlichen Arten. Auch gibt es grünen Radicchio, mir ist allerdings noch keiner begegnet. Bei Wikipedia gibt es eine kleine Auflistung der verschiedenen Sorten:

  • Radicchio Rosso di Chioggia: Blatt rund, dunkel weinrot mit weißen Blattrippen, bildet feste Köpfe mit Färbung bis ins Herz, Umblatt ist grünlich-rot.
  • Radicchio Rosso di Verona: Blatt mittel weinrot mit weißen Blattrippen, bildet lockere bis feste hochovale zylindrische Köpfe mit Färbung bis ins Herz
  • Radicchio Variegato di Chioggia: Blatt weinrot mit starker beige-weißer Sprenkelung, bildet einen sehr festen runden Kopf
  • Radicchio Variegato di Lusia: Blatt beige-weiß mit weinroter Sprenkelung, bildet sehr festen Kopf bei kugeligem Wuchs
  • Radicchio Variegato di Castelfranco: Blatt beige-weiß mit weinroter Sprenkelung, bildet leichten lockeren Kopf bei kugeligem Wuchs
  • Radicchio Rosso di Treviso Precoce: Blatt länglich, dunkel weinrot mit breiten weißen Blattrippen, bildet feste recht hohe langovale Köpfe (ähnlich einem football) mit Färbung bis ins Herz
  • Radicchio Rosso di Treviso Tardivo: Blatt lang, schmal und dunkel weinrot mit breiten weißen Blattrippen, bildet lockere Blattrosette, für Treiberei im Winter
  • Radicchio Bianca di Lusia: Blatt vollständig hellgrün, bildet sehr festen runden Kopf
  • Radicchio Grumolo grün oder rot: Blätter mittelgrün oder dunkel weinrot feine weiße Blattrippen, bildet kleine Rosetten ähnlich Feldsalat wird aber größer und Blätter sind runder ohne Stiel

Quelle: Wikipedia, kompletter Artikel unter www.wikipedia.org/wiki/Radicchio 

Ich hatte wohl einen Radicchio Variegato di Lusia, er war kugelig und fest. Dieser wurde von mir geachtelt und in eine ofenfeste Form gelegt. Dann bekam er eine Abreibung mit Muscovadozucker - Abreibung deswegen, weil meine Muscovado Zuckerreste zu festen Klumpen geworden sind, die ich auf der Microplane fein reibe. Die gleiche Menge ca. an Salz und dann ein Guss aus Olivenöl. So durfte er eine Stunde oder auch etwas länger vor sich hinmarinieren. Die Zucker/Salz-Mischung bricht die Blattstruktur auf, fast gart er schon ein wenig vor sich hin. Bei 160°C für ca. 16 Minuten in den Ofen und das war es schon. Gewürzt wurde mit der tollen Mischung Lion Poivre von Holland. Am Tisch gab es noch ein fluffiges Häubchen von feinst geriebenem Parmesan obenauf. Herr_lich. 
Zum Ochsenschwanz die perfekte Beilage. Wenn man bitter mag. 
Und weil heute Freitag ist, und somit Wochenende, nimmt der Radicchio an Tobias´ Kochbasar teil. Das hat er sich verdient. Also beide, natürlich. :)
Kochrezepte Basar -teilen,inspirieren,stöbern,entdecken- immer Freitag bis Sonntag - tobias kocht!



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16.02.12

Ungefähr Halbzeit


Heute ist mein 11. Tag. Mein mir selbst gesetztes Minimum sind bekanntlich 14. Meistens mache ich so zwischen 19 und 23.

Vieles ist anders dieses Mal, das habe ich Dir an Tag Fünf bereits berichtet. Mir ist immer noch ziemlich kalt. Das Wetter macht mir immer noch zu schaffen. Ich bin sehr glücklich, weil heute die Sonne hinter den Regenwolken hervorlugt. Interessanterweise hatte ich noch keine wirklichen Höhen und Tiefen, es plätschert leise vor sich hin, aber auf niedrigem Niveau. Das heißt, ich bin nicht ganz so nachdenklich wie sonst, nicht ganz so entspannt und nicht ganz so albern.

Ja, es ist ein Fasten des nicht ganz so... und ich bin sehr gespannt, ob sich das in den nächsten Tagen noch ändert. Dass ich weiter durchhalte ist nur meiner mir eigenen Disziplin geschuldet. Der Tatsache, dass ich so ein sturer Mensch bin, auch und vor allem mir selbst gegenüber. Lust habe ich nämlich nicht mehr so wirklich. 

Also übe ich mich derweil in Lach-Yoga, man muss in diesen Tagen mit allen Mitteln arbeiten! :)))

Ein kleiner Leitfaden, was ich da überhaupt mache und warum, steht hier.


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15.02.12

Rote Polenta, gebackener Radicchio oder Maltagliati – Der Academy ATK-Award für die beste Nebenrolle...


