Die gegebenen Anlässe zur eigenen Reproduktion:
- Ein eigener dämlicher Fehler im Ursprungstext - typischer Fall von schlampig bis gar nicht recherchiert.
- Milliways süße Kirschsuppe und mein Kommentar
- Die von ihr selbst herbeigeführte Diskreditierung einer beschriebenen Person
- Event des Gärtnerblogs
- Etwas Wehmut
| Ganz von oben herab |
Zu 1.
Natürlich ist Britta von Lojewski mitnichten der Versprecher mit Schalke zuzuschreiben. Das war Carmen Thomas und zwar schon 1973, lange vor dem "Kochduell".
Zu 2.
Milliways postet eine Kirschsuppe, die ganz bezaubernd aussieht, aber etwas zu süß geraten ist. Beim Lesen und meinem Kommentar, es vielleicht mal mit etwas Hühnerbrühe und Koriander "deftiger" aufzubereiten, fiel mir ein, da war doch mal was...
Zu 3.
Habe ich ihn nicht sympathisch beschrieben, den Herrn Sante di Santis? Hat er mir nicht immer Spaß gemacht?
Beim Fressack hat er dann aber zugeschlagen. Ein kleiner Spielverderber und Kein-Spaß-Versteher ist er wohl. Oder hatte er nur einen schlechen Tag? Ich weiß es nicht. Von Fleischporen zu faseln, Hobbyköche, die mit viel Liebe und noch mehr Anspruch einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgehen abzuwatsch´n, das ist kein gutes Tennis!
Grmpfff, und deshalb muss ich hier festhalten, dass er mir jetzt nicht mehr so nett und lustig erscheint, wie zuvor. Für einen großen Stern am Kochfirnament habe ich ihn nie gehalten, aber sein Unterhaltungswert war schon mal ungleich höher.
Hier ein Auszug aus dem Kommentar, den Herr Santis bei Herrn Fressack hinterlassen hat:
"An eurer Stelle würde ich als erstes kochen lernen"
Und:
"Der Unterschied zwischen einem der lesen kann und einem Koch der kochen kann, ist sehr groß. Ihr könnt nur lesen. Kochen überlasst ihr den Profis, ihr Laien!"
Nur damit Du weißt, wovon ich spreche... Klingt nicht nett, oder? Ist auch sicher nicht nett gemeint!
Sei´s drum...
Zu 4.
Zu 5.
Auf meiner imaginären und auch der echten Nachkochliste hier im Blog habe ich schon lange "Die Wade von Claus". Also natürlich nicht Claus´ Wade, Himmel! Und außerdem habe ich am letzen Wochenende gar keine Wade bekommen. Auch nicht vom Rind. Dessen Namen ich sowieso nicht gewußt hätte.
Und dann wären eh wieder die Diskussionen losgegangen mit den 180°lern, welche Wade denn, eine linke oder eine rechte, war sie von hinten oder von vorne... Da habe ich gleich eine Brust genommen. Von vorne! Nur eine! Die aus der Mitte!
Und weils keine Wade war, habe ich den 2 Flaschen Chianti auch noch ´ne Möhre, etwas Sellerie und ein Lorbeerblatt hinterhergeworfen.
| 2,5 kg Rinderbrust |
| Nur ´n bissken Gemüse... |
| War auch nach 6 Stunden schon ein Gedicht! |
Obwohl ich ja sonst eher für die 24 Stunden-Varianten bin:
| Klick hier zum Rezept |
Achso, die Wehmut. Hättest Du noch daran gedacht? :)
P. kann das alles nicht mehr essen. Eine sich in den letzten Jahren, Monaten und Wochen bis zum "nicht mehr auszuhalten" Grad entwickelte Histaminunverträglichkeit macht mir diese wunderbaren Schmorgerichte mit Rotwein schier unmöglich. Also quasi als Reminsizens für P.:
Coq au Kirsch
Es steht zwar alles schonmal geschrieben, aber für die, die sich nicht die Mühe machen möchten, nochmal in den anderen Post zu klicken:
- 4 Hähnchenkeulen
- Kartoffeln
- 500 g grobes Meersalz
- 500 g Stangenbohnen
- Frische Kirschen vom Rheinhessischen Winzer, der zufällig auch noch ein paar alte Kirschbäume herumstehen hat. Ersatzweise 1 Glas Bio-Sauerkirschen. Bei frischen Kirschen noch zusätzlich etwas 250 ml Kirschsaft
- ein guter Schluck Rotwein
- etwas Kirsch-Koriander-Likör
- ca. 150 ml Rotwein
- 1 Schalotte
- frisches Bohnenkraut und - in Ermangelung von Rosmarin - frischer Thymian aus dem eigenen Kräutergarten
- Harissa-Gewürzmischung aus der Mühle
- eiskalte Butter
Kartoffeln waschen und in einer ofenfesten Form auf das Meersalz betten. Mit Olivenöl begießen, etwas Fleur de Sel aufstreuen, mit Kräutern bestücken und ca. 60 Minunten bei 180°C in den Ofen schieben.
Die Hähnchenkeulen an den Gelenken in 3 Stücke teilen, die Haut "über die Ohren ziehen". Haut an Geflügel ist nur lecker, wenn sie knusprig gebraten ist, in Schmorgerichten ist sie ein labbriger Fettträger. Dann in Butter langsam und sanft anbraten. Das muss vorsichtig geschehen, denn wenn die Butter verbrennt, kann der Bratenansatz weggeschüttet werden, und dauert schonmal locker 15 Minuten. Während des Bratens pfeffern und salzen.
Die Fleischteile aus dem Schmortopf nehmen, kurz unter Alufolie warmhalten, den Bratensatz mit Mehl abstäuben, etwas angehen lassen und dann den Rotwein angießen. Ordentlicher Schluck! Einkochen lassen. Dann ca. die Hälfte des Kirschsaftes dazugeben, Hitze runterschalten und die Hähnchenteile zurück in den Topf legen. Ca. 30 Minuten sanft schmoren lassen, zwischendurch mit der Harissa-Mischung würzen.
Die Bohnen putzen, in Stücke schneiden und blanchieren. Mit der Schalotte und Butter in einer Pfanne knackig angehen lassen. Auf Knoblauch, der für mich sonst an Bohnen ein unverzichtbarer Bestandteil ist, habe ich hier aufgrund der verschiedenen Geschmackskomponenten bewusst verzichtet.
Am Ende der Schmorzeit die Hähnchenstücke aus dem Sud nehmen und diesen um ca. die Hälfte einreduzieren lassen, einen Schluck Kirsch-Koriander-Likör spendieren und mit eiskalter Butter binden. Dann die Kirschen zur Sauce geben und die Hähnchenteile hineinlegen.
Am Ende der Schmorzeit die Hähnchenstücke aus dem Sud nehmen und diesen um ca. die Hälfte einreduzieren lassen, einen Schluck Kirsch-Koriander-Likör spendieren und mit eiskalter Butter binden. Dann die Kirschen zur Sauce geben und die Hähnchenteile hineinlegen.
Der Wein zum Kochen, während des Kochens und zum Essen:
Ursprung2007, QbA
Markus Schneider, Pfalz
Eine fruchtige Cuvee aus CabSauv., Merlot und Portugieser aus den Lagen des Dürkheimer Feuerberges. Dort befindet sich der Ursprung des Weinanbaus in der Pfalz.
Und wer sagt hier, ich schweife ab???
Den Ursprungspost findest Du hier: Coq au Kirsch, Klappe: die Erste
![Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]](http://farm5.static.flickr.com/4081/4763900344_c90083b239.jpg)
