Der Supperclub im April, Mai und Juni

ist leider ausgebucht!
Noch 2 freie Plätze gibt es derzeit für den 19. Juli 2014

23.03.12

Que sera sera


...ist eher so meine Devise. Plan B kenne ich nicht, ich habe oft noch nicht einmal A. P. hat ein ganzes Alphabet voll. So manch anderer auch. Was weiß denn ich, was nächsten Monat sein wird, von beruflichen Verpflichtungen jetzt mal abgesehen. Vielleicht ist mir bis dahin schon der Himmel auf den Kopf gefallen. Einen Wochenplan für mein tägliches Essen zu machen ist mir daher so fern wie eine Reise zum Mond. Ferner noch, strenggenommen. Ich kaufe fast täglich frisch ein. Sogar mit 60-Stunden-Woche ist mir der wöchentliche geplante Einkauf schon immer fremd gewesen. Das einzige, was ich einigermaßen plane, sind meine Geflügel- und Ei-Einkäufe. Weil Daniel nur samstags auf dem Markt steht. Daher habe ich immer mindestens einen seiner Hähne zerteilt und vakuumiert im TK liegen. Von meinen beiden Metzgern d. V. habe ich immerhin einen im Ort. Im Gegensatz zu Bekleidung bedeutet es für mich keinen Streß, Lebensmittel einzukaufen, auch nicht nach einem sehr langen Tag. Im Notfall bleibt immer noch, mich von meinem Liebsten zum Essen einladen zu lassen, das ist überhaupt der beste Plan! :)

Hast Du Dir bitte mal angesehen, was der Hamburg Kocht Blog für Wochen-Essens-Pläne hat? Das nenne ich mal stringent, da fällt mir die Kinnlade drei Schubladen tiefer! Jetzt hat aber Peter von Aus meinem Kochtopf dazu aufgerufen, Speisepläne zusammen zu stellen für die, die nicht wissen, was sie kochen sollen/können/wollen/. Schnell und einfach soll es sein, mit Zutaten, die leicht, sprich im Supermarkt erhältlich sind. Jetzt meide ich Supermärkte wie der Teufel das Weihwasser, aber auch ich komme natürlich nicht um die Einkäufe dort herum. Die hardware, wie ich es nenne, besorge ich dort. Die ein oder andere Konserve kann das sein (Kichererbsen habe ich immer auf Vorrat), Toilettenpapier, ma(h)l ein Pfund Kaffee. Mineralwasser. Kein kaum Käse, kein Fleisch, möglichst kein Gemüse. Irgendwann hatte ich hier im Blog  ein Reste-Perpetum-Mobile. Mit einem Gericht angefangen und immer weiter und weiter gekocht. Das könnte ein schöner Aufhänger für einen Essensplan sein, denn wichtig ist mir, dass nichts weggeschmissen wird. Da wird auch altbackenes Brot verwendet und zu feinen Topinky verröstet:
Aktuell kann ich von dieser Woche berichten, dass wir am Montag Salat mit etwas Rotbarschfilet und Riesengarnelen gegessen haben, Dienstag gab es Koteletts vom Schwäbisch-Hällischem Mohrenköpfle mit Pellkartoffeln, Mittwoch Spaghetti aglio e olio, Donnerstag Doraden mit Salicornes. Heute und morgen gibt es  das völligst geniale Chili Con Carne mit Bier und Cola und Fleisch vom Rinderhals
Sonntag gehen wir essen. Photos und Ergänzungen zu dieser Woche kannst Du auf der Facebookseite zum Blog nachlesen, sie ist über eine eigene URL (www.facebook.com/ArthursTochterKocht) auch für Nicht-Facebook-Mitglieder erreichbar. Wenn Du noch zusätzlich schnelle Gerichte suchst, dann gib mal rechts in die Suchmaske "cucina rapida" ein, da findest Du nur Gerichte mit maximal 30 Minuten Zubereitungszeit. Diese Speiseplangeschichte ist ein schöner Aufhänger für mich, diese Gerichte in einer extra Kategorie auf meiner Rezept-Seite Im Topf aufzuführen. Das nehme ich in der nächsten Zeit in Angriff. 