...geht an:
Moment! Nicht so hektisch. Also nochmal. The nominees are:

1. Rote Polenta
2. Gebackener Radicchio
3. Maltagliati
Jede von Ihnen hat in den letzten Wochen den Hauptdarsteller Ochsenschwanz begleitet und ich weiß noch nicht so recht, wer sich am besten geschlagen hat. 
Ochsenschwanz
Am 26. Februar werden im Kodak Theatre in Los Angeles von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences die 84. Academy Awards verliehen - kurz, die "Oscars". Um die Entstehung des Namens ranken sich viele Legenden. Die wohl häufigste und mir persönlich liebste ist die Folgende: Die damalige Vorstandssekretärin der Akademie, Margaret Herrick, rief bei seinem Anblick aus: "Der sieht ja aus, wie mein Onkel Oscar!" Ob es sich hierbei um einen Ausruf des Entsetzens oder des Entzückens handelte, ist meines Wissens nicht überliefert. Der Akademie selbst gilt sie bis heute als offizielle Namensgeberin, wobei auch Betty "blue eyes" Davis, sowie Walt Disney immer wieder als Namenspaten genannt werden. Die Statue ist 34,29 cm groß und wiegt ca. 3,85 kg. Ihr reiner Materialwert liegt bei ungefähr 300,00 Dollar, über ihren Wert für die Gewinner brauchen wir nicht spekulieren. Wobei mir auf Anhieb auch ein paar Oscargewinner einfallen, von denen man danach nicht mehr besonders viel gehört hat. Was ist zum Beispiel aus Marisa Tomei geworden, ausgezeichnet für ihre Rolle im großartigen Joe Pesci-Vehikel Mein Vetter Winnie? Nicht, dass sie keine Filme mehr machen würde; ganz im Gegenteil, fast jedes Jahr einen. Aber niemand spricht mehr über sie. Oder Marlee Matlin, 1987 der Oscar für Gottes verlorene Kinder. Und danach? Dauerauftritte in der Serie Die Staatsanwältin und der Cop, dann ein bisschen Seinfeld, etwas My Name Is Ed und West Wing.

Was gibt es für großartige Nebendarsteller! William H. Macy! Chris Cooper! Oliver Platt! Jennifer Connelly! Lily Tomlin! Helena Bonham Carter! Und in diesem Jahr sind nominiert für den Academy Award für die beste weibliche Nebenrolle:
  • Bérénice Bejo – The Artist
  • Jessica Chastain – The Help
  • Melissa McCarthy – Brautalarm (Bridesmaids)
  • Janet McTeer – Albert Nobbs
  • Octavia Spencer – The Help
Und für die beste männliche Nebenrolle:
  • Kenneth Branagh – My Week with Marilyn
  • Jonah Hill – Die Kunst zu gewinnen – Moneyball
  • Nick Nolte – Warrior
  • Christopher Plummer – Beginners
  • Max von Sydow – Extrem laut und unglaublich nah
Selbstverständlich werde ich mir die Verleihung ansehen. Das, was ich aufgrund der Zeitverschiebung nicht schaffe, am nächsten Tag per Aufzeichnung. Und selbstverständlich werde ich am Folgetag sämtliche "Frauke-Magazine" sehen, mein Synonym für Promiberichterstattung jeglicher Coleur. Ich werde von der Feministin zum kleinen Mädchen, das gerne Prinzessin wäre. Bewundere rauschende Roben und schöne Menschen. Überlege wie in jedem Jahr, ob Botoxinjektionen in die Achselhöhlen zur Schwitzfleckenvermeidung wohl sehr schmerzhaft sind. Ob David Kirsch oder Fettabsaugekanülen für schlanke Silhouetten verantwortlich sind. Bezweifele aufrichtig, dass jemals noch einmal eine Frau mit einem tolleren Rücken in einem tolleren Kleid auftreten wird, als Hilary Swank, die 2005 ihren Oscar für Million Dollar Baby entgegen nahm. Übrigens bereits ihr zweiter, Boys don´t cry lief wohl fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Oder ob nochmals jemand strahlender auftreten könnte, mit schönerer Frisur, als Julia Roberts 2001. (Oscar für Erin Brockowich)

