Vor einigen Wochen gab es bei Barbara das schöne Event "Blicke aus dem Küchenfenster". Aber kein Blick, den ich bisher aus einem unserer Fenster geworfen habe, war vergleichbar mit dem von heute morgen.
Ein Regenbogen spannte sich in einer Großartigkeit und einem Halbkreis, wie mit dem Zirkel gezogen über die Rheinhessische Kleinstadt - es war sagenhaft. So etwas hatte ich bis heute noch nicht gesehen!
Dieses großartige Naturschauspiel mit einer kleinen Digitalkamera einzufangen, erwies sich als fast unmöglich. Versucht habe ich es natürlich dennoch und hoffe sehr, ein wenig von meiner Fazination transportieren zu können!
Nur diesen wunderschönen Bogen, den er geschlagen hat, konnte ich leider nicht richtig einfangen. Es hat sehr geregnet, so dass ich vor Angst, die Kamera könnte Schaden nehmen, nicht ruhig ausjustiert habe. Ein schnelles Bild nach Links und eines nach Rechts, das musste reichen.
Im 2. Weltkrieg gab es die Operation "Regenbogen", die auf einem Befehl des Großadmirals Karl Dönitz vom 30.04.1945 beruhte. Gemäß der von Adolf Hitler ausgegebenen Direktive, dass kein Soldat der Wehrmacht jemals kapitulieren dürfe, befahl Dönitz, alle Schiffe und Boote, die nicht zum Fischen oder Minenräumen geeignet wären, zu versenken. Dieser Befehl wurde am 4. Mai 1945 aufgrund der Kapitulationsbedingungen zurückgenommen, unzählige Kapitäne versenkten ihre Schiffe dennoch. Bis zu 232 U-Boote samt ihrer Mannschaften sollen dabei durch Öffnen der Ventile gesunken sein.
Dann gibt es noch die berühmte Geschichte, von Jimmy, der zum Regenbogen ging. Bei meinen Eltern stand dieses Buch im Regal neben den vielen Anderen von Simmel und ich kenne kaum jemanden in meiner Generation, bei dem das nicht so war.
Schon immer hat der Regenbogen die Menschen faziniert. Die alten Germanen glaubten, der Bifrost, wie sie den Bogen nannten, verbinde in der Art einer gewaltigen Brücke Asgard und Midgard.
Dabei ist Asgard die Götterwohnung der Asen und in der germanischen Mythologie meist als Himmel gedacht. Nebenbei hat in diesem Wort auch mein Vorname seinen Ursprung. Eigentlich stamme ich in direkter Linie von den Asen, den nordischen Göttern ab! ;)) Durch Bifrost war Asgard mit dem Reich der Riesen verbunden. Midgard war in der Mythologie die Menschenwelt, aus den Augenbrauen des Urriesen Ymir geschaffen.
Eine andere Legende ist die von Tir Na Nog.
Nach Erschaffung der Welt schickte Gott zwei Engel mit einem gewaltigen Schatz auf die Erde, der gerecht unter den Menschen verteilt werden solle, um ihnen Glück und Frieden zu bringen. (Also so in etwa, wie die Millarden von Merkel an die Banken)
Doch als das Böse von diesem Vorhaben erfuhr, fürchtete es, seine Macht zu verlieren. So schickte es eine gewaltigen Sturm über die Erde, der den Engeln die Orientierung raubte. So landeten sie in dem geheimnisvollen Land Tir Na Nog, in welchem sie seitdem den Schatz bewachen und darauf warten, dass ein Mensch sie findet. Manchmal, so sagt die Legende, weinen sie bittere Tränen, weil sie nicht in den Himmel zurückkehren können. Jedesmal, wenn ihre Tränen den Schatz benetzen, entsteht ein Lichtspiel, dem die Menschen den Namen "Regenbogen" gegeben haben. Dieser Regenbogen soll einem Menschen den Weg zu ihnen weisen. Wie sonst soll man ein Land finden, dass auf keiner Karte eingezeichnet ist, und von dem man sagt, es existiere nur in der Phantasie. Und so machten sich schon einige Menschen auf den Weg zum Ende des Regenbogens, zurückgekehrt ist bisher niemand von ihnen. Aber die Menschen träumen noch immer von diesem geheimnisvollen Land, in dem die Sonne täglich scheint, die Menschen glücklich sind und die Zeit stehengeblieben scheint. Virtuell wurde es mittlerweile von einer kleinen Anhängerschar im Internet als "Freie Republik Tir Na Nog" gegründet. Eine Einreise ist jederzeit ohne Visum möglich, ich war vor ein paar Minuten erst dort...