Ansonsten lege ich Dir einen einzigen Plan ans Herz:
Von Montag bis Sonntag: Lust auf gutes Essen. Dann kommen Ideen und Freude am Kochen von ganz alleine!



Kommentare:

Heike hat gesagt…

Weisst du, wenn ich mir die Öffnungszeiten meiner wirklich guten Quellen anschaue, dann hat der Standard-Angestellte ausser Samstagmorgen keine Möglichkeit, dort einzukaufen. Was dann einen Wochenplan nötig macht.

Bedauernswert: Meine Angestellten _haben_ die Möglichkeit, tagsüber mal eben "kurz weg" zu sein. Nutzen sie aber nicht....

Arthurs Tochter hat gesagt…

ja das kenne ich ja auch, wobei ich in meinen Mittagspausen früher losgerast bin, oder eben abends nach Feierabend. Es ging Peter ja um im Supermarkt erhältliche Lebensmittel. Ich glaube einfach, wenn der Anspruch an gutes Essen nicht da ist, dann nützen alle Pläne der Welt nichts. Dann wird halt doch das halbe Qualhähnchen an der heißen Theke gekauft.

Heike hat gesagt…

Es hat viel mit Mühe -Bemühung- zu tun, da hast du recht.
Für mich lohnt sich diese Mühe in der Beschaffung von Lebensmitteln halt mehr als die Mühe für's Shopping anderer Dinge. Und _die_ Zeit haben die Leute ja offenbar immer...

Arthurs Tochter hat gesagt…

Absolut, da bin ich ganz bei Dir. Was noch hinzukommt, ist der Anspruch auf ständige Verfügbarkeit von allem. Man muss halt auch mal verzichten können - oder eben Pläne machen. Ich verzichte lieber mal. :)
Bei uns gab es Wochen kein Geflügel, weil ich morgens immer zu spät war und die Hähne schon ausverkauft waren, oder ich einfach nicht auf den Markt gekommen bin. Aber ich gehe dann eben NICHT los und kaufe mir das begaste Qualhuhn im Supermarkt. Verzicht ist das Zauberwort. Mehr noch als Plan.

Arthurs Tochter hat gesagt…

Es könnt ja mal jemand einen Event starten, was wir NICHT gegessen haben. Ist bloß schlecht mit Photos. :))

Anonym hat gesagt…

Que Sera, Sera,
Whatever will be, will be
The future's not ours, to see
Que Sera, Sera
What will be, will be....

Grüßle
Deine Tanja
... momentan nicht im Schwabenländle sondern in der wunderbaren Schweiz....

Julia hat gesagt…

Ich glaube, die Betonung lag bei Peter nicht so sehr auf Supermarkt, sondern auf der Einkaufs- und Vorratsmöglichkeit. Dinge wie Tomatenmark in der Dose, oder eben bei Dir die Kichererbsen und natürlich Pasta, Risottoreis etc. kann man sicher gefahrlos im Supermarkt kaufen. Wenn die Speisepläne Leute dazu bringen, abends mal keine TK-Pizza zu essen, sondern was zu kochen, kommt die Lust auf gute Produkte vielleicht auch mit der Zeit. Aber erstmal wollen wir mit den Speiseplänen die Hemmschwelle etwas einreißen. Bleibt eher die Frage, ob Kochunwillige überhaupt Foodblogs lesen ;-) Im Kommentar hast Du es aber wiedermal sehr gut auf den Punkt gebracht: Das Problem ist dieses "alles muss ständig und immer und am besten noch billig greifbar sein". So Leute trifft man aber leider auch aufm Markt. Die sind dann ganz verwundert, dass die Papaya nicht aus der Wetterau kommt...