Aber ich überziehe die Redezeit und wir sind schließlich erst bei den Nominierten! Kommen wir hier und jetzt also in aller gebotenen Kürze zum Hauptdarsteller, dem Ochsenschwanz. Ein Rezept nach Poletto, bei dem der Ochsenschwanz zuvor mariniert wird, habe ich bereits im Herbst 2009 veröffentlicht. Das waren noch Zeiten, ich glaube, meine Küche hatte in 2009 überhaupt kein Licht. Dann gibt es noch eines für Kalbsschwanz, der wurde zwar hinterher gefüllt und in ein Schweinenetz gewickelt, aber so bereite ich im Prinzip auch jeden Ochsenschwanz abseits von Frau Poletto zu. In aller Kürze bedeutet das, die gewürzten Stücke schön kross in Butterschmalz oder in den ausgelassenen Fettparüren!  anzubraten, 
Ochsenschwanzfett
Wurzelgemüse dazuzugeben, etwas Ketchup (ist mir bekanntermaßen lieber als Tomatenmark, weil es mehr Säure mitbringt), ein Spritzer helle Sojasauce und dann wird einige Male mit Rotwein abgelöscht und immer wieder einreduziert. Lorbeerblätter dazu, etwas Wacholder, Pfefferkörner (sparsam!), Piment. Dann mit Rinder- oder Kalbsbrühe aufgießen und ab in den Ofen. Nach ca. 3 - 4 Stunden ist das Fleisch so butterweich, dass es Dir praktisch von den Knochen fällt. Daher weiß ich auch nicht, warum es immer heißt, das Abfieseln würde solche Arbeit machen. Der Sud wird abgeseiht, wenn möglich lasse ich ihn über Nacht stehen, damit ich am nächsten Tag den Fettdeckel ganz einfach abheben kann. 
Dann einkochen lassen, Sauce ziehen, das übliche Programm... Ein fertiges Ochsenschwanzragout zu fotografieren ist nicht einfach, jedenfalls nicht für mich. Auch wenn ich mittlerweile Licht in meiner Küche habe. Manche Dinge ändern sich einfach nie. Aber Herr Utecht hat ihm neulich einen hervorragenden Geschmack bescheinigt. Eigentlich mag ich ihn gar nicht als Beweisführer angeben, weil er zur Zeit Pferde verkocht, aber wenn ich an mein Eichhörnchen-Rezept denke, will ich mal nicht so sein. Und als er kürzlich mit einem gemeinsamen geschätzten Freund bei uns zum Essen war,
gab es als Beilage zum zweiten Hauptgang (2 Vorspeisen kann ja nun wirklich jeder!) Maltagliati, diese schlecht geschnittenen Nudeln, die Du nur mit großer Sorgfalt so schlecht hinbekommst. Der Teig bestand aus hälftig Pastamehl Tipo 00 und Semola (feinster Hartweizengrieß/Dunst). Aber das Verhältnis kannst Du ohne Probleme variieren, ich habe sie auch schon genaus so gemacht, wie die Ravioli auch. Die Sache mit dem Teig ist nicht halb so kompliziert, wie es scheint. Es gibt eine immer wiederkehrende Faustregel für mich bei der Teigzubereitung. Auf die ersten 100 g Mehl verwende ich 1 Vollei. Dann für jede weitere Einheit pro 100 g 1 Eigelb. Am Ende entscheide ich dann, ob ich ein weiteres Vollei hinzugebe. Pastateige sind immer ein wenig Gefühlssache und ich denke manchmal, dass die Luftfeuchtigkeit, die Tageszeit, die ab- oder zunehmenden Mondphasen oder vielleicht auch der abnehmende Saturn im dritten Haus des Uranus etwas damit zu tun haben könnten. Das, was allen Teigen gemeinsam ist, ist der Anspruch, lange geknetet zu werden. Und anschließend zu ruhen. Ich wickel alle Teige in Folie und lasse sie dann für ein paar Stunden ausruhen. Manche legen sie während der Ruhezeit in den Kühlschrank, das mache ich nur bei Teigen mit Ei, wenn ich sie am Vortag zubereite. 

Dann wird gewalzt. Das ist übrigens das gute Stück mit Motor. Der wird nur aufgesteckt, für Puristen liegt noch eine Handkurbel bei. Aber wie bereits berichtet - ich möchte den Motor nicht mehr missen. Meine Pastaaktivitäten haben sich seitdem verdreifacht, locker! 
Marcato Nudelmaschine mit Motor
Gewalzt habe ich den Teig bis Stufe 7 von 9. Dann wurde er mit einem Teigrädchen schlecht ausgeschnitten. Das "schlecht" bekommst Du besonders gut hin, wenn Dein Teigrädchen mittlerweile ungefähr 100 Jahre alt ist und gehörig über die Teigbahnen eiert. Anschließend wurden sie auf Küchenhandtüchern, bzw. in etwa Grieß zwischengelagert. Auf dem Bild unten rechts siehst Du, wie sie sich nach dem Kochen in etwas Sud vom Ochsenschwanz ahlen. Dorthinein habe ich sie nach dem Abseihen direkt gegeben. Dann nehmen sie die Sauce schön auf und das Ragout wird dann Teller pro Teller obenauf gegeben. Das schmeckt himmlisch, ist aber bildtechnisch keinesfalls präsentabel. Jedenfalls nicht, wenn man sich nicht die entsprechende Mühe gibt. 
Maltagliati - schlecht geschnittene Nudeln mit Safran
Diese schlecht geschnittenen Nudeln gehören zu meinen absoluten Pastalieblingen. Sie verschmelzen praktisch mit der jeweiligen Sauce und verursachen beim Essen ein tiefes, tiefes Glücksgefühl. Du isst und seufzt und bist im Himmel. Wie könnte essen schöner sein? 

Schalten sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: And the nominees are...



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13.02.12

Nudelsalat, irgendwie...


