Je schneller das Gericht, desto länger der Name!
Ich habe ja kurz überlegt, ob ich heute wirklich poste, was ich gestern gekocht habe. Da war nämlich mein Bruder zu Besuch und dieser leidet unter so vielen Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten, da stößt man als liebende große Schwester ohne Vorbereitungszeit schnell an seine Grenzen. Ich wusste zwar, dass er kommt, dachte aber, erst am nächsten Montag. Höre ich da jemanden lachen? Ruhe jetzt! Setzen! Mir langt schon, was ich mir hier zuhause zu meinen Terminkollidierungen anhören muss. Immerhin stand ich nicht bei fremden Leuten vor der Tür, oder? P. spielt allerdings ernsthaft mit dem Gedanken, unter die Blogger zu gehen. Vorzugsweise unter dem Titel "Arthurs Tochter Kocht, Ihr Mann", um das Leben an meiner Seite aus seiner ganz subjektiven Sichtweise zu beschreiben. Unter Androhung von Entzug allen Essens und sonstiger Zuwendungen kann ich ihn bisher noch davon abhalten. Noch. Viel darf ich mir nicht mehr erlauben.
Hier auch nicht. Erst das Convenience-Huhn. Dann so´ne ordinäre Fleischwurst. Wenn ich dann noch mit Allergikeressen komme, vegetarisch und auch sonst so ganz ohne Spaß - da entzieht mir hier so mancher die Zuneigung, das weiß ich genau! Also schone ich Euch noch und schreibe davon vielleicht erst in den nächsten Tagen.
Erzähle ich heute halt mal von etwas Schnellem, das trotzdem schön ist. Geht doch:
Vom Lieblingsitaliener die Lieblings-Fenchelsalsiccia gekauft. Ungefähr viele Meter. Die geht nicht grammweise oder so, da würde ich mich an der Theke schämen mit so einer ungenauen Angabe wie "500 g bitte". Auch DIN-versessene Bloggerkolleginnen kämen da nicht weit mit ihrer Attitüde. Nee, da kann man nur so mit den Armen fuchteln, ungefähre Meterzahlen beschreiben, schauen, wie der Wurststrang durch die Hände des Verkäufers rast und irgendwann "Stopp" rufen. Dann geht man glücklich mit 3 kg Wurst nach Hause, braucht ein bisschen was fürs Abendessen und friert den Rest ein. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, braucht man eine größere Gefriertruhe. Oder überhaupt mal eine... *räusper*
Zuhause quetscht man kleine Klößchen aus der Wurst und brät sie in der Pfanne an. Rausnehmen und warmstellen. Fenchel in feine Streifen schneiden, in der gleichen Pfanne im Salsiccia-Fett andünsten, mit etwas Grappa oder Pastis ablöschen, einköcheln lassen, mit Sahne ablöschen, einreduzieren. Pfeffern und salzen, mit Lakritzpulver bestäuben.
Die Klößchen zurück in die Sauce geben, durchschwenken.
Gemeinsam mit Spaghettini anrichten.
Und wenn man den Fenchel nicht blanchiert (das muss hier nicht sein), dann ist es auch noch total
Und dass ich diesen Monat auch noch an einem Blogevent teilnehmen kann, das hätte ich selbst nicht gedacht!
Es geht wieder aufwärts.
Jedenfalls für die nächsten 3 Tage, dann wird es wieder stressig für mich. Aber wie heißt es so schön in unserer aller Lieblingsserie? "Heute ist nicht alle Tage, ich komm´ wieder, keine Frage!" Dumdidumdidumdumdum...
Jedenfalls für die nächsten 3 Tage, dann wird es wieder stressig für mich. Aber wie heißt es so schön in unserer aller Lieblingsserie? "Heute ist nicht alle Tage, ich komm´ wieder, keine Frage!" Dumdidumdidumdumdum...