Kaoskoch hat gesagt…

Aaah, Du bist also verantwortlich für die vielen Zugriffe auf meinen Speiseplan *g* Dabei kennen Du und vor allem die AET unser Prinzip doch schon ganz gut. Ich kann's mir inzwischen ohne Plan gar nicht mehr vorstellen und überlege, jeden Sonnabend den Plan der letzten Woche zu bloggen. Mal schauen ...

Aus meinem Kochtopf hat gesagt…

Hallo Astrid, Heike und Julia,
ich finde es ja hochinteressant, welche Fahrt die Diskussion hier gleich aufgenommen hat, und in welche Richtung sie führt.

Dazu meine ich, Astrid geht schon (behält man das Thema des Blogevents im Auge) den zweiten Schritt vor dem ersten.

Manche Menschen sind sicher bereit, für den Einkauf mehr Zeit aufzuwenden als für das Kochen an sich. Hier spielt ja auch der Wohnort eine große Rolle.

Mir würde es schon genügen, wenn die Leute sich überhaupt "so" bewusst ernähren, dass sie keine Fertigprodukte mehr kaufen, sondern sich einen kleinen Einkaufs- und Speiseplan machen, und ihr Zeug selber kochen.

Der zweite Schritt, nämlich die Veränderung des Einkaufsverhaltens, kommt dann sicher automatisch. Ihr Vollprofis ;-)

Mit leckeren Grüßen
Peter

duni hat gesagt…

Wochenpläne sind mir auch höchst suspekt, obwohl ich als Jungfrau ja gern strukturiert und organisiert durchs Leben gehe. Leider käme mir aber ebenjenes immer in die Quere, wenn ich plante und dafür gross-einkaufte: Was nützt mir Plan-Mangold am Mittwoch, wenns an dem Tag partout keinen vernünftigen aufzutreiben gibt, dafür aber die ersten frischen Erbsen auf dem Markt aufkreuzen? Was ist, wenn wir abends ausgehen und nach Kino, Konzert nur noch ne schnelle Pasta essen und kein stundenlanges Schmorgericht mehr zubereiten? Oder wenn V anruft und Heisshunger auf irgendwas hat, das nicht im Plan steht?

Kaoskoch hat gesagt…

@ duni,
ich verstehe Dein Problem nicht. Wenn Du den Mangold ohnehin erst am Mittwoch kaufst, ist es doch egal, ob Du Mangold oder Erbsen kaufst. Gleiches gilt für das Schmorgericht. So'n Plan bedeutet doch nicht, dass man sich sklavisch dran halten muss und alles dem Plan unterordnet. Du machst Dir Probleme, wo keine sind.

Suse hat gesagt…

Pläne sind eh dazu da, um sie über den Haufen zu schmeißen :o)

Wenn meine bevorzugten Gemüse- und Fleischdealer ihre Öffnungszeiten meinen Feierabendzeiten anpassen wüden, wäre ich auch durchaus flexibler.. ich glaub ich muss dringend mal mit denen sprechen... ;o)

Berit hat gesagt…

Ich versteh jetzt ehrlich gesagt nicht, was so schlecht an Plänen sein soll. Das ist mMn eine Typfrage und wie andere auch schon schrieben, leider auch eine Zeitfrage. Ich für meinen Teil hab dank Schichtarbeit und einem Arbeitsweg von 1 1/2h mit den ÖPNV leider keine Möglichkeit auf den Wochenmarkt am Mi oder Fr zu fahren und habe auch noch nicht das große Rezeptarchiv im Kopf wie es jemand mit 10 Jahren mehr Kocherfahrung hat. Ich finde diese ganze Diskussion etwas von oben herab, wenn ich ehrlich bin.

Arthurs Tochter hat gesagt…

Liebe(r) Berit, Immer jeder nach seiner façon. :)
Weniger von oben herab geht ja gar nicht.

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