Ich packe heute mal den Salat in die Nudel und zwar in Safranravioli mit Feldsalat-Quark-Mandel-Füllung, die ich in einer köstliche Sauce aus Weißwein und Parmesan dahinschmelzen lasse... Und Du ahnst nicht, wie sehr mir heute, am 8. Fastentag, der Zahn tropft, während ich dies schreibe. 
Safranravioli mit Feldsalat-Quarkfüllung und Mandeln in Weißweinsauce
Nudelsalat ist eine tolle Erfindung. Ich stand ihm lange Zeit meines Lebens kritisch gegenüber, da ich mich durch viele Jahre adventistischer Bibelpicknicke mit Nudelsalaten und der damit einhergehenden Fleischwurstersatzproduktion gekämpft habe. Aber davon an anderer Stelle mehr... In späteren Jahren habe ich ihn wiederentdeckt als ideales Essen für Umzugshelfer, begleitet von Frikadelle und Schweinenackensteak. Oder als Flohmarktproviant. Wenn Du nachts um 3:00 Uhr aufstehst, damit Du bis spätestens 5:00 Uhr noch einen guten Platz für den Flohmarktstand ergatterst, dann bist Du spätestens um 9:30 bereit für fast alles. Für einen guten Nudelsalat allemal. Ohne Umzüge und Aufstehen mitten in der Nacht gibt es jedoch für einen Nudelsalat feine Alternativen. Gestatten: Die Salatnudel. Ihres Zeichens weder verwand noch verschwägert mit der Ulknudel. 
Die Salatnudel!
Der tolle Ravioliteig, der nicht klebt, der kein auch noch so kleines Fitzelchen Mehl oder Dunst (Feinster Hartweizengrieß) beim späteren Walzen benötigt, ist der gleiche, wie für die Ravioli mit Lachsfüllung und Anismyrthe oder die Ravioli mit Blutwurst-Apfelfüllung auf Ofensauerkraut. Nur habe ich ihm dieses Mal mit Salz gemörserten Safran hinzugefügt, wie ich das neulich auch für Maltagliati (werden demnächst verbloggt) mit Ochsenschwanzragout gemacht habe. 
Safran, gemörsert mit Salz
Das ergibt feinen Geschmack, herrlichen Duft in der Wohnung und tolle Farbe für den Teig. Für die Füllung dann einfach sehr fein gewürfelte Schalotten in Butter goldig anschwitzen, geröstete und anschließend gehackte Mandeln dazugeben, abkühlen lassen. Feldsalat im Blender zerkleinern. Quark darunter heben (40 % Fettstufe) und abschmecken. Mandeln und Schalotten unterheben. Kleine Häufchen auf den ausgestochenen Teig füllen
Feldsalat-Quark-Füllung
Zusammenklappen und den Rand mit einer Kuchengabel andrücken. 
Ravioli mit Kuchengabelrand
Ich habe mir immer noch weder einen Raviolistempel, noch eines dieser "Gebisse" zugelegt, die die Arbeit im Nudelakkord wesentlich vereinfachen würden, allerdings auch die "eigene Nudelhandschrift" verwässern. Während die Ravioli ca. 8 Minuten in siedendem Wasser (nicht kochen!) verbringen, aus Schalotten, Butter, Geflügelfond und Weißwein eine Sauce ziehen, in die dann Parmesan sehr fein hineingerieben wird. Die Ravioli durchschwenken und mit gehobelten Mandeln servieren. 
Safran-Ravioli mit Feldsalat-Quark-Mandel-Füllung, Weißweinsauce mit Parmesan
Der Feldsalat gibt dem ganzen eine sehr erdige Note; wie ich finde, allemal spannender als die ewige Spinat-Ricotta-Nummer, die man so häufig in Verbindung mit Ravioli antrifft.

Weiter Raviolirezepte findest Du hier (Klick auf die Bildunterschrift führt zum Rezept). Ich koche mir jetzt erstmal einen Tee.
Ravioli mit Lachsfüllung, Anismyrthe und Noilly Prat-Buttersauce
Ravioli mit Blutwurst-Apfelfüllung auf Ofensauerkraut 

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10.02.12

Kontemplation und Gong Yi Cha



Wie angekündigt, nehme ich mich in den nächsten Tagen etwas zurück. Das betrifft nicht nur den Blog (ich schreibe trotzdem, nur sind vielleicht die Abstände ein bisschen größer) sondern meinen kompletten Alltag. Seit Montag faste ich mal wieder, heute ist also bereits der fünfte Tag. Da ich Dich im letzten Jahr ausgiebig an dieser Reise zu mir selbst - genau das bedeutet Fasten für mich - habe teilnehmen lassen, brauche ich heuer nicht wieder von vorne anfangen und Dir von meinen Beweggründen berichten, die ändern sich seit Jahren nicht. Du kannst hier im Blog unter dem Schlagwort "Fasten" alles dazu nachlesen, jede Albernheit und jede Fastenträumerei samt folgenden Kopfschmerzen und Rezepten zur Eichhörnchenzubereitung ist dort verzeichnet. Unter "Zur Zeit nicht" findest Du den Einstieg und alle Fragen, die mir zu Beginn immer und immer wieder gestellt werden. 

Was ist dieses Mal anders? 
Kein Fasten gleicht dem anderen. Nicht jedesmal plätschert alles so beschwingt und lustig vor sich hin, wie im März 2011. Die Kälte macht mir zu schaffen. Die Wege in den Weinbergen sind vereist, durch die Belüftungsöffnungen meiner Laufschuhe pfeift der kalte Wind, ich schwächel ein bisschen herum. Mag nicht laufen, mag kein Yoga, will "auffn Arm". Heute am fünften Tag macht sich endlich die ersehnte Energie breit, die Kopfschmerzen sind verflogen und ich fühle mich federleicht und glücklich. Und ich koche nicht, bisher. Unsere Tochter ist kürzlich ausgezogen (großes Wehklagen meinerseits!!!) und P. gibt mir alle Zeit und Ruhe, die ich brauche nach einem sehr anstrengenden und aufregenden Jahr. Aber während ich gestern so die Teebeutel durch die Kanne zog, sie dabei immer wieder hoch und runter ließ, da dachte ich: Was machst Du hier eigentlich? Ich tunkte! Ich tunkte Teebeutel. Jetzt ist das wahrscheinlich nicht unbedingt das, was meine liebe Freundin Heike von Au mit ihrem Tunkevent gemeint hat, aber der Tee und ich, wir nehmen einfach trotzdem teil. 

Weil aber so´n blöder Teebeutel, oder auch seine lose Verwandtschaft (Achtung, Wortwitz) nicht die Worscht vom sprichwörtlichen Teller zieht, habe ich lieber ein paar Bilder von einer schönen Teerose gemacht. Ich habe den Tee nicht gemocht, aber die Blüte im Glas war wunderschön. Teerosen oder auch Teeblumen werden in China Gong Yi Cha genannt, von Hand aus Blättern von grünem Tee  und verschiedenen Blüten zusammengebunden und sind nicht zu verwechseln mit der "Rose von Jericho". Diese kann immer wieder eintrocknen und im Wasser aufgehen (wie ich finde, weniger spektakulär das Teil, als es klingt), die Teeblumen sind nur einige Male zu verwenden, so man halt grünen Tee auch mehrmals aufgießen möchte.  Gong Yi Cha heißt übersetzt soviel wie Kunst-Tee, was aber nicht auf eventuelle Künstlichkeit der verwendeten Rohstoffe hinweisen soll, sondern die kunstvolle Art der Bindung beschreibt. 
Und so kann ich trotz Fastens an einem Foodblogger-Event teilnehmen, was mir Mut macht, auch noch irgendetwas Blaues für Uwe hinzubekommen. ;)

Tunken für Heike, ausgerichtet von Zorra
Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)



04.02.12

Kälterezept – Geselchtes auf Rieslingkraut



Heute Morgen -9°C draußen. In Worten: Minus neun Grad. Aber es geht aufwärts, gestern waren es -13°C!!! In den letzten zwei Tagen wurde sogar Eiswein gelesen hier in Rheinhessen, also der echte. Nicht der aus abgefallenen, seit Tagen auf dem Boden liegenden Trauben, die höchstens im Sorbetzustand gepresst werden.

Gegen die Kälte hilft? Genau. Fett! Fett einpacken oder Fett essen. Nicht ohne Grund hat die Natur es eingerichtet, dass Tiere sich für den beginnenden Winter fett fressen. Lediglich ein ziemlich dämliches Schönheitsideal hat dafür gesorgt, dass wir uns in Zeiten mangelnder Körperbehaarung auch um weniger Fett auf den Rippen bemühen. Früher war alles einfacher. Menschen waren behaart und im Winter ein bisschen moppeliger als sonst. Nun wünsche ich mir die Tage der verstärkten Körperbehaarung weiß Gott nicht zurück, aber ein bisschen mehr Gelassenheit mit dem eigenen Körper samt den Pfunden, die wir mit ihm herumschleppen, stünde uns allen gut zu Gesicht. Apropos Gesicht. Schon meine Oma hat immer gesagt, ab einem gewissen Alter muss eine Frau sich für ihren Arsch oder ihr Gesicht entscheiden. Also kurz gesagt - ein bisschen weniger Kate Moss und ein bisschen mehr Sophie Dahl!

Wie das beste Sauerkraut der Welt gemacht wird, habe ich Dir kürzlich berichtet. Eine Stunde vor Ablauf der Ofenschmorzeit legst Du Dir ein fettes Stück "Geselchtes", also vom Metzger eingesalzenes (in manchen Gegenden auch geräuchertes) Stück Schweinebauch obendrauf und lässt dieses mitgaren. Geselcht war in früheren Zeiten (in denen, als Schweine und Menschen noch fett sein durften) eine Methode der Haltbarmachung. In der heutigen Zeit der ständigen Verfügbarkeit von Lebensmitteln ist es lediglich noch Methode für den guten Geschmack. Jetzt kannst Du Dich fett essen, noch einen Schnaps trinken und danach bei einem Spaziergang durch die Weinberge die Winzer bei der möglichen Eisweinlese kontrollieren.

Und ich werde ab Montag mal wieder Heilfasten. Aber das mache ich ja wie Du weißt, keinesfalls zum Abnehmen, sondern für mein Innerstes, das viel zu sehr außen war in den letzten Monaten und jetzt mal wieder zu mir selbst zurückkehren muss. Hier gehts trotzdem weiter, ich habe ja immer was zu erzählen...

Fettes Wochenende!



03.02.12

"Ohne Dich ist alles Staub"


Irgendwann vor vielen Monaten, ich glaube es lag mal wieder an irgendwelchen Kalbsbäckchen, habe ich mich im Blog "Nachrichten aus der Scheinwelt" von Robert Weber festgelesen. Und so entspann sich alsbald zwischen uns ein kleiner feiner Austausch, der sich nicht nur über unsere Blogs, sondern auch per privater Mails entwickelte. Besonders gefesselt war ich in den vergangen Monaten von einem seiner neuen Projekte, das er gemeinsam mit Falko Hennig entwickelt hat. 

"Ohne Dich ist alles Staub" Vergessene Liebesbriefe aus hundert Jahren

"Zwei Jahre lang wühlten sich Falko Hennig und Robert Weber durch Zettelbotschaften, Briefe und Tagebücher, die sie entweder auf der Straße, dem Flohmarkt oder in Archiven gefunden haben. Dabei ergründeten sie die Gefühlwelten unbekannter Menschen und collagierten deren intime Aufzeichnungen zu einem „Echolot der Liebe", das sich, beginnend vor dem I. Weltkrieg und endend in der Gegenwart, über hundert Jahre erstreckt.

Ein Buch, das Säufer, Romantiker und vor Liebeskummer halb Wahnsinnige versammelt, die große, erste und die letzte Liebe, Paare, die seit einem halben Jahrhundert zusammen sind und solche, die sich nach einem halben Jahrhundert getrennt haben; polygame Frauen und untreue Männer, verzweifelte, glückliche und sehnsuchtsvolle Menschen, Menschen, die eines über die Zeit und den Tod hinweg verbindet: Die Liebe."
(Verlagspressetext)

Erschienen Februar 2012 im Rohwolt Verlag (Kindler)
€ 18,95
Hier gehts zu amazon, aber auch jeder andere Buchhändler Deines Vertrauens verkauft es Dir gerne.

Als das Buch erschien, habe ich es mir sofort bestellt und von den beiden signieren lassen, klar. Aber ich kam bisher noch nicht dazu, es vollständig zu lesen. Insofern kann ich hier keine Rezension abliefern, aber das ist vielleicht auch nicht nötig, um meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen für das bisher Gelesene. Allein die Kapiteleinteilung in Jahrzehnte, die mit dem "Backfischaquarium 1910 - 1919" beginnt und weiterführt über 

  • Ich möchte mich müde schreien an Deinem Namen (1920 - 1929)
in dem Ursula schreibt: "Liebe ist eine Sprache unserer Unsterblichkeitssehnsucht..."
  • Die ganzen Weiber sind heiratswütig (1930 - 1939)
  • Du liebes Ungetüm (1940 - 1949)
  • Das Leben ist die sonderbarste Braut (1950 - 1959)
  • Liebe, wenn ich das schon höre! (1960 - 1969)
  • Meine Sehnsucht ruft so laut nach Dir (1970 - 1979)
  • Ich bin am Ende und sie fährt Mercedes (1980 - 1989)
  • Alles denke ich mit Dir (1990 - 1999)
  • Soweit der Liebesreport (2000 - 2010)
hat mich sehr berührt.
Die Idee, ein solches Buch zu machen, die Arbeit, sich durch Berge von Kartons und Kilometer von Archivmaterial zu wühlen, und die Sensibilität, mit der Robert Weber und Falko Henning am Ende all diesen wunderbaren Briefen und Notizen einen ihnen angemessenen Rahmen gegeben haben, ringt mir höchste Bewunderung ab. 

Ich schreibe das alles schon heute, auch wenn mir noch so viele Seiten aus dem Buch fehlen, weil am Donnerstag, den 9. Februar die öffentliche Buchpremiere mit einer Lesung stattfinden wird, für die Judith Hermann als Gastleserin gewonnen werden konnte. Ich wäre so gerne dabei, allein ist Berlin zu weit für einen kurzen Lese-Besuch. Aber wenn Du in der Nähe bist, oder gar in Berlin wohnst - dann geh doch hin und vielleicht magst Du mir hinterher hier davon erzählen. 

Ohne Dich ist alles Staub
Lesung am 09.02.2012 im Roten Salon der Volksbühne
Beginn 20.00 Uhr
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro


Lieber Robert und lieber Falko, ich wünsche Euch von ganzem Herzen viel Erfolg mit diesem Projekt! Lasst die Liebe rocken und geht in Flammen auf! 

Sag´s gerne weiter! 

02.02.12

Topinka und Topinky



Babuschka, Mamuschka, Topinka, Champanski, Guláš, Powidldatschgerl, Kolatschen,     Suschki und Watruschki. ...hach! Sind das nicht alles wunderschöne Wörter? Nicht, dass es mir wie Jamie Lee Curtis in "Ein Fisch namens Wanda" ginge, und ich mir fast die Kleider vom Leib reiße, wenn sie jemand in meiner Anwesenheit ausspricht, aber zugegeben - ich bin kurz davor. Ich war bereits zweimal in Bulgarien, ein drittes Mal zur Besichtigung der vielen Klöster in den Bergen wird noch folgen, ich war in der Urkraine (ich sag nur "Pornozimmer"!), ich liebe die Romane "Krieg und Frieden" und "Doktor Schiwago", und ich bin ein unglaublicher Fan von "Panzerkreuzer Potemkin". Denke nur an die großartige Szene mit der Treppe,

die Brian de Palma für "the untouchables" zitiert hat.

Für eine Reportage über Katharina die Große oder den Niedergang der Zarenfamilie, für Verschwörungstheorien zum Fall Anna Anderson, der angeblich überlebenden jüngsten Zarentochter Anastasia Nikolajewna Romanowa, ließe ich jedes Essen stehen und jeden Spielfilm sausen. Arthurs Bruder hat vor vielen Jahren einmal Ahnenforschung zu unserer Familie betrieben, seine Reise hat ihn weit in den Osten geführt, aber wenn ich mich recht erinnere, ist er über Polen nicht hinausgekommen, ein russischer Ahn war jedenfalls nicht dabei. Schade eigentlich, denn das würde ja vieles erklären. Meine Sehnsucht nach Wörtern und Sätzen, die sich in ungeahnte Längen und Schönheiten heraufwinden können zum Beispiel. Thomas Bernhard konnte das gut, sein Roman vom "Untergeher" schraubt sich in Sätzen an den Tonleitern Glenn Goulds entlang, dass es eine lesende Pracht ist. Wir könnten eigentlich hier im Blog mal nach den "ersten Sätzen" die längsten Sätze sammeln, bevor wir uns an "die letzten" machen. Die stehen ebenfalls schon lange aus und sind sicher nicht einen Funken unschöner oder uninteressanter als die ersten.

Noch vor einigen Jahren, ach was sag ich - es sind fast zehn vergangen seitdem - gab es in Wiesbaden ein Restaurant namens "Schwejk". Dort saßen wir fast jeden Samstagnachmittag, ab 17.00 Uhr, ich habe um die Ecke gearbeitet und hatte um diese Zeit Feierabend. Wir läuteten das Wochenende ein bei Schwarzbier, Knödeln, Schweinsbraten oder bei kleinem Hunger mit Topinky. Manchmal war überraschend geschlossen, weil der Chef gerade wieder unterwegs war in Tschechien, einen neuen Koch organisieren. Ich weiß nicht, wo er sie immer alle hergeholt, wie er sie entdeckt hat und wie dunkel die Kanäle waren - das Essen war stets fantastisch und den Köchen ging es sicher gut; man möchte meinen unglückliche Menschen können einfach nicht so kochen. Nicht so!

Wie gesagt aßen wir bei kleinem Hunger Topinky, was nicht ganz richtig ist, denn eigentlich aß ich TopinkA. Topinky ist Plural von Topinka und ich aß ja meistens nur eines. Aber manchmal eben auch zwei, womit wir bei TopinkY wären. Ich brauchte Topinky nur, wenn P. mitaß, der ja keine Leber mag und deswegen niemals nie nicht ein Topinka bestellen würde, Topinky schonmal gleich gar nicht. Und weil er es nicht bestellt, weil er es ja nicht mag, aß er dann meistens meins. Einmal im Jahr ein Stück Leber, also fast jeden Samstag. Aber sonst nicht, weil er ja keine Leber mag. Jetzt ist das Origianl-Topinka, so es das gibt, und ich glaube, dass es Origalrezepte für Topinka gibt, wie für Spaghetti Carbonara, oder für Ragù alla bolognese mindestens, eines originaler als das nächste, eh klar. Originale Topinky werden mit Gänseleber gemacht. Es ist nebenbei noch feine Resteverwertung, denn die Leber schmiert man auf altbackenes Brot. Das heißt, den Luxus, den Du vielleicht durch die Gänseleber genießt, machst Du durch die Altbrotverwertung wieder wett. Der Ursprung liegt wohl sowieso eher in der Resteverwertung des Brotes begründet. Das heißt, die original originalen Topinky sind eigentlich nur altes Brot. Gebraten und mit Knoblauch bestrichen. Irgendjemand (ich war´s nicht, aber es HÄTTE von mir sein können!) kam dann auf die Idee, gebratene Gänseleber auf die Brote zu streichen. Oder Tatar dazu zu essen. Alles voll originale Rezepte! Insofern ist dann meines auch sowas von original und reiht sich in der rheinhessischen Variante in eine lange Ahnenreihe voller originaler Original-Topinky-Rezepte ein.



Ich nehme nämlich ziemlich altes Brot, was nichts macht, weil das Brot so gut ist und auch am siebten Tag noch so richtig gut schmeckt, nur halt leider so gerade damit anfängt, etwas trocken zu werden. Dieses Brot röste ich in der Pfanne an. Schön rösch, wie ein Bäcker sagen würde. In einer anderen Pfanne rösche ich rote Paprika, die in Streifen geschnitten in einer Mischung aus Puderzucker und Butter leise vor sich  hinkaramellisieren darf. Dazu spendiere ich noch einen Würfel eingefrorenen Hühnerfond. (Wie jetzt, kein Fond. Kochen, marsch marsch!) In der dritten Pfanne (wie jetzt? Kaufen, marsch marsch!) wird in Butter sanft die Leber angebraten, die in meinem Fall aus zwei Lebern von ehemals glücklichen rheinessischen Mistkratzern von Daniels Hühnerhof stammt. (Alle Bezugsadressen für Brot und Hühner, samt deren Lebern: hier, wo es im übrigen bald weiter geht!) Die Leber dann mit etwas Portwein ablöschen (hey, wir sparen heute am Brot, da darf auch an einem schlappen Wochentag mittags der Portwein an die Leber!), kurz durchziehen lassen und dann die Paprika dazu geben. Sich innig vereinen lassen. Hmmm.... Dann etwas einreduzieren. Und dann ab aufs Brot.

Das geht alles so schnell, schneller als ein Lämmchen mit dem Schwänzchen wedeln kann, was ja wieder ein Filmzitat ist, und dieses Gericht für die Cucina Rapida von Mipis "Man kann´s essen" prädestiniert. Aber sowas von.

Und das hier sind btw. TopinkY!

Wenn Du nämlich auch mit jemandem verheiratet bist, der keine Leber mag, dann mach gleich mal Plural! Und noch kurz etwas in eigener Sache: Arthurs Tochter Kocht! Auch für Dich. Auch böhmisch oder russisch!
www.arthurstochterkocht.de Klick Dich ruhig rein! Spaßíba!

01.02.12

Vorschau auf das neue Ebuzzing-(ehemals Wikio)Ranking Kochblogs Februar 2012



*schnarch*
Du weißt ja... und die Gebetsmühle ist bei den derzeit in Rheinhessen herrschenden eisigen Temperaturen  (-7° C) eingefroren.

1Kochtopf (=)
2Arthurs Tochter kocht (=)
3Chili und Ciabatta (=)
4High Foodality (=)
5Heikes Blog (=)
6Schöner Tag noch! (=)
7Küchenlatein (=)
8bushcooks kitchen (+5)
9Chef Hansen (-1)
10NutriCulinary (-1)
11esskultur.at (=)
12rock the kitchen! (=)
13Alice im kulinarischem Wunderland (-3)
14tobias kocht! (=)
15Küchentanz (+2)
16Wo geht's zum Gemüseregal? (+14)
17FoodFreak (+7)
18Kochfrosch (+4)
19Bolli's Kitchen (-1)
20Pi mal Butter (-1)
Ranking erstellt von Ebuzzing

Was war sonst noch in diesem Monat?
Lustige Suchanfragen gabs mal wieder, die besten hier:
  • Frau raucht halbe Zigarette 
gefolgt von 
  • wie kommt die Milch in die Brust?
also, das weiß ich nicht so genau, aber ich kann mir denken, dass ersteres für zweites nicht gut ist. 

Dann gab es noch die Suche nach:
  • Schokoladenbrüste
und ich frage mich langsam, ob das wohl möglich immer die gleiche Person war...
  • Scharfes Medel hoffte auf ein gute Freundschaft
tun wir das nicht alle?
  • Wie schmecken Kalbsbäckchen
nun, die Frage ist weder neu, noch schwer zu beantworten. Saugeil eben. Guxduhier!
  • Schneckenschleimcreme
DAS ist Chez Matze schuld mit seinem Schneckenschleimfußcreme-Kommentar in meinem Post vom Rezept für gefülltes Eichhörnchen!
  • Wie kocht man mit dem Wok?
Na SO! Ich dachte eigentlich, das sei bereits geklärt, seufz...
  • Backform Busentorte
Also langsam reichts! Ab in den CK!
  • Kann ich aus Fett vom Roastbeef einen Fond machen?
Öhm, ich denke schon. Aber wenn Du am Ende das Fett abschöpfst, was hat Du dann? Nichts. Eben. 
  • Meth kochen Anleitung
Ok, das liegt an meiner offen zur Schau gestellten Vorliebe für die Serie "Breaking Bad". Das ist hier trotzdem drogenfreie Zone. 

  • retualisiertr begegnung mit kochen
Tut mir sehr leid, ich weiß nicht was Du meinst, wer auch immer Du bist!
  • Blutflecken unter der Haut
  • Rote Stell auf der pobacke
Ein ziemlich körperbetonter Monat möchte ich meinen. Auf das nächste Ranking freue ich mich besonders, bei der Flut von Blogevents wird da sicher einiges durcheinander gewirbelt werden, es bleibt also spannend. Oder auch nicht, weil Du weißt ja: ... *schnarch*...

Shimmy Shimmy Ya!!!